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    High-Rise
    Durchschnitts-Wertung
    2,3
    63 Wertungen - 7 Kritiken
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    7 User-Kritiken

    Kinobengel
    Kinobengel

    User folgen 16 Follower Lies die 413 Kritiken

    3,0
    Veröffentlicht am 4. April 2016
    Ben Wheatly hat eine Utopie für die große Leinwand konstruiert, die zur Dystopie wird, in vielerlei Hinsicht. Auf dem Fantasy Filmfest durften die Kinofans „High-Rise“ vorab konsumieren. Dr. Laing (Tom Hiddleston) ist neuer Bewohner einer außergewöhnlichen und riesigen Wohnanlage des Architekten Royal (Jeremy Irons), der selbst das üppige Penthouse mit großzügigem Dachpark bewohnt. In den Etagen darunter residieren die Bessergestellten und darunter haust das gemeine Volk. Einer geöffneten Hand soll die Wohnanlage künftig gleichen. Bisher besteht sie nur aus einem fertiggestellten Finger. Und es ist längst nicht alles fertig: Häufige Stromausfälle, verstopfte Müllschächte sowie missgünstige Querulanten wie Wilder (Luke Evans) bringen mehr und mehr Unfrieden. Dr. Laing soll sich derweil um die psychisch angeschlagene Ann (Keeley Hawes), der Ehefrau von Royal, kümmern. Wie eine Bausünde aus den 1970ern erscheint der Finger, ein unverschnörkelt grauer Betonriese mit eigenem Supermarkt. Interessante Dialoge bekommt der Zuschauer präsentiert. Sie reichen von überkandidelt bis verängstigt und durchgeknallt. Es macht viel Kinospaß, den unterschiedlich gepolten Figuren in normalen bis schrägen Situationen zuzuhören. Der Score, der auch mal Abba-Songs als Klassik-Cover anklingen lässt, ist passend gewählt. Schwierig nachvollziehbar ist jedoch die anarchische Eskalation. Woraus folgt der zwingende Antrieb, ist Anarchie unbegreiflich? Über staatliche Strukturen vermittelt Wheatly nichts. „Snowpiercer“ von Bong Joon Ho ist eindeutiger und verdaulicher, denn der Rest der Gesellschaft befindet sich standesgemäß unterteilt in einem Zug. Rebellion mit Anführer ist dem Zuschauer sicherlich einfacher zu verkaufen. Und mit der irre schnellen Fahrt durch die Eiswüste in den engen, überfüllten, schmuddeligen und abgeschotteten Wagons der Unterklasse wird das Gefühl der Beklemmung effektiv auf das Publikum übertragen. Das versucht Wheatly mit seinem Film auch. Die Kameraarbeit erfolgt dafür allerdings überwiegend aus wenig günstig gewählten Blickwinkeln. Dabei wären die baulichen Gegebenheiten des Fingers durchaus geeignet gewesen, klaustrophobische Dauerzustände zu erzeugen. Dagegen spricht, dass die Bewohner das Gebäude einfach verlassen können. Der britische Regisseur befindet sich in der Zwickmühle, da er weder politisiert noch eine bedrohliche Stimmung aufbaut. Und so wird das ganze Projekt zum Ende hin immer zäher. Bis zum Schluss bleibt Wheatly’s Werk nicht fassbar, schrammt jedoch an einer Themaverfehlung gerade noch vorbei. Die Romanvorlage des 2009 verstorbenen J. G. Ballard gilt ohnehin als schwierig verfilmbar. Erfreulich ist die Performance der Schauspieler, die „High-Rise“ ordentlich aufwerten. Tom Hiddleston und Jeremy Irons verfügen über eine äußerst starke Präsenz. Sienna Miller strahlt als Schauspielerin Charlotte den restlichen Cast einfach nieder. Hier glänzt Kamerafrau Laurie Rose und Ben Wheatly beweist sein Gespür für die Führung seiner Akteure. „High-Rise“ entwickelt nicht die erhoffte Wirkungskraft, bietet jedoch reichlich Skurriles und eine hervorragende Schauspielerriege.
    Brodie1979 ..
    Brodie1979 ..

