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    Joker
    Durchschnitts-Wertung
    4,0
    146 Wertungen - 49 Kritiken
    41% (20 Kritiken)
    22% (11 Kritiken)
    14% (7 Kritiken)
    2% (1 Kritik)
    6% (3 Kritiken)
    14% (7 Kritiken)
    Deine Meinung zu Joker ?

    49 User-Kritiken

    Rojan H
    Rojan H

    User folgen 1 Follower Lies die 2 Kritiken

    5,0
    Veröffentlicht am 4. Oktober 2019
    Der Film sticht besonders durch die unglaublich starke Performance von Phoenix hervor. Kameraarbeit und Score sind auch erste Klasse. Die Inspirationen aus u.a. Taxi Driver fand ich persönlich sehr geil und sehe es garnicht als negativen Kritikpunkt, wie es bei der Filmstarts Kritik der Fall war, im Gegenteil. Ich wiederhole mich gerne: Joaquin Phoenix hat meiner Meinung nach neue Maßstäbe gesetzt. Der letzte Part hat mich so gepackt wie schon lange kein Film mehr. Werde ihn mir definitiv nochmal anschauen!
    nada n
    nada n

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    5,0
    Veröffentlicht am 16. Oktober 2019
    Diesen Film so unneutrale zu Bewerten wie Filmstarts 2/5 ?! Tut diesmal einfach Weh, Der Film hat nicht nur unglaublich Spaß gemacht, die Rollen waren großartig besetzt, joaquin phoenix in Höchstform(jede Szene ist eine Phoenix -Szene!!), tolle aufwendige Bilder , guter Look, handgemachte Effekte. Der beste Film seit Jahren. Viel Spaß an jeden!!
    TheCat4991 .
    TheCat4991 .

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    5,0
    Veröffentlicht am 14. Oktober 2019
    Genial inszenierter Film, mit einer schauspielerischen Meisterleistung von Joaquin Phoenix. Wer allerdings einen Action Kracher erwartet, der ist hier absolut falsch. Was vielleicht auch die vereinzelten schlechteren Bewertungen erklärt. Es ist kein Geballer-Popcorn Kinofilm, sondern ein anspruchsvolles, gesellschaftskritisches Meisterwerk. Und warum ein Mann zu einem verrückten Killer wie dem Joker wird, ist nun mal nicht in einer Stunde abgehandelt. Nun zum Film selbst: Der Film handelt ausschließlich von einem psychisch kranken Mann und den Dingen, die ihm widerfahren und ihn schlussendlich zu dem verrückten Mörder machen, den man als Joker kennt. Der Film schafft es (zumindest bei mir), dass man Mitleid und sogar Verständnis für diesen psychisch kranken Mörder empfindet, da die Dinge die er erlebt, nur zu gut auf unsere aktuelle Gesellschaft übertragbar sind. Das düster gehaltene Bild, gekonnt mit den richtigen Licht- und Farbakzenten kombiniert und der Score untermalen perfekt die Handlung und das heruntergekommene Gotham, in dem der Film spielt.
    Daniel R.
    Daniel R.

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    5,0
    Veröffentlicht am 11. Oktober 2019
    Über 220.000 Bewertungen bei Imdb und einen Bewertungsschnitt von 9/10 haben mich veranlasst heute ins Kino zu gehen und diesen Film zu schauen. Und ich muss sagen, ich sah ein Meisterwerk. In Zeiten in denen Bücherverbrennungen kein probates Mittel mehr sind, um bestimmte Gedankenrichtungen zu unterbinden, wird heute viel subtiler auf den Konsumenten eingewirkt. Es wird NegativIert und absichtlich kritisiert, obwohl das Schauspiel einmalig brillant ist. Ich kann die Angst bestehender Machtstrukturelemente und deren Helfer in Form von Medien verstehen. Und mir ist hier wieder einmal klar geworden, dass Filmstarts ganz klar ein Instrument derer (geworden) ist, die lenken und manipulieren wollen. Dieser Film ist ein Meisterwerk, weil er auf brutalster Weise daran erinnert, wie wenig emphatisch, wie zerfressen und zerklüfteter Menschen in kapitalistischen Systemen werden. Da treffen sich Reiche im Kino um gemeinsam über einen Film zu lachen, während die, die in der Gesellschaft ganz am Rande stehen gegen Armut, Ratten und Müllverschmutzung demonstrieren. Der Film hat schon fast etwas von reportagenhaften Elementen. Wer die Wohnbehausungen vieler Obdachloser in den USA kennt, weiß wovon ich spreche. Vor allem aber zeigt dieser Film, was eine Gesellschaft, die nur auf Konsum, Macht und MEHR aufgebaut ist, aus Menschen machen kann. Die Angst dass dieser Film weitere Ausgestoßenfühlende dazu veranlassen kann, ein Massaker auszuüben, ist deshalb so real, weil er alle Elemente beinhaltet, die dazu geführt haben, dass es unzählige dieser Massaker schon längst gegeben hat. Soll heißen, der Film bietet nicht den Anstoß, sondern die Erklärung dafür. Ich bin froh, dass es solche Filme in die Kinos schaffen und ein Joaquín Phönix mit ganz großer Wahrscheinlichkeit auch den Oskar als bester Schauspieler bekommen wird (muss).
    niman7
    niman7

