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    Shape Of Water - Das Flüstern des Wassers
    Durchschnitts-Wertung
    3,8
    224 Wertungen - 36 Kritiken
    Verteilung von 36 Kritiken per note
    7 Kritiken
    17 Kritiken
    9 Kritiken
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    36 User-Kritiken

    amlug
    amlug

    User folgen 40 Follower Lies die 325 Kritiken

    4,0
    Veröffentlicht am 15. Februar 2018
    Guillermo del Toro hat mal wieder Narrenfreiheit bekommen und zwischen den ganzen Meldungen, was er denn jetzt nicht verfilmt kam dann relativ unangekündigt auf einmal Shape Of Water daher, ein Film der mit Lobeshymnen und Oscar-Nominierungen geradezu übergossen wird. Und das auch absolut zurecht. Shape Of Water ist in allen Belangen ein wunderbar atmosphärisches, surreales, modernes Märchen welches extrem originell und einfallsreich daherkommt. Was ich vorrangig am meisten begrüße ist, dass der Film sich mal wieder wie etwas komplett eigenes anfühlt obwohl die Story an sich eigentlich relativ unspektakulär und bei oberflächlicher Betrachtung vielleicht sogar etwas generisch und einfach wirkt. Aber genau das ist ja das Schöne an einem Film. In diesem Medium kommt es nicht nur auf die Geschichte an, sondern schlichtweg auch, wie sie erzählt- und visuell aufbereitet wird und das funktioniert in Shape Of Water beides absolut überragend. Dieser Film hat eine extrem dichte, schöne Atmosphäre, die vor Nostalgie und Retro-Einlagen geradezu trieft. Der Film betört mit wunderschönen, magisch anmutenden und bis zum Sprung in der Fliese durchkomponierten Bildern und wird gerade dadurch wunderbar einfallsreich und herrlich zum anschauen. Die Kameraarbeit und der Schnitt dazu sind absolut großartig und jedes Bild, das auf die Leinwand geworfen wird strotzt nur so vor Liebe zum Detail. Geradezu manifestiert wird das dabei in der Maske des Amphibian Man, großartig verkörpert von Doug Jones, welche absolut brillant war und für fast alle CGI-generierten Wesen aus diversen Blockbustern wie ein Schlag ins Gesicht ist. Es ist ein visuelles Fest für das Auge und man merkt Guillermo del Toro zu jeder Zeit die Liebe und das Herz zu seinem Projekt an. Del Toro steht voll hinter seinem Werk aber das ist bei ihm ja eigentlich immer so. Neben Retro-Bildern und Retro-Sounds, die für die geniale visuelle Umsetzung dieses Stoffes sorgen überzeugte mich aber auch die Erzählweise der Geschichte total. Del Toro legt hier eine äußerst feinfühlige Erzählung hin, die zwar gegen Ende etwas zu lang und vielleicht auch etwas zu kitschig wird, insgesamt betrachtet allerdings absolut hervorragend funktioniert. Die Geschichte lebt von tollen Charakteren, wie der stummen Elisa, umwerfend brillant gespielt von Sally Hawkins, dem bedrohlichen Richard Strickland, ebenfalls virtuos gespielt von Michael Shannon oder dem liebenswerten Giles, toll gespielt von Richard Jenkins. Die Charaktere und tollen Darsteller tragen hier viel zum Gelingen des Films bei, was mich aber fast noch mehr beeindruckte war del Toros Genre-Mischung beim erzählen seiner Geschichte. Denn Shape Of Water ist eine feinfühlige Mischung aus Romanze, Drama und Thriller-Elementen, von denen höchstens der Thriller-Anteil vielleicht etwas zu ausführlich war. Ansonsten aber trägt gerade diese Mischung den Film sehr gut, denn auch wenn der Film zuweilen recht dramatisch wird so gibt es auch wirklich überraschend viele absolut liebenswerte, herzlich witzige Szenen und der Film sprüht teilweise wirklich vor wunderbarem Charme. Und so ist Shape Of Water eben ein funktionierendes Gesamtwerk, das zwar hier- und da manchmal ein paar Schönheitsfehler aufweist, im Gesamtbild aber als absolut wunderschöner Film im Kopf bleibt und einen Triumph der Kreativität und des Einfallsreichtums darstellt. Fazit: Visuell ein absolut beeindruckender, wundschön durchkomponierter Film, der mit viel Herz und Feingefühl erzählt wurde!
    Thorsten W.
    Thorsten W.

