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    Snowden
    Durchschnitts-Wertung
    3,8
    178 Wertungen - 20 Kritiken
    Verteilung von 20 Kritiken per note
    1 Kritik
    10 Kritiken
    6 Kritiken
    2 Kritiken
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    20 User-Kritiken

    Isabelle D.
    Isabelle D.

    User folgen 105 Follower Lies die 335 Kritiken

    3,0
    Veröffentlicht am 23. September 2016
    "Snowden" von Oliver Stone hat mich positiv überrascht. Ein Kollege von mir hatte den Film in der Sneak Preview gesehen und mir davon abgeraten, weil er ihn grottenschlecht fand. Daher war ich aufs Schlimmste vorbereitet und hatte befürchtet, man würde gar nichts über die politischen Verwicklungen und Hintergründe erfahren, sondern die ganze Zeit nur so langweiliges Privatgedöns. Aber siehe da, es gab zwar Privatgedöns und Liebesschnulz, es hielt sich jedoch in erträglichen Grenzen. Das ist sicher auch Shailene Woodley zu verdanken, die Snowdens Freundin Lindsey mit Engagement und Lebensfreude füllt und sie sehr sympathisch wirken lässt. Sonst ist das ja oft so, dass die Frauen in solchen Geschichten blass und langweilig sind, sich für ihren Männe aufopfern und keine eigene Persönlichkeit haben. Lindsey ist anders und dient zudem für Zuschauer, die von Computern nur wenig Ahnung haben (so wie meine Wenigkeit, typisch Mädchen *kicher*) als Identifikationsfigur. Denn Snowden und seine Motive bleiben bis zum Schluss rätselhaft und undurchsichtig. Es ist klar, dass er eine krasse Wandlung durchmacht, vom regierungstreuen Patrioten, der einfach nach geistigen Herausforderungen für seinen permanent auf Hochtouren laufenden Verstand sucht, über den Skeptiker und Paranoiker bis hin zum "Vaterlandsverräter". Es liegt sicher mit daran, dass er immer mehr über das Ausmaß der Machenschaften des NSA herausfindet und am eigenen Leib spürt, welche Macht die US-Regierung und ihre Geheimdienste über die Menschen dieser Welt haben. Er begreift, wie unmenschlich es ist, Menschen sozusagen in ferngesteuerten Kriegen dahinzumetzeln, obwohl man keine hundertprozentige Sicherheit hatte, dass von ihnen eine Gefahr ausging. Dennoch wirkt er die ganze Zeit unnahbar, kühl und abweisend. Übrigens wird auch Snowden hervorragend gespielt von Joseph Gordon-Levitt, der offenbar seine Hausaufgaben gemacht hat und die Gesten, die Mimik und Haltung des echten Snowden täuschend echt kopiert. Auch in den Nebenrollen ist "Snowden" hochkarätig besetzt, es gibt ein Wiedersehen mit einem leicht aufgeschwemmten Nicolas Cage, und die anderen Schauspieler müssen sich ebenso wenig verstecken. Nichtsdestotrotz gab es schon ein paar Längen in dem Film. Zwischendurch bin ich ein paar Mal eingenickt, aber nur ganz kurz, wenn der Beziehungsquark dann doch etwas zäh wurde und die Handlung zu sehr dominierte. Aber, wie gesagt, es blieb im Rahmen des Aushaltbaren. Fazit: Man kann sicher darüber streiten, ob das Privatgedöns um Snowden zu viel Raum einnimmt oder noch in Ordnung ist. Mich hat es überraschenderweise nicht gestört und ich fand, das lockerte die Geschichte ganz gut auf. Die politischen Verwicklungen kamen zum Glück meines Erachtens nicht zu kurz und wurden so dargestellt, dass man dem auch als Laie gut folgen kann. Allerdings habe ich die Original-Doku über Snowden noch nicht gesehen und bin mit sehr niedrigen Erwartungen in den Film hineingegangen - vielleicht hat er mir auch deshalb gut gefallen. Am besten, man macht sich selbst ein Bild, vorausgesetzt, man interessiert sich für die Thematik.
    Popcornfilme
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    User folgen 25 Follower Lies die 142 Kritiken

    3,0
    Veröffentlicht am 1. Oktober 2016
    Insgesamt ein sehr aufschlussreicher Film, der zwar nicht alle Fragen beantwortet, aber damit auch nicht zu trocken-politisch ist. Weitere Details und die ganze Kritik gibt es unter:
    Marc-aus-Aachen
    Marc-aus-Aachen

    User folgen 14 Follower Lies die 158 Kritiken

    3,0
    Veröffentlicht am 22. Oktober 2016
    Gut, dass Oliver Stone die Geschichte von Snowden verfilmt hat. Leider wurde die Chance vertan, einem Millionenpublikum ein wenig näher zu bringen, in welchem Ausmaß es a) überwacht wird und b) was man alles mit diesen Datenmengen anstellen kann. Klar ist das teilweise komplexe und abstrakte Materie, aber ein wenig mehr wäre schon drin gewesen, ohne den technisch unbeleckten Zuschauer zu überfordern. Handwerklich gibt es bei Stone wie immer nichts zu meckern. Typisch amerikanischer Pathos muss natürlich sein, aber das hält man aus. Fazit: als Film ok für einmal gucken, als Lehrstück für die Welt leider eine teilweise vertane Chance.
    Michael S.
    Michael S.

