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    The Foreigner
    Durchschnitts-Wertung
    3,7
    56 Wertungen - 6 Kritiken
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    6 User-Kritiken

    Michael S.
    Michael S.

    User folgen 10 Follower Lies die 365 Kritiken

    3,5
    Veröffentlicht am 23. Februar 2018
    Ein ambivalentes Filmerlebnis. Über schlechte Darsteller oder mangelnden Erzählfluss muss sich niemand beschweren. Jackie Chan sieht man sein Alter erstmals an, auch wenn sicher an der einen oder anderen Stelle künstlich nachgeholfen wurde. Seit längerem ist Chan einmal nicht nur als besserer Stuntman und Comedian, sondern in erster Linie tatsächlich als Schauspieler gefragt. Eine Leistung, die 64-Jährige mit Bravour meistert. So besteht er auch gegenüber dem solide aufspielenden Pierce Brosnan, der sich offenbar in seiner Rolle als undurchschaubarer Politiker gefällt. Auch das übrige Personal trägt seinen Teil zum Gelingen des Films bei, allen voran Martin Campbell, der das James-Bond-Universum nicht grundlos schon zweimal neu starten durfte. In den besten Momenten ist "The Foreigner" ein spannender Thriller über einen Rachefeldzug, der entfernt an Liam Neesons Alleingänge in der "Taken"-Reihe erinnert. Darüber hinaus soll aber auch noch ein politischer Konflikt Beachtung finden, in den Polizei, Minister, Terroristen und zwielichtige Kräfte aus der Unterwelt verwickelt sind. Hinter den Kulissen von Minister Hennessys Familie gibt es zusätzlich Affären und Intrigen à la "Game of Thrones" zu bestaunen, glaubwürdig ist davon jedoch längst nicht alles. Alles Patriarch, der nur scheinbar weiß, was um ihn herum geschieht überzeugt Brosnan zwar meistens, seine Leistungen eliminieren aber noch lange nicht die Schwächen des Drehbuchs. Denn Quan, anfangs eindeutig zur Hauptfigur aufgebaut, verschwindet im Mittelteil allzu oft für längere Zeit aus der Handlung und taucht erst dann wieder auf, wenn alles zu undurchsichtig zu werden droht. Jackie Chans Szenen glänzen natürlich mit diversen Martial-Arts-Choreografien, denen niemand etwas vormacht. Außerdem macht es eine Menge Spaß, dem Ex-Vietcong-Kämpfer Quang bei der Umsetzung seiner kreativen Pläne zuzuschauen, die unter anderem auf das Repertoire diverser Haushaltsgegenstände zurückgreifen. Es dürfte kein großer Spoiler sein, dass er am Ende seiner Rache bekommt, auch wenn er damit moralisch keineswegs besser dasteht als die Attentäter, die seine Tochter auf dem Gewissen haben. Und da fängt das "Gschmäckle" an: Vorspann und IMDb klären uns darüber auf, dass der Film hauptsächlich von chinesischen Investoren produziert wurde. Klar, wenn Hongkongs größter Star mitspielt, dann will man das in dessen Heimat gut vermarkten. Das Bild, das dortige Zuschauer vom Westen bekommen müssen, scheint allerdings bewusst eine Art dystopischer Gegenentwurf zu dem zu sein, was es in China offiziell natürlich keinesfalls geben kann: Korruption, Polizeigewalt, Terrorismus, Intrigen bis in die höchsten Kreise und traumatisierte Kriegsflüchtlinge, die Schlimmes erdulden müssen und dann auch noch vom System korrumpiert werden. Ob Stephen Leathers Romanvorlage "The Chinaman" das alles wirklich hergibt, ist fraglich. Der mittlerweile in Irland lebende Autor dürfte der irischen Seite noch etwas mehr Aufmerksamkeit gewidmet haben, im Film handelt es sich offenbar bei sämtlichen Nordiren oder Bewohnern der Republik Irland um Terroristen oder zumindest Sympathisanten der IRA und ihrer Methoden.
    ToKn
    ToKn

