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Three Billboards Outside Ebbing, Missouri
Durchschnitts-Wertung
4,3
98 Wertungen - 23 Kritiken
30% (7 Kritiken)
57% (13 Kritiken)
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23 User-Kritiken

Cursha
Cursha

User folgen 19 Follower Lies die 729 Kritiken

5,0Meisterwerk
Veröffentlicht am 26.01.18

Schon als der Film angekündigt wurde war ich voller Vorfreude. Als der erste Trailer dann schließlich kam, stand für mich fest, hier kommt wohl einer der besten Filme, die ich in den letzten Jahren gesehen hab. Dies ist aber auch nicht sonderlich verwunderlich, schließlich ist der Mann hinter der Kamera Martin McDonagh, den ich alleine für sein Meisterwerk "Brügge sehen...und sterben" liebe. Ebenso für seinen Nachfolgefilm "7 Psychos". Nun hat es wieder fünf Jahre gebraucht bis eben sein neuster Film "Three Billbords Outside Ebbing", Missouri" in die Kinos kommt, aber das warten hat sich mehr als gelohnt. Der Film handelt von Mildred Hayes, die drei Billbords aufkauft und auf diesen klar die Arbeit der Polizei in Frage stellt, die es noch immer nicht geschafft hat den brutalen Mord und die Vergewaltigung an ihrer Tochter Angela aufzuklären. Leider werden gute Drehbücher in den letzten Jahren ja immer mehr zur Mangelware, allerdings ist eben genau das etwas was diesen großartigen Film ausmacht. "Three Billbords Outside Ebbing" ist grandios geschrieben, verbindet tiefgründige und facettenreiche Figuren, mit bitterbösem Humor und zahlreichen Wendungen. Es würde mich wundern, wenn diese Leistung von McDonagh nicht ausreichend wertgeschätzt und ausgezeichnet wird. Ein großer Teil des Filmes macht aber auch die darstellerische Leistung aus. Allen voran die großartige Frances McDormand, eine der größten Schauspielerinnen unserer Zeit, die leider viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommt. Aber die "Fargo" und "Kaltes Land" Darstellerin spielt die Mutter Mildred mit so viel Herzblut. Überzeugend schafft sie den Spagat zwischen absoluter Wut, innerer Gebrochenheit und tiefstem Schmerz. Gleiches gilt für Woody Harrelson (7 Psychos, True Detective). Sein Sheriff Bill Willoughby wirkt auf den ersten Blick wie ein plumper und inkompetenter Polizist, hinter dem aber so viel mehr steckt. Ein Mensch mit Moral, Anstand, Mitgefühl und Vater von zwei Töchtern. Perfektioniert wird das Hauptgespann von Sam Rockwell (7Psychos, Moon), der seine beste Leistung aller Zeiten hinlegt und mit einer solchen Inbrunst den rassistischen und aggressiven Cop Jason Dickson verkörpert. Auch in weiteren Nebenrollen wurde das Fass nicht anbrennen gelassen. So sehen wir in einer kleinen aber feinen Rolle "Game Of Thrones" Star Peter Dinklage, der einen sehr moralischen Charakter namens James verkörpert. Lucas Hedges mimt Mildreds Sohn Robbie, der zum Einen ein liebender Sohn ist, der seine Mutter unterstützt, sie aber auch für ihre Taten aus tiefster Seele hassen kann.Hedges wird wohl nach "Manchester by the Sea" keine Eintagsfliege bleiben. Caleb Landy Jones (Get Out) überzeugt in diesem Jahr gleich mehrfach und mimt eben jenen, der die Billbords aufstellen lässt. Abbie Conish (7 Psyhos) ist noch zu finden als Willoughbys Frau und dann hat auch noch John Hawks (Everest) eine kleine Rolle als MIldreds Ex-Mann. Der Cast und ihre Figuren sind schlicht grandios und in jedem Nebencharakter steckt mehr leben und Persönlichkeit als in dem Cast eines Blockbusters. Hinzu kommt, dass es keine klare Linie gibt zwischen gut und böse. Die Figuren befinden sich alle in einer Grauzone, die von guten wie schlechten Seiten durchdrängt sind. So kann man sie lieben, wie auch Hassen. Sie machen die Figuren greifbarer und authentisch. Es steht nie außer Frage warum ein Charakter handelt wie er handelt. Die Figuren spiegeln im Grunde die gesamte Thematik des Filmes gut wieder: Liebe und Gewalt. Zwar der stärksten Antriebe des Menschen, die hier komplett aus dem Gleichgewicht gefallen sind. Diese Balance ist im gesamten Verlauf nur schwer zu finden zeigt sich aber erstmals nach nicht einmal knapp einer Stunde, in einer sehr unglaublichen Wendung. "Die ganze Wut, erzeugt nur noch mehr Wut" ja so kann man die Thematik zusammenfassen, die sich auch gut auf aktuelle weltpolitische Geschehen übertragen lässt. Dramaturgisch verläuft der Film auch eher ungewöhnlich und das Drehbuch ist gespickt mit vielen Wendungen, die man einfach nicht kommen sieht. Nichts in diesem Film passiert aus reinem Zufall. Jede noch so kleine Nuance und jedes noch so kleine Detail hat seine Bedeutung und seinen Platz in diesem Meisterwerk. Der schwarze Humor ist so verdammt böse, dass er zum Lachen anregt, aber manchmal so über die Stränge schlägt, dass einem das Lachen im Hals stecken bleibt. Dabei sollte man den Film keines Falls als Komödie sehen, sondern eher als rabenschwarzes Drama. Selten hat ein Film so gefesselt, weil er so unvorhersehbar ist. Der Zuschauer muss nur bereit sein sich auf ein tiefes Spiel der Gefühle einzulassen, die keine schwarz(weiß Malerei ist. Drehbuch: Top! Dramaturgie: Top!, Darsteller: Top! Handwerklich ebenfalls Top. Carter Buwell schafft einen wunderschönen Soundtrack für diesen, man kann schon sagen Spätwestern. Sein unverkennbarer Stil passt großartig in diesen Film. Schade dass seine Arbeit an "Brügge" nicht angemessen gewürdigt wurde. Das Szenebild passt und fügt sich, wie bereits gesagt, gut in das Westerfeeling ein. Die Kameraarbeit passt, wenn gleich sie distanzierter ist, als zunächst angenommen. Rund um gibt es nichts, was ich an diesem Film bemängeln könnte. Kurz: "Three Billbords Outisde Ebbing, Missouri" ist ein wahres Meisterwerk rund um Liebe und Hass. Die Darsteller rund um überragende Mimen wie McDormand, Rockwell und Harrelson trumpfen groß auf und tragen McDonaghs geniales Drehbuch auf Händen. Sie spielen so großartige Figuren, die immer in einer Grauzone bleiben und den Schmerz der Gemeinde, rund im Ebbing, perfekt transportieren. In diesen zwei Stunden Film steckt mehr Leben, Herzblut, Drama, Gefühl und großartige Figuren, als im gesamten MCU.

