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The Disaster Artist
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3,7
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6 User-Kritiken

Isabelle D.
Isabelle D.

User folgen 12 Follower Lies die 198 Kritiken

4,5hervorragend
Veröffentlicht am 03.02.18

"The Disaster Artist" von und mit James Franco ist ein irrwitziger Spaß, der die Geschichte rund um den wohl schlechtesten Film aller Zeiten - "The Room" von und mit Tommy Wiseau - erzählt. Tommy ist ein mysteriöser, durchgeknallter Typ, von dem niemand weiß, woher er kommt, wie alt er ist und womit er sein Geld verdient. Er taucht irgendwann in der Schauspielschule von Greg Sestero auf, einem jungen, naiven und etwas schüchternen Schauspielschüler. Beide träumen von der großen Filmkarriere, aber wie Gregs Mutter es so treffend sagt: "Dafür braucht man Kontakte, man braucht Glück - und Talent." Autsch. Aber Tommy und Greg lassen sich nicht unterkriegen und beschließen irgendwann, ihren eigenen Film zu drehen: "The Room". Es stellt sich heraus, dass Tommy offenbar steinreich ist, und so kauft er kurzerhand das beste Filmequipment, das es auf dem Markt gibt, mietet ein Filmstudio, engagiert Schauspieler und eine komplette Filmcrew ... und dann geht's los. Die Dreharbeiten sind so chaotisch wie nur irgend möglich. Die Schauspieler wissen überhaupt nicht, was Tommy als Regisseur von ihnen will, was die Motive ihrer Figuren sein sollen, worum es in der Geschichte überhaupt geht, und was zum Teufel sie da eigentlich genau machen. Aber sie sind jung, brauchen das Geld und ertragen die Launen des doch sehr cholerischen Tommy. Wer den Film "The Room" vorher gesehen hat, weiß, dass man ihm in jeder Sekunde ansieht, dass die Schauspieler nicht die geringste Ahnung haben, was sie gerade tun, sich aber nach Kräften bemühen, das Beste draus zu machen - und das ist immer noch echt mies. Für den Zuschauer aber ist das urkomisch. Man leidet zwar mit den Schauspielern und der Filmcrew mit (insbesondere, wenn man selbst mal in der Branche gearbeitet oder sich selbst mal als Schauspieler versucht hat), aber das Ganze ist so absurd, dass man einfach lachen muss. Das ist ja manchmal so, dass eine Situation so furchtbar und irrsinnig ist, dass man die Wahl hat, darüber den Verstand zu verlieren oder darüber zu lachen. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob man den Film genauso lustig findet, wenn man "The Room" noch nie gesehen hat oder wenn man noch nie irgendetwas mit Filmen oder Schauspielern zu tun hatte ... möglicherweise findet man ihn dann trotzdem noch unterhaltsam, aber man kriegt nicht alle Anspielungen und Gags mit. Daher denke ich, der Film ist nicht unbedingt für jeden etwas. Fazit: James Franco, sein Bruder Dave und sein Kumpel Seth Rogen sind im "Disaster Artist" in absoluter Höchstform. Den Film sollte man nicht verpassen. Aber es empfiehlt sich, vorher "The Room" zu schauen - auch, wenn der wirklich fürchterlich ist.

