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    Spider-Man: Far From Home
    Kritik der FILMSTARTS-Redaktion
    4,0
    stark
    Spider-Man: Far From Home

    Keine Atempause nach "Avengers 4"!

    Von Christoph Petersen
    Achtung: Diese Kritik enthält Spoiler zu „Avengers 4: Endgame“

    Was soll jetzt noch kommen? Das ist eine Frage, die man sich in Bezug auf das Marvel Cinematic Universe (MCU) immer wieder stellt. 2015 hat sie etwa „Ant-Man“ nach der Zerstörungsorgie „Avengers 2: Age Of Ultron“ angenehm augenzwinkernd mit einem auf Kreativität statt Bombast setzenden Spielzeugeisenbahn-Finale beantwortet. Aber noch nie war die Herausforderung so groß wie nun bei Jon Watts' „Spider-Man: Far From Home“! Schließlich hat „Avengers 4: Endgame“ das MCU nach 22 (!) nicht nur gerade erst zu einem zutiefst berührenden, sondern vor allem auch höchst befriedigenden Abschluss geführt. Aber statt einer angebrachten Verschnaufpause gibt es nun nur läppische zehn Wochen (!) später direkt Nachschub. Das macht aus Marvel-Sicht natürlich Sinn, schließlich will man die Zuschauer sofort daran erinnern, dass mit dem MCU eben doch noch lange nicht Schluss ist. Zugleich fühlt es sich aus Sicht vieler Fans aber auch einfach falsch oder gar pietätlos an, nach dem Tod von Tony Stark direkt zum business as usual zurückzukehren.

    Trotzdem gelingt es Jon Watts gleich in einer der ersten Szenen ganz hervorragend, die Folgen des Blip (= die fünfjährige Abwesenheit der von Thanos‘ Weggeschnippsten) von einem das ganze Universum erschütternden Ereignis auf eine menschliche Ebene herunterzubrechen. In einem an YouTube-Formate erinnernden Schulfernsehen-Clip wird mit viel Humor, aber trotzdem nicht verharmlosend der aktuelle Stand referiert – schließlich führt die Rückkehr der Verwehten nicht nur zu emotionalen Herausforderungen, sondern auch zu ganz praktischen Problemen: So dürften zum Beispiel viele verwaiste Wohnungen längst neu vermietet sein. Anschließend entpuppt sich der neue „Spider-Man“ zunächst als Schulausflug-Komödie mit romantischen Einsprengseln – herzlich, charmant, oft wirklich komisch. Aber gerade, wenn man sich denkt, dass das nach dem Bombast von „Avengers 4“ doch jetzt genau die richtige Gangart ist, um das MCU langsam wieder neu in Schwung zu bringen, schaltet „Far From Home“ gleich ein paar Gänge hoch. So haut einen die ebenso kreative wie überraschende und temporeiche zweite Hälfte zu diesem Zeitpunkt einigermaßen unerwartet doch noch aus den Socken.

    Ob MJ schon ahnt, dass sie da gerade ihren Klassenkameraden Peter im Arm hält?


    Peter Parker alias Spider-Man (Tom Holland) will sich nach seinem ungeplanten Ausflug in den Weltraum, seiner fünfjährigen Auslöschung, dem finalen Sieg über Thanos und dem Tod seines Mentors Tony Stark erst einmal um seine privaten Probleme kümmern. Vor allem aber möchte er seiner Mitschülerin Michelle Jones (Zendaya) bei einer anstehenden Schulreise durch Europa auf dem Eiffelturm seine Liebe gestehen. Als Happy Hogan (Jon Favreau) ihn davon unterrichtet, dass Nick Fury (Samuel L. Jackson) ihn unbedingt sprechen will, lässt Peter den S.H.I.E.L.D.-Boss deshalb auch gnadenlos abblitzen. Aber so einfach lässt sich ein Nick Fury natürlich nicht kaltstellen – stattdessen leitet er den Europatrip der Schüler so um, dass Peter immer zur rechten Zeit am rechten Ort ist, um dem offenbar aus einem Paralleluniversum stammendem Quentin Beck alias Mysterio (perfekt besetzt: Jake Gyllenhaal) dabei zu helfen, gegen eine elementare Bedrohung zu kämpfen, die von Becks inzwischen zerstörter Erde zu unserer herübergeschwappt ist …

    Das MCU ist ja bekannt dafür, immer mal wieder die verschiedensten Genres aufzugreifen – vom klassischen Kriegsfilm („The First Avenger“) über einen 70er-Jahre-Politthriller („The Return Of The First Avenger“) bis hin zu postmodernem Sci-Fi-Klamauk („Thor 3“). Und jetzt ist eben das ur-amerikanische Genre der Highschool-Komödie an der Reihe – nur dass der Lümmel aus der ersten Bank hier eben zugleich mit der schweren Last der Verantwortung ringt, ob er nun um seine große Liebe kämpfen oder doch besser (schon wieder) den Planeten retten sollte. Das fühlt sich natürlich längst nicht so welterschütternd an wie manch früherer MCU-Film, funktioniert aber trotzdem erstaunlich gut. Das liegt vor allem an a) der herausragenden Chemie zwischen Tom Holland und Zendaya sowie b) den umwerfend komischen Co-Stars von Jacob Batalon und Angourie Rice als unwahrscheinliche Turteltäubchen bis Martin Starr und J.B. Smoove als überforderte Pädagogen.