    User folgen 92 Follower Lies die 391 Kritiken

    4,0
    Veröffentlicht am 19. September 2016
    Wer die Nachrichten verfolgt hat, weiß eigentlich längst, wie der Film ausgeht. Nichtsdestotrotz ist der Weg zu diesem Ende durchaus spannend und das ganz ohne Schießereien und atemlose Verfolgungsjagden. Der später als größter Verräter in der US-amerikanischen Geschichte bezeichnete Snowden begann tatsächlich als Patriot. Gleich zweimal beantwortet er beim Einstellungsgespräch die Frage, ob er die USA für das großartigste Land der Welt hält, mit Ja. Und auch nach seinem frühzeitig beendeten Militärdienst will er ihm die Treue halten. Dadurch gewinnt der in ihm tobende Konflikt erst richtig an Bedeutung, was von einem erfreulich zurückhaltenden Joseph Gordon-Levitt meist überzeugend transportiert wird. Trotz Dreitagebart und Brille ähnelt er seinem Vorbild nur wenig, was aber verschmerzt werden kann. Dass im Gegensatz zu Laura Poitras Dokumentarfilm "Citizen Four" verschiedene Aspekte der Geschichte zusammengefasst und dramaturgisch optimiert werden, kann auch ein Oliver Stone nicht vermeiden. Dennoch wird sein Film in den wechselnden Handlungsebenen zwischen dem bekannten Interview in Hongkong und seiner Karriere bei den Geheimdiensten zu einem ebenso spannenden wie hochaktuellen Thriller, der einmal mehr vor Augen führt, in welchem Umfang digitale Spionage und Kriegsführung möglich sind oder bereits praktiziert werden. Stünde das in einem Drehbuch mit fiktiver Handlung, hielte man es für übertrieben. Lediglich im biografischen Teil finden sich einige Längen, auch wenn Nebendarsteller wie Shailene Woodley als Snowdens Freundin Lindsay Mills ihr Bestes geben, um auch Beziehungskrisen nicht langweilig aussehen zu lassen. Am Ende darf der echte Edward Snowden zu Streicherklängen in einem sonnendurchfluteten Raum vom sicheren Internet schwärmen - ein weiteres Klischee, das man sich hätte sparen können. Kaum ist er aber in der Filmhandlung in seinem Element klappt dem Zuschauer angesichts der unbegrenzten Datengier und Lügen der beteiligten Geheimdienste wiederholt die Kinnlade herunter. Und das ist auch gut so. Aus dem Fokus der Öffentlichkeit scheint die digitale Sicherheit vorübergehend verschwunden zu sein. Man echauffiert sich gerne über TTIP, CETA und die Flüchtlingskrise, von Demos für Sicherheit im Internet war aber schon lange nichts mehr zu hören. Sollten Snowdens Enthüllungen am Ende nur Herstellern von Sicherheitsverschlüsselung genützt haben? Für alle, die auf leicht zugängliche Art erfahren wollen, warum das Thema noch immer relevant sein könnte, ist "Snowden" auf jeden Fall Pflichtprogramm.
    Das Kulturblog
    Das Kulturblog

    User folgen 10 Follower Lies die 107 Kritiken

    3,0
    Veröffentlicht am 30. September 2016
    Die breite Öffentlichkeit hat sich anscheinend daran gewöhnt, dass unsere Daten von diversen Kraken (Facebook und Co. ebenso wie die Geheimdienste) gierig aufgesaugt werden und der sympathische, blasse Mann, der die Weltöffentlichkeit im Sommer 2013 aufzurütteln versuchte, irgendwo in Putins Reich an einem geheimen Ort lebt. Deshalb entschied Oliver Stone, ein großes Biopic mit Promi-Besetzung fürs Mainstream-Kino zu drehen. Vor kurzem 70 Jahre alt geworden und kein bisschen leise, nicht nur im Zweifel, sondern dezidiert links: Mit dieser Haltung drehte Stone auch seinen „Snowden“-Film: genüsslich reibt er der konservativeren Hälfte der extrem polarisierten US-Gesellschaft unter die Nase, wie einer der ihren, der seinem Land als Soldat und Geheimdienstmitarbeiter diente und den Protesten gegen George W. Bushs völkerrechtswidrigen Irak-Krieg skeptisch gegenüberstand, in ihren Augen zum „Hochverräter“ und „Gottseibeiuns“ werden konnte. Dem Film ist zugute zu halten, dass er nah an der Wahrheit bleibt, wie ein Faktencheck von SPON ergab. Der Plot wird jedoch leider so schleppend erzählt, dass er gerade bei einem Mainstream-Publikum nicht gut ankommen dürfte. Hauptdarsteller Joseph Gordon-Levitt spielt Edward Snowden zwar täuschend echt, bleibt aber insgesamt erstaunlich blass.
    Inglourious Filmgeeks
    Inglourious Filmgeeks