    User folgen 53 Follower Lies die 605 Kritiken

    4,5
    Veröffentlicht am 10. Oktober 2019
    In den letzten Jahren häuften sich Fälle von Gewaltverbrechen durch Menschen, die entweder in einer Menschenmenge hinein rasten oder wild um sich schossen. In der Regel wird schnell danach ein psychologisches Bild des Täters erstellt. Fragen nach dem Motiv werden aufgeworfen und vor allen Dingen: was bewegt einen Menschen zu diesen schrecklichen Taten? Hangover-Regisseur Todd Philipps möchte dieser Frage auf den Grund gehen und bedient sich hierbei an der Vorlage des wohl größten Bösewicht´s aller Zeiten- dem Joker! Gotham in den 80er Jahren: der Talent lose Einzelgänger Arthur Fleck (Joaquin Phoenix) verdient sein Brot damit in dem er verkleidet als Clown Werbeschilder durch die Gegend schwingt. Dabei träumt Arthur eigentlich von einer Karriere als Komiker. Nachdem er von einer Jugendgruppe in einer Gothamer Gasse zusammengeschlagen wird, erhält er von einem Kollegen eine Pistole, um sich bei zukünftigen Zwischenfällen verteidigen zu können. Der nächste Zwischenfall kommt früher als gedacht und Arthur wird von 3 halbstarken Schnöseln in einer U-Bahn attackiert. Ungewollt erzeugt Arthur damit eine Welle der Demonstrationen und Gewalt... Auch wenn Philipps sich hier bei einer Comic Vorlage bedient, sollte man den Film tunlichst nicht als Blockbuster oder gar als Superheldenfilm sehen. Seine "Joker" Version ist ein Psycho-Drama über einen gebrochenen Mann- dem keine Aufmerksamkeit geschenkt wird und nur Gelächter widerfährt. Das heikle Thema umschifft hier Philipps gekonnt und schlägt sich niemals auf die Seite von Terroristen oder dergleichen labilen Menschen, die nur Unheil mit sich bringen. Auch wenn er sich nicht auf die Seite von Arthur positioniert, erzeugt rasch eine Sympathie für die Figur des Arthur Fleck. Beispielsweise wenn er einfach nur jemanden zum Reden sucht aber seine Therapeutin ihm nicht nur ignoriert, sondern Sage und Schreibe 7 (!) Arzneimittel verschreibt und obendrein selbst von der Wirkung nicht überzeugt ist. Arthur Fleck ist ein gebrochener Mann, der wie jeder andere seinen Träumen nachgeht, aber eben von der Gesellschaft gemieden wird. In einer Szene sagt er, dass ein riesen Wirbel um tote Schnösel gemacht wird, aber sich niemand darum schert, wenn er halbtot auf der Straße liegt. Arthur leidet ebenfalls unter einer Krankheit: er kann sein Lachen nicht steuern und fängt unkontrollierbar an zu lachen. In einer anderen Szene sagt Arthur, ihm wurde gesagt, er solle seine Krankheit unterdrücken und versuchen, sich normal zu verhalten. Damit und mit vielen weiteren Szenen hält Philipps der Gesellschaft ein Spiegel vor Augen. Auch wenn die Figur einem Comic entsprungen ist, ist sie so real und aktuell, wie es nur geht. Er präsentiert uns einen offensichtlich gebrochen Mann (seelisch und körperlich), dem nicht geholfen wird und man so unfreiwillig in ihm eine böse Saat sät... Ja, Philips hat offensichtliche Anspielungen auf Taxi Driver, King of Comedy und GoodFellas eingebaut. Teilweise 1:1 nachgedreht. Ist das schlimm? Nein, ganz im Gegenteil. Er vereint diese kultigen Meisterwerk wunderbar in einem und verbindet all die verschiedenen Elemente gekonnt in seinem Psychodrama. Teilweise hat es mir sogar Spaß bereitet auf Anspielungen zu achten. Ein Drama funktioniert nur, wenn die Schauspieler die Tragik überbringen. In der Vergangenheit gab es famose Interpretationen des verrückten Clowns. Wohl jeder Schauspieler muss sich an Nicholson und Ledger messen lassen. Joaquin Phoenix reiht dem Joker eine weitere Facette ein. Er nimmt dieses anarchische aus dem Comic komplett weg und gibt ihm einen gewaltigen Schuss Trauer und Ernsthaftigkeit hinzu. Phoenix Spiel ist durchgehend überwältigend. Wenn er von einer Sekunde auf die andere in Gelächter ausbricht und dann wiederum einen plötzlich eiskalt in die Augen schaut, gefriert das Blut in einem. Er ist herrlich durchgeknallt und trotzdem empfindet man mit diesem Mann so viel Mitleid. So viel Empathie. So sehr wünscht man sich, dass er und seine Nachbarin ein Paar werden und diesen dürren, kranken Menschen, endlich jemand etwas Liebe schenkt. An dieser Stelle verdient auch Phoenix´ Synchronsprecher Tobias Kluckert eine Erwähnung. Er macht seine Arbeit gewohnt hervorragend- Schauspiellegende Robert De Niro (spielte einst alle Filme nachempfundenen Filme selbst) kann hier als Talk Show Moderator Murray Franklin brillieren. Von ihm kommt ein bissiges Kommentar nach dem anderen und im späteren Verlauf spielt auch er eine Schlüsselrolle für den Joker... Auch auf der technischen Seite braucht der Film sich nicht zu verstecken. Die fiktive Stadt Gotham (könnte das New York aus Taxi Driver sein) versinkt in Schmutz und Anarchie. Müllsäcke türmen sich bereits, in den Nachrichten ist die Rede von Riesenratten, Gewalt an jeder Ecke, gefühlt kein Bauwerk ohne Graffiti und als Zuschauer ist man schier endlos abgeschreckt von diesem hässlichen Grau. Auch der Soundtrack überzeugt hier auf ganzer Linie. Die depressiven Töne ziehen einem nur weiter in den Sog und Kinosessel wird sehr ungemütlich. Das Einzige, was am Film stört, ist die Kameraführung. Auch wenn diese 80er Jahre Optik perfekt eingefangen wurde, ist sie und da, doch zu wackelig. Besonders in den dunklen, engen Räumen von Arthurs Wohnung, stört es ungemein. FAZIT: Ein Film, der einen von Anfang in seinen deprimierenden Sog zieht. Ein Psychodrama, was viele Fragen aufwirft. Philipps Film fühlt sich so erschreckend echt an. Joaquin Phoenix dürfte mit seiner Monster-Leistung seinen endlich hochverdienten Oscar in der Tasche haben.
    Bastian B
    Bastian B