    Aus einem guten Film wird ein herausragender


    Zu den immer wieder im Sekundentakt zündenden Pointen kommen ein paar ikonische Schauplätze vom Markusplatz in Venedig bis zu einer Berghütte in den österreichischen Alpen, gewürzt mit einer Handvoll grundsolider Actionsequenzen, in denen Spider-Man (in Europa undercover als Night Monkey) und Mysterio gemeinsam gegen Wassermonster und Feuerungeheuer kämpfen. Kann man alles absolut so machen. Sagen wir mal: Gute 3,5 FILMSTARTS-Sterne und etwas, über das sich nach dem „Endgame“-Paukenschlag wohl niemand nachdrücklich beschweren würde. Ein charmanter MCU-Spaß für zwischendurch, ein Superheld auf romantischer Mission; ein bisschen was fürs Herz mit der Action, die in einem Comic-Blockbuster eben einfach nicht fehlen darf. Ein guter, aber längst nicht an der Spitze mitspielender MCU-Film. Aber Pustekuchen!

    Denn nach einem „Twist“, von dem ab der ersten Minute jeder weiß, dass er kommt, den wir an dieser Stelle aber natürlich trotzdem nicht verraten werden, feuert „Far From Home“ plötzlich aus allen Zylindern. Zwar fällt das Lüften des Plans noch etwas ausführlich aus (er ist aber auch wirklich kompliziert), doch dann folgt auch sofort eine echte Überraschung auf die nächste. Die (alptraumartigen) Actionsequenzen inklusive einem gleichermaßen kreativen wie epischen Finale an der Londoner Tower Bridge stellen nicht nur alles in der ersten Hälfte Dagewesene locker in den Schatten, sondern zählen sogar zu den bisher stärksten Set-Pieces des gesamten MCU. Gab es zuvor doch die eine oder andere kleine Länge, gerade wenn man auf die romantische Liaison zwischen Peter und MJ nicht hundertprozentig einsteigt, bleibt einem ab hier überhaupt keine Zeit mehr zum Luftholen. Uns fällt jetzt zumindest kein zweiter Marvel-Blockbuster ein, der sich über seine Laufzeit hinweg derart krass gesteigert hat.

    In der zweiten Hälfte dreht Spider-Man alias Night Monkey noch mal richtig auf!


    Und dann gleich noch die nächste positive Überraschung: Auch mit seinen zwei Abspannsequenzen setzt „Spider-Man: Far From Home“ einen völlig neuen Standard: Wo normalerweise der nächste MCU-Film angeteasert oder noch ein netter kleiner Gag nachgeschoben wird, nutzen die Marvel-Masterminds die zwei kurzen Extraszenen dieses Mal, um alles gerade Gesehene in Frage zu stellen und im selben Moment das „Spider-Man“-Universum in seinen Grundfesten zu erschüttern. Vor „Far From Home“ mag man sich mehr Zeit gewünscht haben, um sich erst einmal angemessen von den Auswirkungen von „Avengers 4: Endgame“ zu erholen. Nach den Abspannszenen kann man es hingegen kaum noch abwarten, endlich MCU-„Spider-Man 3“ auf der großen Leinwand zu sehen. Dass man darauf jetzt volle zwei Jahre warten soll, ist eine wahre Horrorvorstellung.

    Fazit: Auf eine charmant-unterhaltsame erste folgt in „Spider-Man: Far From Home“ eine mit hochtourigen Überraschungen und kreativen Einfällen bis zum Rand vollgestopfte zweite Hälfte. So fühlt sich selbst der 23. MCU-Blockbuster absolut frisch an.

