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    It Comes At Night
    Durchschnitts-Wertung
    2,3
    76 Wertungen - 20 Kritiken
    Verteilung von 20 Kritiken per note
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    20 User-Kritiken

    amlug
    amlug

    User folgen 40 Follower Lies die 325 Kritiken

    3,5
    Veröffentlicht am 21. Januar 2018
    It Comes At Night ist ein Film, produziert von A24 und das ist ja schon einmal wieder ein Markenzeichen dafür, hier definitiv etwas andersartiges, sehr experimentelles zu sehen! Die Vermarktung eines solchen Films erweist sich dabei als überaus schwer, das kann ich mir bildlich vorstellen, denn It Comes At Night lässt sich, wie so viele Filme aus dem Hause A24 keinem festen Genre zuschreiben. Trey Edward Shults' neuester Film ist vielmehr eine elegante Mischung aus Horror- und (Post-)Apokalypsen-Film mit starken, düsteren Drama-Anteilen. Und hier will ich gleich schon einmal vorweg geben, dass die Drama-Anteile sehr hoch sind und der Film zu keiner Sekunde ein Jump-Scare- und Pseudo-Grusel-Streifen ist. Wer sich gruseln möchte oder Zombie-Apokalypsen-Action sehen will, ist hier an der gänzlich falschen Adresse. Das ändert aber nichts daran, dass It Comes At Night ein guter Film ist, der allerdings mit seiner Laufzeit stetig etwas abbaut, denn der Streifen beginnt bärenstark. Zu Anfang passiert extrem viel und der Zuschauer wird in das seltsame Szenario ohne Vorwarnung hineingeworfen. Regisseur Trey Edward Shults komponiert hier ein wunderbares Gesamtwerk, welches vor allem daher rührt, dass er ein unglaubliches Händchen dafür zeigt, wie seine Bilder aussehen. Jede Kameraeinstellung hatte etwas mystisches, interessantes und auch unheimliches. Die Kamera war wechselhaft, dynamisch aber auch ruhig und fing toll aufgebaute Bilder ein. Auch inhaltlich war der Anfang ziemlich grandios, so konnte ich zum Beispiel die Figuren überhaupt nicht einordnen. Ich wusste nicht, wer das jetzt genau gerade ist, dem wir da folgen. Sind das die Guten? Sind das die Bösen? Eine Schwarz-Weiß-Malerei, die in apokalyptischen Geschichten sowieso fast immer verschwimmt und so ist es auch hier auch nicht anders. Vor allem im Finale packt der Film tolle ethische Fragen darüber aus, wie weit man gehen darf, um seine Familie zu retten. Was ist in solchen Situationen noch moralisch vertretbar und was nicht. Gerade dieser Punkt wird auch wunderbar bei unserem Hauptcharakter Paul (Joel Edgerton) verdeutlicht, denn bei diesem wusste ich die ganze Zeit über nicht, ob er gerade wirklich noch das Vertretbare, Richtige tat und ich fragte mich zwangsläufig, was die Apokalypse aus diesem Menschen gemacht hat, beziehungsweise was für ein Mensch er früher war. Das sind sehr interessante Gedanken, die Shults hier mit einbaut und er garniert sie auch wirklich mit einem interessanten Konzept drumherum. Die Grundidee von der Seuche, die aber scheinbar keine Zombies hervorbringt ist schlicht, einfach, budgetsparend und doch irgendwie genial und ein unerwartet simpler, neuer Ansatz. Die Atmosphäre stimmt in diesem Kammerspiel auch grandios. Auf It Comes At Night lastet etwas schweres, düsteres und ungreifbares, sowie bedrohliches. Das wird durch die einfachen, düsteren Sets und den tollen Soundtrack unterstrichen. Auch die Schauspielerleistungen von Joel Edgerton, Kelvin Harrison Jr., Carmen Ejogo, Christopher Abbott oder auch Riley Keough waren sehr gut. Aber dennoch fehlte mir in diesem Streifen dieser gewisse, eine, ungreifbare Funke zur Genialität. Ein bisschen mehr Psycho-Mystery, so wie es in den Trailern mit „Wer hat die Tür geöffnet?“ angedeutet wird, hätte dem Film in meinen Augen gut getan, denn auch wenn das Finale knüppelhart daherkommt und mir ein richtig unangenehmes Gefühl in der Magengegend gab, so muss ich doch bemerken, dass ich vor allem den 2. Akt im Vergleich zu Anfang und Ende lange nicht so gut, interessant und spannend fand. Klar, hier geht es viel um die Charaktere und ihre Entwicklung aber It Comes At Night beginnt so unglaublich stark, spannend und interessant und stoppt das dann so abrupt, dass ich den langen 2. Akt wirklich etwas ernüchternd, wenn auch absolut nicht langweilig fand, ehe der Film dann wie gesagt wieder in einem hervorragenden Finale endet. Und so ist It Comes At Night ein guter Film aber leider auch nicht mehr. Fazit: Beginnt grandios, endet sehr heftig, hat aber im Mittelteil Durchhänger! Dennoch ein interessanter Film über die Psyche der Menschen während einer Apokalypse!
    Kinobengel
    Kinobengel