amlug
amlug

User folgen 34 Follower Lies die 297 Kritiken

4,5hervorragend
Veröffentlicht am 26.01.18

Martin McDonagh ist ein extrem interessanter Regisseur. Zwar ist Three Billboards outside Ebbing, Missouri erst sein dritter (großer) Spielfilm aber dieser belegt eindeutig, dass er kein One-Hit-Wonder war und ein Mann ist, der fast schon ähnlich wie ein Guy Ritchie, einen komplett eigenen Style hat, der sich so leicht auch nicht imitieren lässt. McDonagh erschafft in jedem Film eine hochinteressante Mischung aus extrem schrägen, tiefgängigen Charakteren, pechschwarzem Humor und auch Gefühl, sowie Herz. Brügge sehen … und sterben? konnte mich damit bereits komplett überrumpeln, 7 Psychos versuchte das mit extrem coolen Ideen fortzusetzen, wirkte auf mich am Ende aber etwas unausgegoren und Three Billboards … setzt dieser inoffiziellen Trilogie nun die Krone auf, denn dieser extrem polarisierende Film verdient sämtliche Lobeshymnen voll und ganz. Three Billboards … ist absolut großartig! In letzter Zeit sah ich kaum einen Film, der bei mir derart stark unter die Haut ging, während- und nach dem Kinobesuch, denn auch wenn dieser Streifen durchaus seine witzigen Szenen hat, so ist es doch ein unglaublich heftiger und berührender Film. McDonagh verbindet mal wieder hervorragend den rabenschwarzen Humor mit einer ergreifenden, eigentlich todtraurigen und belastenden Geschichte und treibt es hier sogar noch auf die Spitze, denn ich glaube selten zuvor war ich jemals so aufgeschmissen bei einem Film, in der Überlegung ob ich hier lachen darf oder soll und während ich noch über sowas nachdachte, blieb mir das Lachen meistens automatisch schon im Halse stecken. Das beeindruckte mich tief und der Film wurde so für mich eigentlich schockierender als jedes bleischwere, bierernste Drama ohne einen Funken Humor. McDonagh geht dieses bleischwere, bierernste Thema allerdings mit so extrem viel Fingerspitzengefühl an, dass ich über weite Strecken wirklich vollkommen verblüfft und platt in meinem Kinosessel saß. Der grimmige Humor war trotz extrem vielen Schimpfkanonaden und auf den ersten Blick makabren Szenen nie unpassend, dumm oder einfach nicht angebracht, der Regisseur und Drehbuchautor bringt dies mit der schrecklichen Geschichte wunderbar und intelligent zusammen, auch weil der Humor immer zum jeweiligen Charakter passt, von dem er gebracht wird. Und obendrein sind die Charaktere absolut brillant geschrieben und so tiefgängig, vielschichtig und interessant, dass sich fast 90% aller derzeitigen Filme davon eine große Scheibe abschneiden könnten. Vor allem die Hauptfiguren Mildred Hayes (Frances McDormand), Bill Willoughby (Woody Harrelson) und Jason Dixon (Sam Rockwell) sind absolut brillante Figuren, die alle auf ihre Weise komplett am Boden zerstört sind und herausfinden, damit umzugehen, auf die verschiedensten Arten. Auch die Nebenfiguren, wie Robbie (Lucas Hedges) oder Red Welby (Caleb Landry Jones) waren großartig und werden von Schauspielerleistungen gekrönt, die mich sprachlos machten. Vor allem Frances McDormand und Sam Rockwell spielen beinahe wie von Sinnen und begeisterten mich restlos. Neben den tollen Charakteren, der perfekten Mischung aus schwarzem Humor und Drama funktioniert der Film aber auch so glänzend. Er ist durchgehend hochinteressant, fesselnd und bekommt gerade dadurch, dass er über weite Strecken keinen strikten Plan verfolgt eine tolle Atmosphäre. Auch funktioniert das Konzept herrlich und McDonagh weiß es gekonnt mit den Sehgewohnheiten und Erwartungen des Zuschauers zu spielen, wodurch die Geschichte enorm an Herz und Gefühl gewinnt, ohne dabei kitschig oder unpassend zu werden und das Ende war obendrein absolut perfekt! Fazit: Einer der vielschichtigsten, tiefgängigsten und interessantesten Filme seit langem. Der schwarze Humor wird hier brillant mit der tragischen Geschichte und den schrägen Charakteren verwoben!

Silvio B.
Silvio B.

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5,0Meisterwerk
Veröffentlicht am 12.02.18

Ich mache es kurz. Der Film ist auf sehr vielen Ebenen großartig. Für mich DER Geheimtipp im Moment.

Thomas W.
Thomas W.

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5,0Meisterwerk
Veröffentlicht am 28.01.18

Der Film wurde zu keiner Zeit langweilig. Die Bilder und Musik waren beeindruckend. Die Handlung immer wieder schockierend. Das Ende war konsequent; auch wenn man sich eigentlich trotz der teil schwarzen Charakter des Films ein gutes Ende gewünscht hätte. Aber vielleicht war das Ende sogar irgendwie gut. Im Vergleich zu vielen anderen Filmen mit künstlerischem Anspruch ist dieser wirklich unterhaltsam.

Movie Mole
Movie Mole

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4,5hervorragend
Veröffentlicht am 28.01.18

