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    Die Poesie der Liebe
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    Kinobengel
    Kinobengel

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    4,0
    Veröffentlicht am 24. Dezember 2018
    "Die Poesie der Liebe" heißt das Regiedebüt von Nicolas Bedos. Mit Hauptdarstellerin Doria Tillier schrieb er das Drehbuch. Frankreich 2016: Der berühmte Schriftsteller Victor Adelman (Nicolas Bedos) ist tot. Ein Journalist (Antoine Gouy) möchte eine Biografie verfassen. Witwe Sarah (Doria Tillier) erzählt während der Trauerfeier von dem gemeinsamen Lebensabschnitt, der Anfang der 1970er begann. Herrlich komisch, bitter, böse, süß, romantisch, sexistisch, wahr und unwahr, in Kapitel unterteilt. Der deutsche Vertreiber hat den Originaltitel "Mr & Mme Adelman" geändert, somit dem Film einen Namen gegeben, der mehr verrät. In warme Farben getüncht, kommt die liebes- und krisengeschüttelte Beziehungsgeschichte daher. Dazugemischt tönt ein zeitgemäßer Soundtrack mit gut ausgesuchten Songs aus den Lautsprechern. Von der kreativen Hand des versierten Nicolas Bolduc ("Enemy", 2013 von Denis Villeneuve) wird die Kamera durch die mit viel Liebe zum Detail gestalteten Szenenbilder geführt, für die frühen Jahre des Paares wilder, lebendiger. Reichlich Schillerndes, Skurilles und Dramatisches, verteilt auf über 45 Jahre, präsentiert Sarah ihrem neugierigen Zuhörer, so auch dem Kinogänger. Einfallsreichtum und Unterhaltungswert sind hoch. Die Hauptdarsteller strahlen Jugend und Alter ihrer Figuren aus, der Erzählrhythmus ist darauf abgestimmt. Gelegentliche Einblendungen von Jahreszahlen erscheinen überflüssig. Einiges ist (gesteuert) unschlüssig, oder etwa nicht? Bindet die Trauernde dem Schreiberling einen Bären von schicksalsgebeutelten Romangestalten auf, gibt sie etwas von sich, das so gut erzählt ist, wie es gehört werden will? Diese Fragen dürfen sich auch die Zuschauer vor der Leinwand stellen, denn sie stehen in der verführenden Position des allwissenden Lesers. Neben dem Erzählten stehen eindeutige und weniger eindeutige Antworten, und alle lassen den Schluss zu, dass etwas Aufwühlendes vermittelt wurde. Es ist nicht jedermanns Sache, mit einiger Ungewissheit den Saal zu verlassen, weil dieses Muster eher bei Psycho-Thrillern wie "Shutter Island" oder "Inception" funktioniert. Das Konzept geht auch für "Die Poesie der Liebe" auf, denn Bedos erzeugt Begeisterung. Das Debüt von Nicolas Bedos ist eine interessant verpackte Idee und eine Bereicherung der romantischen Komödie. Oder hat Doria Tillier Regie geführt?
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