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    Nocturnal Animals
    Durchschnitts-Wertung
    4,0
    204 Wertungen - 25 Kritiken
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    25 User-Kritiken

    Kinobengel
    Kinobengel

    User folgen 16 Follower Lies die 406 Kritiken

    3,5
    Veröffentlicht am 23. Dezember 2016
    Nach dem meisterlichen „A Single Man“ (2009) präsentiert Modedesigner Tom Ford mit „Nocturnal Animals“ seine zweite Regiearbeit. Das Drehbuch hat Ford nach dem Roman „Tony & Susan“ des Autors Austin Wright selbst geschrieben. Susan Morrow (Amy Adams) ist Galeristin, lebt in einer Welt voller Schein und Sein mit ihrem Ehemann Hutton (Armie Hammer), der oft auf Geschäftsreise ist. Sie erhält ein Manuskript des Romans „Nocturnal Animals“ von ihrem kreativen und sensiblen Ex-Mann Edward (Jake Gyllenhaal), von dem sie sich fast zwei Jahrzehnte zuvor getrennt hat. Der Inhalt des Romans ist eine Parabel, der Susan den Spiegel vorhält. Ford’s Film spielt überwiegend in der von Edward verfassten Romanhandlung, die von einem brutalen Überfall und den Folgen handelt. Der Plot der Geschichte im Film ist einfach. Diverse brutale Szenen verbreiten Schrecken. Langeweile kommt in keiner Minute auf, gilt es doch für den Zuschauer (und Susan), die Parallelen zum tatsächlichen Leben der Susan Morrow zu entdecken und mitzufühlen. Ford entwickelt einen Psycho-Thriller, der sich sehen lassen kann. Die Performance von Amy Adams und Jake Gyllenhaal in ihren tiefgehenden Charakteren ist gewaltig. In vielen Nahaufnahmen besticht das Ensemble mit vielseitiger Mimik. Auch Michael Shannon als knorriger texanischer Polizist Andes ist lobend zu erwähnen. Das rettet den Film, der nicht so sehr mitreißen kann, wie es erwartet werden könnte. Zu überschaubar ist das Gleichnis angebracht, bis auf ein kleines Detail zum Thema Familienplanung. Dieses wird spät eingestreut, somit dem Publikum vorenthalten, während es im Kopf der Susan Morrow längst als wichtiges Element emotionalen Terror veranstalten muss. Sicherlich ein kleiner Geniestreich der Unregelmäßigkeit und der letzte Stein im simplen Bausatz eines Sinnbilds, das im Leben der Susan Morrow mit Konsequenz auf einen Schlussstrich deutet. „Nocturnal Animals“ ist ein beachtenswerter Film mit einem begeisternd aufspielenden Cast.
    Daniel P.
    Daniel P.

    User folgen 3 Follower Lies die 227 Kritiken

    4,5
    Veröffentlicht am 11. Januar 2017
    Tom Fords Meisterarbeit! Man kan hier einfach alles loben: Schauspiel, Kamera, Schnitt, Drehbuch, Musik... Man merkt das hier ein absoluter Perfektionist am Werk war. Bis ins letzte Detail ausgefeilt. Eine kleine Rachegeschichte mit viel Inhalt. Düster, negativ und konsequent. Einfach Toll.
    amlug
    amlug