Endlich! Endlich mal wieder richtig gutes Kino. Neulich habe ich noch darüber gestritten, ob es Filme gibt, die man nicht zwingend im Kino schauen muss. Three Billboards Outside Ebbing Missouri ist jedenfalls ein Kinofilm! Nicht wegen großer Effekte, oder sensationellem Ton. Schlicht weil man diesem Film in all seinen Facetten nur gerecht wird, wenn man sich vollständig auf ihn einlässt, sich nicht durch Handy, Kühlschrank- und/oder Toilettengänge ablenken lässt. Im Kino bin ich nur aus einem Grund: Ich will einen Film sehen. Also geht ins Kino und lasst euch von der Mitte Amerikas in all ihren schrillen, schroffen, trostlosen und herzlichen Elementen erheitern und ja... auch bedrücken. Wie der Trailer erahnen lässt, bringt TBOEM eine ganze Menge Humor mit. Hier wird der Film dem Trailer definitiv gerecht. Der Humor findet nahezu immer statt, jedoch nicht immer (wie es möglicherweise der Trailer vermuten lässt) plakativ. Irgendwo im Subtext großer Verbitterung und Trostlosigkeit schwingt immer wenigstens ein Hauch (überwiegend schwarzer) Humor mit. Das McDonagh-Werk als Komödie zu betiteln wäre gelinde gesagt unpassend, denn dieses tragische Drama besticht sicherlich durch viel Humor, aber vor allem durch eine wunderbar erzählte und unsagbar traurige Geschichte. Also geht es wie in einem klassischen Drama um das Zwischenmenschliche. Hier bringen die Figuren allerdings jede Menge erfrischende Eigenarten mit. Was mir spätestens zur Hälfte der Laufzeit aufgefallen ist, sind eben diese wunderbar geschriebenen Charaktere und die starken SchauspielerInnen, die diesen Figuren auf besondere Art Leben einhauchen. Egal wer hier Screentime bekommt: Man freut sich wirklich über jeden. Das und eine Mischung aus Country und Soul in einem schönen Soundtrack machen den Film enorm kurzweilig. Ob Sam Rockwell, Caleb Landry Jones, Peter Dinklage oder garstige Filmmutter Frances McDormand, es ist beinahe egal wer da grad spielt. ALLE machen einen sehr guten Job. Besonders hervorzuheben ist die Chemie zwischen den DarstellerInnen. Sie stimmt überall. Die Chemie zwischen Hauptdarstellerin Frances McDormand und "Polizeichef" Woody Harrelson überragte allerdings alles. Aber auch John Hawkes als Exmann der Hauptfigur interagiert so treffsicher mit McDormand, dass man dieser Familie wirklich glaubt. Ein besonderes Schmankerl gibt uns Woody Harrelson mit all seinen Auftritten im Film, auch denen wo er ohne McDormand auskommt. Er bringt den Zuschauer dazu sich in die Lage seiner Figur zu versetzen und zwar auf völlig andere Art, als man es zuerst erwarten würde. Fazit: Der Film besticht durch Charakterentwicklung, zwischenmenschliche Paradoxa und die dafür notwendigen sehr guten SchauspielerInnen. Mit einer Träne im Knopfloch lässt uns Three Billboards Outside Ebbing Missouri zurück, obwohl wir doch eigentlich so viel gelacht haben.

dirtkid
dirtkid

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5,0Meisterwerk
Veröffentlicht am 27.01.18

Einfach ein guter Film .... das Drehbuch ist eins der besten , die Schauspieler alle grandios bis hin zu jeder kleinsten Nebenrolle super besetzt , das Setting passt , toller Soundtrack.... einfach top und gerechterweise als einer der besten Filme des Jahres gepriesen.

Davki90
Davki90

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4,5hervorragend
Veröffentlicht am 26.01.18

Hinter dem langen und komplizierten Titel verbirgt sich ein ganz starkes Filmdrama. Das Schauspiel auf unglaublich hohen Niveau. Man weiss nie, was einem als nächstes erwartet. Der Film ist nicht vorhersehbar und das ist sehr positiv. Auch das Ende finde ich, passt gut zum Streifen. Ich kann Regisseur Martin McDonagh und sein Team einfach nur für den guten Job loben. Hoffentlich kommen noch mehr so starke Werke in naher Zukunft.

Julian S.
Julian S.

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4,5hervorragend
Veröffentlicht am 24.01.18

Ich habe den Film in einer Sneak Preview gesehen und wusste anfangs gar nicht was mich erwartet. Nachdem ich die anfängliche Skepsis überwunden hatte, konnte ich den Film voll und ganz genießen. Die Schauspieler leisten tolle Arbeit und die Story des Films ist spannend und gut erzählt. Sie regt zum Nachdenken an. Alles in allem ein sehr guter Film den man auf jeden Fall gesehen haben sollte.

Anke R.
Anke R.

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4,5hervorragend
Veröffentlicht am 09.01.18

Habe den Film gestern in einer Sneak gesehen und muss zugeben, dass die Gefühle hoch und runter gingen. Wahrscheinlich hätte ich diesen Film nie aktiv gewählt, um ihn anzuschauen, daher bin ich froh, dass es Sneaks gibt. Der Film ist einfach vollkommen schräg. Man ist geschockt von der Offenheit der Worte, mitfühlend mit permanent anderen Filmfiguren, man rätselt, wer der Mörder sein könnte, ist wieder verwundert und trotz allem immer irgendwie mit einem Lächeln oder mehr, für das man sich aber fast schämt.... Einfach grandios! Jeder Schauspieler war vollkommen authentisch ohne große Schnörkel. Fans von schwarzem Humor unbedingt ansehen!

Haermeyer
Haermeyer

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4,5hervorragend
Veröffentlicht am 05.02.18

Spannender Film, der allerdings manchmal brutal die Realität abbildet. Er hat mich sehr nachdenklich hinterlassen

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