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    Midsommar
    Durchschnitts-Wertung
    3,5
    160 Wertungen - 30 Kritiken
    Verteilung von 30 Kritiken per note
    6 Kritiken
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    30 User-Kritiken

    Cursha
    Cursha

    User folgen 2414 Follower Lies die 995 Kritiken

    4,5
    Veröffentlicht am 21. September 2019
    Im letzten Jahr war Ari Asters Regiedebut „Hereditary“ für mich eine wahre Horroroffenbarung, die nicht durch die typischen Horrorklischees geglänzt hat und einen eigenen Stil gefunden hat, die mehr durch ihre Atmosphäre überzeugt hat. Mit „Midsommar“ startet nun sein zweiter Film, wieder ein Horrorfilm und wieder großartig. Vorab seinen aber all die gewarnt, die mit „Hereditary“ nichts anfangen konnten, denn „Midsommar“ ist noch einmal ein ganzes Stück unkonventioneller und definitiv kein Film für die breite Masse. Er durchbricht weitere Horrorklischees und ist auch rein stilistisch extrem untypisch für das Genre. In „Midsommar“ geht es um Dani, die gerade erst ein grausamer Schicksalsschlag in ihrer Familie ertragen musste. Auch die Beziehung zu ihrem Freund Christian kommt an einen kritischen Punkt, der bereits seit fast einem Jahr mit ihr Schluss machen will. Schließlich reisen die Beiden aber, gemeinsam mit ein paar Freunden nach Schweden um gemeinsam in einer kleinen Gemeinde die Sonnenwende zu feiern. „Midsommar“ hat mich auf so vielen Ebenen beeindruckt und gefesselt. Da wäre zu nächst einmal der Stil des Filmes, den anders als andere Horrorfilme spielt dieses Werk dauerhaft im Hellen. Wo andere Filme dieses Genre versuchen mit Dunkelheit so etwas wie eine Stimmung zu erzeugen, schafft Aster dies auch im umgekehrten Fall. Die Bilder wirken teilweise vollkommen surreal und unwirklich, das sie ein perfektes Bild in dieser surrealen Kommune bildet. In diesen Bildern verstecken sich zudem eine ganze Reihe von versteckten Details, die unmöglich alle zu erkennen sind oder alle zu interpretieren sind. Darin liegt eine weitere Stärke. Der Film ist extrem Detailverliebt und in jeder Schnitzerei, oder in jedem Gemälde steckt so viel Arbeit, dass „Midsommar“ zu einem der schönsten Filme, aus visueller Sicht, der letzten Jahre geworden ist. Des weiteren unterstreicht dieser Film auch mal wieder, wie wichtig Musik in Filmen ist. Bobby Krlic schafft hier einen wundervoll erdrückenden und verstörenden Score, der richtig unter die Haut geht. Schade, nur dass der Film wohl bei Preisverleihungen, ähnlich wie „Hereditary“ keine Rolle spielen wird. Dabei sticht gerade die Musik, wie auch die Kameraarbeit von Pawel Pogrozelski sehr positiv heraus. Und auch Aster hätte einen Oscar verdient und wenn es nur für das Drehbuch ist. Allein durch den Prolog, der fast zehn bis 15 Minuten des Filmes einnimmt, schafft es Aster vollkommen in den Film zu ziehen. Hier startet er noch im Dunkel. Er baut den Schicksalsschlag auf und zeichnet dabei schon mal gleich perfekt das emotionale Grundgerüst der beiden Hauptfiguren auf, die den Hauptleidfaden des Filmes bildet. Den gerade dieser Schicksalsschlag und die Beziehung zwischen Dani und Christian ist essenziell wichtig für den Verlauf des Filmes. „Midsommar“ lässt sich in seiner Erzählung auch sehr viel Zeit und Szenen, die in kurzen Sätzen zusammengefasst werden können, streckt Aster in extreme Längen. Dennoch wirkt der Film trotz seiner enormen Lauflänge von fast 147 Minuten nie lange, oder langweilig. Viele Zuschauer werden aber gerade an diesen Stellen ihre Probleme haben. Auch damit, dass in diesem Film eben besonders viel nur durch die Atmosphäre passiert. Blut und Brutalität gibt es zwar, aber in sehr geringem Maße. Und zum Glück verzichtet der Film vollkommen auf die typischen Jumpscares. Ich kann mit dennoch vorstellen, das gerade Leute, die sich eher nur auf Horrorfilme konzentrieren, mit diesem Film wohl nichts anfangen können. Die Figuren des Filmes sind dabei besonders interessant, den obwohl viele sehr eindimensional gehalten sind, erfüllen sie dennoch ihren Zweck fügen sich auch gut in die Thematik des Filmes ein. Gerade an den Figuren von Christian (Jack Raynor „MacBeth“, „Sing Street“) und der Figur von Marc (Will Poulter „The Revenant“, „Detroit“) wird diese Oberflächlichkeit klar, spoiler: sowie die emotionale Verstummung der Gesellschaft. Ihre Figuren sind emotional eingeschenkte Figuren, die nur ein Abbild der Moderne sind. Der Gegenpart, quasi das Gegenstück dieser Figuren ist die Kommune. Absolut überragend ist hier Florence Pugh, die ihre Rolle der Dani wundervoll verkörpert und ihren Schmerz, ihre Sehnsüchte spoiler: und später auch ihren Wahnsinn perfekt verkörpert. Eine wundervolle Leistung, die auch von ihrer Figur her im Kontrast zu den anderen Figuren des Filmes steht. Kurz: „Midsommar“ ist ein unkonventioneller Horrorfilm, der Klischees aufbricht, wundervoll gefilmt und und einen tollen Score hat. In einem sehr langsamen Tempo entfaltet sich die Atmosphäre und der Schrecken, der mit interessanten Figuren gespickt ist und tollen darstellerischen Leistungen. Dabei verfolgt der Film eine zunächst einfache Handlung, die aber in so viel Detailverliebtheit mündet, in so viel Symbolik und am Ende auch viel Platz zum interpretieren gibt, wenn gleich die Hauptaussage des Films bis zum Ende hin konsequent zu Ende gebracht wird.
    Fischeropoulos
    Fischeropoulos