    User folgen 40 Follower Lies die 325 Kritiken

    3,0
    Veröffentlicht am 23. Dezember 2016
    Nocturnal Animals – ein schrecklicher Film! Damit meine ich allerdings nicht den Film selbst, sondern eher die Geschichte, die selbiger erzählt. Regisseur und Autor Tom Ford erzählt uns hier eine wahrhaft tragische, sehr belastende und schwere Geschichte voller Gewalt und Traurigkeit. Und auch, wenn ich solche Filme grundsätzlich mag, hier wollte der Funke nicht so wirklich überspringen und genau hier komme ich dann doch etwas in Erklärungsnot, denn Nocturnal Animals ist nicht schlecht, es ist nur vielmehr so, dass er mir persönlich einfach überhaupt nicht zusagte! Ich fand den Film am Ende einfach viel zu wenig aussagekräftig, zu schleppend und zäh erzählt, wobei ich auch ein wenig den Eindruck hatte, Ford wusste manchmal selber nicht so ganz, was er jetzt eigentlich erzählen sollte. Denn die eigentlich interessante Story um Amy Adams´ Charakter Susan wirkte auf mich die ganze Zeit irgendwie wie ein uninteressanter Nebenplot. Auch die Verknüpfung beider Geschichten fand ich am Ende doch irgendwie sehr unspektakulär und wenig überraschend. Derweil war das Drehbuch an sich ja gar nicht einmal schlecht. Die Erzählweise mit der Geschichte in der Geschichte war sehr cool, die Charaktere, vor allem mein Lieblingscharakter Bobby Andes (Michael Shannon) waren auch ausreichend tiefgängig und glaubwürdig geschrieben. Bis auf unseren Antagonisten Ray (Aaron Taylor-Johnson) vielleicht, der zwar durchaus angsteinflößend war, den ich aber kein bisschen nachvollziehen konnte und dessen Charakter mir doch sehr schleierhaft blieb. Die Schauspielerriege spielte dabei auch absolut grandios. Jake Gyllenhaal kann einfach alles und jeden spielen, Michael Shannon liefert die bisher beste Leistung ab, die ich von ihm gesehen habe … selbiges gilt auch für Aaron Taylor-Johnson und auch Amy Adams konnte mich sehr überzeugen. Auch ansonsten war der Film technisch sehr gut gemacht, da kann ich mich wirklich nicht beklagen. Der ganze Film sah sehr wertig aus und hatte eine sehr interessante, steril künstlerische Optik zu bieten. Dabei war auch die Kamera wirklich auffällig und gut aber vor allem der Schnitt war absolut großartig und passte perfekt zur Erzählstruktur des Films. Die Schnitte harmonierten so absolut perfekt ineinander, dass man die Szenenwechsel manchmal erst nach einigen Minuten wahrnahm. Wirklich sehr toll. Auch atmosphärisch war Nocturnal Animals äußerst dicht und brachte die raue, sehr unbequeme Atmosphäre sehr gut herüber und wenn der Film spannend sein wollte, schaffte er das zumeist auch wirklich sehr gut. Aber trotz dieser vielen lobenden Punkte, war ich am Ende dann doch nur mittelprächtig begeistert und muss ganz ehrlich sagen, dass ich mich nur sehr ungern an den Film zurückerinnere, was nur absolut selten bei mir der Fall ist. Fazit: Technisch durchaus sehr qualitativ, ansonsten aber nicht gerade der größte Wurf!
    Brodie1979 ..
    Brodie1979 ..

    User folgen 12 Follower Lies die 229 Kritiken

    3,5
    Veröffentlicht am 23. Dezember 2016
    Ich unterscheide immer wann ein Film etwas ist und wann er einfach nur etwas sein möchte. Iin diesem Fall ist von letzterem viel gegeben, es sei genannt der Vorspann der für den restlichen Film völlig unerheblich ist und wohl gezielt Stimmung und Ekel aufbaut, aber nur des Effektes halber da er inhaltlich nichts zu sagen hat. Des weiteren dürfte dies wahrscheinlich der zeitsparendste Film des Jahres sein da man hier drei Handlungen hat die jeweils für einen eigenen Film gereicht hätten wenn man sie ausgeführt hätte, so aber in jeweils komprimierter Form in eins zusammengedrückt wurden: da ist die Heldin die liest, deren Vergangenheit die durchleuchtet wird so wie das Gelesene Buch das als Film präsentiert wird. Letzterer hätte bei voller Ausfertigung vermutlich einen Psycho-Thriller im Sinne von Kurt Russells „Breakdown“ ergeben und wäre für mich sicherlich der spannendste Film der drei. So ist es aber ein stetiges zappen zwischen verschiedenen Ebenen wobei der Film sehr wohl Spannung aufbaut und ein paar faszinierende Momente hat, aber eben vieles dem Selbstzweck dient. Immerhin gibt es mit Michael Shannon und Aaron Taylor-Johnson zwei sehr gute Nebendarsteller wobei insbesondere letzterer mich unglaublich überzeugt als Verrückter den ich ihn nicht zugetraut hätte. Ob man den Film wirklich gut findet muss man selbst entscheiden so verrückt wie er gerne gewesen wäre ist er sicherlich nicht. Fazit: Sehr merkwürdiger Film auf eigenartige Weise konstruiert!
    FilmkritikenOD
    FilmkritikenOD