    User folgen 12 Follower Lies die 229 Kritiken

    1,5
    Veröffentlicht am 29. November 2016
    Filme wie dieser begegnen mir mittlerweile immer öfter: Titel die von der Presse unfassbar hoch in den Himmel gehoben werden, von niveauvollen Kritiken mir Lobeshymnen überschüttet werden – und ich sitz davor und denke mir: hähhh? Im Falle von „High-Rise“ kann ich mir wenigstens noch einen Rettungsanker greifen und sagen: joa, das was angekündigt wurde, eine Gesellschaftssatire die in einem Hochhaus passiert, ist alles restlos zugegen – nur ich kapiere nicht ein Stück davon und habe auch keine Lust mir den Film jetzt wieder und wieder anzuschauen um vielleicht Zugang zu erlangen. Ich finde Tom Hiddelston toll, als Darsteller generell sowie in diesem Film, aber ich kapiere weder seine Funktion noch die Richtung in die es hier gehen soll so wie ich den ganzen Film schlußendlich als ein bizarres Figurenkabinett auffasse die zwar allesamt ihren Grund und ihre Herleitung haben mögen, mich aber recht schnell außen vor ließen und ich zurückblieb. Deswegen: wer sich in so einen sperrigen Titel „reinarbeiten“ kann soll es gerne tun, mache ich keinem schlecht. Ich selber konnte damit von oben bis unten und von Anfang bis Ende rein garnichts anfangen. Fazit: Schräges Gesellschaftsbild in Form eines krassen, aber nur schwer zugänglichen Titels!
    amlug
    amlug

    User folgen 40 Follower Lies die 325 Kritiken

    1,5
    Veröffentlicht am 11. Juli 2016
    Eigentlich wollte ich jetzt irgendeinen tollen, interessanten oder lustigen Einstieg für diese Kritik finden, doch ganz ehrlich, ich habe weder Zeit noch Lust darauf, nach einer derartigen Tortur von Film. Am einfachsten kann man High-Rise wohl einfach wieder in die Schublade „Gute Idee, aber nichts draus gemacht“ packen, denn das ist halt einfach das große Problem des Films. Oder vielleicht sollte ich mich auch eher an den Autor der Buchvorlage, J.G. Ballard wenden, über dessen Werk mir zu Ohren gekommen ist, dass es praktisch als unverfilmbar galt und wenn ich mir Ben Wheatleys Chaosproduktion jetzt so ansehe, glaube ich das nur zu gerne. High-Rise ist ein Film, der von Anfang - okay ich will fair sein – nach der ersten halben Stunde, bis zum Ende ein einziges großes Durcheinander ist, in dem das Projekt anscheinend wirklich allen Beteiligten komplett aus dem Ruder lief. Der Film fängt wirklich gut an, baut interessante Charaktere und schräge Situationen auf, die sich immer mehr zuspitzen und wirklich Hoffnung auf einen spannenden Klassenkampf-Thriller á la Snowpiercer machen, bis es nach ca. einer Dreiviertelstunde zu einem absoluten Anti-Klimax kommt. Von einer Szene auf die Nächste verwandelt sich das Hochhaus in ein wildes Schlachtenhaus, das den Menschen zwar durchaus auf perverse Grundbedürfnisse herabstuft, aber in sich derart unglaubwürdig, übertrieben und absolut nicht nachvollziehbar ist, dass die verbleibende Restzeit zu einer furchtbar entnervenden Angelegenheit wird, bei der ich mir so sehnlichst den Abspann herbeigesehnt habe, wie nur selten zuvor im Kino. Denn in dieser Restzeit kommt es einem so vor, als hätte Regisseur Ben Wheatley einfach das Set verlassen und sein toller Cast durfte machen, was er wollte. Ein Charakter verhält sich seltsamer als der Andere, was ja grundsätzlich toll ist, hier aber absolut entnervend ist, weil man als Zuschauer wirklich absolut nichts kapiert (Was soll beispielsweise der Blödsinn mit der Farbe?). Die Charaktere sind absolut unzugänglich, haben keine Tiefe und dienen zu keiner Zeit als irgendwelche Identifikationsfiguren. Man sieht nur komische Charaktere komische Dinge machen. Der ganze Film ist einfach so komplett Möchtegern-kryptisch, -kritisch, -arthausig aufgezogen, dass mir wirklich die Galle hochkommen könnte. Was bringt ein sozialkritischer Film, wenn ihn der Zuschauer nicht wirklich kapiert (oder zumindest ging es mir und meinen wenigen mit-Kinobesuchern so). Am Anfang hatte ich, wie gesagt, wirklich noch Hoffnung, da zu dieser Zeit schon noch ein einigermaßen realistischer Arm-Reich-Konflikt aufgezogen wird aber das bleibt auch nur beim Anfang. Der Rest des Films fühlt sich wie ein Trailer für sich an und ist nur eine, zugegeben gut geschnittene, Aneinanderreihung von nichtssagenden Szenen. So wird High-Rise wohl zu einem der furchtbarsten Kinoerlebnisse, die ich je hatte, denn auch wenn ich es noch nie gesagt habe, hier ist es mal fällig: „das war verschwendete Zeit!“ Aber dennoch will ich hier die guten Aspekte nicht unter den Teppich kehren, denn der Film bewies zeitweise doch, dass er etwas auf dem Kasten gehabt hätte! Wie gesagt, war der Anfang sehr vielversprechend, baute eine interessante Story auf und zeigte die Verrücktheit im Hochhaus auch ganz gut. Das Gleiche gilt auch für unseren „Hauptcharakter“ Laing (Tom Hiddleston), der auch sehr spannend aufgebaut wird (was allerdings zu nichts führt). Allgemein war der Cast natürlich hervorragend und versuchte noch das Bestmögliche aus den sperrigen Charakteren herauszuholen. Die Inszenierung war ebenfalls ziemlich gut. Die Hochhausoptik und die „Zukunft in der Vergangenheit“-Optik gefielen mir sehr gut. Auch verstand es Wheatley wenigstens, seinen Film interessant zu schneiden und das ein- oder andere interessante Bild zu kreieren. Auch der Soundtrack, vor allem das großartige SOS-Cover war ziemlich gut aber das kann alles leider nicht über den furchtbaren Geschmack hinwegtäuschen, den der Film ansonsten hinterlässt. Fazit: Das Buch galt als unverfilmbar … sieht man!
    Johannes G.
    Johannes G.

