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Christina Noble - Die Mutter der Niemandskinder
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3 Wertungen - 1 Kritik
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1 User-Kritik

Michael S.
Michael S.

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4,0
Veröffentlicht am 23.07.16
Laut Christinas grummeligen vietnamesischen Hotelrezeptionisten sind die obdachlosen Kinder in der Großstadt der "Staub des Lebens". Etwas, das man mit den Füßen tritt und am liebsten wegfegen oder wenigstens ignorieren würde. Kein Wunder, dass sich die Frau, die einst in einem anderen Teil der Welt ganz ähnliche Dinge erleben musste, zu den schmutzigen Ausgestoßenen dieser Gesellschaft hingezogen fühlt. Ihre Fürsorge wird durch die abwechslungsreiche Erzählweise des Films anschaulich illustriert. Anstatt die einzelnen Stationen in Nobles bewegtem Leben brav der Reihe nach abzuarbeiten, lässt Regisseur Bradley die Handlungsstränge angenehm ineinander übergehen. Das hält nicht nur das Interesse des Zuschauers wach, sondern hilft auch, Christinas Beweggründe besser nachvollziehen zu können. Die Kamera fängt immer wieder authentische und atmosphärisch hochwertige Motive der jeweiligen Zeit ein, sei es im Irland und England der fünfziger bis siebziger Jahre, oder in den vietnamesischen Slums. Obwohl Filmplakat und Cover offensiv mit prominenten Darstellern wie Liam Cunningham (Ser Davos Seewert in "Game of Thrones") und Brendan Coyle (Kammerdiener Bates in "Downton Abbey") werben, sind es gerade die weniger bekannten Gesichter, die dem Film eine Seele geben. Sowohl die irische Komödiantin Deirdre O'Kane als auch ihre beiden jüngeren Kolleginen verstehen es, Christina Noble als glaubwürdige Person darzustellen, die selbst dann noch an Gott festhält, nachdem sie von seinem "Bodenpersonal" wiederholt enttäuscht und gedemütigt wurde. Ihre Begeiterung für Tanz und Gesang sorgt zudem für einige ansteckend fröhliche Szenen, in denen die irische Folklore musikalisch gewürdigt wird. Auch die sich selbst spielenden Straßenkinder, die teilweise tatsächlich in einer von Noble gegründeten Einrichtung leben, wachsen dem Zuschauer ans Herz. Was bleibt ist eine erfreulich unkitschige Filmbiografie, die zwar emotional, aber nie gezwungen daher kommt. Das Ende mit dem inhaltlich zwar passenden, melodisch aber arg auf die Tränendrüse drückenden Coldplay-Song "In My Place" wäre vermeidbar gewesen, ansonsten hält sich der Film aber dicht an der Biografie seiner Hauptfigur und umschifft viele der üblichen Drama-Klischees auf kunstvolle Weise.
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