Mein FILMSTARTS
The Florida Project
Durchschnitts-Wertung
3,3
30 Wertungen - 4 Kritiken
0% (0 Kritik)
25% (1 Kritik)
75% (3 Kritiken)
0% (0 Kritik)
0% (0 Kritik)
0% (0 Kritik)
Deine Meinung zu The Florida Project ?

4 User-Kritiken

BrodiesFilmkritiken
BrodiesFilmkritiken

User folgen 10 Follower Lies die 3 926 Kritiken

3,0solide
Veröffentlicht am 21.08.18

Das Lob und die Lobgesänge auf diesen Film waren fast garnicht greifbar, ich wollte ihn daher beim Start auch schauen, aber mein Kino hatte ihn nicht im Programm. Nun konnte ich ihn auf DVD nachholen und frage mich: wozu die ganzen Lobeshymnen? Denn man hat es hier durch aus mit einem interessanten Titel zu tun, aber einem ebenso langweiligen. Zumindest in meinem Empfinden. Es wird der Alltag einer Kindheit skiziert die an der Armutsgrenze stattfinden und der Film stellt da natürlich einige Symbole auf: die Hauptfiguren die im Schatten von Disneyland leben und auch noch von Laiendarstellern immens lebensnah verkörpert werden. Darüber thront Willem Dafoe als grundguter Hotelmanager der versucht alles zusammen zu halten und als gutmütiger Kerl das Herzstück des Films darstellt. Und Herz steckt in der Tat drin, insbesondere im tränenreichen letzten Akt, aber trotz toller Atmosphäre, einem überragenden Willem Dafoe und vielen Szenen in denen es wie aus dem Leben direkt abgefilmt wirkt: wirklich unterhaltend kam es mir nicht vor. Fazit: Sehr herzlich und an manchen stellen sehr lebensnah!

