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    Demolition - Lieben und Leben
    Durchschnitts-Wertung
    3,7
    63 Wertungen - 6 Kritiken
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    6 User-Kritiken

    amlug
    amlug

    User folgen 40 Follower Lies die 325 Kritiken

    3,5
    Veröffentlicht am 20. Juni 2016
    Schauspieler zu sein, muss ja schon toll sein. Man kann in viele unterschiedliche Rollen schlüpfen, in den wunderbarsten Kulissen herum hüpfen oder einfach eine Edeleinrichtung kurz- und klein schlagen. Zwar schmerzt es einerseits schon, wenn Jake Gyllenhaal seine Lautsprecherboxen oder den Fernseher zu klump schlägt aber andererseits kann ich für meinen Teil auch nicht verhehlen, dass ich das wohl auch mal gerne durchführen würde. Aber jetzt mal zum eigentlichen Film, in dem die Demolition nur für kurze Zeit sichtbar gemacht wird und sich Regisseur Jean-Marc Vallée, wie zu erwarten, mehr auf die nicht sichtbare fokussiert. Dabei bieten Regisseur und Drehbuchautor Bryan Sipe auch wirklich mal einen interessanten neuen Ansatz, was sich vor allem in ihrem großartig geschriebenen Hauptcharakter Davis (Jake Gyllenhaal) wiederspiegelt, der sich immer schön durch den Film hindurch wandelt. Mal ist er sehr unsympathisch, mal sehr sympathisch, die ganze Zeit über äußerst verschroben und vor allem sehr, sehr nachdenklich. Und genau das, war das Tolle an Demolition, diese nachdenkliche Andersartigkeit, mit der Davis den Unfalltod seiner Frau verarbeitet. Dabei gibt der Film auch eine schöne Message über die Lebensgestaltung auf den Weg und endet allgemein sehr, sehr schön, da einem Davis über den Film auch langsam, nach schwerem Beginn, immer mehr ans Herz wächst und er am Ende dann wirklich einige großartige Dialoge führt. Die Nebencharaktere kommen bei der ganzen Geschichte dann aber leider doch etwas zu kurz. Sicherlich, auch sie waren großartig geschrieben und hatten großartiges Grundpotential aber vor allem gegen Ende werden die Meisten Charaktere doch mehr schnell abgehakt, als vernünftig zu Ende gebracht. Aber dennoch waren die Nebencharaktere sehr gelungen. Vor allem der junge Chris (Judah Lewis), für den Davis im Laufe des Films zu einer wichtigen Vaterfigur heranwächst war hochinteressant und auch Phil (Chris Cooper), der das komplette Gegenteil zu Davis darstellte, war toll geschrieben. Dabei sollte ich auch den Schauspielern ihr verdientes Tribut zollen. Jake Gyllenhaal ist nun mal Jake Gyllenhaal, da braucht man eigentlich nicht mehr allzu viel sagen, außer, dass er einfach einer der besten Schauspieler unserer Zeit ist. Der junge Judah Lewis meistert seine, durchaus nicht einfache, Rolle aber ebenfalls wirklich großartig und bildet mit Gyllenhaal auch ein gutes Team. Naomi Watts schafft es auch perfekt, ihren müden, trägen Charakter herüberzubringen und Chris Cooper beweist hier, dass er durchaus nicht übergangen werden sollte. So ist Demolition ein wirklich guter Film, mit hervorragenden Schauspielern, einem tollen, neuen Grundkonzept und vielen philosophisch anmutenden, interessanten Ideen, doch trotzdem konnte mich das Gesamtwerk irgendwie nicht hundertprozentig überzeugen, was wohl hauptsächlich daran liegen mag, dass der Film unheimlich träge ist und ich meine wirklich träge, nicht ruhig! Wir sehen Davis 101 Minuten (die sich anfühlen, wie 140) lang zu, wie er durch seine Welt irrt und sich dabei als extrem ziellos erweist, was sich auch komplett auf den Film überträgt und was mich persönlich dann auch nicht gerade sonderlich euphorisiert aus dem Kinosaal entließ. Aber dafür nachdenklich, das muss ich dem Film wirklich lassen! Fazit: Ausnahmsweise ist der deutsche Untertitel mal wirklich nicht schlecht und überflüssig, sondern trifft den Film echt gut (nur mal so am Rande!) Etwas zu träger Streifen mit tollen Ideen!
    ToKn
    ToKn