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    Kommentare

    • Dennis Beck
      Jetzt habe ich ihn gesehen. Meiner Meinung nach viel besser als Homecoming. Habe ich was im Kino verpasst? Bis auf Mysterios super visualisierte Fähigkeiten, nein. Aber überraschend guter Film. 7/10 meinerseits.
    • Sentenza93
      (Habe jetzt zu fünften Mal versucht sie hochzuladen, deswegen packe ich sie jetzt auch mal hierhin und nicht nur zu den Kritiken)Nach langem Hin-und-Her endlich die Kritik zu Spider-Man: Far From Home.Genauso wie bei Endgame werde ich erst hauptsächlich auf einzelne Figuren eingehen.Anschließend noch auf den Plot an sich.- Beginnen wir mit Peter. Das große Problem, was seit seinem ersten Auftritt in Civil War herrscht: Er ist immer noch nur der absolute Stark-Fanboy. Absolut nichts, was die Figur ausmacht ist in diesem Film und in Holland's Performance und Interpretation zu finden. Keine wirklichen Hobbies, kein Onkel Ben (Das mit den Intialen auf dem Koffer war ja wohl mal richtig billig), keine sehr große Intelligenz, kein Tiefgang...Nichts. Dann ist er den ganzen Film über nur ein dummer, verliebter Junge. Der ganze letzte Solofilm ging darum, dass er Liz wollte. Jetzt auf einmal, ohne mit der Wimper zu zucken, hängt er an MJ (Michelle Jones). Zu dem MJ-Kram später noch mehr. Scheint Liz ja schnell vergessen zu haben. Liebe? Glaube eher, dass die Hormone eingeschossen sind. Und Michelle ist eben verfügbar. ;D Dann die Tatsache, dass er so ziemlich nichts alleine macht, sondern nur nach der Pfefe von Fury, Beck und Co. tanzt, um ja wie Tony ein Held zu sein, der nächste Iron Man zu werden. Peter ist in seinem eigenem Film mal wieder nur die zweite Geige, ein besserer Laufbursche. Auch am Ende als er sich in Stark's Flieger einen neuen Anzug macht. Happy grinst ihn sogar blöd an und meint er erinnert ihn an Tony. Eigene Identität ncht vorhanden.- Zu MJ: Dass Marvel hier Mary Jane einen Ethnienwechsel geschenkt hat, das können die nicht leugnen. Aber sie heißt doch Michelle Jones. Ja, aber trotzdem kann man diesen Ethnienwechsel nicht leugnen. Allein das Ende von Homecoming damals: Ich heiße Michelle, aber meine Freunde nennen mich MJ. Welche Freunde? Hat doch angeblich keine. Der enizige Grund, warum man das sagte bzw. einbaute. Man will woke sein.Dazu ist ihr ganzer Charakter komplett flach. Ich weiß, dass soll so richtiger Deadpan-Humor sein, dass sie eventuell auch ihre Gefühle versteckt, aber Zendaya wirkt einfach, als wäre sie permanent Schlafmittel am nehmen. Und so trocken, wie der Charakter sein soll wundert es mich, dass von ihr nie ein Spruch zu Peter bezüglich Liz kommt. Sowas wie Trostpreis oder ähnliches.- Ned: Der Junge war im Vorgänger schon grenzwertig, aber hier hat man ihn endgültig zur Witzfigur degradiert. Glaube die Hoffnung auf Hobgoblin kann die gute Deliah aufgeben. Sorry, Ehrenschwesterchen. :) Während des Fluges nach Europa verliebt er sich plötzlich in Betty, die kein Interesse an ihm hat. Plötzlich sie sich auch in ihn. Und am Ende des Films, nach dem Rückflug, sind sie doch wieder auseinander. Während dem Trip schmalzen die sich mit Komplimenten zu. Das hat was von billigster High School - Komödie. Aber keine von den guten Komödien. Ich weiß, das soll alles einen jungen Vibe haben, aber das war eindeutig über das Ziel hinausgeschossen. Echte Probleme hat wohl keiner in den Spidey-Filmen des MCU.- Flash: Aus einem von Peter's bekanntesten Schulbullies hat man einen indischen Hipster gemacht, der Fotos und Vdeos auf Social Media postet. Von mir aus kann man der Figur ja eine andere Ethnie verpassen, nur a) dann holt einen Darsteller, dem man auch glauben kann, dass er beliebter sein soll als Peter. Das war in Teil 1 schon so ein Witz. Karl Dall hat mal gesagt: Sowas wie den hat man früher auf dem Schulhof verhauen. Ist was Wahres dran. Dieser Spargeltarzan soll beliebt sein? Und b), dann legt die Rolle wenigstens vom Charakter her so an, dass man es glauben kann, wenn man das Aussehen schon komplett verhaut.- Die beiden Lehrer: Ich mache es kurz. Peter's Lehrer müssten ihren Job los sein. Die gehören gefeuert. Und sind so witzig wie Bauchweh.