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Stonewall
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Klaus P.
Klaus P.

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2,5
Veröffentlicht am 02.02.16
Roland Emmerich, als Regisseur auch mit dem Titel „Master Of Desaster“ bezeichnet, bringt einen Film völlig außerhalb dieser Muster in die Kinos. Er der sich selbst erst sehr spät zu seiner Homosexualität bekannt hat, macht den Versuch, den Beginn der Schwulenbewegung im „Stonewall Inn“ in New York in den 1960iger Jahren filmisch aufzuarbeiten. Dany (JEREMY IRVINE), ein Junge aus Ohio, wird von seinen Eltern wegen seiner Homosexualität verstoßen. Also macht er sich auf nach New York, um hier zu studieren. Ohne Dach über dem Kopf und völlig mittellos lernt er in Greenwich Village eine Clique von Street Kids kennen, die ihn in die Kneipe The Stonewall Inn mitnehmen. Doch die zwielichtige Bar gehört der Mafia und ist nicht gerade eine Oase der Ruhe und Besinnlichkeit. Danny und seine Freunde werden diskriminiert und übel behandelt, selbst die Polizei schreckt vor Übergriffen nicht zurück – mit der Zeit staut sich eine ungeheure Wut in ihnen an. Das gilt für Danny ebenso wie für die gesamte Gemeinschaft der jungen Schwulen, Lesben und Transvestiten, die sich im Stonewall Inn treffen. Bis sich eines Tages ihr Zorn entlädt: Als der erste Stein fliegt, kommt es zum Aufstand – der Beginn ihres Kreuzzugs für die Gleichberechtigung. Die Figur des Dany ist Fiktion, die Emmerich als Vehikel für seinen Film in das Drehbuch geschrieben hat. Die restliche Geschichte ist Real. So hat sich das Ganze im Jahre 1969 in New York zugetragen. Was diese Schwulenrevolution ausgelöst hat, ist umstritten. Eine These ist der Tod, der bei den Schwulen sehr beliebten Schauspielerin Judy Garland. Eine Andere sollen die zum Teil brutalen Razzien der Polizei gewesen sein. Die Ereignisse führten zu einer breiten Solidarisierung im New Yorker Schwulenviertel, und auch in den Folgetagen leisteten die Schwulen den verstärkten Polizeitruppen erfolgreich Widerstand. Erst nach fünf Tagen beruhigte sich die Situation. Ein Film, der einige Jahre zu spät kommt, ist doch die Homosexualität als normal in der Gesellschaft angekommen. Ein etwas blasser Hauptdarsteller, der mit dieser Rolle sichtlich überfordert ist. Im Gegenteil dazu, die sehr bunte restliche Clique, die aber das Gesamtergebnis nicht wesentlich verbessern. Die eingestreuten Rückblenden auf Dany Jugend, sind überflüssig und tragen nur zur Überlänge bei. 129 Minuten - ohne Desaster ist es eben kein echter Emmerich Film.
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