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When Animals Dream
Durchschnitts-Wertung
2,6
37 Wertungen - 5 Kritiken
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5 User-Kritiken

MB77
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2,0
Veröffentlicht am 24.08.14
Der skandinavische Film an sich versteht es düstere, melancholische Stimmungen in beklemmende Zwischenmenschlichkeiten zu verpacken, die ihrerseits von unausgesprochenen und geheimnisvollen Verbindungen getragen werden. Mit den Grundelementen Tristesse (einsames Dorf, trostlose Plattenbausiedlung), Witterung/Tageszeit (stürmischer Herbst, kalte Nächte, goldene Sonnenuntergänge), Minderheit des Einzelnen innerhalb einer homogenen Gruppe (eine Frau gegen Männer, ein Mann gegen Frauen) und dem Schuld-/Unschuldsgedanken lassen sich im dänisch-schwedischen Baukastensystem bisweilen zum Nachdenken und Zu-Schauen anregende Filme erzeugen. Die Auseinandersetzung der Charaktere vor von Parabeln gestützten Geschichten zog internationale Anerkennung des besagten Filmmusters nach sich. Auf dieser Erfolgswelle versucht nun auch "When Animals Dream" aufmerksam zu werden. Es ist schwer den Film eingangs nicht mit Perlen wie "So finster die Nacht" zu vergleichen. Zu ähnlich ist hier das Thema der tragisch "infizierten" Hauptdarsteller und das Ringen um eine ehrwürdige Existenz inmitten gesellschaftlicher Normalität. Marie entdeckt ihre Andersartigkeit quasi über Nacht, obschon die Mutter offensichtlich an einer unbekannten Krankheit zu leiden scheint. Dem Zuschauer wird bis weit in den Film hinein die Frage der innerfamiliären Struktur unbeantwortet überlassen. Marie kämpft also nicht nur gegen die Transformation, sondern auch gegen die patriarchische Situation im elterlichen Hause. Das Unausgesprochene, die Scham vor der Gemeinde und die aufgezwungene Zurückhaltung, die die Familie hinter die Mauern des eigenen Hause versperrt, beherrscht nun mehr denn je Marie's Leben. Die Identifikation mit der Hauptfigur, die empathisch das Leid des Betroffenen mitfühlen lässt, gelingt in "When Animals Dream" an keiner Stelle. Dispektierliche Angriffe am Arbeitsplatz, gemeine Hinterhalte auf dunkler Strasse und andere Ausbrüche der gewöhnlichen, verständnisslosen Dorfbevölkerung können sich hier nicht zur jenen Tragik verdichten, die es in "Die Jagd" bis unter die Haut des Zuschauers geschafft hat. Die teilweise atmosphärischen Bilder helfen nicht den vorhersehbaren Schockelementen, der dramaturgisch einfachen Geschichte und den eindimensionalen Charakteren, die vielleicht mit dem ein oder anderen Wortbeitrag mehr Tiefe hätten schaffen können, die typisch skandinavische Spannung aufzubauen, die "When Animals Dream" so sehr gebraucht hätte. Es bleibt der bittere Eindruck eines pseudo-Hypes zurück, der sich glücklicherweise so leicht Abwischen lässt, wie Marie's blutverschmierter Mundwinkel.
SatanischeHexe H.
SatanischeHexe H.

