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Wunder
Durchschnitts-Wertung
3,9
70 Wertungen - 7 Kritiken
14% (1 Kritik)
29% (2 Kritiken)
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7 User-Kritiken

amlug
amlug

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4,0stark
Veröffentlicht am 29.01.18

Wunder ist mal wieder einer dieser Filme, die zweischneidig sind, wie ein Schwert, vor allem, wenn man sie am Ende bewerten will, denn wenn man möchte, kann man diesem Streifen wieder alle möglichen Kritikpunkte an den Kopf werfen. Ja, der Film ist eine einzige Feel-Good-Gute-Laune-Geschichte, ja der Film umgeht dabei natürlich viele Konflikte ganz geschickt und ja, ich kann es auch verstehen, wenn Leute, die ähnliche Situationen eventuell von zuhause kennen Wunder als oberflächlich und vollkommen pseudo-beschönigend abstempeln. Andererseits müssen wir uns aber zwangsläufig auch damit auseinandersetzen, was dieser Film eigentlich sein will, denn wer sich das Poster oder den Trailer anschaut, der sollte eigentlich da schon wissen, dass der Film auf genau das hinausläuft, was ich oben schilderte. Wunder macht zu fast keiner Spielminute Anstalten, ein tiefgängiges, realistisches Drama zu sein, nein, ich sah in den Absichten des Films vielmehr einen positiven Mutmacher oder eine Idealvorstellung, wie es in unserer Gesellschaft eigentlich laufen sollte. Der Film vermittelt mehr oder weniger klassisch die Werte von Freundschaft und Toleranz und ist nicht darauf aus, mit der Brechstange einen „oh seht nur, wie schlecht es diesem armen Jungen geht“-Film zu erschaffen. Ich hatte die ganze Zeit über das Gefühl, dass der Film zwar beschönigt, dies aber sehr bewusst, durchgehend und strikt macht und wodurch in meinen Augen auch ein sehr charmanter, liebenswerter Film entsteht. Überdeutlich unterstrichen wird das Ganze dabei von der angestrebten Message "choose kind", die der Film somit praktisch verinnerlicht und auslebt! Zwar reicht dieser Film in keinster Weise an Regisseur Stephen Chboskys extrem vielschichtiges Erstlingswerk Vielleicht lieber morgen heran aber mir gefiel Wunder dennoch sehr gut. Vielleicht muss ich an dieser Stelle aber auch einmal einwerfen, dass ich das, natürlich deutlich ausführlichere, Buch zuvor gelesen habe und ich daher natürlich nicht nur den bloßen Film sehe, sondern voreingenommen war. Der Punkt, der das Buch streckenweise richtig genial und erfrischend machte, geht dabei im Film dann auch leider relativ stark unter, nämlich die Schilderung der Geschichte aus den verschiedenen Perspektiven. Zu Beginn funktioniert es noch relativ gut, als wir in die Perspektiven von zentralen Hauptcharakteren wie Auggie (Jacob Tremblay) oder Via (Izabela Vidovic) gehen aber irgendwann löst sich dieses Konzept, welches für den Film natürlich sowieso schon stark gekürzt war, komplett auf. Irgendwann sagen die Figuren, auf die sich eigentlich der ganze Part beziehen sollte zu Beginn noch zwei Sätze und dann wird der Film einfach stinknormal weitererzählt. Hier wäre es dann vielleicht sogar ratsam gewesen entweder die Erzählstruktur (die in einem Buch einfach besser funktioniert) ganz wegzulassen oder sie noch viel stärker zu kürzen, was dann aber auch zur Folge gehabt hätte, dass viele Charaktere noch kürzer gekommen wären, als sie es sowieso schon sind, wie z.B. Summer (Millie Davis). Aber meine ganze Kritik hier schlägt einen viel negativeren Ton an, als es der Film verdient hätte, denn ich hatte durchaus eine tolle Zeit im Kino. Gerade weil der Film einen so vollkommen unbekümmerten, positiven, herzlichen Charme an den Tag legt und ich auch nicht finde, dass der Film seine Konflikte zu schlampig ausarbeitet. Sicher, das hätte man noch vertiefen können aber das hätte dann wiederum nicht zum ansonsten vorherrschenden Konzept des ganzen Streifens gepasst. Es mag Hollywoodbeschönigung sein aber ich fand, es war eine sehr angenehme Hollywoodbeschönigung und ich saß nie da und dachte mir „oh mein Gott, geht’s noch zuckersüßer und kitschiger?“ Die Schauspieler tragen dazu natürlich ihr übriges bei. Julia Roberts und Owen Wilson liefern durchweg eine charmante Show ab aber sie geraten eindeutig in den Hintergrund gegen die extrem aufstrebenden Jungdarsteller. Jacob Tremblay und Noah Jupe konnten mich ja bereits in den letzten Jahren jeweils extrem vom Hocker hauen und lieferten auch hier durchweg bemerkenswerte Leistungen ab. Ein neu entdecktes Talent sah ich hingegen in Izabela Vidovic, die mir zuvor nur sporadisch bekannt war, hier aber eine absolut hervorragende Leistung zeigt. Fazit: Wer hier ein tiefschürfendes Drama erwartet ist an der ganz falschen Adresse, wer aber eine ordentliche Ladung positiven Feel-Good braucht, hat meine wärmste Empfehlung!