    User folgen 9 Follower Lies die 560 Kritiken

    3,5
    Veröffentlicht am 26. Februar 2018
    (Für mich) absolut überraschend solider Thriller, der vielleicht ein bisschen in die Länge gezogen ist, aber im Großen und Ganzen mit ordentlichem Filmhandwerk begeistert. Jackie Chan und Pierce Brosnan überzeugen schauspielerisch und beweisen, dass auslaufende Karrieren nicht wie bei vielen anderen Stars zwangsläufig mit durchschnittlichen B-Movies verbunden sein muss. Bin der Meinung, der Film hätte sich durchaus auch im Kino bezahlt gemacht. Dem Handlungsstrang kann man folgen, er verliert sich nicht in sinnlosen Nebenhandlungen, Action- (vor allem Jackie Chan’s Kampf-) Szenen sind handfest, Musik passt auch, Set’s sind in Ordnung- alles in Allem, wie gesagt- überraschend solide. Na klar gibt's auch hier kleine Ecken und Kanten in Sachen Wahrscheinlich- oder Glaubwürdigkeit. Vielleicht hätte man sich auch zur Mitte des Film’s den Hauch von „Rambo“ Teil 1 klemmen können, ist aber alles auszuhalten. Kann den Film nur empfehlen!
    Jimmy v
    Jimmy v

    User folgen 17 Follower Lies die 506 Kritiken

    3,5
    Veröffentlicht am 24. Februar 2018
    Ob der Buchvorlage war ich schon überrascht. Weil: Irgendwie ist "The Foreigner" seltsam. Zwar ist Jackie Chans Quan so etwas wie die Bube-Karte im Spiel um diesen Plot von Terrorismus, Nordirland-Konflikt und verändertes Anführertum. Aber eigentlich stört seine Figur in gewisser Weise. Seltsam unverbunden wirken der Rachefeldzug des Fremden, der irgendwie ganz genau weiß, dass Pierce Brosnans Figur hier Bedeutung hat: aus den Nachrichten?! Dessen Politiker ist dann auch die eigentliche Hauptfigur, nicht Chans. Brosnan gibt den zerrissenen Patriarchen, der irgendwie vorgeführt wird und selbst im Dunklen stochert hervorragend. Mich hat dessen Geschichte viel mehr interessiert, so sehr, dass ich mir die ganze Quan-Story gar nicht gewünscht hatte. Sie wirkt irgendwie fremd. Wenn das Drehbuch sogar ganz offen versucht die Geschichte der beiden Männer zu parallelisieren, wird das ziemlich schnell wieder fallengelassen. Das ist sehr enttäuschend. Keine Ahnung, was die Vorlage macht, aber hier hätte man sich viel mehr auf den sehr aktuellen Plot fokussieren können, anstatt Rambo-Chan werkeln zu lassen. Selbst, wenn dieser gut spielt, und es zur dreckigen Action des Films passt: Es ist und bleibt unpassend und irgendwann sogar lächerlich, wenn in einem eher geerdeten Film eine unkaputtbare Figur herumspringt! Fazit: Ein rauher Mix aus Drama, Action und Politik, dessen Quan-Storyline seltsam deplatziert wirkt und irgendwann sogar stört.
    Till R.
    Till R.

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    4,5
    Veröffentlicht am 9. April 2018
    Für mich eine echte Überraschung wie sich Spaßvogel Chan weiterentwickelt hat. Gemessen an vergangene Filme, eine sehr gute schauspielerische Leistung. Der Film selbst war spannend und endlich einmal nicht so vorhersehbar wie div. andere Filme vor ihm. Ebenfalls ist die Botschaft, auch ein „kleiner“ Mensch kann etwas bewegen sehr gut zur Geltung gekommen.
    Lily.
    Lily.

    User folgen Lies die 51 Kritiken

    3,5
    Veröffentlicht am 16. Juni 2018
    Jackie Chan gefällt mir in seinen harten Rollen immer am besten, Police Story 1 ist da so ein Beispiel (wobei ich seine humorvollen Filme auch ganz gerne mag, sofern nicht all zu albern, kommt halt drauf an). The Foreigner basiert auf dem Roman "The China Man" und erzählt die Geschichte von Quan der seine Tochter bei einem hinterhältigen Anschlag der IRA verloren hat und die Mörder auf eigene Rechnung finden möchte, den von der Regierung Ermittlern in diesem Fall und erst recht nicht von einem feigen Ex-IRA Mann (der ehrlos und rückgratlos wie anno dazumal ist) was erwarten kann. Also ist Quan (Jackie Chan) auf sich alleine gestellt und mir hat das gefallen das er allen immer einen Schritt voraus war, fand ich spannend und jederzeit interessant. Ich habe am selben Tag neben dem Foreigner auch den Film American Assassin gesehen und der hier kommt für mich näher an 96 Hours heran, sicher zwar auch ein Politthriller aber hier stimmt die Ausgewogenheit aus Politthrill und Racheaction ala Pierre Morel´s Film.
    rugai
    rugai

