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Simpel
Durchschnitts-Wertung
3,1
7 Wertungen - 5 Kritiken
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5 User-Kritiken

BrodiesFilmkritiken
BrodiesFilmkritiken

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3,0solide
Veröffentlicht am 31.10.17

Dramen über Behinderte haben oft ein Problem welches bei diesem hier auch auftritt: die Darsteller und ihre Leistungen sind besser als der Film in dem sie erfolgen. In diesem Fall sind es Frederick Lau als problemgeplagte, arme Sau und eben David Kross als geistig behinderter Junge die sich in die Herzen der Zuschauer spielen und geradezu in ihren Rollen versinken. Das Problem ist allesdings daß das Drehbuch den beiden für ihre Reise keine richtige Richtung vorgibt. Die beiden müssen aus ihrer Umgebung raus, laufen ziellos durch die Gegend und treffen dabei auf diverse Menschen. Lustig dabei: irgendwie ist (außer einer Person) jeder auf den sie treffen herzallerliebst und grundgut, was der Laune und dem Gefühl zwar zu Gute kommt, aber nicht wirklich dem Unterhaltungswert. Deswegen: dies ist wieder mal eine bessere TV Produktion die sich irgendwie ins Kino getragen hat und deren exzellente Darsteller einen Blick rechtfertigen. Es reicht aber auch ihm Mal später im Heimkino genauer zu inspizieren. Fazit: Zwei überragende Hauptdarsteller in einem ansonsten eher gängigen Film!

Frank S.
Frank S.

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1,5enttäuschend
Veröffentlicht am 01.11.17

Ernstes Thema aber typisch deutsch jeden möglichen Supergau absurde Entwicklungen reingepackt ...fast schon peinlich bis ärgerlich....dümmlich dazu und am Ende packt einen die Wut .....Das wichtige Thema so dämlich zu präsentieren aber weil es halt so deutsch ist ein drittklassiger Til Schweiger ,der ja schon drittklassig ist ,hat es auch was sympathisches

Cursha
Cursha

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3,0solide
Veröffentlicht am 21.11.17

"Simpel" ist eine schöne kleine Unterhaltung aus Deutschland. Leider nicht mehr und nicht weniger. Die Figuren sind alle wirklich sympathisch, wenn gleich ich dem Film aber anrechnen muss, dass sich die Figuren dauerhaft im Kreis drehen und sich nicht weiterentwickeln. Am Ende ist doch irgendwie alles wie am Anfang. Dabei störte mich auch manchmal das Spiel von David Kross, der es manchmal dann doch überspitzt. Zu lachen gibt es dennoch viel im Film und er kann auch unterhalten, wenngleich aber die große Tiefe das letztlich doch fehlt und ihn nicht über einen durchschnittlichen Wert hinaushebt.

Kinobengel
Kinobengel

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3,5gut
Veröffentlicht am 18.11.17

Sehr frei nach der Romanvorlage von Marie-Aude Murail hat Markus Goller („Eine ganz heiße Nummer“) die Tragikomödie „Simpel“ geschaffen. Ben (Frederick Lau) möchte nach dem Tod der Mutter verhindern, dass sein Bruder Barnabas (David Kross) in eine Einrichtung für geistig Behinderte eingewiesen wird. Sie fliehen und suchen den von ihnen getrennt lebenden Vater (Devid Striesow), um ihn zur Übernahme des Sorgerechts zu überreden. Markus Goller überträgt wirkungsvoll die Empfindung einer Freundschaft unter Brüdern auf das Publikum. Hervorragend austariert ist dabei das Nebeneinander von emotionaler Bindungskraft und falsch verstandener Fürsorgepflicht. Schon dadurch hebt sich Gollers Film erheblich von seichter Fernsehunterhaltung ab. Die Verwebung mit Schmunzelhumor, der überwiegend nicht auf dem Rücken von Barnabas ausgetragen wird, spricht für ein engagiert umgesetztes Drehbuch. Und wenn die mit Hingabe gefilmten Bilder des versierten Schweizer Kameramanns Ueli Steiger über die Leinwand laufen, wird aus „Simpel“ ein echtes Kinoerlebnis. Zu dick aufgetragen ist das Aufeinandertreffen von Barnabas und der Prostituierten Chantal (Annette Frier), gefolgt von der Konfrontation der Brüder mit dem gewalttätigen Bordellbetreiber (Tim Wilde). Weil in anderen Szenen so vieles Beschreibendes für das Verhältnis von Ben und Barnabas geschieht, ist eben diese Situation deplatziert, in den Plot gequetscht und wie ein schlechter Ausflug ins Genre-Kino. „Simpel“ läuft dennoch geschmeidig. Der von Goller selbst editierte Film hat nach rasantem Beginn nur einen sehr kurzen Hänger, der vielleicht den Moment der Hilflosigkeit unterstreichen soll, nachdem die beiden Protagonisten in Hamburg, dem Wohnort ihres Vaters, angekommen sind. Allmählich wird die Spannungs- und Emotionsschraube angezogen. Das funktioniert. „Tschick“ von Fatih Akin ist gediegener und schnörkelloser inszeniert. Frederick Lau ist eine gute Besetzung für chaotische Typen mit Herz, die am Ende einer Geschichte sterben oder in den Knast müss(t)en. Das in jedem Film immergleiche, überpräsente Leidensknautschgesicht des Schauspielers zeugt nicht von Vielfältigkeit. Dennoch überzeugt Lau in vielen Phasen als Bruder Ben, insbesondere auch im Streit mit Aria (Emilia Schüle). Mit einer auffallend guten Leistung zeigt sich der zurzeit viel gebuchte Axel Stein, der dem Sanitäter Enzo Gefühl und Humor gibt. Meisterlich agiert David Kross als Barnabas „Simpel“ Kleeberg. Durch seine unglaublich begeisternde Performance in einer Inszenierung ohne Schnulz leidet das Publikum mit. „Simpel“ ist ein sehenswertes Road-Movie mit kleinen Unstimmigkeiten und starken Schauspielern.

Lars G.
Lars G.

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5,0Meisterwerk
Veröffentlicht am 09.11.17

Ein großartiger Roadmovie, der tief bewegt und trotzdem nicht zu ernst ist. Filme über Menschen mit Behinderungen können leicht daneben gehen. Bei Simpel ist das zum Glück nicht passiert. Den Filmemachern ist das Kunststück gelungen, dass die Dialoge und Szenen echt und authentisch sind. Es eine schauspielerische Meisterleistung von David Kross, den Simpel so wirklich werden zu lassen. Natürlich ist der Film "bigger than life", er bleibt bis zur letzten Minute spannend und unterhaltsam.

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