Anke R.
Anke R.

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2,0lau
Veröffentlicht am 25.01.18

Habe den Film gestern in der Cinelady-Vorstellung gesehen und war enttäuscht. Es wird extrem oberflächlich eine dem Thema nicht gerecht werdende Story ohne jeden Höhepunkt erzählt. Alle kurz angedeuteten Probleme des Jungen lösen sich innerhalb weniger Minuten wieder in Wohlgefallen auf. Die Dialoge der Kinder sind unwirklich perfekt mit gewählter, verständnisvoller Sprache - so sprechen doch keine 10-jährigen! - selbst der Böse ist nie wirklich böse und Spoiler: dann nach nur wenigen Worten des Direktors einsichtig und dann auch wieder verständnisvoll. Jede Situation war absolut vorhersehbar. Mich hat der Film leider gar nicht berührt, da er so dahin plätscherte, von Emotionen berichtete ohne wirklich emotional zu sein. Schade.

Hanna B.
Hanna B.

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2,5durchschnittlich
Veröffentlicht am 28.01.18

Ich war mit ein paar Freundinnen im Kino, da der Trailer uns gefallen hat und wir einen Film "fürs Herz" sehen wollten. Der Film war dann auch so wie vom Trailer suggeriert, doch er blieb oberflächlich, was sich mit fortlaufender Handlung sogar noch verschlimmerte. Auggies Familie ist so perfekt. Selbst der Konflikt der Schwester, der zu Beginn noch vielversprechend interessant eingeführt wird, löst sich an einem Wochenende. Ein anderes verschenktes Thema: Die Mutter kümmerte sich den ganzen Tag um den Sohn, nun steht sie allein zuhause. Doch anstatt mit ihrer Identität und "Berufung" zu kämpfen, holt sie einfach ihre alte Diplomarbeit aus dem Archiv und voller Tatendrang widmet sie sich erfolgreich ihrer einstmals auf Eis gelegten Karriere. Man hat das Gefühl, dass der Film (und das nicht gerade subtil) sagen will: Auch mit einem "besonderen" Kind kann man alles schaffen. Und zwar mit Leichtigkeit! Alle hier sind Helden, die auch nicht viel dafür opfern müssen. Nach dem triefenden HappyClappy End verabschiedete ich mich von einer Freundin, die zwei behinderte Kinder hat und bei der man zuhause weder die perfekte Schwester noch den perfekten Mann, oder gar das perfekt zubereitete Abendessen finden kann und musste schlucken.