Cursha
Cursha

User folgen 18 Follower Lies die 758 Kritiken

3,5gut
Veröffentlicht am 04.02.18

"The Room", der "schlechteste beste Film der jemals gedreht wurde". Dieses Titel begleitet "The Room" schon seit Jahren und man muss zugestehen, zu recht. Wie kann ein Film wie "The Room" überhaupt entstehen ? Dieser Frage geht Multitalent James Franco nach und macht gleich zu Beginn schon einmal eine Sache klar, die den Nagel auf den Kopf trifft. "The Room" ist heute noch Gesprächsthema und genießt einen größeren Kult, als der damalige Oscargewinner "Chicago". Mit "The Disaster Artist" hat James Franco den unglaublichen Spagat geschafft weder den Film "The Room" noch dessen Schöpfer Tommy Wiseau in den Dreck zu ziehen. Im Gegenteil er schafft eine würdige Anerkennung und Verbeugung vor Beidem. Die Handlung setzt gegen Ende der 90er Jahre ein und beginnt an einer Theaterschule, an der sich der Schüchterne Greg und der von sich absolut überzeugende Tommy Wiseau kennen lernen. Beide wollen Schauspieler werden, allerdings fehlt ihnen dazu das nötige Talent. Woraufhin Tommy beschließt seinen eigenen Film zu produzieren: "The Room". Der Film basiert auf einem Buch welches von den beiden Hauptfiguren des Kultfilms verfasst wurde. In diesem gehen die beiden auf die Produktion des Filmes ein. Franco hat sich diesem angenommen und setzt damit ein liebevolles und sympathisches Denkmal für Tommy Wiseau. Zunächst einmal ist der Film perfekt getimt. Es gibt einige Stellen, die leicht Dokumentarisch wirken, die sich so schön einfügen. Der Film hat einen perfekt sitzenden Humor und hat so viele Figuren, die man einfach lieb gewinnen kann. Handwerklich, Dramaturgisch und vom Humor her ist es ein absolut solider Film. Was ihn aber am Ende so stark macht sind drei Dinge: Der respektvolle Umgang mit dem Original und dessen Entstehung, dass der Film auch noch eine weitere Botschaft transportiert, sowie die Darstellung von James und Dave Franco. Zu Punkt Eins: Der respektvolle Umgang mit dem Original und dessen Entstehung. "The Room" ist zweifellos schlecht. Das weiß inzwischen auch dessen Schöpfer Tommy Wiseau. Aber wie macht man einen Film wie "The Room" ? Nun in dem man einfach dauerhaft davon überzeugt ist, dass man einen guten Film schafft. Dessen war sich am Ende jeder bewusst, nur eben der Regisseur nicht. Deshalb ist "The Room" auch so grandios schlecht. James Franco setzt hier Szenen aus dem Film wirklich Eins zu Eins um und führt auf witzige Art und Weise auf, wie chaotisch der Produktionsprozess war. Er verpackt es zwar Witzig, aber er macht sich damit nie über Tommy Wiseau lustig. Im Gegenteil, es wirkt fast so als würde er ihn für seine Arbeit bewundern. Dies geht in ein, mit dem zweiten Punkt. James Franco macht damit klar, dass man nur fest an seinen Traum glauben soll und mit aller Hingabe darauf hinarbeiten soll. Am Ende muss das Ergebnis nicht perfekt sein. Aber man hat für seinen Traum gekämpft und damit hat Tommy Wiseau mit seinem Film mehr erreicht und mehr Ehrgeiz bewiesen als die Mehrheit der Weltbevölkerung. Er hat uns damit sogar eine echte Perle geliefert. Man kann zu "The Disaster Artist" eigentlich so viel sagen und schreiben, weil man ja im Grunde auch eine Kritik zu "The Room" schreibt. Ich kann nur raten sich im Vorfeld "The Room" anzuschauen. Aber noch zu Punkt drei: Die Darsteller. James Franco ist so super. Aber er imitiert Wiseau Eins zu Eins und bringt die gleiche Leidenschaft rüber wie das Original. Es ist so eine Freunde ihm zu zuschauen, weil er den Akzent so perfekt rüber bringt, das Lachen so gut nachmacht und auch das "Schauspiel" perfekt imitiert. Gleiches gilt für Dave Franco, der ebenfalls super Aufspielt als Greg. Franco zeigt hier wie viel in ihm steckt und es war die richtige Entscheidung seines Bruderes ihn zu besetzen. Auch in Nebenrollen tauchen so viele Stars auf: Seth Rogen, Josh Hutcherson, Alison Brie, Jackie Weaver, Zac Efron... Schade nur, dass bei der Vorstellung der Saal doch ziemlich leer war. Ich habe auch keine große Werbung zu dem Film gesehen. Eigentlich traurig, weil wir hier eine wirklich lustige Komödie geboten bekommen. Vielleicht liegt es aber auch daran dass, obwohl "The Room" ein Kultfilm ist, der noch immer im Gespräch ist, gerade in Deutschland dann doch noch eher unbekannt ist. Dabei kann ich beide Filme nur Empfehlen. Kurz: "The Disaster Artist" ist eine irrwitzige Komödie über die Entstehung des Kultfilms "The Room", die den Film und dessen Schöpfer Tommy Wiseau nicht durch den Dreck zieht, sondern sich ehrfürchtig davor verbeugt. Die Vorlage wird mit viel Liebe und Hingabe umgesetzt und transportiert eine wunderschöne Botschaft. Hervorheben muss man James Franco und dessen Bruder Dave, die beide einfach großartig auftrumpfen, wobei gerade James Franco eine darstellerische Glanzleistung hinlegt.

