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    Venus im Pelz
    Durchschnitts-Wertung
    3,7
    41 Wertungen - 7 Kritiken
    Verteilung von 7 Kritiken per note
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    7 User-Kritiken

    Rüdiger Wolff
    Rüdiger Wolff

    User folgen 4 Follower Lies die 62 Kritiken

    4,5
    Veröffentlicht am 2. Dezember 2013
    Tragikomödie der Triebe Anfangs sehr gut, wir dieses grandiose Schauspielerstück, gegen Ende leider etwas farblos und vulgär, was dann aber am Drehbuch liegt. Bis dahin liefern Emmanuelle Seigner und Mathieu Amalric ein grandioses Spektakel ab, wie man es kaum je gesehen hat. Der recht schwache Schluß ist dem Drehbuch zu verdanken, was wiederum dem Buch von Sacher-Masoch zu verdanken ist, der dem Zitat aus dem Buch Judith (Bibel-Apokryphen): „Und Gott strafte ihn, indem er ihm ein Weib gab“ nicht ganz gerecht werden konnte. Gleichwohl: Ein Super-Film – ein Kammerspiel wie „Gott des Gemetzels“, auch von Polanski - allerdings wiederum nichts für Popcorn-action-Kino-Besucher.
    Kinobengel
    Kinobengel

    User folgen 119 Follower Lies die 436 Kritiken

    4,5
    Veröffentlicht am 10. Dezember 2013
    Roman Polanski ist ohne Frage einer der ganz großen Regisseure. Nach „Der Gott des Gemetzels“ folgt die nächste Adaption eines Theaterstücks für das Kino. Dieses Mal soll es „Venus in Fur“ von David Ives sein, das von den Brettern der Welt als Komödie auf die Leinwand gebannt wird. Theaterregisseur Thomas (Mathieu Almaric) bekommt nach einem nervig erfolglosen Casting für die Bühnenumsetzung des erotischen Romans „Venus im Pelz“ von Leopold von Sacher-Masoch verspäteten Besuch der Schauspielerin Vanda (Emmanuelle Seigner). Sie überredet den widerwilligen Thomas zu einem Vorsprechen, welches die Begeisterung des Regisseurs weckt. Das Vorsprechen wird ausgeweitet, mit skurrilen Folgen. Mit „Der Gott des Gemetzels“ gelang Polanski ein solider Film, der ein wenig aufgesetzt wirkte, wie ein Theaterstück auf der Leinwand. Und Theater geht eben anders als Film. Polanski hat für die Adaption des Zweipersonenstücks „Venus in Fur“ einen anderen Weg gewählt: Die Kamera ist erheblich aufdringlicher als im vorgenannten Film und kinogerecht nah an den beiden Figuren der Geschichte, suhlt sich in der raffiniert unterstützenden Theaterbühnenbeleuchtung, die je nach Spielabschnitt gewählt wird (von der Schauspielerin, die Thomas allmählich die Regie entreißt). Die Umsetzung von David Ives ist an sich schon eine geniale Idee: Während im Roman von Sacher-Masoch die weibliche Hauptfigur zwischen despotisch und devot switcht, muss im Theaterstück die Schauspielerin zusätzlich zwischen dieser weiblichen Rolle und ihrer Privatperson umschalten. Polanski nutzt die Chance, für den Film eine Intensive Beschäftigung mit den „nur“ zwei Personen zu betreiben. Und das ist ihm über alle Maße hinaus gelungen. Wenn Vanda aus ihrem ordinären Getue in die Rolle einer eleganten Dame springt (und zurück), verblüfft und überzeugt das nicht nur Regisseur Thomas, sondern auch den Kinozuschauer. Hinzu kommt, dass Mathieu Almaric als Thomas zumindest im Aussehen an den jungen Roman Polanski erinnert. Es wäre nicht verwunderlich, wenn Polanski sich auch ein bisschen selbst sehen wollte, schließlich wird Vanda von Ehefrau Emmanuelle Seiner gespielt. Wenn der Zuschauer daran denkt, gibt das der Darstellung noch ein weiteres Extra. So führt der Regisseur seine beiden Bühnenspezialisten Szene für Szene durch das Stück, welches Wanda die Kontrolle über Thomas erlangen lässt, in die finale Eskalation. Begleitet wird der komödiantische Akt an passenden Momenten durch Einspieler klassischer Musik von dem mehrfach für den Oscar nominierten Alexandre Desplat. Die meisterlichen Leistungen von Mathieu Almaric und Emmanuelle Seiner hauchen den Figuren das notwendige Leben ein, lassen die Gesichter in den Reihen schmunzeln und in der Geschichte genüsslich mitswitchen. Ein herrliches verfilmtes Schauspiel um das Verhältnis zwischen Mann und Frau, zwischen Regisseur und Schauspielerin. Die Intensität dieses Films, der die Vorteile der Leinwandinszenierung auskostet, ist live auf der Bühne schwierig zu toppen und zugleich eine faszinierende Darstellung für das Spektrum der Inszenierungs- und Schauspielkunst.
    fabionno
    fabionno