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    2,0
    Veröffentlicht am 20. Februar 2018
    Ein Film, der es irgendwie allen recht machen will und deshalb schwach bleibt. Ein bisschen Fantasy, ein bisschen Horror, ein bisschen Lovestory, aber alles sehr stromlinienförmig und langweilig mit einer extrem dünnen Story.
    Enrique T.
    Enrique T.

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    2,0
    Veröffentlicht am 20. Februar 2018
    langweiliger film so ein zwitterding zwischen lovefilm und horror...doch von beiden nichts wirkliches...lohnt sich nicht anzuschauen....leider vertane zeit
    BroilerAlert
    BroilerAlert

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    5,0
    Veröffentlicht am 18. Februar 2018
    Kein La-La-Wasser ... Bin mit der einzigen Erwartung, einen guten Film zu sehen, in diesen Film gegangen - und wurde nicht enttäuscht. Überaus gelungene Mischung aus diversen Genres, mit Schwerpunkt 'Gefühl'. Keiner der Darsteller hat sich in den Vordergrund gespielt, scheinbar waren alle mit Lust und Freude an der Sache. Die Ausstattung absolut stimmig für die gezeigte Ära. Darüber hinaus passende Bezüge auf den damals in den Staaten herrschenden Zeitgeist, ohne einen Zeigefinger zu erheben. Abgerundet mit der passen musikalischen Kulisse und einer Kurzreminiszenz an die Musical-Ära. Einer der besten Filme der letzten Zeit, um Längen besser als das seelenlose, überhypte La-La-Land.
    Lololein
    Lololein

    User folgen 1 Follower Lies die 5 Kritiken

    3,0
    Veröffentlicht am 6. Februar 2018
    Durfte den Film gestern im Rahmen der Spiegel Preview sehen. Die Story ist naja.....muss ich nicht weiter ausführen. Gut gespielt war vor allem die Rolle des Fieslings von Michael Shannon. Was die Szenen in der Badewanne der Hauptdarstellerin angeht, was hatten diese für einen Sinn? Diese hätte es meiner Meinung nach nicht gebraucht. Der Film wies die ein oder andere Schwäche auf. Ich verstehe auch den Hype um diesen Film und die 13 Oscar Nominierungen nicht. Ich bin froh, dass wir für den Film fast nichts bezahlt haben. Unsere Gruppe bestand aus 6 Leuten. 3 fanden den Film mittelmäßig und die anderen eher schlecht.
    Oli-N
    Oli-N

    User folgen 2 Follower Lies die 91 Kritiken

    3,0
    Veröffentlicht am 17. Januar 2018
    Und wieder ein gutes Beispiel für einen von Kritikern total überbewertes „Meisterstück“. Bei der heutiger Sneaker Preview zeichnete sich der Film überwiegend durch wirklich gute Schaupieler aus, die Story ist aber extrem flach und konnte mich nur in einige kurzen Passagen fesseln. Ich hatte das Gefühl der Regisseur versucht eine an sich banale Geschichte mit reichlich Blut etwas Sex und einer polarisierenden Beziehung zwischen Alien und Außeseiter aufzuwerten. Alles in allem eine gut gespielte bestenfalls mittelmäßige Story.
    cora K.
    cora K.

