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Hereditary - Das Vermächtnis
Durchschnitts-Wertung
3,6
67 Wertungen - 17 Kritiken
6% (1 Kritik)
35% (6 Kritiken)
18% (3 Kritiken)
12% (2 Kritiken)
24% (4 Kritiken)
6% (1 Kritik)
Deine Meinung zu Hereditary - Das Vermächtnis ?

17 User-Kritiken

Aaron B.
Aaron B.

User folgen Lies die Kritik

3,0solide
Veröffentlicht am 15.06.18

Die großen Lobpreisungen für diesen Film sind mir gänzlich unverständlich. Nüchtern betrachtet, handelt es sich um einen schön inszenierten und gut gefilmten, aber langweiligen Horrorfilm, da er sich an schon zu oft gesehenem bedient und dem Genre nichts Neues beiträgt. Für einen Netflix Abend okay. Den Weg ins Kino jedoch kann man sich sparen. Wo wir schon bei Netflix sind.. der ebenfalls etwas zu gehypte, spanische Film Veronica trägt dem Genre auch nichts Neues bei, ist jedoch weitaus sehenswerter.

amlug
amlug

User folgen 35 Follower Lies die 279 Kritiken

4,0stark
Veröffentlicht am 15.06.18

Der Hype um den neuen A24-Horrorfilm Hereditary war gigantisch und ließ auch mich keineswegs verschont, obwohl ich im Vorfeld eigentlich immer versuche Wertungen, Meinungen und oftmals auch Trailer zu umgehen. Bei diesem Film hier gelang es mir leider nicht und so hörte ich im schon früh so Stimmen wie: „der beste Horrorfilm seit X Jahren“ und das zum Teil auch von sehr renommierten Zeitungen und Kritikern. Hinzu kommt noch, dass ich lange vor dem Kritiker-Hype schon den Trailer absolut brillant und Gänsehaut erzeugend fand. Nur selten habe ich mich also auf einen Horrorfilm (ich mag das Genre nicht gesteigert) dermaßen gefreut wie auf Hereditary und bei solchen Erwartungen kann man eigentlich nur enttäuscht werden, was ich an einem gewissen Punkt nun letztendlich auch bin, jedoch muss ich ganz klar festhalten, dass Ari Aster hier ein wahrlich beeindruckendes Regiedebüt hingelegt hat, das streckenweise wirklich sehr andersartig daherkommt. Es dauert praktisch keine Minute, da begreift man hier schon, wie technisch hervorragend umgesetzt und voller Ideen dieser Streifen ist. Die Kamera war ein Hochgenuss, fährt meistens vollkommen ruckelfrei aber unglaublich dynamisch und lange durch den Raum oder die Räume hindurch. Die Kamera bleibt dabei auch immer interessant, so steht das Bild zum Beispiel mitten im Film auf einmal auf dem Kopf und dreht sich dann erst langsam mit der laufenden Figur. Das ist einfach nur fantastisch und darüberhinaus fängt man auch wirklich einige höllisch verstörende Bilder ein, die teilweise so grausam sind, dass man sie erst verarbeiten muss, um sie wirklich zu begreifen. Auch gelingt es Aster und Kameramann Pawel Pogorzelski immer wieder, das Unheimliche und den Horror in den Bildern so zu verstecken, dass man es erst bei zweimaligem Hinsehen sieht, was dann gleich doppelt und dreifach schockiert. Wobei ich hier auch absolut lobend erwähnen will, dass dies ausnahmsweise einmal ein absoluter Anti-Jump-Scare-Film ist. Ich glaube fast noch nie habe ich so wenig Jump Scares in einem Horrorfilm gesehen. Bravo. Nebenbei spielt der Film auch immer raffiniert mit den Puppenhäusern, den „kleinen Welten“, die unsere Hauptfigur Annie (Toni Collette) bastelt und der Schnitt war auch ziemlich brillant und ungewöhnlich, genauso wie der Soundtrack von Colin Stetson, der super mit dem Schnitt zusammenarbeitet. Schauspielerisch spielt der Film ebenso in der allerhöchsten Liga mit. Mir gefielen vor allem Toni Collette, die sich wirklich die Seele aus dem Leib spielt und der relativ unbekannte Alex Wolff, der eine wirklich schwierige Rolle hervorragend meistert und auf mich auch wahnsinnig authentisch wirkte, sodass ich sehr mit ihm mitfühlen konnte. Die junge Milly Shapiro überzeugte mich in ihrer ersten Rolle ebenfalls total und auch Gabriel Byrne in der Rolle des Vaters gefiel mir sehr gut. Neben der Tatsache eines technisch fast einwandfreiem Horrorfilms möchte ich auch noch über die außergewöhnliche Geschichte sprechen, die mich allerdings zweiteilte. Denn circa eineinhalb Stunden lang ist Hereditary eigentlich gar kein Horrorfilm, sondern ein knallhartes, stockdüsteres, belastendes und bedrückendes Familiendrama mit leichten Horroranleihen in Form der psychotischen Figuren die aber trotzdem – und das sage ich bei einem Horrorfilm praktisch nie – unfassbar authentisch waren. Die Figuren agieren streckenweise so menschlich, so glaubwürdig kaputt und psychisch am Ende … sowas habe ich schon Ewigkeiten nicht mehr in einem als „Horrorfilm“ ausgeschriebenen Film gesehen. Mich nahm das Psychospiel und die wirklich traurige, düstere Geschichte der Familie total mit. Hereditary ist ein unangenehmer Film, ein belastend trauriger und gerade dadurch zutiefst düsterer Streifen. Dadurch ist der Film zwar streckenweise etwas langatmig aber das fand ich nicht wirklich schlimm. Enttäuscht war ich hingegen eher von der letzten halben- oder Viertelstunde, in der Hereditary vom ungewöhnlich dramatischen Psychohorror zum klassischen „Dämonenhorror“ wird. Zwar ist dieser klassisch gruselige Akt wirklich nervenzerfetzend spannend aber es passte für mich einfach nicht zum Rest der Handlung und wirkte auf mich einfach unpassend, vor allem auch weil der Film hier Fragen beantworten will … es aber kaum schafft. Fazit: Bis auf einen enttäuschenden Schlussakt ein glaubwürdiges und absolut toll gemachtes Familienpsychodrama!