komet
komet

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3,0solide
Veröffentlicht am 27.01.18

hier haben wir keinen (sozusagen) normalen film mit einer klassischen spannungskurve. hier gibt es keine lineare handlung mit intro, steigender handlung, höhepunkt und abklingender handlung. hier gibt es gar keine handlung, welche einen handlungsverlauf (!) mit sich bringen würde. normalerweise mein größter kritikpunkt, in diesem fall sei es aber ganz neutral als reine sachinformation erwähnt. - - - - - - - - - - - - die handlung ist aus mehreren segmenten zusammengesetzt und beginnt bei dem entstellten jungen ´auggie´, geht dann über zu seiner schwester, erzählt zwischendurch etwas von seiner mutter und springt dann sogar noch über auf seinen schulkameraden und auf die freundin (bff) seiner schwester. jede dieser personen bekommt also ein eigenes kapitel. ob man das gut oder schlecht findet muss natürlich jeder selbst beurteilen. ich fand es hier nicht schlimm, aber ein bischen überrascht es doch.- - - - - - - - - - - - - - - was soll das alles? hier steht nicht der entstellte junge im mittelpunkt. die geschichte des jungen soll eben aus allen perspektiven erzählt werden. aus der seiner schwester, aus der seiner mutter und sogar aus der perspektive seines freundes und der freundin seiner schwester, welche eng mit der familie und damit auch mit dem jungen befreundet ist. wie verhält man sich, wie geht man damit um, wenn man ja nicht verwandt, sondern ´nur´ ein klassenkamerad oder freundin der schwester ist? - - - - - - - - - - - ebenso kommen probleme der verwandten und vom freund/in zur sprache. was bedeutet so eine erkrankung für freunde und familie? - - - - - ist so vielleicht etwas übertrieben formuliert, letzten endes geht es meistens dann doch nur um ganz normale begebenheiten, welche in fast jedem leben irgendwie so auftreten. es geht wirklich nur um ganz normale begebenheiten, es fehlt nicht viel und man könnte dieses wort durch das wort ´banalitäten´ ersetzen. es gibt also keine dramatische handlungsentwicklung und keinen höhepunkt. - - - - - - - - - - - - es geht darum, diese geschichte aus verschiedenen perspektiven zu beleuchten und eine lehrstunde über freundschaft und das leben zu erzählen. der film soll wohl auch zum nachdenken anregen. da es hauptsächlich um den jungen/schwester/freund/freundin usw geht, darf man dem film wahrscheinlich unterstellen, dass er wohl eher für kinder/jugendliche gemacht ist. die art der kinder, in dem film sehr erwachsen zu reden, macht den film künstlich. als erwachsener kann man den film geniessen, wenn man sich im voraus darauf einlässt, keine dramatische spannung zu bekommen, sondern sich einfach mal auf so eine art film einzulassen. der film sagt einem nicht, was man tun bzw empfinden soll. man muss sich darauf einlassen und kann alle paar minuten neu entscheiden, ob und wie sehr man sich zum nachdenken anregen lassen möchte.

ToKn
ToKn

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3,5gut
Veröffentlicht am 04.06.18