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1,5
Veröffentlicht am 05.01.15
Hätte ich nicht nach dem Film die Filmstarts Kritik gelesen, hätte noch immer nicht gewusst das es sich um ein Werwolf-Film handelt. Der Ansatz des Filmes ist ganz gut. Aber es fehlt wirklich viel an Erklärung. Und eine wirkliche Verwandlung sieht man eigentlich auch nicht. Marie erinnert in den letzten 5 min. des Filmes mehr an Vincent aus der Schönen und das Biest ( Serie aus den 80igern Jahren) . Obwohl Vincent dort zu 10000% mehr einem Tier ähnlich sieht als Marie. Man hätte vielleicht mehr auf die Familiengeschichte eingehen sollen. Zeigen sollen wie es zu dem "fluch" wenn es überhaupt einer ist, gekommen ist. Es scheint sich hier wohl mehr um einen Genetische Sache zu handeln. Das was man in der Inhaltsangabe lesen kann ist, nachdem man den Film gesehen hat ja auch so ein bisschen übertrieben: "...und Marie merkt, dass sie nach und nach die Kontrolle über sich zu verlieren droht. In ihr erwacht eine Macht, die nicht gebändigt werden kann. ..." So richtig ( so ging es mir) merkt man nicht das Marie die Kontrolle über sich verliert. Sie wiederspricht Ihrem Vater. Oh Herr im Himmel was für ein frevel. Was für ein Böses Kind. Sie Füttert einmal Ihre Mutter nicht richtig.schlimm, schlimm. Vor allem wen man bedenkt, dass Marie nie erfahren hat was mit Ihrer Mutter überhaupt los ist. Man erfhährt auch nicht, wie lange sich die Mutter schon in diesen Zustand befindet. Siet Maries geburt? erst seit einigen Jahren? wer weiß das schon. Wenn ich als Mutter weiß ich bin ein Werwolf und kann dies auf meine Kinder vererben ( durch ein Biss oder ähnliches wie es in den Werwolffilmen sonst üblich ist scheint es ja nicht der Fall zu sein ) dann bereite ich mein Kind doch darauf vor. Aber nein, man verweigt es einfach. Und auch der Satz: "...Dann ereignen sich mehrere mysteriöse Todesfälle auf der Insel. Langsam begreift Marie, dass Far ihr etwas über die Krankheit der Mutter und die Familiengeschichte " Jo und was für Todesfälle. Nach ca. 40min wird der Arzt des Dorfes von Maries Mutter getötet. Und warum? weil dieser Marie etwas Spritzen wollte. Was erfährt man nicht. Man kann wohl davon ausgehen, dass es so eine Art Droge sein soll, die das Tier unterdrücken soll. Warum die Mutter, die sich sonst nicht bewegen kann auf einmal die Kraft aufbringt, Ihre Tochter zu Schützen, weis auch keiner. Am Instinkt kann es eigentlich nicht liegen. Denn ist der Instinkt zu überleben nicht viel Stärker. Dann hätte sich Maries Mutter sich ja auch retten können als diese umgebracht wird. Auch hier kann man nur vermuten, dass sie von den anderen Dorfbewohnern getötet worden ist. Es ist natürlich auch möglich, dass Sie selbstmord begangen hat. was aber wohl doch eher unwahrscheinlich ist. Sich selbst in der Badewanne zu ertränken ist doch recht schwer. Ok, danach gibt es noch einen Toten, aber dies geschah aus Schutz. Wer würde einen verfolger, wo man weiß, dass dieser einem nichts gutes will nicht auch töten, wenn man es kann. Und dann gibt es am Schluss noch andere tote. Aber dies passiert ja nicht ohne Grund. Und laut der Inhaltsangabe ereignen sich ja die Todesfälle bevor Marie weiß was los ist. Obwohl ich mich frage, ob Marie eigentlich weiß, was genau mit Ihr passiert. Gesagt hat es ihr nie einer. Und nur weil Sie dem Arzt einige Dokumente geklaut hat, sagt dies noch nicht aus, ob dort auch wirklich alles stand was man wissen sollte. Dieser Streifen, ist ein Film zum einmal anschauen. Mehr aber auch nicht. Der Funke will einfach nicht wirklich überspringen. Dafür Plätschert die Story zu sehr vor sich hin. Und den Horror vermisse ich ganz.
DP
DP

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0,5
Veröffentlicht am 05.08.14
Der Film kam eben in der Sneak... Sorry aber... wie langweilig war das denn? "Eine schüchterne 16 jährige Teenagerin deren Mutter im Rollstuhl sitzt. Und dann passieren unheimliche, mysteriöse Dinge. Ihr wachsen Haare an stellen wo vorher keine waren.." Sagt mal ist die Inhaltsangabe so grottig geschrieben oder fühle nur ich mich an Bravo Dr. Sommer erinnert..... Ich habe dann nach kurzer Zeit fluchtartig den Saal verlassen... Sollen sich die grünzeugessenden Gutmenschen um diesen Film kümmern und ihn in den Himmel loben.
Kinobengel
Kinobengel