    User folgen 5 Follower Lies die 34 Kritiken

    4,5
    Veröffentlicht am 20. November 2013
    Bei aller Distanz zur Person muss man Polanskis unglaubliches Talent einfach anerkennen! Wenn dann auch noch die Schauspieler oscarreif spielen, kommt systematisch etwas bemerkenswertes heraus!
    mabronisch
    mabronisch

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    4,5
    Veröffentlicht am 12. Dezember 2013
    Roman Polanski in seinem letzten Film „der Gott des Gemetzels“ den ich vor zwei Jahren gesehen hatte, gab es noch vier Schauspieler in einem ebenfalls sehr unterhaltsamen Film. Nun sahen wir seine Frau als vulgäre Schauspielerinnen Vanda (Emmanuelle Seigner) in einem hervorragend übertragenen Theaterstück. Als zweite Person spielte Thomas (Mathieu Amalric) als genervten Regisseur. Er hatte überhaupt keine Lust nochmal mit jemanden zu testen, ob sie in der Lage war für das Theater engagiert zu werden. Langsam wurde er von ihr beeindruckt. Und nun startete schönstes Theater! Vanda zeigte ihre schauspielerische Fähigkeit auf höchstem Niveau. Sie schaffte es Thomas zu begeistern, wütend zu werden, traurig zu sein und am Ende hatte sie ihn unter Kontrolle. Polanski hat seine Frau uns auch sehr erotisch gezeigt.
    Kino:
    Anonymer User
    3,0
    Veröffentlicht am 12. Juni 2015
    ''Venus im Pelz'' zelebriert genussvoll und mit einer guten Prise Humor die eigenartige Realität der Theaterbühne und ihre Auswirkung auf die 'reale' zwischenmenschliche Beziehung der Figuren. Jedoch ist die Idee, dass die Schauspielerin in ihrer Rolle der dominanten Venus aufgeht, während der Regisseur sich seinerseits mit Freude erniedrigen lässt, bald von allen Seiten bearbeitet und recht vorhersehbar. Polanski manövriert sich immer mehr in eine fimische Sackgasse hinein: zwischen dem grotesken Surrealismus des Theaterstücks und den unterschwelligen, leisen Veränderungen in der Beziehung der Filmfiguren verspielt Polanski jeden Überraschungseffekt. Die beiden Realitäten des Films sind bald durchschaut, der Grund des Verwirrspiels liegt offenbar: somit fehlt dann in der zweiten Hälfte auch die Spannung. Die Storywendungen sind nur noch belehrend und selbstreferenziell.
    schonwer
    schonwer

    User folgen 252 Follower Lies die 729 Kritiken

    3,5
    Veröffentlicht am 9. Juni 2016
    Venus im Pelz ist ein spezieller Film. Dies ist der zweite Film von Roman Polanski den ich sehe, der sich nur an einem Ort spielt und mit sehr wenigen Darstellern besetzt ist. Hier wurde mit Emmanuelle Seigner und Mathieu Amalric ein hervorragendes Schauspieler-Duo gewählt den beide spielen so fabelhaft, dass man fast nicht merkt, dass es gespielt ist. Ansonsten sind die Dialoge sehr gut und das ganze wurde schön in Szene gesetzt. Der Film ist ein Genuss ihn anzuschauen, nur leider zieht er sich ein wenig gegen Ende, obwohl dieser nur ca 1h30 geht.
    Toralf L.
    Toralf L.

    User folgen 1 Follower Lies die Kritik

    4,5
    Veröffentlicht am 26. November 2013
    Ein sensationeller Film mit einer herausragenden Leistung der beiden einzigen Schauspieler. Es gab in den letzten Jahren kaum ein Film, bei dem die Zuschauer noch so lange auf ihren Sitzen verharrten.
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