- Tante May: Ok, Marisa Tomei ist heiß :D, absolut, und auch vom Alter her finde ich den Wechsel auf eine etwas jüngere Darstellerin als Rosemary Harris damals nicht schlecht. Nur, sie hat absolut kein wirklich enges Verhältnis zu Peter. Sie weiß, dass er Spidey ist, und ermutigt ihn sogar in einer kurzen Szene noch u.a den Anzug mitzunehmen. Und nicht einmal ein Sei vorsichtig oder Pass auf Dich auf. Dann nutzt sie ihn am Anfang noch für Publicity aus. Tante May macht sowas? Ihren Neffen ausnutzen und einfach in jede Gefahr laufen lassen. Auch als Peter am Ende wieder in den USA landet, keine Umarmung, kein Bin froh, dass es Dir gut geht, einfach nur ein Willkommen zurück, keine wirklich Umarmung, ab nach Hause. Von moralischer Stütze, eine Mutterfigur in seinem Leben...Nichts zu spüren. Was krege ich heute noch eine Gänsehaut, wenn ich die Raimi-Filme und Rosemary Harris darin sehe. Wenn sie Peter ihre letzten 20 Dollar gibt, oder ihn zu Hause nach seinem High School-Abschluss aufmuntert, weil er Ben vermisst. Oder die Szene in Teil 2, wenn sie auszieht, Peter vergibt und ihm erzählt, dass die Welt Helden braucht. Allein bei ihrem ...und ältere Mädchen retten wie mich. muss ich heute noch grinsen, weil man ihr dort wirklich nachfühlen kann und weiß, dass sie jedes Wort ernst meint. Hier merkt man bei ihr auch eine privaten Probleme. Ben wird ja zum Beispiel nicht einmal erwähnt. Und jetzt soll keiner mit dem verdammten Koffer oder Peter's Aussage in Homecoming kommen Sie hat in letzter Zeit viel durchgemacht. Kein Mensch verlangt noch einmal eine komplette Origin. Aber sagt einmal den GOTTVERDAMMTEN NAMEN! Das hat mich bei Spidey's Kräften in Civil War schon aufgeregt. Seit das passiert ist, was passiert ist. Den Spinnenbiss haben die ja immerhin Homecoming dann noch erwähnt. In EINEM Satz. Das ist eine neue Interpretaton, also zeichnet sie auch anständig. Das Argument, dass man das schon zweimal hatte, ist ein Witz. Oder man die Comics ja lesen kann. Dann brauch ich den Film nicht zu machen und zu gucken. Dann hätte Peter Jackson bei Gandalf's erster Szene in Die Gefährten auch das Bild einfrieren und einblenden können: Das ist Gandalf. Ach, den Rest wisst ihr. Falls nicht, kauft die Bücher. 39,95€ zuzüglich Versand. ;D Das ist einfach nur faules Filmemachen. Man merkt einfach seit 2016 wie bemüht man den Spinnenboy versucht reinzuquetschen. Auf die Liebesgeschichte mit Happy Hogan geh ich nicht großartig ein, tut der Film auch nicht. Die zwei - bis drei Mal, wo das erwähnt wird, sind der Rede nicht wird und eher zum Fremdschämen als lustig und charmant.- Fury und Hill: Beide anscheinend ziemlich hirntot, dass sie sich so von Beck und Co. verar*chen lassen. Was die mit Peter machen, dass sie ihn verfolgen und zwingen, das grenzt an Nötigung. Zu dem Twist mit den beiden später noch.- Quentin Beck/Mysterio: Wie auch schon in Homecoming mit Keaton, hat man hier mit Gyllenhaal eigentlich einen tollen Darsteller für die Rolle gefunden. Jetzt ist nur die Frage, warum man Gyllenhaal sagte, er solle Overacting betreiben wie Nicolas Cage. Klar soll Beck als instabile Persönlichkeit gezeigt werden, aber Gyllenhaal macht das ganze zu einer lächerlichen Lachnummer. Dann sein ganzer Plan, für den er Fury, Peter und Co. einspannt. Er will u.a. an die EDITH-Brille rankommen, die Tony Peter vermachte (auch dazu später noch mehr), um die ultimative Illusion am Ende zu erschaffen. Vorher will er sich schon mal das Vertrauen von allen, der Menschheit erschleichen. Wie will er das tun? Mit einem Team von ehemaligen Stark-Mitarbeitern, zu denen er ebenfalls gehört. Ja, kein eigener Schurke, Beck ist wieder ein übrig gelassener Rest von Stark für Peter. Seine eigenen Feinde kann der Junge sich anscheinend nicht schaffen. Beck entwickelte angeblich die SENF/BARF-Technologie, und Tony modifizierte sie dann leicht und nannte sie eben SENF/BARF und machte damit sein, wie er es nannte, Therapieexperiment. Noch verzweifelter kann man eine Verbindung zu Stark nicht schaffen. Und es macht Tony wieder zu einem absoluten A*schloch. Beck's Plan ist es die Elementals-Simulationen, die er mithilfe von Drohnen erschafft, auf die Welt loszulassen und sie als Held, Mysterio, zu besiegen, um der Welt Hoffnung zu geben. Etwas/Jemanden an was sie glauben kann. Und ja, dieser Plan ist so bescheuert, wie er sich anhört. Erst einmal, wie gibt es der Welt Hoffnung, wenn sie kurz nachdem Thanos besiegt wurde und die Menschheit zurückkehrte, direkt wieder von Monstern angegriffen wird. Das würde die Menschen doch eher ängstlich stimmen, dass man wohl nie sicher ist. Selbst wenn dann Mysterio kommt und sie rettet. Zweitens, was macht Mysterio denn dann, sollte wirklich noch eine echte Bedrohung kommen? Spätestens dann würde er doch als Betrüger entlarvt? Klar, er hat die Drohnen, die können auch Kugeln schießen, aber ich glaube, ein Schurke in Thanos-Dimensionen lacht darüber. Dieser ganze Plan ist absolut hirnverbrannt. Apropos hirnverbrannt, einer der anderen Stark-Mitarbeiter, die Beck helfen, ist der Wissenschaftler, den Obadiah Stane im ersten Iron Man anbrüllt, dass Tony Stark es in einer Höhle geschafft hat den ARK-Reaktor in klein zu bauen. Der Typ will angeblich auch