    User folgen Lies die 20 Kritiken

    5,0
    Veröffentlicht am 18. Februar 2018
    Toller Film, liebevolle perfekte Ausstattung, Musik passt, Darsteller klasse. Ist halt ein emotionaler Film, die Story ist nur der Rahmen dafür. Ein Film, der glücklich macht und das ziemlich perfekt. Mit einer Tanzscene als Hommage an die 50er Filme, wirklich gut und was für ein Unterschied zu dem schlechten seelenlosen selbstverliebten Film „Lalaland“!
    Kinobengel
    Kinobengel

    User folgen 16 Follower Lies die 416 Kritiken

    3,5
    Veröffentlicht am 20. Februar 2018
    Guillermo del Toro ist nach dem wenig überzeugenden „Crimson Peak“ mit „Shape of Water - Das Flüstern des Wassers” in den deutschen Kinos. Der Film hat die meisten Oscar-Nominierungen erhalten, und nicht nur in den Nebenkategorien. USA, in den 1960ern: Elisa (Sally Hawkins) und Zelda (Octavia Spencer) sind Gebäudepflegerinnen in einer geheimen Einrichtung der Regierung. Der rüde Strickland (Michael Shannon) nennt sie Shit Wiper. Rücksichtslos geht er mit einem gefangenen Amphibienmann (Doug Jones) um, für den auch die Russen Interesse zeigen. Als die stumme Elisa das Wesen entdeckt, baut sie eine Beziehung zu ihm auf und befreit es. Die erzählerische und bildliche Gewalt von Guillermo del Toros Filmen ist bekannt. „Pan’s Labyrinth“ gilt als Meisterwerk. Während sich in dem Horror-Drama von 2006 die kleine Ofelia (Ivana Baquero) in eine Traumwelt flüchtet, der Zuschauer dagegen an einen real existierenden Pan glauben soll und später in ein sehr berührendes, trauriges und realistisches Finale geführt wird, präsentiert der mexikanische Regisseur mit „The Shape of Water“ (Originaltitel) eine „echte“ Liebesgeschichte und setzt den Zuschauer in die Position des Allwissenden. In der Folge ist das Werk mit der sehr geradlinigen Erzählstruktur bis zur vorgenannten Befreiung nur mäßig spannend, aber dafür mit vielen einfallsreichen Szenen von bezaubernd mit viel Haut bis blutig gespickt. Das ist die Handschrift von del Toro. Aufwändig gestaltet ist das 1960er Setting. Dazu unterlegt mit dem unaufdringlichen, aber fantastisch melodiösen Score von Alexandre Desplat. Der französische Komponist hat die besondere Eigenschaft, seine Musik nie überbetont klingen zu lassen. Er reißt den Film nicht an sich. Brutalität und Aufopferung opponieren durch eindeutige Charaktere: Die versierte Sally Hawkins spielt mit Hingabe die Einsame zum Liebhaben. Michael Shannon wird in der Regel nicht für Märchen oder Love Stories gebucht, aber irgendwer muss ja den herrischen Oberbösen geben. Und dafür ist der lange Mann aus Kentucky stets eine starke Wahl (besonders in der Originalvertonung). Ein Schönling ist der Amphibienmann nicht, aber er ist auch nicht das erste Filmungetüm, das geliebt wird. Wild, kommunikationswillig, als Wesen mit Herz und besonderen Heilkräften gibt er sich zu erkennen. Sally Hawkins ist allerdings so sehr ausdrucksstark, dass Elisas Verbindung lange Zeit einseitig erscheint. Elisa bringt zudem mit ihrer spielerischen Neugier eine kleine komische Note ins Spiel. Die direkte Ansprache von Zelda (mehr als überzeugend: Octavia Spencer) und insbesondere Nachbar Giles (herrlich: Richard Jenkins) sorgen für weitere humorige Anteile. Mit dem netten und vor allem moralisch korrekten Schlussteil ist „The Shape of Water“ für die Oscar-Verleihung wie geschaffen. Es muss nicht immer komplex und verschnörkelt sein. „Shape of Water - Das Flüstern des Wassers“ ist ein sehr schönes Kinoerlebnis mit glänzenden Schauspielern.
    BrodiesFilmkritiken
    BrodiesFilmkritiken