    User folgen Lies die 2 Kritiken

    5,0
    Veröffentlicht am 15. Oktober 2019
    spoiler: ☆☆☆Masterpiece☆☆☆ Don't (forget to) smile ! DC Comic + Bösewicht+ Psychothriller + Drama = Genau das...worauf wahre Comic Fans, wie ich einer bin, schon immer gewartet haben... ...und zwar einen anspruchsvollen brutalen, ungeschönten Film für Erwachsene! Der Film behandelt gesellschaftlich relevante Themen auf eine sehr intelligente und subtile Weise, damit der Zuschauer sich selber mit der Materie auseinander setzen kann, anstatt es ihm einfach nur vorzukauen.  Soziale Ungerechtigkeit, Mobbing, das dubiose Gesundheitssystem, die kaputte Entwicklung des TV Entertainments, Missbrauch von Kindern, die Verrohung der Gesellschaft,...all das und viel mehr steckt nämlich hinter diesem Comic Film.  So realistisch ist wohl noch nie ein Bösewicht auf der Leinwand geboren worden. Dabei wollte Arthur Fleck immer ein guter Mensch sein. Er hat eine psychische Persönlichkeitsstörung bzw. Krankheit, die er mit therapeutischen Sitzungen und Medikamenten bekämpfen möchte...er kümmert sich um seine Mutter und möchte die Welt zum lachen bringen. Er ist ein leidenschaftlicher Clown, dessen gutmütiger Charakter von seiner Umwelt als Schwäche ausgelegt wird. Er wird zusammengeschlagen und erniedrigt. Irgendwann hat er schließlich genug davon und der Wahnsinn beginnt... Dieses Filmerlebnis macht mir Angst, da die Zustände in unserer Welt sich auch immer mehr zuspitzen und viele von uns immer mehr sehr extreme Ansichten vertreten. Die Gewaltbereitschaft steigt konsequent. Raub, Mord,Vergewaltigungen, Massaker, Anschläge, Banden- und Clankriminalität, Wirtschaftskriminalität... egal ob politisch oder unpolitisch motiviert. Sowas lesen wir alle jeden Tag in der Zeitung. Die Kluft zwischen arm und reich wird immer größer. Der Joker blickt runter auf die Abgründe der Seele und den äußersten Rand der Gesellschaft, der systematisch ausgegrenzt und nicht verstanden wird. Ein Arthur Fleck wäre nur eine mögliche Konsequenz...ausgespuckt von unserem kaputten Gesellschaftssystem.  Purer Wahnsinn breitet sich wie ein Lauffeuer in ihm aus und er brennt damit alles in seiner Umgebung gnadenlos ab. Der Joker zeigt allen seine geschminkte Wahrheit. Nicht er...sondern sein Wahnsinn mündet in der Gründung einer unorganisierten Bewegung mit Clownsmasken, die genug von all der Ungerechtigkeit hat. Doch nicht nur der Joker wurde mit dieser Geschichte geschaffen...auch Batman ist im Schatten der Taten von Arthur Fleck geboren. Das man Thomas Wayne und den Butler Alfred absichtlich unsympathisch darstellt finde ich auch sehr klug gewählt, da sich der Bösewicht in seiner Weltanschauung nicht als Bösewicht betrachtet. Dieses Gefühl wird auf den Zuschauer übertragen. Darüber hinaus bleibt die große Frage ob Bruce Wayne und Arthur Fleck Halbbrüder sind der Spekulation des Zuschauers überlassen. Da ich einen sehr rabenschwarzen Humor besitze fand bei all dem Dramathrill einige Szenen saucool und witzig. So schmutzig und abgefucked, dass man einfach mitlachen muss. Am Ende gab es auch einen Applause von mir.  