Rache an Stark bzw. hasst(e) ihn. Warum? Es war Stane, der ihn zur Sau machte. Und er hätte doch zu Tony gehen und ihm Bescheid sagen können. Tony wäre ihm wahrscheinlich sogar dankbar gewesen. Auch diese Verbindung ist wieder absolut hirnverbrannt und bemüht.Nun einmal zur Story bzw. dem größten Problem eben dieser. Tony Stark ist immer präsent, ohne dass Downey jr. (bis auf einmal in der modifizierten Rückblende zu Civil War auf der Bühne, als er SENF/BARF vorstellt und Beck im Hintergrund steht) zu sehen ist. Den ganzen Film über spürt man seine Präsenz. Und das ist sehr zum Nachteil. Allein der Anfang des Films. Die Schüler der High School haben eine Bildcollage der Helden zusammen gestellt, darüber I Will Always Love You von Houston gelegt, und als letztes Bild ein riesiges Bild von Tony Stark geholt. Wie selbstverliebt kann man sein? Wie sehr kann man einem Charakter in den Hintern kriechen? Von Hulk ist interessanterweise kein Bild zu sehen. Dann wird Tony allein durch Peter, Fury und Beck so oft erwähnt und genannt, dass man immer den Eindruck hat, Stark stehe mit im Raum. Und Peter solle ja laut Fury der nächste Stark werden. Was ist mit den anderen Helden? Hulk, Rhodey, Wanda etc.? Es geht den ganzen Film über, selbst in der normalen Bevölkerung immer nur um Tony. Die anderen noch lebenden Helden scheinen nicht existent zu sein. Man gewinnt den Eindruck, es gäbe niemand anderen mehr. Und auch das Handling des Snaps ist armselig. Man sieht am Anfang kurz eine Szene, wie Leute in einer Turnhalle wieder auftauchen, und May erzählt mal kurz, wie sie in ihren alten Wohnung auftauchte, und man sie für die Geliebte des Mannes hielt, der nun dort mit seiner Familie wohnt. Ansonsten...Nichts. Irgendwie stecken die Leute im MCU anscheinend alles immer gut weg. Und es wird nicht mehr thematisiert. Geht nur noch um Tony. Und Tony macht man mit diesem Film rückwirkend zu einem noch größeren A*schloch und Heuchler, als er es ohnehin schon war/ist. Erstens mal sagt Fury, dass Stark ihm die EDITH-Brille gab und dieser sie an Peter weitergeben solle. Wann soll das gewesen sein? Fury war seit Age of Ultron nicht mehr existent, bis zur Credit Scene von Infinity War. Und dann war er verweht. Wann soll er die Brille also bekommen haben? Zu Zeiten von Age of Ultron war auch Spidey noch nicht existent. Und nichts impliziert, dass sich Tony und Fury nochmal danach gesehen haben, bevor Tony starb. Selbst sowas in ein eventuelles Testament zu schreiben, wäre schwachsinnig. Das hätte auch Happy erledigen können. Und vor allem, mit dieser Brille hat Peter, ohne Passwortsicherung, nur mit Ja und Nein, Zugang zu einem Satelliten mit Kampfdrohnen an Bord. Erstens mal hat Tony doch angeblich den Waffen abgeschworen. Zweitens mal drückt er einem Teenager damit die Kontrolle über gefährliche Waffen in die Hand. Und besagter Teenager tötet, ja, tötet damit fast seine ganze Klasse im Schulbus, weil das Ding auf jedes Ja reagiert und er eigentlich nur mal einem Nebenbuhler eins reinwürgen wollte. Ja, es ist so bescheuert, wie es sich anhört. Es tut mir leid, Tony ist selbst im Tod noch ein riesiger Lügner und Heuchler. Das ganze MCU über eigentlich. Kann gern noch mehr Beispiele auf Wunsch bringen. Allein, dass er einem Teenager auch schon eine Instant Kill - Funktion in den Anzug baute, das war ja schon ein schlechter Witz. Vor allem auch einfach nur mit Ja oder Nein zu aktivieren. Und ein weiterer Punkt: In einer der Credit Scenes sieht man, dass Fury und Hill in Wirklichkeit Talos (Bend Mendelsohn) und Begleitung waren. Und Fury irgendwo im Weltall auf einer Raumstation mit Skrulls faul rumliegt und denen Anweisungen gibt. Erst einmal, den ganzen Film über, auch wenn sie alleine sind, nennen sich die beiden gegenseitig Fury/Hill. Was ist das? Method Acting siehe Marlon Brando? Das macht null Sinn. Eigentlich nur dazu da, die Zuschauer zu verwirren. Nächster Punkt: Damit ist der durch Captain Marvel ruinierte Kanon jetzt wohl komplett offiziell. Und ich vermute mal, dass Captain Marvel 2 dann nicht wieder vor den anderen Filmen spielt, sondern in der Gegenwart. Sprich, die paar Möglichkeiten noch so zwei, drei Sachen im Kanon vielleicht zu retten, hat man sich damit verbaut. Glückwunsch. Das macht ihren ersten Film noch irrelevanter, als er ohnehin schon ist. Eine interessante Sache gibt es aber noch: Als Spidey in einer Szene Fury/Talos nach den anderen Helden fragt (Thor? Nicht auf dieser Welt.), sagt dieser bezüglich Carol: Erwähne nicht ihren Namen. Ich meine, ich kann ihn verstehen :D, aber was ist passiert? Sie ist doch angeblich so unfehlbar, auch zu Endgame - Zeiten noch. Was hat Marvel vor? Und dann der letzte, große Punkt: Spidey geht mit seiner Identität im MCU ja sowieso schon ziemlich sorglos um. Ned weiß es, May weiß es, in diesem Film hier erfährt es auch Michelle, Beck sowieso. In einer der Credit Scenes (die man auch in den Hauptfilm hätte packen können, da sie direkt am Ende des Films ansetzt) taucht auf einem großen Monitor in New York plötzlich J. Jonah Jameson auf (J. K. Simmons tatsächlich wieder, einer der wenigen schönen Momente im Film) und spielt ein Video von Beck ab, in dem dieser offenkundig erzählt, dass Peter Spider-Man ist. Und Peter Beck umbringen will bzw. wohl hat. An sich ein schöner Twist, aus dem man viel machen könnte. Nur gemessen daran, wie man auch mit anderen großen Themen im MCU umging, man erinnere sich nur an die Accords (darauf ging ich in meiner Endgame - Kritik ja schon groß ein), wird dieser Twist entweder nur eine kleine oder gar keine wirkliche Rolle mehr spielen. Oder Marvel macht es sich ganz einfach, auch diese Szene war nur eine Illusion, Beck hat irgendwie die Schusswunde überlebt, und Teil 3 beginnt damit, dass Peter aus der Simulation ausbricht und das Thema ist beendet.Auch in Sachen filmischer Stilmittel hat der Film nicht wirklich was zu bieten. Die Kameraarbeit ist lahm, Schnitt auch nicht wirklich toll, Musik hat absolut nichts erinnerungswürdiges, visuell außer einer Sache, auf die ich gleich noch eingehe, nicht besonders gut. Die Schauspieler wirken teilweise auch wie auf Autopilot. So langsam beginnt das MCU für mich persönlich so nach und nach auseinander zu fallen. Was sind mir heute noch Elfman's Score aus der Raimi-Reihe oder die Schwingszenen aus dieser im Kopf. Hier ist nichts davon vorhanden.Gefiel mir denn etwas? Ja, eine Sache gefiel mir. Sogar richtig gut. Die Darstellung von Mysterio's Fähigkeiten, den Illusionen. Das durchgeplante von Inception trifft das Abseitige, Abstrakte von Doctor Strange. Das Team dahinter hat sich richtig Mühe gegeben. 1 mit Sternchen. Hätte nur der Rest auch so hart gearbeitet. Zwei, drei Actionenszenen sind noch ganz ok. Also ich schwankte zwischen 3-4 von 10 Punkten. Aber hier bin ich, im Gegensatz zu Endgame mal nicht gnädig, ich gebe die 3 Punkte.
    • Sascha Herrmann
      is schon ne weile her, aber hab ihn heute erst gesehen. zu 1. muss gar nichts erklärt werden weil es im Film einfach eine Geschichte ist, die sich einer aus Mysterios team ausgedacht hat.Er scherzt sogar noch drüber das Fury etc. so einen Blödsinn glauben.Und auch fiktive Figuren haben Fantasie an der was wahres dran sein kann. Ging für mich vollkommen in ordnung.
    • Deliah C. Darhk
      Doch das Konzept gibt es bereits im MCU.Es wird in Endgame von der Ältesten und Hulk erklärt.Loki schafft in 2012 durch seine Flucht mit dem Tesseract eine alternative Zeitlinie. Aus der könnte Mysterio theoretisch stammen, wenn er sich seinen Background eben nicht ausgedacht hätte.2018 zerstört Thanos die Steine. Dadurch splittert sich die Zeitlinie ab da dauerhaft multiple auf. Von daher wäre es auch für den echten Fury glaubwürdig gewesen.Zudem wissen die Avengers von dem Multiversum, denn ansonsten hätten sie davon ausgehen müssen, dass sie Thanos und seine Leute im Finale keinesfalls töten dürften, da sie sonst die Vergangenheit verändern würden und den Grund negierten, warum sie überhaupt erst die Zeitreise erfinden, ohne die Thanos dann ja gar nicht zum Finale erschienen wäre.
    • Christoph Petersen
      Ich habe das im Film so verstanden, dass sich Beck die Idee eines Multiversum einfach selbst ausgedacht hat. Im MCU gibt es das ja als Konzept noch gar nicht (und warum Fury auf den Schmarrn reinfällt, wird ja in der Post-Credit-Sequenz aufgeklärt).
    • Deliah C. Darhk
      Da bin ich mal gespannt auf deine Kritik.
    • Sentenza93
      Auch Fury's Satz aus dem Trailer, dass der Snap einen Riss im Raum-Zeit-Kontinuum aufgetan hat, fehlt im fertigen Film. Also Beck's Geschichte bezieht sich im Film nicht darauf. Anscheinend kennt er es einfach.Anhand Deiner Beschreibung hier, und dem wie es Film hier gemacht wird, wird es wohl wirklich halbgare Schei*e oder kommt gar nicht.Mein Hauptproblem mit dem Film ist im Gegensatz zu CM und Endgame diesmal tatsächlich nicht die Kontinuität, auch wenn es da ebenfalls wieder genug gibt...Mein Problem ist, der Film wäre ein perfektes Set Up für so viele zukünftige Dinge, die man hätte einbauen können, ohne dass es zu sehr die Story des Films an sich stört. Und Marvel nutzt es nicht!!! Es liegt vor ihnen auf dem Silbertablett und sie müssten nur zugreifen...Nope. Allein auch Mysterio's Motivation. Kleine Änderungen hier und da, und es wäre perfekt. Kritik folgt noch. :)Keine Ahnung, ob manche Ideen, die ich habe vielleicht tatsächlich geplant waren, aber Sony (Amy Pascal und Avi Arad) den Stecker zogen, so getreu dem Motto: Nene, das machen wir irgendwann in unserem Venom-Verse, oder wie auch immer der Mist heißen soll. Vor allem hätte man Spidey so wirklich auch mal zumindest etwas comicgetreuer umgesetzt. Zumindest kommende Sachen noch.
