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Ostwind 2
Kritik der FILMSTARTS-Redaktion
2,5
durchschnittlich
Ostwind 2
Von Gregor Torinus
Vor zwei Jahren gelang der Regisseurin Katja von Garnier („Abgeschminkt!“) mit „Ostwind“ ein Film für junge Pferdenärrinnen (und –narren), der in seinen stärksten Momenten die Magie des Reitens auch für das Publikum spürbar machte. Trotzdem war die Geschichte um das Stadtkind Mika und ihre sich langsam entwickelnde Freundschaft zu dem scheinbar unbändigen Hengst Ostwind nicht frei von Mängeln, so wurden die teilweise grandiosen Aufnahmen der auf Ostwind galoppierenden Mika häufig von allzu aufdringlicher Musik erdrückt. Dazu kamen klischeehafte Figuren und hölzerne Dialoge. Nun startet mit „Ostwind 2“ die ebenfalls von von Garnier inszenierte Fortsetzung in den Kinos – aber auch wenn sich Mika langsam vom Mädchen zur jungen Frau entwickelt, leidet das Sequel leider doch wieder an einigen derselben Mängel wie der Vorgänger.

Mika (Hanna Höppner) ist überglücklich, dass sie in den Sommerferien endlich wieder nach Kaltenbach, dem Pferdegestüt ihrer Großmutter (Cornelia Froboess), fahren darf. Vor allem sehnt sie sich danach, mit dem von ihr gezähmten Problemhengst Ostwind auszureiten. Doch bei ihrer Ankunft wirkt Ostwind seltsam abwesend und Mika entdeckt blutige Wunden an seinem Bauch. Es stellt sich heraus, dass diese von stacheligen Sträuchern stammen, die Ostwind jedes Mal streift, wenn er sich tief im Wald mit einer mysteriösen Schimmelstute trifft. Gerade als Mika die beiden vierbeinigen Turteltäubchen beobachtet, taucht der junge Milan (Jannis Niewöhner) auf. Der versichert, dass die Stute ihm gehöre, obwohl es ihm nicht gelingt, sie einzufangen. Fast zur selben Zeit erfährt Mika zudem, dass Kaltenbach kurz vor dem Verkauf steht. Deshalb entschließt sie sich, an einem Vielseitigkeitsturnier auf einem konkurrierenden Gestüt teilzunehmen, bei dem ein hohes Preisgeld winkt. Milan bietet Mika an, sie zu trainieren. Im Gegenzug soll sie ihm dabei helfen, seine Stute wieder einzufangen…


„Ostwind 2“ ist zum Glück keine bloße Kopie des ersten Teils, sondern entwickelt durchaus eine eigene Identität. So fällt zunächst einmal positiv auf, dass der Umstand, dass Hauptdarstellerin Hanna Höppner inzwischen zwei Jahre gealtert und somit zum pubertierenden Teenager herangewachsen ist, nicht einfach unter den Teppich gekehrt, sondern stimmig in die Handlung integriert wird. So gibt es neben der sich anbahnenden Romanze zwischen Mika und Milan sogar noch den einen oder anderen von „Fifty Shades of Grey“ inspirierten Gag (das Pferdegeschirr ist eben nicht nur zum Reiten gut). Zudem wirkt die Musik im zweiten Teil weit weniger aufdringlich und harmoniert so viel besser mit den erneut mitreißenden Reitaufnahmen. Dabei wird dieses Mal statt über saftige Wiesen vornehmlich durch den romantischen Wald galoppiert.

Ansonsten krankt „Ostwind 2“ jedoch an einigen ähnlichen Schwächen wie der Vorgänger: Erneut sind die Dialoge äußerst hölzern geraten, weshalb an und für sich starke Darsteller wie Cornelia Froboess („Knockin’ on Heaven’s Door“) als Maria Kaltenbach oder Nina Kronjäger („Elementarteilchen“) als Elisabeth Schwarz häufiger unterfordert wirken. Noch schlimmer steht es um das Gros der neu hinzugekommenen Figuren: Charaktere wie die bösen Banker oder der Besitzer des mit Kaltenbach konkurrierenden Gestüts verkommen schnell zu bloßen Karikaturen. Einzig Jannies Niewöhner („Rubinrot“) kann als geheimnisvoll-romantischer Reiter überzeugen. Das größte Problem von „Ostwind 2“ ist jedoch, dass die Macher dieses Mal zu sehr auf die Handlung und zu wenig auf den besonderen Zauber der Beziehung von Mika zu Ostwind setzen. „Ostwind“ war immer dann am stärksten, wenn von Garnier nicht Worte, sondern Bilder sprechen ließ. In der Fortsetzung wird hingegen fast die ganze Zeit geredet. Das ist schon schade.

Fazit: Der Pferdefilm „Ostwind 2“ ist eine allenfalls solide Fortsetzung, in der es weniger als im Vorgänger gelingt, die besondere Magie des Reitens einzufangen.
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