Nightflight
Nightflight

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1,5enttäuschend
Veröffentlicht am 22.07.18

Was hab ich nicht alles gelesen über diesen Film! So viele Lobeshymnen, Vergleiche mit genreprägenden Klassikern wie Psycho, Shining oder Rosemary's Baby... und leider hab ich mich davon durchaus beeinflussen lassen und meinte, diesen "Horror"film sehen zu müssen. Nun, eine Form von Horror war es wirklich, sich diesen sinnlos überlangen, quälenden flachsinnigen und teils abstoßenden Film, der die Klassiker allenfalls (schlecht) zitiert anzutun. Die gut gefilmten Bilder haben zwar durchaus eine gewisse Wirkung, die Schauspieler verfügen über Klasse und Glaubwürdigkeit, aber das hilft alles wenig, wenn dem ganzen Konstrukt eine schwachsinnige, platte Story zugrundeliegt. So verkommt alles, was passiert, zur Bedeutungslosigkeit, ja zur Lächerlichkeit.

Isabelle D.
Isabelle D.

User folgen 12 Follower Lies die 199 Kritiken

1,5enttäuschend
Veröffentlicht am 01.07.18

"Hereditary" von Ari Aster hat mich neugierig gemacht, weil die Kritiker sich auf der einen Seite vor Lob überschlugen, die Zuschauerkritiken hingegen einen unterirdisch schlechten Film versprachen. Und da dachte ich, das wird so ähnlich wie bei "mother!", der Film ist entweder völlig krank, aber gut - oder richtig grottig. Und da ich ja in Besitz einer Kino-Abokarte bin, kostete es mich nichts, das herauszufinden. Na jedenfalls war ich ziemlich enttäuscht, denn der Film ist bis kurz vor dem Ende durchschnittlich und banal. Die einzigen starken Momente gehören Toni Collette, die als trauernde Mutter, die an ihrem Verstand zu zweifeln beginnt, absolut überzeugt. In diesen Szenen funktioniert "Hereditary" denn auch im Zusammenspiel mit Gabriel Byrne und Alex Wolff sehr gut als Familiendrama. (Auch wenn ich finde, dass Alex Wolff viel zu alt für die Rolle ist, man sieht ihm einfach an, dass er schon 20 ist und keine 16/17 Jahre Die Gruselelemente funktionieren teilweise auch ganz gut, ich hab mich ein paar Mal ganz schön erschrocken, und die unheimliche Atmosphäre hält zumindest solange an, bis der Film auf sein lächerliches Finale zusteuert. Mich hat sogar das permanente Unglücksgeraune und Bassgedröhne nur ein bisschen genervt, weil ich doch wissen wollte, worauf dieser Film eigentlich hinauswill. Leider wussten die Macher das wohl selbst nicht so genau. Und so mäandert die Handlung vor sich hin, bis das Ganze dann mit einem Deus-ex-machina-Ende seinen misslungenen Abschluss findet. Immerhin hat der Schluss mir geholfen, mich zu entscheiden, wie ich den Film finde - nämlich schlecht. Weil's aber vorher durchaus starke Momente gibt, erhält er immerhin 1,5 Sternchen. Fazit: Den muss man sich nicht antun. Wer psychologisch feinsinnigen Grusel in Kombination mit einem Familiendrama sehen möchte, sollte sich lieber den großartigen "Babadook" oder "Das Waisenhaus" anschauen.