    User folgen 33 Follower Lies die 4 166 Kritiken

    4,5
    Veröffentlicht am 16. Januar 2018
    Die Story klingt als habe man einen alten Notizblock von Stephen Spielberg wiedergefunden: schöne, unschuldige Frau trifft auf mysteriöses Fabelwesen und es entwickelt sich was zwischen ihnen. Es gibt dabei zahlreiche Möglichkeiten in die Sicht so eine Handlung entwickeln kann: kommen die beiden zusammen oder bleiben sie nur freunde? Wird es zu einer großen Befreiungsaktion kommen? Wenn ja, stellt diese den Showdown dar oder passiert viel früher? Happy End oder Tränenzieher? Es gibt genug Möglichkeiten so etwas ansprechend zu zeigen, die Frage auf welchem Weg es geht macht den Unterschied aus. Aber das bewältigt der Streifen ganz wunderbar. Seine stärken ligen eh woanders: Sally Hawkins liefert hier eine Leistung ab die oscarwürdig ist, zeigt dabei vollen Körpereinsatz und scheut auch nicht mehrere Nackt und Masturbationsszenen. Das Zusammenspiel mit Octavia Spencer, Richard Jenkins und Michael Shannon ist adbei wunderbar, und sogar Doug Jones kann durch die Effekte die seine Figur umgeben eine wirklich lebhafte und glaubwürdige Figur abliefern. Obendrein ist der Film optisch unfassbar brilliant: wie ein Gemälde, mit einer ganz eigenen Bildersprache entführt der Film in eine ganz eigene Welt. Vielleicht nicht für jeden geeignetes Blockbusterkino, wohl aber emotionales, spannendes und begeisterndes Flmerlebnis das etwas sehr seltenes auf die Leinwand bringt: Magie! Fazit: Überragend inszeniert und gespielt – eine gänzlich andere, nur etwas zu lange Liebesgeschichte!
    Cursha
    Cursha

