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Der große Diktator
Durchschnitts-Wertung
4,2
226 Wertungen - 8 Kritiken
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Deine Meinung zu Der große Diktator ?

8 User-Kritiken

kobi l.
kobi l.

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2,0lau
Veröffentlicht am 05.11.12

Chaplin baut seine Komik fast ausschließlich auf Slapstick auf; findet man sich damit ab, kann Der Diktator mit einigen der lustigsten Szenen der Filmgeschichte auftrumpfen. Aber kein mir bekannter Film hat ein derart unfassbar enttäuschendes Ende: es ist nicht nur ein Plot-Twist der übelsten (und unrealistischsten) Sorte, sondern auch eine geradezu pervers propagandistisch aufgemachte Dissonanz, die, gleichwohl dem Zeitgeist geschuldet, bei all der vorhergehenden Ablehnung von Totalitarismen selbst nur demagogisch gesehen werden kann. Während die diktatorischen Auswüchse über scheinbar unerschöpfliche Spaßigkeit verfügen, stimmt sie demokratistische Schlussrede lediglich nüchtern und überzeugt nicht, sondern stößt vielmehr aufgrund ihrer Plumpheit ab. Differenzierungen zwischen "Tier" und "Maschine" gibt es nicht; der gemäßigte Charakter der Rede wird schon durch Chaplins fanatische Vortragsweise konterkariert.

BrodiesFilmkritiken
BrodiesFilmkritiken

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4,0stark
Veröffentlicht am 19.08.17

Einer der wenigen Filme die man wohl zu Recht mit zweierlei Maß messen muß, vielleicht sogar mit mehreren. Aus heutiger Sicht jedenfalls kann man den Film in seiner Machart und vor allem seinem „Wert“ nicht mehr richtig erfassen und bewerten. Er mag ungemein harmlos und albern wirken und vielleicht sogar sein Thema, nämlich die Nationalsozialsten recht locker anpacken und lediglich ein paar Scherze machen – aber selbst das war im Jahre 1940 als die Ausmaße von Hitlers Greueltaten noch nicht wirklich bekannt war ein ziemlicher Hammer. Mit den eher überschaubaren Mitteln wirkte das Ganze zwar mehr wie ein aufgeführtes Theaterstück als wie ein richtiger Spielfilm, aber wie schon gesagt: heutige Guckgewohheiten darf man nicht ansetzen. Und auch wenn man (wie ich) aus dem Film nicht allzu viel mitnehmen kann, so muß man ihn einfach respektieren und wertschätzen, als zeitlosen filmischen Beitrag und als Huldigung für Charlie Chaplin der mit einem solchen Film zu eben dieser Zeit wirklich ein gigantisches Wagnis eingegangen ist. Aber was soll: Freunde von Klassikern kennen ihn auswendig, andere werden ihn gar nicht erst anrühren. Fazit: Zwar in jeder Hinsicht steinalt, aber auf ne sehr eigene Weise faszinierend und immer noch wert angesehen zu werden.

Marco F.
Marco F.

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5,0Meisterwerk
Veröffentlicht am 01.09.15

Geniale Szenen, wie die Globusszene, die den Wahnsinn von Hynkel (Hitler) beschreibt, die Szene am Buffet undundund... :D Aber das Beste am Film ist immer noch die Abschlussrede..., auch nach über 70 Jahren leider immer noch wahr... :(

P14INVI3VV
P14INVI3VV

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5,0Meisterwerk
Veröffentlicht am 20.12.11

Ein Film, den JEDER sehen sollte. Charlie Chaplin ist einer der talentiertesten Künstler aller Zeiten und für dieses Werk sollten wir alle unseren Hut vor diesem großartigen Mann ziehen. Die Schlussrede bereitet mir jedes Mal wieder eine derartige Gänsehaut, wie es noch kein anderer Film geschafft hat. Ein Film, dessen Aktualität nach 70 Jahren um kein bisschen verringert wurde ....DANKE, Mr. Chaplin

Kino:
Anonymer User
5,0Meisterwerk
Veröffentlicht am 01.03.09

Grosses JA - man KANN Tränen lachen über Hitler und Konsorten, auch wenn viele das für eine Herabsetzung der Opfer des Nationalsozialismus halten - die haben aber offenbar diesen Film noch nicht gesehen!
Hitler wurde schon oft parodiert, in der einen oder anderen Form, es ist ja auch zu einfach : Zahnbürste unter die Nase halten, das "R" beim Sprechen rollen und jeder wiess, wer gemeint ist. Von solch billigem Klamauk ist Chaplins äusserst tiefsinnige Satire aber weit entfernt. Gerade wenn man nicht nur etwas von Hitler, sondern auch von seinen Vasallen sowie von Mussolini weiss, erkennt man sie alle wieder : den heimtückisch-durchtriebenen Göbbels, den prunksüchtigen, aber einfältigen Göring und - genial - die Parodie auf Mussolini, der nicht nur davon träumt, ein neues römisches Reich zu errichten, sondern sich auch im beständigen Wettstreit (Friseurstühle!!) mit Hitler befindet. Dies alles ist nicht nur eine Satire, es ist weit mehr : es ist die Blossstellung des gesamten Regimes mit den Mitteln, die Chaplin zur Verfügung standen und das war eben zunächst mal Humor. Auch heute noch,fast 70 Jahre nach seiner Uraufführung, kann man immer wieder Tränen lachen über dieses Meisterwerk - erst ganz zum Schluss, als der kleine jüdische Friseur in der Uniform des grossen Diktators an das Rednerpult tritt und zu Millionen von Menschen spricht, als er, mit zunächst stockender Stimme, dann immer selbstsicherer ein Leben in Freiheit über alles andere stellt, als er seine Vision einer besseren Welt offenbart - die bekanntermassen in völligem Gegensatz zu der des Diktators steht - da bleibt das Lachen etwas im Halse stecken und man wird nachdenklich.... Bemerkenswert auch, dass alle ihr Fett wegbekommen, auch die Juden - einige Seitenhiebe auf ihre Eigenarten sind im Film durchaus enthalten - es macht ihn noch mehr zum Meisterwerk, dass er keine (Achtung, Wortspiel, da es ein S/W Film ist! ) Schwarzweissmalerei betreibt, wie das in so vielen anderen Filmen der Fall ist, die sich mit der Themathik auseinandersetzen.
Darf in keiner Sammlung fehlen, sollte auch im Unterricht gezeigt werden und denen, die glauben, über Hitler dürfe man nicht lachen, sei gesagt, dass Lachen nicht nur die beste Medizin ist, sondern auch eine mächtige Waffe sein kann, indem sie die Herrschenden der Lächerlichkeit preisgibt.....