    User folgen 16 Follower Lies die 416 Kritiken

    3,5
    Veröffentlicht am 24. Januar 2018
    Trey Edward Shults ist mit seinem zweiten Langfilm in den deutschen Kinos angekommen. Eine Pandemie wütet in unserer Welt. Paul (Joel Edgerton), Sarah (Carmen Ejogo) und der 17-jährige Sohn Travis (Kelvin Harrison jr.) sind nicht infiziert und haben sich weitab von der nächsten Stadt in ihrem Haus eingeigelt. Als Will (Christopher Abbott) um Unterschlupf für sich, seine Frau Kim (Riley Keough) und den kleinen Andrew (Griffin Robert Faulkner) bittet, finden die Familien nach anfänglichem Misstrauen zusammen. Hat das unendlich Böse die alles dahinraffende Krankheit über die Menschheit kommen lassen? Ein paar Leute in einem Haus im Wald, keiner kommt mehr weg. Tanz der Teufel? Betrug! Betrug! Dem Anlockungsmittel für den Kinobesuch (= Trailer) sind die ständigen Albträume von Travis untergejubelt worden. Als „It Comes at Night“ an der Ostküste der USA produziert wurde, war Sam Raimi sicherlich weit, weit weg und hat in Kalifornien Cocktails geschlabbert. Das Publikum bekommt Familien-Horror als Kammerspiel und Beobachtungskino geboten. Damit geht der Film von Shults deutlich am typischen, vielleicht erwarteten Dämonen-Feature vorbei. Auch gibt es keinen Wissenschaftler, der in Pandemie-Thrillern wie „Contagion“ (2011 von Steven Soderbergh) das Heilmittel findet. Und dann läuft auch noch der Wachhund weg. Joel Edgerton ist stets eine gute Besetzung, wenn es um die Darstellung schwieriger Charaktere geht. Mit einer hervorragenden Performance spielt er Paul als dominanten Anführer. Während „Es“ in der Nacht kommt, kommt Edgerton zum Publikum. Der von Überlebenswahn und Infektionsangst getriebene Beschützer und Regelgeber der Hausgemeinschaft wird zum Akteur der Joel-Edgerton-Show. Paul möchte Herz zeigen, doch das ist kraftverzehrend. Und auch er muss schlafen. Die Energie dieser Figur erinnert an Keller Dover (Hugh Jackman), der in „Prisoners“ wie ein Besessener sein entführtes Kind zurückholen möchte und sich selbst in die Ecke drängt. „It Comes at Night“ ist wenig außergewöhnlich und sehr reduziert gestaltet. So wird das Gefühl der Isolation verstärkt und die Aufmerksamkeit auf die wenigen Rollen gelenkt, aber das von Denis Villeneuve im Jahr 2013 geschaffene Werk hat bei hoher Komplexität die „besseren“ Gefangenen. Keiner muss wissen, wie das Leben um Paul und seinen Lieben früher funktioniert hat. Außer Frage steht, dass nun alles aus den Fugen geraten und aufs Überleben abgestellt ist. Unterschiede ergeben sich durch die realistisch veranschaulichte Gegenüberstellung der ähnlichen Familien, die im selben Haus Vertrauen suchen und Angst gebären. Zur Abwechslung wandert der Fokus immer wieder auf Travis, der in einem schwierigen Alter und traumatisiert ist. Das hält eher die Bedrückung als die Spannung aufrecht. Die Albträume des Teenagers sind geschickt installiert. Da kommt schon mal ein „Also doch!“ irgendwo aus den Sitzreihen. Dass der Wauwau von einer fremden Macht weggelockt wurde, ist vielleicht die letzte Hoffnung der Dämonen-Fans. Aber wenn „Es“ da ist, zieht sich die Schlinge zu, besonders beim Publikum. Kaum auszuhalten. „It Comes at Night“ erzählt keine raffinierte Geschichte, aber ein beklemmendes Drama, das zu einem realistischen Ende führt, welches nicht mehr gezeigt wird. Sehenswert.
    Jan H
    Jan H