NightWatch
NightWatch

User folgen 1 Follower Lies die 34 Kritiken

4,0stark
Veröffentlicht am 28.06.18

selten, dass man sich im Kinosessel festkrallt und gebannt auf die Leinwand starrt. Und sich ständig denkt, "was für ein Psychoterror geht denn hier ab?!". 'Hereditary' überzeugt duch seinen undurchsichtigen Plot - man weiß nie, wohin die Geschichte steuert, ob die nächste Wendung entweder laut und brachial wie ein Vorschlaghammer draufhaut; oder still und leise unter die Haut einzieht, bis sich die Härchen aufstellen. Oder von einer zur nächsten Einstellung zwischen diesen Momenten wechseln. Selbst die Charakterzeichnungen in den ruhigen Momenten erfüllen ihren Zweck, nicht zuletzt, weil wirklich der gesamte Cast überragend agiert. Zum Ende hin gibt es mache Momente, die vielleicht nicht ganz passen wollen - es soll hier nicht gespoilert werden, deswegen bleibt es bei dieser chiffrierten Formel. Allerdings bleibt die Story kohärent. Und das ist für einen Horrorfilm schonmal echt viel! Fazit: nach dem 'Ghostland' Desaster von Laugier ist 'Hereditary' die Blaupause für künftige Horror-Regisseure!

Alexander G.
Alexander G.

User folgen 5 Follower Lies die 186 Kritiken

4,5hervorragend
Veröffentlicht am 24.06.18

Hereditary erfordert unbedingten Willen sich auf das Geschehe einzulassen, hat man dieses erlebt man einen sprichwörtlichen Albtraum der mit zahlreichen bizarren und doppelbödig inszenierten Mephaern nur um sich schmeißt. Audiovisuell und Schauspielerisch fantastisch gestaltet und fotografiert ist Hereditary reinstes frisches Blut für ein ganzes Genre das mitlerweile nur noch aus Jump Scars bestehen zu scheint. 9/10

blutgesicht
blutgesicht

User folgen 6 Follower Lies die 288 Kritiken

2,5durchschnittlich
Veröffentlicht am 23.06.18

Schon nach 30min wird dem Zuschauer langsam klar, dass hier nicht mehr viel kommen kann. Was andere als atmosphärisch bezeichnen, entpuppt sich als langatmig und langweilig. Die erste Stunde des Films hätte man auch locker in 15min zusammenfassen können. Auch der zweite Teil des Films entpuppt sich nicht viel spannender ..... Da fragt man sich mal wieder, welchen Film den die Kritiker von Filmstarts und Co gesehen haben.

Michael K.
Michael K.

User folgen 2 Follower Lies die 102 Kritiken

1,5enttäuschend
Veröffentlicht am 22.06.18

Zwar ist 'Hereditary' in der Tat stimmungsvoll und atmosphärisch gedreht, aber die Story und die Dramaturgie erfüllen nicht ansatzweise das, was die kaum erklärbar guten Kritiken versprechen. Hier wird in einer Weise Klischee an Klischee gereiht, dass es für mich wirklich besorgniserregend wäre, wenn das eine Vorlage für das 'neue Horrorkino' sein soll. Es ist bezeichnend, dass man in eigens verfassten Artikeln eine Erklärung der Handlung nachlesen kann, und diese ist in der Tat Spoiler: so wirr, dass ich bis jetzt den Zusammenhang zu dem, was auf der Leinwand gespielt wird, nicht wirklich sehe. Einige Szenen Spoiler: (etwa die Mutter, die sich am Ende den Hals durchschneidet) sind wirkliche Scares, und retten das Filmerlebnis ein wenig (wenn man einen Horrorfilm erwartet). Andere Szenen hingegen Spoiler: (etwa die 'Geisterbeschwörungen' oder die 'gruselig' herumschwirrenden Insekten, die ja gar nichts dafür können) sind unfreiwillige Comedy, und leider fand ich die Handlung schlichtweg nicht überzeugend und erstaunlich langweilig. Gute Thriller und gute Horrorfilme gehen meiner Meinung nach ganz anders - ich bin über die kommerziellen Kritiken ja oft erstaunt - so auch hier.