Kino:
Anonymer User
5,0Meisterwerk
Veröffentlicht am 03.05.08

Diesen Film muß man sich wohl mehrfach ansehen, um zu kapieren, was Chaplin darstellt.
Der Film stammt von 1940! Es kommen Worte wie Konzentrationslager vor, der mit dem Globus selbstverliebt spielende Hynkel und viele Kleinigkeiten, die auf den Nationalsozialismus hinweisen, vom Judenstern bis zum verfremdeten Hakenkreuz inkl. Göring, Goebbels, Mussolini.
Wenn man bis heute der jüngeren Generation weismachen will, daß man nichts von KZs gewußt haben will, ist dies der beste Gegenbeweis.
DER GROSSE DIKTATOR ist die erste Parodie auf Hitler, dazu die beste. Und nie im Verdacht steht, sich über die Opfer zu amüsieren, was andere erst noch üben müssen.
GENIAL!

Kino:
Anonymer User
5,0Meisterwerk
Veröffentlicht am 05.01.08

Meiner Meinung nach ist "Der große Diktator" einer der witzigsten aber gleichzeitig auch DER anspruchsvollste Film aller Zeiten. Klug, spannend, aufklärend. Charlie Chaplins plädoyer gegen den Faschismus und den Krieg. Der Film ist einfach genial. Immernoch. Nach 68 Jahren!

Kino:
Anonymer User
5,0Meisterwerk
Veröffentlicht am 22.11.06

Es hat mich immer fasziniert, wie unterschiedlich zwei Männer gleichen Jahrgangs und aus einfachen Verhältnissen stammend, sich einst aufmachten um die Welt zu erobern.Fast so, als sei der eine die fleischgewordene Antithese des anderen.Auf der einen Seite Hitler die Kunstfigur getrieben von Macht,Hass und Grössenwahn u. auf der anderen Seite Chaplin, der geniale Künstler und sein Werk voll Poesie, Leichtigkeit, Humor und Menschlichkeit. Es erscheint mir fast unvermeidlich, dass diese beiden Persönlichkeiten aufeinandertreffen sollten - wenn auch nur auf der Leinwand.
Chaplin selbst bemerkt in seiner Biografie dazu, dass ihm Hitler wie eine geschmacklose Persiflage seines Tramps vorkam.

"Der Grosse Diktator" beginnt, nach einer eher typisch chaplinesken Slapstick-Episode aus dem 1.Weltkrieg die uns den Hintergrund der Figur des jüdischen Frisörs nahebringt, und indirekt Hitlers eigene Kriegsvergangenheit karikiert, mit einer Rede Hynkels in einer das Deutsche parodierenden Kunstsprache. ("tomanisch" , man beachte das Wortspiel "To Mania")
Diese parodiert so unglaublich treffend die Redeweise Hitlers, dass es einem den Atem verschlägt.Jedes Detail stimmt, jede Geste sitzt. Man hängt geradezu an des Meisters Wort wie wohl einst die aufgehetzten "Volksmassen" an des Füheres Hasstiraden gehangen haben mögen.Und dass, obwohl bis auf ein paar deutsche Wortfetzen ("Wiener Schnitzel") und Verballhornungen ("Sackta Struzn!")kein einziges verständliches Wort zu vernehmen ist.Das ist schlichtweg gemial denn Chaplins Parodie zieht Hitler nicht einfach nur ins Lächerliche, er präsentiert uns auch die Abgründe seiner Persönlichkeit: jene wahnhafte, hasserfüllte Besessenheit, die sich zur unkontrollierbaren Wahnvorstellung auswuchs und die ein Regime aus fanatischen & skrupellosen Emporkömmlingen um sich scharrte,welches Chaplin im Verlauf der Handlung ebenfalls auf das reduziert was es war : Ein faschistisches Schmierentheater.
Da Chaplin dies so glaskar sehen und in seiner Darstellung wiedergeben konnte, stellt sich wiederum die Frage inwieweit nicht nur die Deutschen als auch die gesamte Welt bei der Entstehung des "Dritten Reiches" weggeschaut hat.

Ich hatte bei Chaplin immer schon Schwierigkeiten mit den tragischen und melancholischen Elementen seiner Filme, die für meinen Geschmack zu nahe an der Grenze zur Rührseligkeit gerieten und diese auch oft überschritten haben - von daher empfinde ich auch Charlies Schlussappell als echten Stilbruch.
Was aber aus dem historischen Kontext betrachtet und den vorherrschenden Zeitgeistes beachtend durchaus verzeihlich ist.

Die nach wie vor genialste Hitlerparodie aller Zeiten und weit entfernt von jeglichem Schenkelklopf-Humor neuester Prägung.

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