BrodiesFilmkritiken
BrodiesFilmkritiken

User folgen 10 Follower Lies die 3 925 Kritiken

4,5hervorragend
Veröffentlicht am 10.08.18

Bei diesem Film bin ich außen vor: ich habe „The Room“ so nie geschaut, kenne aber natürlich Tommy Wiseau und wie absurd der Typ erscheint, sowohl in den Clips aus dem Film wie bei sonstigen Auftritten. Ich kann also keine Bezüge und Vergleiche zum Vorbild ableiten, aber der Film funktioniert auch bestens für sich: als Komödie überzwei Außenseiter die versuchen Erfolg zu haben und als Geschichte eines komischen Kauzes der Leidenschaft, aber kein Talent hat. Obendrein bringt der Film das Paradox daß man sich über anderthalb Filmstunden mit Wiseau beschäftigt, aber der Mann nachher immer noch ein großes Rätsel ist. Dank des brüllend komischen Spiels von James Franco der auch Regie geführt hat und zahlreichen Promis in kleinen Rollen ist „The Disaster Artist“ ein Heidenspaß und emotionales Drama in einem.   Fazit: Liebevolle Würdigung eines unergründlichen, schrägen Vogels

schonwer
schonwer

User folgen 6 Follower Lies die 650 Kritiken

3,5gut
Veröffentlicht am 21.06.18

"The Disaster Artist" ist ein interessanter Film über den Film "The Room", der mittlerweile Kultstatus feiert und vom skurril-mysteriösen Tommy Wiseau gemacht wurde. Alles wird mehr oder weniger aus der Perspektive seines besten Freundes Greg erzählt, der von Dave Franco gespielt wird. Tommy selber wird von James Franco gespielt, der auch den Film realisierte. James Franco spielt Tommy allerdings so gut nach, dass man zum Teil komplett vergisst es sei James Franco! Da hat er eine echt gute Leistung geliefert und der Film ist zwar zum Teil Comedy, im Kern aber viel mehr ein biografisches Drama über einen Mann, von dem man so gut wie nichts weiß. Wen das interessiert sollte sich diesen Film definitiv anschauen, da dieser vermutlich ungefiltert die Geschehnisse exakt repräsentiert. Fazit: James Franco liefert eine tolle Performance und eine interessante, biografische Drama-Komödie über einen skurrilen Film und Filmemacher.