Norman van de Rijn
Norman van de Rijn

User folgen Lies die 13 Kritiken

4,5hervorragend
Veröffentlicht am 16.06.18

Hereditary ist ein Film, bei dem es mir schwer fällt, eine Rezension zu schreiben. Nach dem Tod von Ellen Taper Leigh, die durch ihre dominante Art einen großen Einfluss auf ihre Familie, besonders auf ihre Tochter Annie und Enkeltochter Charlie ausgeübt hatte, entwickelt sich das Familienleben nach und nach zu einer Horrortragödie. Ellen selbst tritt nicht in Erscheinung, da der Film erst nach ihren Tod beginnt, sondern wird nur durch Erzählungen ihrer Tochter Annie präsentiert und auf Fotos gezeigt. Annie ist Künstlerin und arbeitet an einer Miniaturausgabe ihres Hauses vergleichbar mit einer Art Puppenhaus. Immer wieder taucht auch die Miniaturfigur von Ellen darin auf, wodurch das Verhältnis zwischen ihr und Ellen verdeutlicht wird. Durch Annies Erzählungen, die Fotos und die Konstellation der Miniaturfiguren wirkte Ellen für mich sehr lebendig. Anders als in anderen Horrorfilmen wie z. B. "Conjuring" oder "Insidious: The Last Key" tauchen in dem Film keine bzw. nur sehr wenige Schockszenen auf, sondern die Handlung und deren Auswirkungen auf die Personen entwickeln sich schleichend. Das ist aber absolut nicht negativ, da ich die Umsetzung durch die auf jede Situation angepasste Kameraperspektive, die leise, fast versteckt klingende Musik, die an einen Herzschlag erinnert, genial fand. Die schauspielerische Leistung dabei war so überzeugend, besonders die Rolle von Annies Sohn Peter hat mich fasziniert. Während er zu Beginn des Films für mich wie ein Nebendarsteller wirkte, entwickelte er sich nach dem Unfall mit seiner Schwester nach und nach zur Hauptfigur. Das Ende allerdings gefiel mir nicht so, weil die Art, in der die Charaktere, besonders Annie agierten, total übertrieben, eigentlich schon fast albern wirkte. Es kam mir vor, als wenn der Regisseur sich lustig machen wollte. Ich bin eigentlich bekannt dafür, dass meine Meinungen zu Filmen meistens immer das Gegenteil von den Meinungen der Mehrheit sind. Aber dieser Film gehört trotz des eher schwachen Endes (aber kein Film ist perfekt) zu den wenigen Ausnahmen, wo ich verstehen kann, wenn der Film zum besten Horrorfilm ausgezeichnet wird, wobei es kein Horrorfilm im eigentlichen Sinn ist, sondern eher ein Thriller und er daher in diesem Genre ausgezeichnet werden sollte.

Mike Y
Mike Y

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5,0Meisterwerk
Veröffentlicht am 21.07.18

Einer der beeindruckendsten Filme, die ich in den letzten Jahr gesehen habe! Brillant erzählt, fantastisch gespielt, mit einer Tonspur, die alleine schon den Puls nach oben treibt und Bildern, die mir im Kopf geblieben sind. Der Film befindet sich in einer Liga mit Rosemary's Baby, The Sixth Sense (ebenfalls mit Tony Collette als Mutter) oder Wenn die Gondeln Trauer tragen. Vermutlich kein Film für jemanden, der einen üblichen Horrorthriller erwartet (auch wenn es vereinzelte Schockeffekte gibt), eher Horror für Erwachsene, die wissen, dass einen seelischer Schmerz wahnsinnig machen kann. Für mich ein Kandidat für mehrere Oscars, allen voran für Tony Collette.

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