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Die Eiskönigin: Party-Fieber
Kritik der FILMSTARTS-Redaktion
3,5
gut
Die Eiskönigin: Party-Fieber
Von Thomas Vorwerk
Die Eiskönigin - Völlig unverfroren“ ist mehr als nur der erfolgreichste Animationsfilm aller Zeiten. Die Geschichte der Königstöchter Anna und Elsa entwickelte sich rasch zum Kult-Phänomen, das Vorschulkinder verzauberte und insbesondere weibliche Erwachsene inspirierte. Bei so viel Begeisterung (und zwei Oscars) verwundert es nicht, dass ein Bühnenmusical genauso vorbereitet wird wie eine bisher noch unbetitelte Filmfortsetzung, die allerdings frühestens 2016 in die Kinos kommen kann. Und für alle, die so lange nicht warten wollen, gibt es nun nach der im November 2014 präsentierten Karaoke-Fassung von „Die Eiskönigin“ ein weiteres Bonbon: einen Kurzfilm mit allen beliebten Figuren. Der achtminütige „Die Eiskönigin - Party-Fieber“ läuft im Kino als Vorprogramm zu Kenneth Branaghs Realfilm-„Cinderella“ und ist auch für die „Frozen“-Fans, die das neue Aschenputtel gar nicht so sehr interessiert, ein Pflichttermin. Als „Bonus-Track“ für Liebhaber funktioniert die vom bewährten „Eiskönigin“-Duo Jennifer Lee und Chris Buck inszenierte Animationszugabe nämlich bestens, allerdings weniger als alleinstehendes Werk.


Einige Monate nach dem Spielfilm-Finale steht der Geburtstag von Prinzessin Anna (Originalstimme: Kristen Bell) bevor. Ihre mit Zauberkräften versehene Schwester Elsa (Idina Menzel) will, dass bei den Feierlichkeiten alles reibungslos läuft und hat daher ein Auge auf Annas Freund Kristoff (Jonathan Groff) sowie auf Schneemann Olaf (Josh Gad). Doch letztlich sorgt ausgerechnet Elsa selbst mit einer Erkältung für Komplikationen: Mit jedem Niesen zaubert sie unbewusst kleine „Schneechen“ herbei, die es nicht nur in Hundertschaften auf die Geburtstagstorte abgesehen haben, sondern in Sachen Knuddelfaktor selbst Olaf gefährlich werden könnten (was die Disney-Merchandising-Experten sicher längst erkannt haben).

Die Party-Prämisse bietet sich für eine unverfängliche Kurzfilm-Ergänzung zu einem Kinohit förmlich an, das gab es mit „Party Central“ (der Nachklapp zu „Die Monster Uni“ lief vor „Muppets Most Wanted“) auch bereits. „Party-Fieber“ steht ganz im Zeichen der Feierlaune, es gibt ein paar kleine Komplikationen, aber keinen großen Handlungsbogen (so kann „Die Eiskönigin 2“ auch direkt an den ersten Film anknüpfen). Das ist bei einem so kurzen Werk nicht weiter tragisch, es ist allerdings bedauerlich, dass man sich so stark auf bereits bekannte Situationen stützt: Anna wacht mal wieder mit einer ungezähmten Löwenmähne auf, Elsa interpretiert singend eine Zeile aus dem oscargekrönten Song „Let It Go“ neu (nun heißt es „A cold never bothered me anyway“, die doppelsinnige Abwandlung ist allerdings nicht übersetzbar), Kristoff leiht Sven erneut seine Stimme, Olaf hat wieder wen zum Umarmen und sogar Prinz Hans und Eismonster Marshmallow haben winzige Auftritte, wodurch das Ganze aber auch etwas fahrig und unkonzentriert erscheint. Auch der neue Song „Making Today a Perfect Day“ ist zwar eingängig, aber so ganz springt der Begeisterungsfunke nicht über.
 
Fazit: „Die Eiskönigin: Party-Fieber“ kann sich mit den eigenständigen Kurzfilm-Perlen vor Disney-Filmen nicht ganz messen, aber die Vorfreude auf die „richtige“ Fortsetzung steigert er trotzdem noch weiter.
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