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4,0
Veröffentlicht am 28.08.14
„When Animals Dream“ heißt das dänische Werwolf-Drama von Jonas Alexander Arnby um eine junge Frau, mit einer unbekannten Hauptdarstellerin und Lars Mikkelsen, dem älteren Bruder von Mads Mikkelsen. Deutschland-Premiere war auf dem Münchner Filmfest Anfang Juli 2014. Marie (Sonia Suhl) wohnt bei ihren Eltern in einer kleinen Gemeinde Dänemarks. Sie beginnt im heimischen Fischereibetrieb zu arbeiten und ist beliebt, besonders bei Daniel (Jakob Oftebro). Ihre Mutter (Sonja Richter) sitzt apathisch ganztätig im Rollstuhl. Vater Thor (Lars Mikkelsen) treibt ein sorgenvolles Mienenspiel, denn er weiß um das Geheimnis seiner Frau und hat schreckliche Vorahnungen. Die Bilder zeigen eine schmucklose Landschaft und allzu Menschliches. Kargheit, Fischgeruch und nordische Herzlichkeit mit Neckereien gehen einher. Arnby stimmt mit ruhigem Ton auf die dreiköpfige Familie und die Dorfgemeinschaft ein. Die Bilder fließen. Bald erkennt der Zuschauer, wer das Sagen hat. In diese treffende Inszenierung baut der Regisseur nun das Böse ein, das Böse in Marie, das nicht nur der Vater fürchtet. Und dann ist es unmöglich, den Blick von Sonia Suhl abzuwenden. Unter dem Musikeinsatz mal vorsichtiger und mal mächtiger Töne verändert sich die Geschichte um Marie, die sich wahrscheinlich typisch Pubertäres gewünscht hätte. Es ist mehr als fesselnd, die heranwachsende Dänin in ihrer zunehmenden Hilflosigkeit zu betrachten, die so perfekt gespielt ist. Sie flüchtet …und flüchtet sich sogar in den Versuch von erschreckender Koketterie. Der Vater (Lars Mikkelsen mit genial ruhiger Fassungslosigkeit) kann nicht unendlich helfen. Arnby zeigt mit prägnanten Einstellungen und Dialogen, wer von den Dorfleuten welchen Wissensstand hat (das dänische Filmplakat mit der Aufschrift „Jeder kennt die Wahrheit - mit einer Ausnahme“ ist bezeichnend) und heizt gekonnt die Spannung um den bald machtlosen Thor an. Immer wieder sind verzweifelte Gesichter aus der Nähe fotografiert, die nuanciert das allmählich Unaufhaltbare präsentieren. Dazwischen kleine Schrecksekunden, auch mal ein unkonventioneller Kameraschwenk. Es ist bewundernswert, wie Arnby diese Szenen zu einem Ganzen zusammensetzt. Nicht störend ist die kleine Makaberei mit einer Gartenwindmühle. Und groß ist nicht nur die väterliche Hingabe, denn Arnby lässt seine „böse“ Marie auch lieben, wild und zart bis zum Abspann. Wow. Der Arbeitstitel „Wenn das Tier erwacht“ hätte vielleicht den Werwolf-Gemetzel-Horror-Fan eher die Witterung aufnehmen lassen. Dieser sieht zwar Blut, aber ein knackig Tragödienlastiges. Und leider mit den Logikproblemen im letzten Teil der Story, die sonst das Timbre der trashigen Genre-Streifen schmücken. „When Animals Dream“ ist ein von Jonas Alexander Arnby gefühlvoll komponiertes Drama mit einer herausragenden Sonia Suhl, die hoffentlich bald wieder auf der Leinwand erscheint.
Flodder
Flodder

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3,0
Veröffentlicht am 23.08.14
Arthouse-biestiges Drama. Dreht sich mit Freundschaft und Horror um das dunkle Geheimnis einer Familie und verschworenen Dorfgemeinschaft in einem dänischen Küstenkaff. Die blutigen Momente sind sich alle ähnlich, weder ausgedehnt noch zelebriert dargestellt - und kaum der Rede wert. Ist eben nicht nur bzw. mehr als "nur" ein Horrorfilm und in erster Linie eine zwischenmenschliche Sache. Gesehen allein mit diesen Vorabinfos: "Drama, Horror, Dänemark", und so entfaltet sich das Szenario ziemlich gut und zwar gemächlich. Vergleichbar kann man schon, aber eine so offensichtlich große Nummer aus Skandinavien wie "So finster die Nacht" sah ich nicht, spielt sich hier auch nicht ab. Allerdings ist "When Animals Dream" jederzeit unterhaltsam und interessant genug - und zwar schon ohne das bischen Blut. 6.5/10.
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