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Sehnsucht nach Paris
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Kinobengel
Kinobengel

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3,5
Veröffentlicht am 27.02.15
Der französische Regisseur und Drehbuchautor Marc Fitoussi bringt nach „Copacabana“ (2010) seinen zweiten Spielfilm mit Isabelle Huppert auf die Leinwand, „Sehnsucht nach Paris“. Xavier und Brigitte Lecanu (Jean-Pierre Darroussin und Isabelle Huppert) sind lange verheiratet und betreiben erfolgreich eine Viehzucht in der Normandie. Nach einem Partybesuch in der Nachbarschaft lässt sich Brigitte auf einen Trip nach Paris zu dem jungen Stan (Pio Marmai) ein. Sie lernt auch den ebenfalls verheirateten Dänen Jesper (Michael Nyqvist) kennen. Xavier soll glauben, dass ein Arztbesuch ansteht, doch er wird aufgrund einiger Anzeichen misstrauisch und fährt ebenfalls nach Paris. Wer es etwas sprudeliger haben möchte, sollte zu „Le Weekend“, wer mehr Suspense braucht, sollte zu „Last Night“ im DVD-Regal greifen, denn „Sehnsucht nach Paris“ ist die Sehnsucht nach Jugend, die filmisch beinahe dahinplätschert. So banal wie die Story, die Szenen mitsamt den Dialogen erscheinen, so real wirken sie. Und das ist das Herausragende an Fitoussis Film. Mit Isabelle Huppert und Michael Nyqvist als Schauspieler der ersten Liga verpasst er seinem Werk die erforderliche Glaubwürdigkeit und Natürlichkeit. Ein Ausschnitt aus dem Eheleben, eine Party und die Abwege, auf denen sich die Figuren bewegen, letzteres in der Stadt der Liebe. Besonderheiten, Skurriles und Surreales werden nicht geboten, denn Fremdgehen ist nicht besonders, skurril und surreal. Fitoussi führt Brigitte auf dem Weg zu ihren Entscheidungen, begleitet von Lust, Scham und Angst in erwarteten Bildern, aber mit ansehnlichem Zusammenbau ohne Langeweile. So folgt der Kinogänger der Geschichte und ist bei wortkargem Akt in der Lage, die Gedanken der Akteure deren Gesichtern abzulesen. Alte Liebe rostet nicht, aber nur wenn man die Mühe dafür aufbringt. Marc Fitoussi hat den Aufwand betrieben, diesem Thema eine Leinwandwirklichkeit zu geben. Es ist ihm gelungen.
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