    User folgen 1 Follower Lies die 36 Kritiken

    4,5
    Veröffentlicht am 23. Dezember 2016
    Zwei Geschichten. Eine über Liebe. Eine über Rache. Aber welche ist welche? Viele können offenbar nur mit der Geschichte in der Geschichte über eine terrorisierte Familie etwas anfangen. Und ja, dieser Teil ist hochgradig spannend. Ich gehöre glücklicherweise auch zu jenen, die den Storyüberbau über eine lesende Künstlerin Klasse fanden. Die Erzählung von einer verflossenen Liebe und den wichtigen Entscheidungen im Leben, die man nicht mehr rückgängig machen kann, hat mich direkt angesprochen und mitsamt seinem (in meinen Augen) interpretationsoffenen Ende für eines meiner Kinoerlebnisse des Jahres gesorgt. Dass Kamera, Musik und Schauspieler auf höchstem Niveau arbeiten, müsste ich an dieser Stelle gar nicht extra erwähnen.
    Cursha
    Cursha

    User folgen 25 Follower Lies die 706 Kritiken

    4,0
    Veröffentlicht am 27. Dezember 2016
    Ein sehr verstörender Film, der durch seine komplexe und teils leicht verwirrenden Handlung positiv auftrumpft. Der Film ist anspruchsvoll und tiefgründig zugleich. Es gibt interessante Charakterstudien und den extremen Kontrast zwischen Schönheit und Hässlichkeit. Der Film sieht allein von der Ausstattung und den Kostümen super aus. Hinzu kommt das der Film sehr atmosphärisch ist und einen tollen Score hat. Glänzen tun natürlich auch die Darsteller, von denen man aber Aaron Taylor Johnson und Michael Shannon hervorheben muss. Gerade ersterer prelliert in jeder Szene.
    Kino:
    Anonymer User
    3,0
    Veröffentlicht am 16. Oktober 2018
    Mitreißender Film, dessen Inszenierung, wenngleich hervorragend, aber etwas übers Ziel hinausgeschossen ist. Tom Ford versuch nämlich, neben der Haupthandlung noch eine Retrospektive und eine Binnenhandlung mitzuerzählen: Nocturnal Animals beschäftigt sich im ersten Handlungsstrang mit einer brüchigen Ehe und der Frustration angesichts ins Leere laufender Künstlerambitionen und teilt Seitenhiebe auf Konsum und überzogenenes Modebewusstsein aus. In der Binnenhandlung konzentriert sich der Film zu Beginn etwas verkrampft darauf, konventionelles Psychothriller-Unbehagen zu erzeugen, schwingt dann aber um zum Verlust- und Rachedrama und rückt auch den toughen, aber innerlich kaputten Cop (großartig Michael Shannon gespielt!) mit ins Rampenlicht. In der Retrospektive werden dann Schriftstellerambitionen, romantisches Kennenlernen und andere Klischees wie das 'ist er auch gut genug für dich-Gespräch zwischen der Hauptfigur und der sich ihr Leben einmischen Mutter wiedergekäut. Untermalt ist das ganze von einer Mischung aus gekünstelt steifer House of Cards-Ästhetik, Handkamera-Realismus und einem Hitchock/DePalma-artigen Soundtrack, der eher überzogen melodramatisch daherkommt, und die etwas halbgaren Versuche, den Film erdig, realistisch wirken zu lassen, weiterhin unterminiert. Wie allein schon aus dieser kurzen Beschreibung ersichtlich, geht die dramaturgische Rechnung nicht auf. Tom Ford gelingt es nicht, seine ohnehin schon exzentrischen Tendenzen in einer zumindest kohärenten Form zu verarbeiten. Die Binnenhandlung sowie einige weitere gute Szenen machen den Film aber sehenswert. Das Problem ist, dass man den Eindruck hat, die Charaktere und Probleme lebten nicht tatsächlich, sondern würden lediglich zurechtgebogen, um Fords Stilwillen zu komplementieren.
    Das Kulturblog
    Das Kulturblog