    • Deliah C. Darhk
      Ja, sie gehören bislang definitiv zu den 23 besten MCU-Filmen, vielleicht sogar Top 20. CM ignoriere ich auch nicht. Den kann man durchaus auch ohne Endgame im MCU verorten. Da würde ich eher noch DuH als obsolet erachten, weil er zu viele Handlungsstränge auftut, die bislang nicht im Kino oder zumindesz den Serien abgeschlossen wurden.Endgame hingegen reist jenseits seiner Schauwerte aber mit dem Hintern viel von dem was 11 Jahre lang aufgebaut wurde wieder ein.Da ist mir das Bad End von IW einfach lieber. Man darf dann halt nur die PCS nicht sehen, weil die diesem Ende seine Endgültigkeit nimmt.
    • Deliah C. Darhk
      Ja, erstens habe ich befürchtet.Egal wie clever man ist. Ohne Zugang zur grundlegenden Information kann man auf bestimmte Folgeschlüsse nun mal nicht kommen. ^^ :-/Nun gut. Betty und Ned heiraten im der Vorlage.Sie arbeitet als Sekretärin im Bugle, wo Ned Reporter ist.Als er sich als Hobgoblin zunehmend verändert und ihr gegenüber aggressiv wird, heult sie sich bei Peter aus.Ned kriegt das mit und bedroht Peter.Allerdings kennt er im Comic dessen alter Ego nicht und beide haben keine Ahnung, dass sie bereits erbitterte Todfeinde sind.Mal sehen, was im Kino daraus noch wird.Ich tippe auf halbgare Sch***.
    • FilmFan
      Ich weis. Hast Du ja schon kommuniziert das Du zwei der besten Filme mit Captain Marvel und Avengers: Endgame ignorierst.
    • Sentenza93
      1. Wird nicht wirklich geklärt. Soll wohl einfach sehr intelligent sein, der gute Mann.2. Genau die. Auch einer der Punkte, bei denen ich mir dachte: Ich werde zu alt für den Kram.Das war echt seltsam.
    • Sentenza93
      Ich schrieb Deliah ja, ich bin fair und lese sie mir Deine Kritik durch. Finde sie zwar noch etwas oberflächlich, aber Ehre, wem Ehre gebührt. Das kann man tatsächlich gut lesen. Ich bin tatsächlich beeindruckt. So mal noch bei anderen Filmen, so kannst Du gern weitermachen. Manchmal meint man, da schreiben 2 verschiedene Personen mit Deinem Account. 😅Und in dem Stil würde ich gerne endlich mal eine Captain Marvel - Kritik von Dir lesen. Ich warte immer noch drauf. :) Ich bin neugierig.Ich stimme Dir in so ziemlich allem, was Du hierzu schreibst zu. Wird bei mir nur noch länger. :D Er war keine vollkommene Katastrophe, aber mehr als Durchschnitt auch nicht.In diesem Sinne: Gute Nacht. :) Ich geh schlafen.P.S.: Ü50? Ernsthaft? :)
    • Deliah C. Darhk
      Für mich endet sie mit IW vor der PCS.
    • FilmFan
      Skepsis ist angebracht..
    • FilmFan
      Muss fast zustimmen. Hab ich ja schon in meinem Kommentar erwähnt. Im Kontext mit Endgame war das nicht viel.
    • FilmFan
      Die beiden sitzen quasi zwangsweise zusammen als der Plan von Peter mit seiner angeblichen Allergie nach hinten losgeht. Dabei stellen die beiden Turteltäubchen fest gemeinsame Interessen zu haben. Die nach dem Rückflug wieder fallen gelassen wurde. Im, wie Du schreibst, Mantel einer Teenie Komödie wirklich sehr stimmig ;).
    • FilmFan
      Vielen Dank für die Blumen. Es ist die ü 50 Sicht auf den Film ;).Spidey-Fanboys kommen absolut auf ihre Kosten. So ist es nicht. Der Film ist durchaus flott erzählt. Nur bin ich eben die falsche Zielgruppe. Nach dem düsteren IW und Endgame hatte ich mir einfach mehr Ernsthaftigkeit erhofft. Die wurde nach dem guten Beginn der meinen Geschmack traf zugunsten einer lockeren Teenie Komödie geopfert. Ich hatte am Tag meines Kinobesuch sogar Zweifel in den Film zu gehen. Aber meine Neugier war einfach groß wie Endgame in FFH verarbeitet wird. Wie oben erwähnt, wäre der Film der perfekte Vorgänger zu IW gewesen. Aber sollte ja nicht sein.Den Rest hat Assemble ganz gut erklärt. Das Mulitiversum wird bei der ersten Begegnung Beck, Peter, Hill, Fury erläutert. Die fressen das erst mal alles was der später als Mysterio durch den Film lügende Beck denen alles auftischt. Klar. Die Show die er zuvor abzog sah sehr spektakulär aus. Alle glaubten an die Monster die da plötzlich auftauchten. Und er als der große Retter. Als der Schwindel auffliegt und seine Motive klar sind war ich praktisch raus aus dem Film. Alles Fake finde ich nicht so toll, wenn es auch spektakulär inszeniert war. Dazu Fury und Hill die auch nicht sie selbst sondern Scrulls waren.Letzten Endes ist alles Geschmacksache. Die einen werden begeistert sein, andere eher nicht. Für mich spielt der Film nach Endgame aktuell keine Rolle mehr. Die Infinity Saga endet für mich mit Endgame.