    User folgen 3 Follower Lies die 134 Kritiken

    1,5
    Veröffentlicht am 4. März 2017
    [...] Oliver Stone hätte ein wahres Kunstwerk erschaffen können. Zu dem größten Scheitern gehören die Charakterzeichnungen, die so eindimensional und künstlich wirken, als wären sie aus einer Soap. Die überflüssigste Figur stellt dabei Shailene Woodly dar, die diese mit einer schlechten schauspielerischen Leistung nur erwidern kann. Und schließlich sei da noch der im Übermaße projizierte Pathos, der dem Film zu viel von seiner Qualität raubt. Übrig bleibt ein unbedeutender Film, der seine Kontroversität geschwächt ausnutzt und sie dazu noch mit Gut-Böse-Figuren ausstellt.
    Pato18
    Pato18

    User folgen 644 Follower Lies die 974 Kritiken

    4,0
    Veröffentlicht am 15. Februar 2017
    "Snowden" ist ein sehr interessanter Film geworden. Er verschafft uns über die Abhörskandale und der Beobachtung von Zivilisten durch die CIA in Amerika. Dabei wird auch die Geschichte von Edward snowden interessant dem Zuschauer übermittelt.
    Kino:
    Anonymer User
    3,5
    Veröffentlicht am 16. Februar 2017
    Vornehmlich mit den politischen Dimensionen beschäftigt, auf einer anderen Ebene aber auch die Dokumentation des mutigen Schritts, aus einer inneren moralischen Verpflichtung heraus schwere Verluste in Kauf zu nehmen.
    ToKn
    ToKn

    User folgen 320 Follower Lies die 704 Kritiken

    2,0
    Veröffentlicht am 7. Juni 2017
    Reden wir jetzt über den Film oder über den politischen Hintergrund? Der politische Hintergrund ist verstörend, aber mal ehrlich, wer um alles in der Welt glaubte denn wirklich, dass Geheimdienste nur das ausspionieren, was ihnen (von wem auch immer) „erlaubt“ wurde? Spionage war seit eh her nicht allein dafür gedacht, um nur das Böse zu bekämpfen. Das Internet bzw. die ganze virtuelle Welt ist wie ein großer Müllhaufen. Um was zu finden, was aus welchen Gründen auch immer relevant zu sein scheint, muss ich halt dem ganzen „Müll“ durchwühlen. Bei Edward Snowden stellt sich tatsächlich die auch hier vielzitierte Frage: Held oder Verräter? Weder noch, würde ich sagen. Ich tue mich immer schwer mit solchen „Aufdeckungs-Journalismus“. Geht es den Snowden’s und Assange’s nun um die Sache oder sind die Enthüllungen mehr Selbstzweck? Zum Märtyrer geboren? Wohl eher nicht. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass irgendeine Veröffentlichung den losgetretenen Wahnsinn aufhalten kann. Bezeichnend dafür ist Snowdens Statement: „Ich habe gedacht, durch ihn (Obama) würde es eine Wende zum Besseren geben. Das war wohl ein Irrtum“. Oliver Stone hat zweifelsohne versucht, dieses schwere Thema wohnzimmergerecht zu verarbeiten. Ist ihm das gelungen? Ich finde, so richtig nicht. Der Film hat mir jetzt nicht mehr Angst bereitet, als dass was ich tagtäglich in der Zeitung lese. Edward Snowden ist mir jetzt nicht sympathischer als vorher, genau so wenig wie ich die Geheimdienste jetzt mehr verfluche als bisher. Man sollte auch nicht vergessen, dass auch in Amerika solche Filme vor ihrer Veröffentlichung von Leuten in „feinen Nadelstreifen-Anzügen“ und in Uniformen „begutachtet“ werden. Soll heißen- vermutlich ist es noch viel schlimmer. Handwerklich ist der Film gut gemacht. Schauspielerisch solide, mehr aber auch nicht. Kann durchaus nachvollziehen, dass der Film gefloppt hat. Was ich allerdings nicht nachvollziehen kann, warum er vom FilmFernsehFond Bayern mit 1,6Mio. € gefördert wurde. Fazit: Wen es interessiert…, der sollte sich das Ding ruhig reinziehen. Wer sich neue Erkenntnisse erhofft, wird wohl enttäuscht zurück bleiben.
    Daniel P.
    Daniel P.

    User folgen 23 Follower Lies die 227 Kritiken

    4,0
    Veröffentlicht am 20. November 2016
    Ein Film den man gesehen haben muss. Nicht aus ästhetischen, vielmehr aus Bildungsgründen. Aber auch das filmische ist durchweg gelungen. Sehr spannend, trotz trockenem Stoff. Typisch Oliver Stone gibts natürlich nur eine Meinung zum Ganzen.
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