    User folgen 4 Follower Lies die 104 Kritiken

    2,5
    Veröffentlicht am 5. Januar 2017
    Mitten in der durchgestylten, selbstoptimierten Glamourwelt von L.A. schwabbelt das Fett. Die ersten Bilder des Films „Nocturnals Animals“ zeigen stark übergewichtige Burlesque-Tänzerinnen, die ihre Arme und Beine schlenkern lassen und sich im Kreis wiegen. Die Frauen sind Teil einer Kunstinstallation, mit der die Galeristin Susan (Amy Adams in ihrer zweiten aktuellen Hollywood-Hauptrolle neben „Arrival“) die abgebrühten Hipster aus der Reserve locken will. Der Modedesigner und Regisseur Tom Ford erzählt von Susans emotionalen Leere: ihr Mann ist mit der Geliebten unterwegs, ihr Job und die gesamte oberflächliche Kunst-Schickeria öden sie an. Als sie einsam in ihrem Luxus-Heim sitzt, bekommt sie von ihrem Ex-Mann Edward (Jake Gyllenhaal) ein Manuskript zugeschickt, das sie in ihren Bann schlägt. Dieser „Roman im Film“ schildert einen brutalen Doppelmord und der Vergewaltigung von Mutter und Tochter im texanischen Nirgendwo. Regisseur Tom Ford ist in dieser Gegend aufgewachsen, bevor er sich in New York in der Modeszene etablierte, zunächst als Gucci-Kreativdirektor arbeitete und später mit eigenem Label unabhängig machte. Vor sieben Jahren gab er mit der Christopher Isherwood-Verfilmung „A Single Man“ sein Regiedebüt. Der Thriller-Plot erreicht zwar nicht die Qualität eines David Lynch, ist aber durchaus packend erzählt. Am Ende kippen die „Nocturnal Animals“ aber zu sehr ins Melodramatische.
    Suja H.
    Suja H.

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    4,5
    Veröffentlicht am 7. Januar 2017
    So... wie soll ich anfangen . . Der Film an sich war sehr emotional, erregend, überraschend und bringt einen am Ende sehr zum Nachdenken. Die schauspielerische Leistung von Hake Gylenhaal und Amy Adams waren überragend. Der Inhalt ist wie schon erwähnt sehr spannend .. das ist der positive Punkt.. jedoch war sas Ende sehr überraschend, ich hätte was anderes erwartet .. das Ende blieb für mich offen.. man sollte sich wahrscheinlich ein eigenes Ende ausdenken .. ( das selbe wie bei Gone Girl) es blieb alles offen.. Da der Film meine Gedanken geraubt hat und mir ein Nervenkitzel gegeben hat.. die Leistung der Schauspieler überwältigend war.. erhält der Film von mir 4.5 Sterne.
    Kino:
    Anonymer User
    4,0
    Veröffentlicht am 9. Dezember 2017
    Hier ist Mitarbeit gefragt... Klasse Schauspieler, bewegende und knifflige Story. Absolute Empfehlung!!!
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