    User folgen 7 Follower Lies die 248 Kritiken

    2,0
    Veröffentlicht am 23. Juli 2017
    Interessante Grundidee trifft auf eine wirre Umsetzung mit falsche Prioritäten setzendem Timing, detailverliebten Längen und am Ende ungeklärten Fragen.
    Isabelle D.
    Isabelle D.

    User folgen 22 Follower Lies die 288 Kritiken

    2,5
    Veröffentlicht am 2. Juli 2016
    "High-Rise" von Tom Wheatley hätte ein richtig guter Film werden können, doch leider wurde das Potenzial kaum ausgeschöpft. Die Idee ist super - allerdings ist das nicht wirklich Verdienst des Films, da die Idee, Handlung und Inhalt auf einer Romanvorlage beruhen. Aber im Prinzip ist das spannend, ein Hochhaus als Allegorie auf unsere kapitalistische Gesellschaft zu nehmen, wo die Oberschicht oben in schicken Penthouses logiert, die Mittelschicht in den mittleren Stockwerken und die Unterschicht (zu der auch Familien mit Kindern gehören) in den unteren Stockwerken. Interessant ist es außerdem, diese Ordnung erst zu etablieren und dann zu zerstören. Das passiert zwar in dem Film, aber so schnell und plötzlich von Null auf Hundert, dass man als Zuschauer Mühe hat zu erkennen, wie es sich dazu entwickelt hat. Ein paar Ereignisse kündigen den Aufstand der unteren Stockwerke schon an, der Strom fällt aus, einer der Bewohner versucht, sich als Rebellenführer und Revolutionär zu behaupten und die anderen "Unterschichtler" anzustacheln, die Spannungen steigen und die "Oberschichtler" schmieden Pläne, wie sie die Bewohner der unteren Stockwerke unterdrücken können ... Aber dabei stimmen Rhythmus, Timing, Informationsverteilung und die Spannungskurve nicht. Man ist noch kaum in den Film eingestiegen, hat die bestehende Ordnung und welche Figur wohin gehört einigermaßen begriffen, da bricht auch schon das totale Chaos aus, das - was Chaos ja so an sich hat - jede Struktur zerstört. Dadurch wird die Handlung konfus, unpräzise und beliebig. Nichts ist mehr von Bedeutung - und natürlich kann man sich hinstellen und behaupten, genau das sei dann ja wohl die Absicht und Botschaft des Films. Aber das finde ich bescheuert, da kann ja jeder kommen, irgendeinen Scheiß hinrotzen und hinterher herumtröten, das solle so und das sei Kunst und wer das nicht verstehe, der sei nun mal eben ein Kretin und könne sich ja ruhig weiter mit hirnloser Unterhaltung berieseln lassen. Das soll nicht heißen, dass "High-Rise" hingerotzter Scheiß ist - dafür sind die Schauspieler, die mise en scène, der Soundtrack und die Dialoge zu gut -, aber es ist ärgerlich, dass die Dramaturgie nicht konsequenter, exakter und entschlossener gelungen ist. Dadurch wird der Film tatsächlich einfach beliebig, egal, man verlässt das Kino in etwa so, wie man gekommen ist - man hat sich weder über einen grauenhaft schlechten Schinken geärgert, noch wurde man von einem genialen Kunstwerk fasziniert oder von einer klugen Gesellschaftssatire gleichzeitig amüsiert und zum Nachdenken angeregt. Und gerade für Letzteres hätte es viele Möglichkeiten gegeben, wenn man bei der Handlungsentwicklung nicht so geschludert hätte. Fazit: Verschenkte Gelegenheit, schade. Vielleicht lese ich bei Gelegenheit mal das Buch, dann verstehe ich vielleicht auch besser, was genau die Rolle dieses Arztes ist (unbeteiligter Zeuge/Chronist? spoiler: Zünglein an der Waage, der mit seinen wenigen Handlungen die Stimmung kippen lässt? Usurpator, der nur auf die Gelegenheit wartet, einen Putsch in Gang zu bringen und sich selbst an die Spitze zu setzen? ).
    Michael S.
    Michael S.