Ich fang mal etwas banal an, was wäre Julia Roberts ohne ihre Synchronstimme (Daniela Hoffmann)? Ja klar, immer noch eine der Besten, aber mal ehrlich, das schallende Lachen von Julia Roberts in der Kombination mit Daniela Hoffmanns Stimme, das hat uns doch schon 1990 in „Pretty Woman“ vom Hocker gehauen. Der Film ist ein klein wenig kitschig, ein bisschen aufgesetzt, ehrlich gesagt ziemlich unrealistisch- kurz gesagt, überhaupt kein Vergleich zu „Die Maske“ mit der überragenden Cher aus dem Jahre 1985, die die Thematik ein bisschen tiefgründiger angegangen ist. Sollte man vielleicht auch nicht so direkt vergleichen, aber Ähnlichkeiten sind durchaus vorhanden und vielleicht sogar gewollt. August „Auggie“ Pullmann allerdings lebt nicht nur mit seinen wohlsituierten Eltern in Upper Manhattan, er ist auch dank Mutti’s Privatunterricht total schlau und natürlich auch lustig und sowieso, hat eine total tolle Familie. Das ist schon alles ziemlich „speziell“ und für Auggies’s Situation nicht unbedingt von Nachteil. Auch lassen sich seine berechtigten Sorgen und Ängste auf einer Privat-Schule wahrscheinlich doch ein bisschen leichter austragen, als vielleicht auf einer mit Lehrern unterbesetzten Grundschule in Berlin-Kreuzberg. Vielleicht sollte man sich auch in Deutschland mal wieder ein wenig mehr den Privat-Schulen zuwenden. Allein die Cafeteria war ja mehr als bemerkenswert. Das aber nur am Rande und ändert natürlich alles nichts daran, dass der Film mehr als solide, um nicht sogar zu sagen, gut ist! Jacob Tremblay als „Auggie“ spielt hervorragend und liefert mit noch nicht einmal 12 Jahren, nach „Raum“, „Before I Wake“, „Shut in“, „The Book of Henry“ nun mit „Wunder“ erneut eine schauspielerische Leistung ab, die sich mehr als sehen lassen kann. Julia Roberts als „Auggies“ Mutter…, ja was soll man zu Julia Roberts noch sagen? Sie hat schon längst ihren Frieden in Hollywood gefunden und das sieht man ihr auch an. Sie muss nicht spielen, sie kann es sich aussuchen und das beschränkt sie auch auf durchschnittlich einen Film pro Jahr. Nicht immer großes Kino, aber Julia Roberts zuzusehen (und wie am Anfang beschrieben, auch zuzuhören) ist ein einziger Genuss. Schön auch, ab und an mal ihre wallende Lockenmähne in voller Pracht zu sehen. Bemerkenswert auch Izabela Vidovic als „Auggies“ Schwester Olivia, kurz „Via“ genannt. Sie ist relativ unbekannt, letzter bekannter Auftritt 2013 in Stallones „Homefront“, wo sie Jason Stathams Tochter Maddy spielt. Anderes Kaliber, wahrlich anderes Genre, aber in „Wunder“ spielt sie sehr überzeugend und macht das sehr einfühlsam. „Schwächstes Glied“ der Familie ganz klar Owen Wilson als Vater, aber das ist total ungerecht, weil das Buch bzw. das Drehbuch ihm gar nicht mehr Raum zur Entfaltung gibt. Das was er spielt ist grundsolide. Gleiches gilt für so ziemlich alle Nebenrollen. Alles in allem ist das schon ziemlich ordentliches Filmhandwerk und trotz einer nicht zu vermeidenden amerikanischen Oberflächlichkeit ist der Film mehr als zu empfehlen, denn was um alles auf der Welt spricht gegen ein Feel-Good-Movie.

Charles S.
Charles S.

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5,0Meisterwerk
Veröffentlicht am 24.02.18

Bester Film den ich seit langem gesehen habe. Sehr tiefgründige Geschichte, tolle Schauspieler. Sehr zu empfehlen...

Oli-N
Oli-N

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4,5hervorragend
Veröffentlicht am 31.01.18

Nachdem der Trailer ja seit Monaten nicht zu übersehen war, haben wir heute zu zweit Wunder angesehen... und wir waren beide sehr berührt. Alle Hauptdarsteller konnten uns total überzeugen, allen vorran Julia Roberts. Einen halben Stern Abzug weil einige Passagen noch etwas mehr Tiefe vertragen hätten. Der Kern der Geschichte, die Probleme und der Aufstieg zum Klassenliebling des kleine Jungen mit dem besonderen Aussehen werden jedoch einfühlsam und mit viel Herz erzält. Und wer sich einen solchen Kindgerechten Familienfilm ansieht sollte nicht vergessen wie viel Tiefgang Kinder im Alter des kleinen Hauptdarstellers denn vertragen würden. Mein Tip, mit der ganzen Familie ansehen und Kinder lernen sehr unterhaltsam viel über den Umgang mit Menschen die etwas Besonderes sind und wie grausam kindliches Verhalten in der heutigen Zeit sein kann.

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