    User folgen 9 Follower Lies die 572 Kritiken

    2,5
    Veröffentlicht am 25. Oktober 2016
    Jean-Marc Vallee’s neuestes Werk kann mich auch diesmal nicht so recht überzeugen. Nach „Dallas Buyers Club“ und „Der große Trip"“ erreicht mich auch „Demolition“ nicht so recht. Ich schätze mal, dass ich auch diesmal wieder mit meiner Meinung ziemlich einsam dastehen werde, aber gut, die Geschmäcker sind nun mal ziemlich verschieden. Das Hinterbliebene das Hab und Gut des Verstorbenen über Jahre hinweg nicht anrühren und alles so lassen wie es ist, das kann ich nachvollziehen, aber die Zerstörungswut von Davis Mitchell…, ist mir schon sehr suspekt. Schauspielerisch ist der Film eine One-Man-Show von Jake Gyllenhaal, trotz der namhaft besetzten Nebenrollen. Trotzdem reicht sein Schauspiel nicht an die (für mich) Oscar-reife Leistung von „Southpaw“ heran. Selten einen Film gesehen, wo der Hauptdarsteller dermaßen präsent ist. Ich glaube gar, es vergeht in „Demolition“ keine Minute, wo Jake Gyllenhaal mal nicht im Bild ist. Tolle Szene: sein „Tänzchen“ zum Schlagzeugspiel von Chris Moreno (Judah Lewis). Soundtrack passt. Ja, der Film ist nicht schlecht, aber nicht unbedingt mein Geschmack. Wem die Inhaltsangabe zusagt der soll sich den Film anschauen. Ergreifender Satz vom Vater der verunfallten Julia (Heather Lind): „Wenn der Partner stirbt ist man Witwer. Wenn die Eltern sterben ist man Waise. Aber wenn das Kind stirbt…, dafür gibt es nicht einmal einen Namen“. Der Satz hat auch bei mir seine Wirkung nicht verfehlt. Die 2,5 Sterne sind subjektiv. Objektiv hat der Film durchaus mehr verdient!
    BrodiesFilmkritiken
    BrodiesFilmkritiken

    User folgen 33 Follower Lies die 4 153 Kritiken

    4,0
    Veröffentlicht am 17. Juni 2018
    Bei diesem Film habe ich die Verbreitung in Deutschland nicht völlig verstanden: er lief regulär, aber wenig beachtet im Kino und erschien dann nicht in den üblichen Verbreitungswegen (zb: DVD On Demand Diensten); ich konnte ihn nun auf amazon nachholen. War die längere Wartezeit darauf es wert? Durchaus. Weil ich einen Film zu sehen bekam der nicht den zu erwartenden Weg nahm: ein Mann verliert seine Frau und trauert, findet einen merkwürdigen therapeutischen Ansat darin zu zerstören und zerlegt sein glänzendes, aber hohles Leben und seine Umfeld und knüpft eine nette Freundschaft mit einer Frau von einer Beschwerdehotline. Das alles in einem Film der die Stimmungen ständig wechselt, auf tieftraurige Momente folgen unverständlich lustige Augenblicke und manchmal völliger purer Wahnsinn. Gylenhaal trägt das alles, schreitet durch dieses filmische Wechselbad der Gefühle und obwohl man nie wirklich versteht wer er eigentlich ist und was ihn ihm vorgeht berührt einen das was er tut. Als normales Drama würde ich den Film nicht empfehlen, als jemand der mal etwas schauen möchte das vom gewohnten abweicht kann mans definitiv mal probieren. Fazit: Emotional, absurd lustig und nicht immer griffig – hochemotionaler Film der nicht kalt lässt!
    Kino:
    Anonymer User
    3,5
    Veröffentlicht am 26. Oktober 2016
    Die Dramaturgie des Films unterliegt offensichtlich eher kommerziellen als künstlerischen Erwägungen. Dennoch kann man sich nicht einer gewissen Sympathie für alle Beteiligten erwehren, was sicher auch an Jake Gyllenhaal und Naomi Watts' starken Darstellungen liegt.
    Marc-aus-Aachen
    Marc-aus-Aachen

    User folgen 3 Follower Lies die 158 Kritiken

    4,0
    Veröffentlicht am 19. Juni 2016
    Das Script ist ganz ok, wäre eine 3 wert, aber 4 Punkte gibt es dennoch aufgrund der hervorragenden Darsteller. Jake Gyllenhaal (meine Güte, ist das schwer zu schreiben), Naomi Watts und Chris Cooper liefern überragendes Schauspiel ab. Besonders Naomi Watts schraubt die Intensität jeder ihrer Szenen deutlich hoch. Ihre Lower-Class-Single-Mom ist absolut überzeugt. Nie wirklich erwachsen geworden, mit sich selber etwas im unreinen und überhaupt zuviel kiffend, wurschtelt sie sich so durch. Keine ihrer Szenen wirkt gespielt, Sie ist einfach diese Person. Chris Cooper verkörpert mal wieder den in die Jahre gekommenen amerikanischen Mann, erfolgreich, prinzipientreu und unflexibel beharrt er auf der Einhaltung gesellschaftlicher Konventionen. Seine Präsenz erdrückt fast jede seiner Szenen. Jake Gyllenhaal spielt einen Mann neben der Spur. Sein bisheriges Leben war ein ziemlicher Fake und jetzt bricht die Grundlage dessen weg. Es dauert dann auch fast den ganzen Film, bis er zu seinen Emotionen durchgedrungen ist. Manche Elemente des Films sind natürlich arg amerikanisch: zum Schluß wird es noch mal satt sentimental, Rumballern im Wald ist normal. In Summe aber eine dicke Empfehlung.
    Erwinnator
    Erwinnator

    User folgen 2 Follower Lies die 198 Kritiken

    3,5
    Veröffentlicht am 7. Dezember 2016
    Einmal mehr riesen Hochachtung und Bewunderung für Jake Gyllenhaal. Was dieser Mann aktuell in jedem Film auf die Leinwand bringt, ist einfach ganz stark. In Demolition verliert er seine Frau und der Film dreht sich darum, wie er das Ganze verarbeitet. Das ist teilweise traurig, verstörend, aber auch mal humorvoll. Es geht um eine Selbstfindung. Selbstbestimmung. Tägliche Routine. Gutes Ding, auch wenn es in der ersten Hälfte kleinere Längen gibt. Naomi Watts und der junge Judah Lewis spielen ebenfalls sehr stark.
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