    User folgen 10 Follower Lies die 365 Kritiken

    3,5
    Veröffentlicht am 18. November 2016
    Der Trailer hat nicht zuviel versprochen. Tatsächlich ist das Endprodukt noch durchgedrehter als vermutet. In der ersten Hälfte kann man sich noch am dezenten Retrofuturismus des Hochhauskomplexes (der ein wenig an die Bauten der Mega City One in "Judge Dredd" erinnert) und einem perfekt angezogenen Hauptdarsteller sattsehen, erste Macken machen sich jedoch bald bemerkbar. In der ersten Hälfte könnte das Ganze noch als wahnwitziger Klassenkampf auf engstem Raum bezeichnet werden, danach stehen eindeutig die Eskapaden der Mitbewohner im Vordergrund. Der idealistische Journalist Wilder (Luke Evans) aus einer der unteren Etagen möchte in all dem Chaos einen Dokumentarfilm über die Machenschaften der Oberschicht drehen, erweist sich jedoch ebenfalls als maßloser Genießer, der trotz schwangerer Gattin Drogen und Techtelmechteln mit anderen Hausbewohnerinnen nicht abgeneigt ist. Die isolierte Welt des markanten Betonriesen, die neben Wohnraum auch einen Supermarkt, ein Schwimmbad, ein Fitnesscenter und einen verschwenderischen Dachgarten beherbergt, bietet eigentlich allerhand Stoff für Kritik an Klassendenken und Maßlosigkeit. In Ansätzen schimmert das auch durch, gerade in der zweiten Filmhälfte scheint Wheatley aber mehr daran interessiert zu sein, überdrehtes Benehmen und dystopische Bilder in den Mittelpunkt zu stellen. Die wiederum gelingen ihm mit stilsicherer Siebzigerjahre-Ästhetik und interessanten Coverversionen von ABBAs "SOS". Am Ende hat man einen Haufen sehr guter Schauspieler in einem ungewöhnlichen Film gesehen, dessen Aussage nicht klar ist. Jeder ist fehlbar, jeder dreht irgendwann durch, nur der Exzess führt hier zum Seelenfrieden, wenn überhaupt. Ein Film, in dem jede Menge steckt, aber kaum eine dieser Ideen wird konsequent und verständlich zuende geführt. Vielleicht hat es seinen Grund, dass die Romanvorlage, auf der das Drehbuch basiert, bisher als unverfilmbar galt. Immerhin zeigt Tom Hiddleston mal wieder, dass er nicht nur gut aussehen, sondern auch weiterhin äußerst komplexe Charaktere spielen kann. Alles andere ist Geschmackssache.
    Kiwigulasch
    Kiwigulasch

    User folgen Lies die 22 Kritiken

    2,0
    Veröffentlicht am 10. Mai 2017
    Also der Film fängt eigentlich gut und vielversrechend an, da hätte man echt was draus machen können, eine Art Klassenkampf Stockwerk für Stockwerk nach ober oder so ähnlich, wie es ja zum Beispiel in Snowpiercer im Zug super gut gelingt - aber hier wird in der Mitte des Films einfach so plötzlich ein sehr ungelungener Zeitsprung gemacht, und schon ist es Chaos und Anarchie pur im Wolkenkratzer... macht leider so da gar keinen Spaß mehr ab dem Moment. Also die eigentliche Entwicklung zur Anarchie wird nicht wirklich gezeigt. Sehr schade.
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