    User folgen 26 Follower Lies die 712 Kritiken

    4,0
    Veröffentlicht am 2. März 2018
    Guillermo del Toro gehört noch zu einer Hand voll Regisseuren, die es wirklich schaffen ihre Vision auf die Kinoleinwand zu bringen und uns immer wieder magische Momente zu liefern. Gibt es eigentlich noch Regisseure, die auf eine atemberaubende Astethik setzen ? Wohl sehr wenige. Del Toros Handschrift ist allerdings immer sofort zu erkennen und auch sein neuster Film "Shape Of Water" bildet da keine Ausnahme. Nun worum geht es ? Die Geschichte handelt von der Stummen Elisa, die als Putzfrau in einem Labor arbeitet. Eines Tages bekommen sie ein besonderes "Objekt", dass sich als Fischmensch herausstellt. Während man versucht das Wesen zu erforschen kommt dieses und Elisa sich näher. Shape Of Water ist auf gewisse Art und Weise wieder einmal ein typischer Film von Guillermo del Toro. Die Bildsprache ist typisch für ihn und gerade die echten Sets, die leichte Comiceinflüsse aufweisen, wie auch in Del Toros "Hellboy" sehen gewohnt fantastisch aus. Stilistisch läuft dies gewohnt einwandfrei und auch was die Kostüme angeht wurde wieder einmal ganze Arbeit geleistet. Doug Jones, der bei so ziemlich jedem Film von Del Toro mitwirkt mimt das Fischwesen und sein Kostüm sieht großartig aus. Doug Jones macht seine Sache aber auch wieder einmal gewohnt gut, auch wenn er keinen Sprechtext hat. Alleine das Design der Kostüme hat sich den Oscar verdient. Ähnlich stark fällt die Kameraarbeit auf. Dan Laustsen hat hier ganze Arbeit geliefert und fängt die unterschiedlichsten Szenarien großartig ein, ob an Land, im Wasser oder einer Traumsequenz. Was ebenfalls positiv auffällt ist die Musik von Alexandre Desplat. Dieser hatte gerade in den letzten Jahren mit "Grand Budapest Hotel", "The Imitation Game" oder "The Danish Girl" herausragende Werke geschaffen und auch "Shape Of Water" bekommt einen ausgezeichneten Soundtrack verfasst. Handwerklich ist der Film in ganzer Hinsicht perfekt. Seine schwächen finden sich im Drehbuch. Zwar schafft es der Film Grundthemen wie die Individualität des Einzelnen gekonnt aufzugreifen und auch Themen wie Sexualität werden gut in der Geschichte verpackt, dennoch trifft der Film an einzelnen stellen zu stark ab und hat einen Hang zum Kitsch. Gerade eine Traumsequenz, die man einzig als Hommage an die 50er verstehen kann, wirkt wie ein Fremdkörper im Gesamtkonzept und wirkt befremdlich, auch wenn sie natürlich ihren Zweck erfüllt, hätte man dies auch auf eine andere Art vermitteln können. Auch die Beziehung des Fischmenschen zu Elisa ist nicht ganz nachvollziehbar erzählt. Anders herum funktioniert dies großartig. Allerdings ist die Geschichte gut strukturiert und zu jeder Zeit offen, da man nicht wirklich erahnen kann in welche Richtung sich der Film entwickeln kann. Stärken und Schwächen finden sich auch in der Charakterzeichnung. So ist beispielsweise Sally Hawkins eine wunderbare Besetzung für Elisa. Deren Aufgabe besteht darin, den gesamten Film über ihre Gefühle einzig über ihre Gestik und Mimik zu transportieren. DIes macht sie hervorragend. So mal auch ihre Figur großartig geschrieben ist. Sie wirkt authentisch und echt. Stark, aber auch Zerbrechlich. Trotz der Schwächen zu Beginn ist auch der Fischmensch großartig gezeichnet und es entwickelt sich dadurch noch eine sehr ergreifende Liebesgeschichte zwischen zwei verschiedenen Wesen, die im Kern aber sich ähnlicher sind als Mensch und Mensch. Gerade über diese Beiden werden die Grundthemen, der Akzeptanz und Sexualität gut transportiert. Auch Octavia Spencer, gibt sich als Elisas beste Freundin zum Besten. Auch ihre Figur ist hervorragend geschrieben und transportiert wichtige Inhalte. Sie ist das Bild einer starken Frau in einem vom Rassismus zerfressenen Amerika. Etwas schwerfällig fällt dagegen der Part von Richard Jenkins aus, der den Homosexuellen, Nachbar und Freund von Elisa mimt. Dieser schließt man zwar sofort ins Herz und auch er hat für die Thematik einen wichtigen Platz inne, aber sein Charakter ist letztlich etwas zu schwarz-weiß Gezeichnet. Am schlimmsten trifft es aber Michael Shannon, der als Schurke eine etwas blöde Rolle aufgebrummt bekommt. Der Großartige Mime, den man in Werken wie "Nocturnal Animals", "Midnight Special" oder "Take Shalter" bewundern durfte hat hier einfach nur die Aufgabe Böse und unsympathisch zu sein. Natürlich kann Shannon dies, allerdings ist es letztlich Verschwendung, da man die Figur auch etwas authentischer hätte schreiben können. In keiner Sekunde kommt etwas menschliches in ihm zum Vorschein. Er tyrannisiert von Beginn an und schafft es auch dem Zuschauer Angst zu machen, aber letztlich sind die besten Schurken immer die, mit denen man mitfiebert und deren Motive man nachvollziehen kann. Das fehlt hier allerdings. Auch Michael Stuhlbarg hat es da etwas schwer, der als Doc. Hoffstetler einen Wissenschaftler mimt, der zwar etwas komplexer geschrieben ist, aber auch am Ende in seiner Moralformstellung etwas dem Kitsch verfällt. Er ist zwar sympathisch, aber stellenweise auch nicht genug charakterisiert. Kurz: "Shape Of Water" ist ein handwerklich perfekter Film, der durch seine starke Botschaft rund um Akzeptanz, Toleranz und Sexualität punkten kann. Auch die darstellerische Leistungen sind hervorzuheben. Allerdings sind es dann am Ende vereinzelnde Schwächen im Drehbuch, besonders im Hinblick auf zu viel Kitsch und eine stellenweise etwas schwache Charaktereichung, die das Gesamtergebnis etwas schmälern. Del Toro schafft aber ein weiteres ästhetisches Gesamtwerk, dass zwar nicht an sein Meisterwerk "Pan´s Labyrinth" herankommt, aber den inhaltsschwachen "Crimson Peak" locker überbietet und so am Ende einen noch sehr starken Film hervorbringt.
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