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Die irre Heldentour des Billy Lynn
Durchschnitts-Wertung
3,3
56 Wertungen - 5 Kritiken
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5 User-Kritiken

BrodiesFilmkritiken
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User folgen 20 Follower Lies die 4 043 Kritiken

3,5
Veröffentlicht am 15.06.17
Ich habe diesen Film nicht im Kino geschaut sondern später auf DVD nachgeholt und habe mich dabei gefragt warum eine solche Story unbedingt in 3D inszeniert werden muß. Eigentlich sollte die Geschichte einer Soldateneinheit die für Propagandazwecke durch die diverse Anlässe geschleust wird klein und leise sein und auf optisches Tamtam verzichten können. Letztlich habe ichs aber verstanden wie die optische Aufbereitung die Wucht verstärken kann. Die Passage bei der die Helden in einem Konzert auf der Bühne stehen ist genauso fordernd und umhauend für sie wie eine Situation im Krieg und das kann so bestens vermittelt werden. Ansonsten reiht der Film kleine Szenen aneinander in denen man eben den Kontrast sieht wie die Soldaten sich und ihr tun selber sehen und empfinden und wie es von anderen Parteien aufgenommen und auch strategisch umgesetzt wird. Dabei sticht eine Szene heraus in denen die Soldaten einem arroganten Manager sehr heftig die Meinung sagen können. Ansonsten zeigt der Film eben einen jungen Mann voller Wünsche und Träume der in etwas geraten ist das größer als er selber ist und der versucht nicht unterzugehen. Daraus resultieren bewegende, ansprechende und optisch mitreißende zwei Stunden Kino. Aber eins daß vielen Zuschauern eher entgehen könnte. Fazit: Laute Aufmachung in der sich eine leise Story verbirgt!
Inglourious Filmgeeks
Inglourious Filmgeeks

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2,0
Veröffentlicht am 27.02.17
[...] Das schwierigste an Billy Lynn ist sein Umgang mit sich selbst. Von Beginn an schweben Handlung und Dialoge auf hoher Oberfläche und genießen es, Klischees der alten Schule auszunutzen. Am meisten betroffen ist die Liebesgeschichte zwischen Billy Lynn und einer Cheerleaderin. Zu flach soll hier jener Kitsch entlarvt werden, indem die moderne Unverbindlichkeit gegenwärtiger Beziehungen binnen des filmischen Ausklanges leere Hülsen zu sein scheinen. Dass solche Methoden mit grandiosem Erfolg aufgehen, belegt sich an den Größen von A History of Violence und The Guest. Billy Lynn hingegen ist in seiner Machart deutlich zu instabil und versagt durch das tatsächliche Einnehmen oberflächlicher Haltungen in voller Länge. Form und Inhalt schwimmen nicht entgegengesetzt, sondern sind kaum zu unterscheiden. [...]
Isabelle D.
Isabelle D.

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4,0
Veröffentlicht am 15.02.17
"Die irre Heldentour des Billy Lynn" von Ang Lee ist im Grunde eine bitterböse Satire, die den amerikanischen Heldenmythos und sämtliche fadenscheinigen Gründe für den Armee-Einsatz im Nahen Osten demontiert. Warum man für diese intelligente Tragikomödie in der deutschen Übersetzung wieder einmal einen völlig blöden Titel gewählt hat, der eher an billigen Klamauk und kalauerlastige Klamotten erinnert, ist mir allerdings ein Rätsel. Wenigstens das "irre" hätte man doch wohl weglassen können, "Die Heldentour des Billy Lynn" hätte es doch auch getan ... Na ja, ich habe keine Ahnung, wer das entscheidet und ich weiß nicht, was diese Leute gelernt haben, sehr viel kann es aber nicht gewesen sein und besonders kompetent scheinen sie auch nicht zu sein. Einmal mit Profis arbeiten und so weiter. Aber ich schweife ab. In dem Film geht es um eine Gruppe von Elite-Soldaten, die eine Propagandatour durch ihre US-amerikanische Heimat machen, bevor sie zurück in den Irak in den Krieg müssen. Ihre letzte Station führt sie zu einem Football-Spiel, wo sie in der Halbzeitshow als Helden präsentiert werden sollen. Billy Lynn vor allem wird zum Kriegshelden hochstilisiert, weil er einem tödlich verletzten Kameraden zu Hilfe eilte und einen "Feind" tötete. Für ihn war es der schlimmste Tag seines Lebens, aber alle anderen bejubeln ihn. Es wird klar, wie sehr die Öffentlichkeit von der Propagandamaschinerie beeinflusst wird, und dass im Grunde niemand so genau wissen will, wie der Alltag der jungen Leute, die für die Interessen macht- und geldgieriger Politiker in Kriegsgebieten vollkommen zweckfrei ihren Arsch hinhalten, eigentlich aussieht. Keiner will wissen, wie es den Jungs - denn es sind im Grunde tatsächlich noch Kinder - wirklich geht, wie traumatisiert und vollkommen am Ende sie sind. Stattdessen wollen sie ihre Helden beklatschen, sich selbst mit ihrem Patriotismus gut finden, und mit Politik nichts zu tun haben. Die Einzige, die heraussticht, ist Billys Schwester Kathryn - aber sie allein hat keine Chance, ihren Bruder aus dem Militärsystem herauszuholen. Er kennt nichts anderes, er kann nichts anderes, und nur seine Kameraden, die dasselbe durchgemacht haben wie er, können das verstehen. Für Faeson, die Cheerleaderin, in die Billy sich verguckt, ist er im Grunde nichts weiter als eine Trophäe. Während sie ihn mit Rehaugen und Wimpernklimpern anschaut, verspricht für ihn zu beten und ihm Honig um den nicht vorhandenen Bart schmiert, will sie eigentlich nur mit einem amerikanischen Helden schlafen. Aber Billy sieht sich nicht als Held, er tut, was er tut, weil er keine Wahl hat. Fazit: Ein kluger, wichtiger und trotzdem unterhaltsamer Film - auch, wenn die Handlung insgesamt recht übersichtlich ist. Ich denke nicht, dass er die Resonanz bekommen wird, die er verdient. Aber er lohnt sich auf jeden Fall.
Bruce Willis
Bruce Willis

