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Der verlorene Sohn
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2 User-Kritiken

Filmgenuss
Filmgenuss

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3,5
Veröffentlicht am 18.03.19
SEELENGEISSELN MIT DEM BIBELGÜRTEL Der liebe Gott will das alles gar nicht. Nicht diese Qual, nicht diese Verzweiflung. Menschen, die im mehrere Bundesstaaten umfassenden Biblebelt ihre Homosexualität entdecken, können sich glücklich schätzen, wenn es keiner merkt. Denn gleichgeschlechtliche Liebe, die ist im Südosten der USA etwas, das für all die anderen frommen Gläubigen nicht mit rechten Dingen zugehen kann. Da muss die mittelalterliche Ahnung einer manipulativen Finsternis herhalten, die sich im Hexenwahn Europas und in der Manifestation des Teufels in den Dingen des Alltags schon Jahrhunderte zuvor austoben konnte, zum Leidwesen tausender unschuldiger Opfer. Erschreckend, dass sich diese Auslegung der heiligen Schrift im Pietismus der evangelikalen Kirche in zwar gesitteter, aber nicht weniger grausamen Form erhalten hat. Denn Homosexualität ist nichts, was den lieben Gott sauer aufstößt. Sondern Teil einer komplexen Biologie, die weder umgepolt, noch verdrängt, noch weggebetet werden kann. Die ganze Review weiterlesen auf FILMGENUSS unter https://filmgenuss.com/2019/03/18/der-verlorene-sohn/
Isabelle D.
Isabelle D.

User folgen 18 Follower Lies die 253 Kritiken

4,0
Veröffentlicht am 25.02.19
"Der verlorene Sohn" von Joel Edgerton ist ein starkes Familiendrama und zeigt auf erschreckende Weise auf, welchen Vorurteilen Homosexuelle noch immer ausgesetzt sind. Im Mittelpunkt steht der junge Jared, der an einer sogenannten Reparativtherapie teilnimmt. Die Verantwortlichen betrachten Homosexualität als eine schlechte Verhaltensweise, die sich heilen ließe durch die "richtige" Einstellung und allerlei absurden Handlungen, die als "typisch männlich" betrachtet werden - aber eigentlich nur haarsträubend sexistisch sind. Das ist recht nüchtern und sachlich erzählt, ohne Tränendrüsengedrücke, ohne großes Drama, ohne Geschrei. Die Schauspieler - vor allem Lucas Hedges, Nicole Kidman und Russell Crowe - spielen unaufgeregt, aber mit intensiver, innerer Kraft. Hier passiert auch sehr viel zwischen den Zeilen. Trotzdem gibt es immer wieder auch humorvolle Momente. Und gerade diese Erzählweise macht das Geschehen auf der Leinwand umso erschreckender. Umso mehr, wenn man erfährt, dass das Ganze auf einer wahren Geschichte beruht und solche "Therapien" noch immer nicht überall verboten werden - und dass es wirklich Menschen gibt, die diesen gefährlichen Quatsch glauben. Da bleibt nach Ablauf des Abspanns schon ein Kloß im Hals stecken. Fazit: Unbedingt sehenswert! Nicht verpassen!
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