    User folgen 2 Follower Lies die 53 Kritiken

    4,5
    Veröffentlicht am 1. März 2018
    Ein Highlight! Diese dystopische Indie-Perle, eine Art Kammerspiel, das irgendwo zwischen Drama, Mystery und Horror angesiedelt ist, punktet mit einer durchgehend beklemmenden Atmosphäre, die durch wirkungsvolle Bilder, sehr gute Schauspieler und einen stimmigen Soundtrack befruchtet wird. Dass der Film die Hintergründe der Katastrophe nicht näher beleuchtet, spielt ihm in die Karten, denn hier liegt das Augenmerk auf dem Agieren von Menschen im Ausnahmezustand, dem Aufkommen von Paranoia und sozialen Spannungen sowie dem sukzessiven Aufgeben von Moralvorstellungen. Am Ende bleiben Traurigkeit, Ernüchterung und ein paar offene Fragen, die man gerne noch stundenlang diskutieren möchte.
    John G.
    John G.

    User folgen Lies die 4 Kritiken

    1,0
    Veröffentlicht am 23. Mai 2018
    Liebe Gruselfilmgemeinde, entschuldigt aber das ist wirklich weder eine Perle des Genres noch sonst etwas was man empfehlen könnte. Story = null. Handlung = Langatmig. Spannung = Richtig gut gemachte Atmosphäre das war es dann aber auch schon. Keine Erklärung oder sonstwas einfach nur ein mieser Schluss (und miese Handlung), also wirklich wer hier vollen Bewertungen gibt hat entweder keine Ahnung vom Genre oder aber...?
    Jenny V.
    Jenny V.

    User folgen 11 Follower Lies die 226 Kritiken

    1,0
    Veröffentlicht am 11. Oktober 2018
    Schlecht, schlechter, Langweilig. Der einzige Horror an diesem Streifen ist die tödliche Langeweile. Wieder einmal zeigt sich, dass Kritiker nicht unbedingt immer gute Filme loben. Woher die guten Rezensionen für It Comes at night kommen, kann ich mir nicht erklären. Es ist ein Film der perfekt zeigt, wie dämlich Amerikaner mittlerweile agieren, auch dank eines "tollen" Präsidenten. Es wird viel geschrien, vollkommen grundlos, es wird viel geredet ohne wirklich was zu erzählen und viel in stiller Andacht einfach nur hin und her gelaufen. Das ist auch schon alles was den Film ausmacht. Paul und Sarah sind einfach nur noch irrational paranoid und knallen amitypisch alles ab, was erstmal abzuknallen geht. Logik fehlt dem Film komplett, genau wie eine gruselige oder spannende Atmosphäre. Ein Stern von mir nur wegen des Endes, welches aber auch vollkommen unlogisch, langweilig und überzogen ist, aber zumindest in 5 min mehr erzählt als der gesamte Film zusammen. Das schlimmste an It Comes at night ist aber das vollkommen sinnlose einspielen der Albträume von Travis, welcher an sich auch richtig nervig ist (vielleicht ist das auch der Horror - ein mit sich unzufriedener, nicht allzu heller Teenager). Fazit kurz und knapp: Ab in den Müll!
    Vukasin D
    Vukasin D

    User folgen Lies die Kritik

    0,5
    Veröffentlicht am 30. August 2018
    Das waren mit Abstand die schlimmsten 1 1/2 Stunden meines ganzen Lebens. Dieser Film baut zwar Spannung auf jedoch passiert rein GARNICHTS, es wurde nichts erklärt, gar keine Logik war vorhanden und am Ende war kaum noch was Klar! Dieser Film ist nicht empfehlenswert
    BrodiesFilmkritiken
    BrodiesFilmkritiken