The End WOW !!! Was für ein Film !!! Todd Phillips hat sich hiermit dafür qualifiziert, in die Riege meiner Lieblingsregisseure aufgenommen zu werden. Joker ist in meiner Top 20 der besten Filme aller Zeiten. Phillps wird sich wohl zurecht mit Quentin Tarantino (genau so wie Joaquin Phoenix mit Leonardo Dicaprio) um die Oscars 2020 streiten. Denn der Joker und Once Upon A Time In... Hollywood sind bisher das beste, was das Kinojahr 2019 geboten hat. -Joaquin Phoenix ist unglaublich als Joker und zeigt die intensivste Performance seiner Karriere. Der Mann spielt wie eine abgesägte Schrotflinte...Boom!!!Meine Rübe war weg als der Abspann runterlief. Sowas schaffen nicht viele Filme. -Robert De Niro ist als schmieriger Showmaster super und spielt wie der Rest vom Cast authentisch und einfach nur genial wie eh und je... -Zazie Beetz hat nun auch neben ihrem Bestehen im Marvel Kosmos ihren Einzug in das DC Filmuniversum vollzogen. Congrats zu diesem Spagat. Sie ist ne coole Schauspielerin und beweist hier ihre Vielschichtigkeit.  -Frances Conroy spielt auch sehr realistisch die Mutter vom Joker. Sie hat zuletzt bei American Horror Story gezeigt, was alles in ihr steckt...auch hier meine tiefe Anerkennung an ihr Spiel. Der Style bzw. die Art Direction von Laura Ballinger, das Setdesign von Kris Moran, die Kameraarbeit von Lawrence Sher, die Musik von Hildur Guðnadóttir sowie das sensationelle Drehbuch tragen alle zur Perfektion dieses Meisterwerks bei. Eine unkonventionelle Origin Story, die ihres gleichen sucht. Die Executives von DC Comics sollten sich durch den kommerziellen Erfolg vom Joker dazu inspirieren lassen noch mehr Filme auf diesem Niveau für ein erwachsenes Publikum zu realisieren. JOKER kann als Film ganz allein für sich selbst stehen.  Dieser Film besitzt eine geheimnisvolle Macht...denn er breitet sich aus wie ein "ungutes Gefühl in der Magengrube unserer Zeit" und ritzt sich mit einem stumpfen Messer in das Gehirn des Zuschauers. Ich finde die Vergleiche mit Taxi Driver und Fight Club total unnötig und fehl am Platz. Sicherlich wird hier und da eine Hommage an Klassiker der Filmgeschichte geboten...aber das sollte nicht als negativ bewertet werden. Im Gegenteil.  Muss man eigentlich immer gute Filme unbedingt miteinander vergleichen ? Antwort: Nein !  Ich lehne so ein Vorgehen strikt ab, es sein denn, es handelt sich um Remakes oder Pre-/Sequels. Kritiker bemängeln, dass der Film zu wenig Erklärungen liefert. Nun ja...wenn man nicht selber zum Nachdenken fähig ist, sollte man besser auf Suicide Squad ausweichen.  Ich liebe die Dark Knight Trilogy von Chris Nolan und finde Joaquin Phoenix ist Heath Ledger als Joker ebenbürtig !!! 
    seelenpfluecker
    seelenpfluecker