    User folgen 2 Follower Lies die 9 Kritiken

    1,0
    Veröffentlicht am 22. Februar 2020
    Unfassbar schlecht. Keine Spannung, überdreht und einfach nur vorhersehbar. Die Kritiken besagen die Musik sei besonders, auch diese habe ich so nicht wahrgenommen.
    Olaf N.
    Olaf N.

    User folgen 3 Follower Lies die 61 Kritiken

    0,5
    Veröffentlicht am 18. September 2019
    Manchmal fragt man sich, nachdem man einen Film gesehen hat, was geht in den Köpfen von Filmkritikern so vor? Dieses Machwerk ist eigentlich nicht einmal die wenigen Worte hier wert. Peinlich, sinnlos und nicht einmal ansatzweise spannen. Nur hin und wieder ungewollt komisch.
    goforbalula
    goforbalula

    User folgen Lies die 2 Kritiken

    5,0
    Veröffentlicht am 17. September 2019
    Das war den abgefahrendste Scheiß, den ich jemals im Kino gesehen habe! Wahnsinn, echt. Lasst euch das nicht entgehen!
    schängel
    schängel

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    2,0
    Veröffentlicht am 29. September 2019
    Der Film kann vielleicht wirklich richtig spannend und unheimlich sein. Allerdings nur, wenn man vorher einige der im Film erwähnten Rauschpilze eingenommen hat...
    Kinobengel
    Kinobengel

    User folgen 164 Follower Lies die 440 Kritiken

    4,0
    Veröffentlicht am 27. September 2019
    Ari Aster, Regisseur von „Hereditary - Das Vermächtnis“ (2018), ist schon wieder da. „Midsommar“ heißt sein neues Werk. Die Psychologiestudentin Dani (Florence Pugh) erlebt eine Familientragödie und die Beziehung zu ihrem Freund Christian (Jack Reynor) läuft nicht wirklich rund. Er und seine Freunde möchten auf Vorschlag von Pelle (Vilhelm Blomgren) einen Trip nach Schweden unternehmen, um dort an einem besonderen Ritual teilzunehmen. Dani schließt sich an. Aster mag es gern komplex. Für „Midsommar“ nimmt er sich 147 Minuten Zeit, um das von ihm selbst geschriebene Drehbuch in Bildern über die Leinwand flimmern zu lassen. Für Horror erstaunlich lang. Doch der Regisseur bietet so viel mehr als die Standardportion mit ein paar farblosen Figuren, die im abgelegenen Urlaubsidyll durch das unendlich Böse niedergemetzelt werden. Die Zuschauer kennen vor allem Dani durch viele Situationen schon sehr genau, bevor sie den ersten Fuß auf schwedischen Boden setzt. Für Christian gilt dies nur wenig minder. Das hätte kürzer nicht sein dürfen und sorgt für eine ordentliche Tiefe. Und die ist brillant gesetzt, denn zum Ende der Feierlichkeiten, die einige Tage dauern und mit Geschick zunächst als fremd, harmlos, einfach und belustigend dargestellt werden, schließt sich der Kreis um Empfindungen und Entscheidungen in verstörender Weise sehr eingehend, jedoch zum Teil diskussionswürdig. Bis zum heißen Finale ist es ein weiter Weg mit Ereignissen, welche die Freunde allmählich auseinandertreiben und Dani im Fokus halten. Die Inszenierung erlaubt eine weitere Verfeinerung aller Charaktere, die zwischen Aufgeschlossenheit und Ablehnung in ein tückisches Auswahlverfahren gesteuert werden. Ungewöhnlich, aber dennoch passend ist die überwiegend blumige Musikbegleitung bis in den Abspann. Und ja, das Publikum sieht einen Horror-Thriller, der dank Sommer und nördlicher Breitengrade fast ausschließlich in der Helligkeit spielt. James Wan („Saw“, „Conjuring - Die Heimsuchung“) wäre machtlos, denn er bräuchte Dunkelheit, Nacht und Keller oder Dachböden, blaugraue Farben und viele schaurige Klänge, die er neben die gefahrlosen Einstellungen mischen kann. Ari Aster hat es hingegen vollbracht, ein geschmeidiges Ganzes von der zunehmenden Beunruhigung über Entsetzen bis zum kranken blanken Wahnsinn zu kreieren, zudem relativ blutarm. Der US-amerikanische Regisseur setzt auch mit seinem zweiten Langfilm eine unübersehbare Marke seiner Handschrift.
    Christoph K.
    Christoph K.