amlug
amlug

User folgen 35 Follower Lies die 279 Kritiken

3,0solide
Veröffentlicht am 27.03.18

The Florida Project entführt uns in eine Welt, die für uns hier in Deutschland wohl nur schwer nachvollziehbar ist. Denn Sean Bakers neuester Film ist eine Milieustudie der anderen Seite Amerikas, der Seite, die praktisch immer vom reich- und glanzvollen Traumland Amerika überspielt wird. Der Seite, die wohl viele Amerikaner gerne komplett aus ihrem Gedächtnis streichen würden. In The Florida Project erzählt uns Sean Baker nüchtern, realistisch, fast schon dokumentarisch eine Geschichte von der unteren Hälfte der zwei Klassen Gesellschaft und setzt diesen Kontrast sehr gekonnt nach Orlando, Florida direkt neben Disneyworld, wo all deine Träume wahr werden. Und das wirklich besondere daran ist, dass die Geschichte praktisch komplett aus den Augen von Kindern erzählt wird! Es ist ein interessantes Ausgangsmaterial, soviel denke ich steht fest aber auf einer relativ subjektiven Ebene konnte mich der Film dennoch nicht so hundertprozentig ansprechen und packen. Das liegt wohl hauptsächlich daran, dass Sean Baker und Chris Bergoch es in meinen Augen verpassen, eine wirkliche Geschichte zu erzählen. Wenn man versucht, dass ein Film nur durch Atmosphäre leben soll und dabei auf einen strikten Handlungsverlauf verzichtet, begibt man sich immer in gefährliches Fahrwasser, denn Atmosphäre wird immer eine subjektive Sache sein und da kann man auch nur für sich selber ausmachen, ob die Atmosphäre nun auf einen übergreift oder eben nicht. Im Falle von The Florida Project war bei mir leider letzteres der Fall. Der ganze Film konnte mich nie so wirklich ins Boot holen, dafür brauchte er mir mit gut einer Stunde einfach viel zu lang, bis er wirklich mal Fahrt aufnahm und begann eine Geschichte zu erzählen, beziehungsweise eine Handlung mit einzubauen. Zuvor lernen wir halt so ein bisschen das Leben im „Magic Castle“-Motel und seiner Umgebung kennen und das ist alles ganz nett oder auf seine Weise vollkommen schockierend und traurig aber mir persönlich gab der Film in dieser Zeit nicht wirklich etwas interessantes mit und jetzt im Nachhinein habe ich auch ehrlich gesagt kaum noch Erinnerungen an die erste Stunde. Mir fehlte hier eindeutig etwas markantes, interessantes. So wirklich loslegen tut der Film nach der ersten Stunde leider auch nicht aber ab da konnte ich dem Streifen wieder etwas mehr abgewinnen, denn es kommt zu größeren Konflikten und es wird langsam auch klar, wohin der Film eigentlich will. Ungefähr die letzte Viertelstunde fand ich dann sogar ganz hervorragend, mit viel Tempo, Spannung und Emotionen, so wie ich mir eigentlich den ganzen Film gewünscht hätte. Das extrem abrupte und sehr interessante Ende fand ich persönlich dann sogar so schön, dass mir fast die Tränen kamen und ich mich unweigerlich ärgerte, dass ich den Rest des Films lediglich „ganz okay“ fand. Was an The Florida Project allerdings nicht nur „ganz okay“ war, waren die Darsteller. Ja, die kleine Brooklynn Prince ist absolut sensationell, genauso wie ihre zwei Filmfreunde Christopher Rivera und Valeria Cotto. Auch Mutter Halley wird von Bria Vinaite herrlich gespielt, doch wer dem allem definitiv die Krone aufsetzt ist William Dafoe, der atemberaubend gut spielt und alleine durch seine Mimik so viel Tiefe in die Geschichte bringt … das war ganz und gar wunderbar. Auch technisch will ich dem Film eigentlich nichts vorwerfen. Vor allem die Kamera zauberte oft sensationelle Bilder auf die Leinwand, die alle eine enorme Kraft besaßen. Auch die extremen Farben waren der Hammer und passten wunderbar zum Film und verliehen ihm einen ganz eigenen Style. Fazit: Sean Baker gibt hier eine weitgehend nüchterne Milieustudie ab, die zwar zu keinem Zeitpunkt wirklich schlecht ist, mich persönlich aber über lange Zeit einfach nicht packen- und ins Boot holen konnte. Schade.

Last Movie Heroes
Last Movie Heroes

User folgen Lies die 4 Kritiken

4,0stark
Veröffentlicht am 10.03.18

The Florida Project ist ein ruhiger Film geworden, der die Welt aus den Kinderaugen zeigt. Toll gefilmt, bunte Farben und ein glänzender Willem Dafoe machen den Film zu einem guten Drama, das am Ende vielleicht aber zu viel gewollt hat - man wartet hier förmlich auf die dramatische Wendung. Dafür machen die Kids wiederum verdammt viel Spaß und es tut dem Film gut, dass man bis auf Dafoe gänzlich unbekannte Gesichter gecastet hat. Mehr in unserer Review auf YouTube!

Das Kulturblog
Das Kulturblog

User folgen 2 Follower Lies die 100 Kritiken

3,0solide
Veröffentlicht am 26.11.17

Dieser Film ist nicht ganz so dreckig und experimentell wie der auf iPhone gedrehte Vorgänger „Tangerine, L.A.“ und hat mit Willem Dafoe auch einen prominenten Star zu bieten. Er spielt den Motelmanager Bobby, der in einer heruntergekommenen Anlage in einem Vorort von Orlando nach dem Rechten sehen muss. Die eigentlichen Hauptdarsteller des Films sind aber Brooklyn Prince als Moonee, sechsjährige Anführerin einer rotzfrechen Kindergang, und ihre überforderte Mutter Hally (Bria Vinaite), als Trash Queen, die allen den ausgestreckten Mittelfinger zeigt und zweifelhafte Mittel nutzt, um sich und ihre Tochter über Wasser zu halten. Es ist absehbar, dass früher oder später das Jugendamt vor der Tür steht.

Möchtest Du weitere Kritiken ansehen?
  • Die neuesten FILMSTARTS-Kritiken
  • Die besten Filme aller Zeiten: Usermeinung
  • Die besten Filme aller Zeiten: Pressemeinung
Back to Top