    User folgen Lies die 2 Kritiken

    5,0
    Veröffentlicht am 15. Oktober 2019
    Heute war ein besonderer Tag. Es war der Geburtstag des neuen New Hollywood. Die gemeine, actiongeladene Comicverfilmung wird erwachsen und wagt den ersten Schritt auf neues Terrain. „JOKER“ schickt sich an, den Mainstream umzukrempeln und bricht aus der eigenen DC-Flop-Misere aus. Düstere, schwere Töne beschreiben den Weg eines Arthur Fleck, seines Zeichens Werbeclown auf den Straßen des Gotham Anfang der 80er Jahre. Hier geht es nicht um schrille Farben, laute Szenen und die quietschende kurzfristige Unterhaltung – hier geht es um eine Charakterstudie, eine Charakterentwicklung, die Empathie mit einem Menschen, der Zeitlebens nur Qualen und Ablehnung erlitten hatte und nun ausbricht, um mit Gewalt und Zerstörung sein Heil zu suchen. Hier kommt der neue Ernst. Kino vom Feinsten, wie wir es seit vielen Jahren nicht mehr erleben durften. Sicher, die vergnüglichen Stunden mit den Marvel-Helden der letzten 10 Jahre will ich keinesfalls missen. Ich liebe sie. Aber ich kann mich keinem neuen Hype in Richtung einer neuen Phase des MCU anschießen. Ich bin tatsächlich ein ganz klein wenig übersättigt. Auch was DC und Warner in den letzten Jahren abgeliefert hatten, konnte nun wirklich niemanden wirklich begeistern. Und dann kam dieses Meisterwerk daher… still und leise. Ohne große Kampagne. Mit viel Risiko. Und einer gehörigen Portion Mut dazu. Chapeau DC!! Endlich hast Du es geschafft. Einen solchen Film hätte Disney niemals zustande gebracht. Da bin ich mir sicher. JOKER ist reinste Kino-Magie. Ein Kunstwerk von A bis Z, ausgefeilt und ausgetüftelt bis ins allerletzte kleine Detail und erfüllt von Liebe zum Metier, wie man es seit langem nicht mehr gesehen hat. Joaquin Phoenix liefert eine unfaßbar geniale Vorstellung ab – und bitte verschont mich mit blöden Vergleichen zu Heath Ledger. Die beiden haben diesen Charakter auf unterschiedliche Weise interpretiert. Auch Leto tat dies. Und allesamt haben es gut gemacht. Diese Interpretation vergöttere ich jedoch tatsächlich geradezu. Es gab lange keinen Film mehr, bei dem ich mir so sicher war, daß er mit Preisen überschüttet werden wird – und wehe, wenn nicht, dann ist irgendwas Seltsames im Gange. Drehbuch, Regie, Darsteller, Kamera, Musik… das alles kommt in einer Perfektion daher, daß man über die gesamte Zeit ob des virtuosen Zusammenspiels aus dem Staunen nicht mehr herauskommt. Ich saß beim Abspann in meinem Kinosessel und dachte permanent nur: Krass. Wahnsinn. Irre. Alter Schwede. Was ein Brett. So, und nun muß ich mich zügeln, da ich ansonsten vor lauter Erregung anfange, den Film nachzuerzählen. Dieser Streifen ist für Filmfans ein absolutes Pflichtprogramm. JOKER, ich liebe Dich.
    Roger T
    Roger T