    • Assemble
      1. Direkt erklärt wird es nicht. Die Gruppe um Quentin Beck wird generell als sehr intelligent (in den jeweiligen Themengebieten) dargestellt. Beck kennt daher die Theorien um ein potentielles Multiversum und verkauft diese als Fakt. Peter ist im Film ja auch direkt Feuer und Flamme und greift diese Theorien auf. Zitat Beck: Entschuldige dich nie dafür der Klügste im Raum zu sein.2. Ja, es ist Betty Brant. Natürlich kann man 9 Stunden Flugzeit als irreal für diesen Vorgang bezeichnen, aber es ist nun einmal ein MCU Film im Mantel einer Teenie Komödie (gerade die ersten 60 Minuten). In meinen Augen wurde dies stimmig erzählt.Ich sehe den Film auch merklich anders, als es diese Kritik widerspiegelt.
    • Deliah C. Darhk
      Hui! Das ist eine richtig gut geschriebene Kritik.Gefällt mir stilistisch besser als die von Christoph. Unten gehe darauf noch ein.Zum Inhalt des Films kann ich nicht viel sagen. Ich habe mich gegen den Kinobesuch entschieden.Deine Beschreibung vermittelt mir aber ein Stimmungsbild des Films, welches für mich etwas emotionaler greifbar ist als von Christoph, und das ist mir sehr wichtig. Im Kino will ich mich bei einer Filmsichtung ja gut unterhalten und wohl fühlen . Von daher hast Du für mich schon den richtigen Zugang aufgetan.Der Twist am Ende ist jetzt nicht so überraschend für mich, weil ich Mysterio zu gut kenne, um an die Multiversum-Theorie wirklich geglaubt zu haben.Überraschend ist an dem eher, wenn er mal keine erfundene Realität als echt verkaufen will.Zwei Fragen habe ich:1. Wird erklärt woher Quentin Beck vom Multiversum weiß? (Sonst könnte er darüber ja nicht lügen.)2. Wen schleppt Ned ab? Betty Brand?Wirklich gut zu lesen und informativ. 👍
    • Harald Mistermeyer
      Es war unterhaltsam, teilweise lustig und auch die Action kam nicht zu kurz - aber er war nicht überragend!***Achtung Spoiler möglich !!! ***Ein 16jähriger, der in in Civil War und einem intergalaktischen Krieg mitgekämpft hat und außerdem übermenschliche Kräfte besitzt, sollte sich nicht wie ein 10jähriger benehmen, der das erste mal mitbekommt, dass es einen Unterschied zwischen Mädchen und Jungen gibt. Ein jugendlicher mit o.g. Erfahrung und einem weit überdurchschnittlichen IQ und Wissensschatz sollte auch nicht einem wildfremden Kerl blind vertrauen, den er erst ein paar Tage kennt und diesem in einem Anfall grenzenloser Naivität die Macht über eines der fortschrittlichsten Militärsysteme der Welt übergeben - vor allem dann nicht, wenn er eigentlich gar nicht unter Zugzwang steht. Auch wenn der Film versucht Peter Parkers inneren Antriebe und Konflikte anschaulich zu machen, so ist es doch fast nie nachvollziehbar, dass Peter so reagiert, wie er es eben tut. Klar hat der Kontrast zwischen einem jugendlichen Alter und der Verantwortung eines Helden potential für eine gute Geschichte - aber bitte nicht so überzogen dümmlich!Nahtlos schließt sich hier die Romanze von Spideys Freund an. Er sitzt im FLugzeug nach Europa neben seiner Flamme und zockt nerdige Computergames, mit denen sie nun gar nichts anfangen kann und im nächsten Moment haben sie sich angeblich auf dem langen Flug so gut unterhalten und so viele Gemeinsamkeiten entdeckt, dass sie Hals über Kopf ein Paar geworden sind. Wo war diese Unterhaltung? Wo sind denn die angeblichen Gemeinsamkeiten auf einmal her gekommen? Auch enttäuscht hat mich M.J. - eigentlich steht sie die meiste Zeit nur steif in der Gegend rum und versucht zynische Sprüche von sich zu geben. Sollte da eine Art Goth-Girl mit etwas schrägen Ansichten zu gesellschaftlichen Normen dargestellt werden? Wenn ja, dann ist es nicht gelungen! Wenn nicht - dann weiß ich gar nicht genau, was versucht wurde. Auf jeden Fall bleibt M.J. blass und unscheinbar. Die Schauplätze in Europa fand ich teilweise gut und teilweise grottenschlecht dargestellt. Venedig war in Ordnung, genau so habe ich es mehrfach erlebt. Voller Touristen, Klischees und - Wasser eben! Berlin und London waren auch in Ordnung. Aber was war das für ein Bauernmarkt in Holland und wieso diese völlig deplazierte holländische Freundlichkeit? Wenn man ein Klischee bedienen wollte, dann hätte das Tulpenfeld als Landeplatz mehr als ausgereicht - alles andere war für meinen Geschmack zu viel!Mysterio fand ich am Anfang zwar ganz gut gemacht aber die Kräfte erinnerten mich ein wenig zu sehr an Dr. Strange. Die spätere Version - war angelehnt an die Comics - in frischer moderner Fassung sehr gut gelungen. Fazit: Wohlwollende 2.5 bis 3 Sterne von mir mit Abzügen in der B-Note!
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