amlug
amlug

User folgen 35 Follower Lies die 279 Kritiken

4,0stark
Veröffentlicht am 13.02.18

Hollywood ist ein verrücktes Pflaster. Auch wenn es zum Zeitpunkt des Drehs und bei den ersten Vorstellungen wohl niemand erwartet hätte aber The Room-Regisseur, -Drehbuchautor, -Produzent, und -Hauptdarsteller Tommy Wiseau ist eine geheimnisumwitterte Legende in der Traumfabrik und sein Passionsprojekt The Room avanciert sich immer mehr zum Kult-Streifen, der in den USA (und sogar hier in Deutschland) teilweise wieder im Kino aufgeführt wird. Inwiefern man den Hype um Wiseau und The Room nun teilt oder einfach nur traurig findet, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich persönlich bin etwas zwiegespalten, denn einerseits ist The Room technisch gesehen in allen Belangen der schlechteste Film, den ich je gesehen habe, andererseits kann man ihm den unbeschreiblichen, unfreiwilligen Unterhaltungsfaktor nicht absprechen genauso wenig wie die, vor allem in Filmkreisen stark kursierenden, zahlreichen Kult-Zitate, tja … damit kann wohl so mancher Oscar-Streifen nicht mithalten … somit ist The Room sowohl so eine unterirdische Oberkatastrophe, dass man sie eigentlich nichtmal als wirklichen Film betiteln kann als auch höllisch Unterhaltsam und lässt sich somit praktisch unmöglich ernsthaft bewerten. Wie es aber überhaupt zu seinem Desaster kommen konnte, versucht uns James Franco nun in The Disaster Artist näherzubringen und schafft das sogar überaus hervorragend, denn auch wenn viele Grundmythen von The Room und seinem verschrobenen Schöpfer Wiseau uns vermutlich für immer verborgen bleiben werden, so schafft es Franco doch, uns zumindest einen kleinen Einblick in die geheimnisvolle Welt hinter The Room zu geben. Das Schwierigste an der ganzen Geschichte meistert Franco mit seinem Film dabei sogar überaus bravurös, denn obwohl The Disaster Artist zum Großteil eine zum brüllen komische Komödie ist, übertreibt Franco nie negativ, sondern begegnet Wiseau, seinen Visionen und The Room mit Respekt und Ernsthaftigkeit. Der hauchdünne Balanceakt zwischen Comedy und Ernsthaftigkeit wird in diesem Film hervorragend gemeistert und gerade dadurch wird der Streifen eben auch sehr interessant. Franco macht sich nicht über Wiseau lustig, nein, er versucht ihn zu verstehen und will das auch den Zuschauern mitgeben. Dass man sowas bei einer Figur wie Tommy Wiseau und einem Film wie The Room unmöglich in einen bierernsten Film verpacken kann ist dabei aber logisch und so baut The Disaster Artist viel auf grandiose Situationskomik und Insider-Gags für alle Kenner von The Room. An dieser Stelle möchte ich auch gleich mal anhängen, dass es nur wenig Sinn hat, sich The Disaster Artist anzusehen, ohne zuvor The Room gesehen zu haben und auch sage ich hier einmal ausnahmsweise, dass man sich diesen Film im O-Ton anschauen muss. So sehr ich die deutsche Synchro auch liebe, ohne den O-Ton funktioniert The Disaster Artist einfach nicht. Das wäre wie Kino ohne Film. Aber neben dem Humor funktioniert eben auch die Ernsthaftigkeit gut. Die Verbindung zwischen Tommy Wiseau und Greg Sestero war sehr interessant, wir bekommen einen Einblick in den verschrobenen, schrulligen Wiseau, bei dem man viel darüber nachdenken kann, wer dieser mysteriöse Charakter ist, von dem keiner sein Alter, seine Herkunft oder die Herkunft seines Geldes weiß. Auch fand ich es toll, wie Tommys Gedanken zum Leben (Stichwort: seit alle nett zueinander, „Planet Tommy“ etc.) aufgegriffen wurden und dass ihn anscheinend niemand versteht (ich verhehle natürlich nicht, dass auch ich ihn nicht verstehe, so sehr ich es auch versuche). Das Ganze gipfelt dabei in der Premiere von The Room, in dem ich als Zuschauer ein Wechselbad der Gefühle durchlebte. Zum Einen musste ich mich mit dem Premieren-Publikum schief und krumm lachen, bei den zahlreichen nachgestellten Szenen aus The Room, zum anderen hatte ich aber auch Mitleid mit Wiseau, den die Reaktion des Publikums vollkommen aus der Fassung bringt. James Franco meistert die Hauptrolle dabei absolut brillant. Franco wird zu Wiseau und spielt ihn absolut perfekt, schon lange keine so geniale schauspielerische Leistung mehr gesehen, beeindruckend! Auch sein Zusammenspiel mit Bruder Dave als Greg Sestero funktionierte super, auch weil Dave ebenfalls wunderbar spielt! Fazit: Witziger und auch sehr interessanter Film über einen mysteriösen Mann und einen noch viel mysteriöseren Film!