    User folgen 1 Follower Lies die 31 Kritiken

    4,0
    Veröffentlicht am 6. August 2018
    Im Gegensatz zu mindestens einer Rezension hier bei FS gefällt mir an "The Foreigner" gerade weil Martin Campbell im Gegensatz zu entsprechender Meterware aus Hollywood (Jüngstes Negativbeispiel : Red Sparrow) auf die ewige Darstellung des Westens als "Beste aller Welten" komplett verzichtet und selbst Jackie Chan als notorischer "Mr Nice Guy"in aller Welt bekannt nicht der Überheld und Supermann ist, der, wie in den Einheitsplots von der Stange (Marvel, DC &Co) trotz großflächiger Zerstörungen ganzer Städte (für die er zumindest eine Mitverantwortung trägt) am Ende immer moralisch unbefleckt bleibt. Vielmehr wird das alt-testamentarische Auge um Auge, Zahn um Zahn beleuchtet und wohin das in der Regel führt. Keiner der beteiligten Akteure, sei es nun IRA, die Politiker Londons oder Irlands, das Vorgehen der englischen Polizei (no lose ends) oder eben Vietnam Veteran Quan erhält irgendeinen deutlichen Sympathiebonus oder steht als Weltenretter da - alle haben irgendwie ihre schmutzige Wäsche im Gepäck alle sind Täter und Opfer an ihre jeweiligen Sach- und Umstandszwängen und ihr Tun in der Vergangenheit gefesselt. Mit fiel irgendwie gleich auf, dass hier handwerklich ein Routinier im Regiestuhl sitzen muss und ich war überrascht Campbell hier zu finden. Ich habe sogar den Eindruck er hat diesen Film bewusst abseits gängiger Mainstreamproduktionsverfahren gemacht um eben genau die von Björn Becher angesprochene realistisch-düster-dreckige Atmosphäre kompromißlos darstellen zu können in der es nur Schachfiguren aber keine wirklichen Helden gibt, sondern nur solche die medial dazu aufgebläht werden. Zwar drängte sich mir auch die Frage auf ob Nordirland nach wie vor nur aus IRA Sympatisanten besteht aber andererseits glaube ich, dass die Wunden des Jahrhunderte währenden Widerstands gegen die englische Besatzung noch lange nicht verheilt sind. Wir hier in D kennen oftmals nur das westliche Narrativ von den durchgeknallten irischen Katholiken die mannhaft aufrechte englische Polizisten jagen und per Attentat aus dem Hinterhalt Menschen töten. The Foreigner hat in mir Interesse geweckt mir die Geschichte Irlands und das Wüten auf beiden Seiten nochmal genauer anzusehen. Und ja: Jackie Chan ist wirklich großartig in dieser ernsten Rolle , die wohl zu seinen besten schauspielerischen Leistungen zählt - von den den typischen JC-Einlagen mal ganz abgesehen. Ich hatte vermutet, dass Jackie mit dem Alter und entsprechenden Rollen ruhiger wird, aber wer mit Mitte 60 immer noch gekonnt auf Häuserdächern rumturnt und ebenso gekonnt wieder runterfällt oder sich absolut überzeugend mit einem ü .30 Jahre jüngeren Gegenspieler im Wald prügelt, der hat eigentlich nur höchsten Respekt verdient - die meisten Männer in dem Alter sitzen jammernd beim Arzt rum :). Gilt auch für Brosnan, der inzwischen auch schon auf die Siebzig zuläuft, endlich mal mit irischem Akzent zu sehen ist und immer noch so agil rüberkommt wie zu besten Bond-Zeiten (für mich übrigens immer noch, neben Connery, der beste Bond bislang)
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