    User folgen Lies die 25 Kritiken

    5,0
    Veröffentlicht am 16. Oktober 2019
    Ein emotional ungemein packender Film mit einem Joachim Phoenix, dessen schauspielerische Leistung hier einfach einzigartig ist - eindeutig oskar-reif. Er erzählt die Geschichte einer gequälten Kreatur, die irgendwann nicht mehr anders kann, als die Gewalt, die ihr angetan wurde, wieder nach außen zurück zu geben. Diesen Prozess mitzuerleben ist ein packendes und schmerzliches Erlebnis, das man so schnell nicht vergisst. Unvergessen die Szene, in der der Joker auf der Haube eines Autos steht als der König der Gedemütigten und Entrechteten.
    Pablo Emilio Escobar Gaviria
    Pablo Emilio Escobar Gaviria

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    5,0
    Veröffentlicht am 19. Oktober 2019
    Bei der Entscheidung, ob ich mir die Zeit nehme, einen Film anzuschauen, ziehe ich stets die Meinung der Filmstartsredaktion zur Seite. Doch dieses Mal habe ich mich zum Glück dennoch dazu entschieden, Joker anzuschauen. Aufgrund der enorm vielen positiven Meinungen zu dem Film habe ich mich gewundert, wieso hier nur 2 Sterne vergeben worden. Ich kann es leider nicht nachvollziehen. Es mag sein, dass der Film nicht jedem gefällt, aber 2 Sterne ist für diesen Film doch deutlich untertrieben. Vor allem wenn man ihn mit Filmen vergleicht, die hier ebenfalls 2 Sterne bekommen haben. Ich kann nur hoffen, dass trotz der Bewertung hier auf der Seite, jeder dem Film eine Chance gibt. Der Film war mitreißend und unterhaltsam und die Leistung von Phoenix war meisterhaft.
    Dailydead
    Dailydead

    User folgen 6 Follower Lies die 65 Kritiken

    4,5
    Veröffentlicht am 14. Oktober 2019
    Joker ist ein sehr düsterer Film und zeigt auf eine realistische Art und Weise einen erfolglosen, gebrochenen und labilen Mann, der zunehmend von den Menschen in seiner Umgebung ausgelacht, gedemütigt oder beschimpft wird, bis er sich letztlich nur noch mit Gewalt zu helfen weiß. Die teils recht brutalen Taten vom Joker im Film kann man natürlich nicht gut heißen, sie sind aber glaubwürdig aufgearbeitet worden und wirken daher nachvollziehbar, wenn man sich in die Lage des Jokers hineinzusetzen versucht. Joaquin Phoenix als Joker liefert eine hervorragende Performance ab und die zwei Stunden verfliegen im Nu, man hat Gänsehaut von Anfang bis Ende. spoiler: Der kleine Bruce Wayne hat auch einen kurzen Auftritt in wenigen Szenen. Das ist netter Fan-Service, Bruce Wayne Jr. aus der Serie "Gotham" ist aber schauspielerisch deutlich überlegen und auch die Szene, als Bruce's Eltern ermordet wurden, fühlen sich im Film nur oberflächlich eingebaut an. Fazit: Auch wenn es mitunter kleinere Mäkel im Detail gibt, bleibt Joker ein würdiger Film für alle Fans des Gotham Universums.
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