    User folgen 33 Follower Lies die 4 170 Kritiken

    2,5
    Veröffentlicht am 3. Juli 2018
    Da stand ich ja geradezu unter Druck als ich den Film sah, einfach weil ich mich genötigt fühlte diese Nummer als die unglaublichste Horrornummer seit langem zu empfinden. Allerdings war es ein Film wie ich ihn kaum mag: mit simplem Budgert und wenigen Darstellern und Schauplätzen realisiert, mit einer soliden, aber nicht wirklich ausufernden Story und passablen Darstellerleistungen. Das Problem ist daß es oftmals Leute gibt die solche kleinen Filme zu ultimativen Kultstreifen aufjubeln, ihn toll finden weil es anscheinend cool ist ihn toll zu finden – und wenn ich dann jetzt ankomme und sage „War ok, mehr nicht“ laufe ich Gefahr als Spinner abgeurteilt zu ewrden. Aber muß ich wohl riskieren: mir hat der Film leider wirklich nichts gegeben. Langweilig wars nicht, auch in gewissem Masse spannend, aber eben keinen Deut mehr und auch trotz der guten Kritik war das Einzige was mich am Ball gehalten hat das krasse Ende. Insofern: wer auf dreckige, kleine Independentfilme steht kanns mal versuchen, wer Horror oder generell unbequeme Filme nicht mag sollte lieber Abstand halten. Fazit: Für Fans spezieller Filme sicherlich ein Highlight, für den normalen Horrorkonsumenten etwas zu speziell!
    Cursha
    Cursha

    User folgen 26 Follower Lies die 712 Kritiken

    4,0
    Veröffentlicht am 11. November 2018
    "It Comes At Night" ist ein wirklich interessanter Film. Man kann im Grunde nicht viel zu dem sagen, da es sonst schon ein Spoiler sein könnte. Aber hier bekommt man einmal den etwas anderen Horror geboten, welcher viel effektiver ist, als in den meisten anderen Horrorfilmen, die wir die letzten Jahre zu sehen bekommen haben. Horror lebt nicht nur vom Blut oder Brutalität. Das wichtigste ist, dass die Grundstimmung stimmt. Dies tut es hier und es entsteht ein super atmosphärischer Film, den ich persönlich als viel außergewöhnlicher empfinde, als viele andere Horrorschinken.
    Christoph K.
    Christoph K.

    User folgen 10 Follower Lies die 243 Kritiken

    2,5
    Veröffentlicht am 21. Januar 2018
    Der Film beweist für mich, dass trotz fehlen einer Story, durch geschickte Kameraführung doch so was wie Spannung aufkommen kann. Dies ist wirklich fantastisch. ES GIBT KEINE STORY... Irre! Es ist nur alles sehr vage angedeutet. Es passiert kaum was ... und doch fiebert man mit. Generell finde ich solche Viren-Endzeit-Szenarien super spannend. Ich liebe die Filme wie: "The girl with all the gifts" oder "Outbreak" (Bin ein Viren-Phobiker). Leider geht gerade der Film in dieses Endzeit-Szenario nicht tief rein. Es ist so, als hätte man knapp 2 Stunden ein leckeres Sonntags-Essen gerochen und dann plötzlich ist der Film aus und es gibt doch kein Essen (Sorry - irgendwie dämlicher Vergleich).
    Michael R.
    Michael R.

    User folgen 1 Follower Lies die 8 Kritiken

    4,0
    Veröffentlicht am 30. Oktober 2017
    Hier sitz´ ich nun und kann nicht anders... Heute Abend in der Sneak gewesen. Es wurde ein Horrorfilm angekündigt, was sich ja primär sehr gut anhört. Als das Filmplakat gezeigt wurde leichte ernüchterung, da kp um welchen Film es geht. Der Film hat im ersten Eindruck eine Zombie-Klischee-Geschichte gespinnt. Auch die ersten Handlungen liesen Anfangs keinen Zweifel daran wie der Film weiter geht. Nach und nach kamen erste Zweifel und die Frage wohin der Film mich führt... Trotz einer relativ ruhigen Story (relativ!!) besteht eine gewisse Grundspannung, bei der man auf den großen Wurf wartet. Hier wird man ein bisschen enttäuscht, auch wenn der Film definitiv nicht langweilig ist... Für mich ist die sog. "Kinofokusierung" bei dem Film sehr wichtig gewesen. Zu Hause hätte ich tendenziell weggeschalten und mich nicht so tief in die Story eingefunden. Für mich war relativ schnell nach dem Film klar, dass man diesen ggf. mit einem anderen Blickwinkel betrachten sollte. Außerhalb des Story-Kontextes haben sich so viele Metaphern gefunden, die kein Zufall sein können. spoiler: Tod des Großvaters = Abschied nehmen spoiler: Verlust bzw. Tod des Hundes = Verlieren der Unschuld (der Hund steht für die Unschuld) spoiler: In der letzten Szene sitzen die Eltern des Kindes alleine am Tisch. Sie haben ihr Kind verloren, es ist erwachsen geworden. Für mich war es so viel mehr als einfach nur ein Horrorfilm, aber seht selbst...
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