Kinobengel
Kinobengel

User folgen 16 Follower Lies die 363 Kritiken

4,5hervorragend
Veröffentlicht am 08.02.18

James Franco hat „The Disaster Artist“ auf Basis wahrer Begebenheiten inszeniert. Er und sein jüngerer Bruder Dave spielen die Hauptrollen. Nachdem der schräge, wohlhabende Tommy Wiseau (James Franco) und der jüngere, hübschere Greg Sestero (Dave Franco) zu dem Schluss kommen, dass sie als Schauspieler von keinem Produzenten akzeptiert werden, drehen sie selber einen Film. 2003 entsteht durch Tommys Produktion, Drehbuch und Regie „The Room“, der als schlechtester Film aller Zeiten gilt. Tommy und Greg spielen zudem die Hauptrollen. Selten so amüsiert. James Franco ist keineswegs überfordert mit seinen Aufgaben als Regisseur und Hauptakteur. Ganz im Gegenteil, eine meisterliche Performance leistet der Kalifornier. In der Rolle des Tommy geht er völlig auf. „Die Franco-Brüder sehen sich überhaupt nicht ähnlich“, ist irgendwo in den Reihen zu hören. Na ja, in diesem Film nicht. Der Regisseur und Hauptdarsteller kopiert diese exaltierte Erscheinung in Physiognomie, spezieller Motorik und mieslaunig klingender Stimmfarbe mit Südstaaten-Slang einfach perfekt und zieht sie ins Komödiantische. James Franco ist Produzent (einer unter vielen dieses Films). Wie Tommy Wiseau. Nur das Drehbuch ist nicht von ihm verfasst worden. Es hat schlimmere Millionengräber gegeben: Der herrliche „Heavens Gate“ (1980 von Michael Cimino) war ebenso ein dickes Minusgeschäft wie „The Lone Ranger“ (2013 von Gore Verbinski). Es ging um richtig viel Geld. „The Room“ soll „nur“ ca. 6 Mio $ gekostet haben, die Wiseau allein bezahlte. Das Ergebnis ist erschreckend und wird heute in Special-Screenings von Fans gefeiert. Auch Ciminos Film wurde später zum Kult-Western ernannt, obwohl er die von Charlie Chaplin mitbegründete Filmgesellschaft United Artist in den Untergang riss. Der Unterschied zu „The Room“ ist halt: „Heavan’s Gate“ hat wirklich Klasse. „The Disaster Artist“ zeigt mit Ernst und vor allem mit viel Humor die Begleitumstände einer Filmproduktion: das Wollen, die Begeisterung, die Schaffensphase und die Ernüchterung. Die chronologischen Eckpunkte vom fertigen Drehbuch über die Beschaffung des Equipments, die Zusammenstellung des Teams, das Casting und die Konflikte am Set bis zur Premiere sind alle mundgerecht zubereitet. Das hätte nach dem verrücktem Beginn und einem klitzekleinen Abflauen durchaus länger erzählt werden dürfen. Dennoch bleibt der Erzählfluss in der Balance. Das irre Komische des ganzen Films strahlt Tommy aus. Keine Alberei, kein Slapstick. Seine Art, die Dinge anzugehen, ist unglaublich. Diese Figur, mit dem Hintergrund, dass sie eben tatsächlich existiert und Trash produziert hat, begeistert die Zuschauer. ...und nach dem Abspann, der als vorletzter Angriff auf die Lachmuskeln originale und nachgestellte Szenen von „The Room“ zeigt, ist noch eine Kleinigkeit geboten. „The Disaster Artist“ ist eine mehr als sehenswerte Making-Of-Dramödie mit spaßigem Getöse und einem brillanten Hauptdarsteller.

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