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5,0
Veröffentlicht am 11.02.17
Der Film ist super! Meine Kritik deckt sich genau mit der von "amlug". Nur, dass ich dem Film dafür halt 5 Sterne geben würde.
amlug
amlug

User folgen 35 Follower Lies die 279 Kritiken

4,0
Veröffentlicht am 09.02.17
Es ist traurig und gleichzeitig auch beängstigend. Die Glorifizierung eines fragwürdigen Charakters in American Sniper mausert sich zum großen Kassenschlager, in den USA, sowie auch in Deutschland und ein Kriegsfilm, wie Die Irre Heldentour des Billy Lynn kommt als riesiger Flop davon und spielte in den USA gerade einmal eine einzige lächerliche Million ein. Aber gut, damit war auch irgendwie zu rechnen, denn Billy Lynn ist ein äußerst bissiger Film, bei dem man auch wirklich lange Zeit drüber nachdenken muss, ob man die ganzen Aussagen auch wirklich verstanden (oder besser gesagt gut genug verstanden) hat. Und gerade das, macht diesen Film zu einem der interessantesten Kriegsfilme der letzten Jahre. Regisseur Ang Lee und Buchautor Ben Fountain klatschen einem die Message weder plakativ ins Gesicht, noch nerven sie mit überdramatisierten Szenen. Genauso gibt es nur sehr, sehr wenige Kriegsszenen und der Film fokussiert sich voll auf seine Charaktere. Billy Lynn ist also ein absolut dezenter Film, was gleichzeitig auch wunderbar angenehm war, weil man auch mal wirklich wieder das Gefühl hatte, als Zuschauer gefordert zu werden und wenn man nur bei einem Satz nicht richtig aufpasst, könnte man schon etwas wichtiges verpasst haben! Aber nicht nur dadurch war der Film unglaublich spannend, nein, das lag zum Großteil auch an der hochinteressanten, abwechslungsreichen und gelungenen Erzählweise. Der ganze Film wurde einfach in dieses „Super Bowl“-Artige Football-Spiel verpackt und man wusste nie so wirklich, wo der Film jetzt eigentlich genau hinwollte, was zusätzlich natürlich enorme Spannung kreierte. Unterbrochen werden die Szenen im Football-Stadion lediglich durch sehr gut geschnittene und ausgewählte Flashbacks, durch die man den Charakter Billy Lynn (Joe Alwyn) wunderbar kennenlernt. Hier finden sich dann auch die dezenten, wenigen Kriegsszenen, die aber deswegen nicht minder eindrucksvoll sind. Sie wirken wuchtig, ohne dabei ein Gemetzel, wie beispielsweise James Ryan zu sein aber wenn man sich die Taten der Soldaten und die dazugehörige, reale Vorgeschichte vor Augen hält, erzielt das dennoch Wirkung genug. Auch das Team von Billy Lynn fand ich sehr, sehr gelungen und glaubwürdig geschrieben. Es ist ein sehr schräger Haufen, der nirgendwo mehr wirklich zuhause ist und vom Krieg schon vollkommen zerstört wurde. Das Tolle daran war, dass man die Charaktere wirklich bemitleidet und trotz eines teilweise sehr schrägen Verhaltens irgendwie ins Herz schließt. Besonders bemerkenswert fand ich dabei auch die beiden Leiter der Gruppe (Verzeihung für das fehlende Militär-Fachjargon), Dime (Garrett Hedlund) und Shroom (Vin Diesel), die nicht die üblichen Drill-Sergeants darstellten sondern eine gewisse Härte bewiesen sich aber auch einfühlsam und verständnisvoll zeigten, was wirklich einmal sehr schön war. Bemerkenswert waren dabei auch die Schauspielerleistungen. Joe Alwyn liefert eine eindrucksvolle Debütvorstellung ab und dürfte wohl nicht zum letzten mal gesehen worden sein. Steve Martin und Kristen Stewart überzeugten mich ebenso sehr gut, genauso wie Vin Diesel, der seit Jahren zum ersten Mal wieder in einem guten Film mitspielt … er kann´s doch! Absolut sensationell fand ich allerdings Garrett Hedlund, der die obengenannte Mischung aus Härte und Verständnis grandios herüberbringt und unglaublich viel Freude zum Zuschauen bereitet. Auch technisch war der Film wirklich sehr gut. Wie gesagt, der Schnitt war exzellent, die Kamera super und vor allem der Sound richtiggehend bombastisch. Die einzigen Verbesserungspunkte, die ich noch hätte, wären, dass der Film hier und da vielleicht doch etwas deutlicher hätte werden können und in manchen Szenen vielleicht auch ruhig etwas extremer (wenn einzelne Mitglieder des Teams z.B. den Verstand kurzzeitig verlieren und durchdrehen). Fazit: Grandios erzählter, wahnsinnig dezenter und vor allem sehr intelligenter Kriegsfilm! Unbedingt anschauen!
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