    User folgen 54 Follower Lies die 277 Kritiken

    4,0
    Veröffentlicht am 19. September 2019
    Also solche Filme sehe total gerne. Wie heisst es so schön: "Dafür wurden Filme gemacht". Herrlich "andere" Geschichte, welche man SO nicht mal ansatzweise anders gesehen hat. Der Film schmeisst einen raus aus dem Alltagsdenken und nimmt einem mit auf einen ganz anderen Pfad des Realitätsempfindens - wenn man sich darauf einlässt! Latürlich gibt es auch einige Schwächen (Kommune ist nicht wirklich realistisch in ihrer Existenz), man kann aber darüber hinwegsehen. Es gab aber auch einige wirklich grandiose Momente, welche wirklich filmische Highlights sind. Am besten fand ich: spoiler: Die Szene mit den Sprüngen der "Frei-Willigen", wo die Gemeinschaft still und bedacht den Freitod begucken; die vielen visuell dargestellten Drogen-Trips; die mystischen stillen "Tänze"; und natürlich der Soundtrack . Ich kann den Psycho-Horror nur wärmstens empfehlen.
    BrodiesFilmkritiken
    BrodiesFilmkritiken

    User folgen 3613 Follower Lies die 4 415 Kritiken

    4,0
    Veröffentlicht am 17. September 2019
    Dies ist einer der Fälle in denen man zwar den Film beschrieben kann, bei dem es aber letztlich restlos individuell ist wie weit man etwas damit anfangen kann. Die Story geht nur um ein paar Studenten die eher zufällig an einer kultischen Veranstaltung in Schweden teilnehmen nd bald bemerken daß die dortigen Rituale blutige Ausmaße annehmen. Das könnte auch der Plot eines schlichten Videothekenfilms sein den man sich so beiläufig anschaut, aber so ist der Film dann gar nicht gedacht oder zu verstehen. Es geht nicht um die Handlung, es geht um die Inszenierung. Die Farben, der Aufbau, die Stimmung – das erzeugt eine unheimliche Faszination und Spannung. Allerdings nimmt sich der Film für das was er da macht extrem viel Zeit und die entsprechende Geduld muß man erstmal auf bringen können. Eine Stunde lang passiert dabei nämlich gar nichts, danach brechen plötzlich unerwartete Schocks und Splattermomente über die Figuren herein. Wer sich darauf entsprechend einlassen kann kann ein wundervolles Kinoerlebnis genießen, ebenso sehr könnte dies auch von vielen als absolut langweilig gesehen werden, was auch an den mitunter etwas bleich wirkenden Figuren liegen kann Letztlich ist es den Versuch aber wert. Fazit: Sehr spezielle Geschichte die einen unheimlichen Ruashc entfesselt. Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=A1uVkkipoCU
    JepGambardella
    JepGambardella

    User folgen Lies die 25 Kritiken

    2,0
    Veröffentlicht am 30. Dezember 2019
    Nach dem Horror-Meisterwerk "Hereditary" waren die Erwartungen recht hoch und wurden leider recht enttäuscht. Nachdem der Film spannungsvoll beginnt, schleicht sich in der zweiten Hälfte Langeweile ein. Der Film ist viel zu lang und erzeugt gegen Ende kaum noch Spannung. Die Figuren sind unzureichend gezeichnet und die Story wirkt zufällig zusammengeschustert. Schade, denn hier wurde eine für einen Horrorfilm aussergewöhnliche Ausgangslage (Schweden an der Mittsommernacht) verschenkt.
    Stephanie Hauch
    Stephanie Hauch

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    0,5
    Veröffentlicht am 17. November 2019
    Einer der schlechtesten Filme, die ich je gesehen habe. Die Handlung wirkt zusammengestückelt aus toten, anderen Filmen, die auch schon schlecht waren, aber immerhin noch sehenswert. Motive werden bildschön, verstörend und eiskalt anmutend aufgebaut, um in der Einöde der Einfallslosigkeit in faden, bedeutungslosen Blütenmeeren zu versinken. Wenn man sich zwei Stunden durch die schwedische Einöde durchgeackert hat, darf man ein vorhersehbares Finale genießen, das man schon so oder so ähnlich erwartet hat. Das Positive: Die Protagonisten sind einem mittlerweile so egal, dass kein Tod einen mehr schocken kann. Um den Bär war es aber dann schon schade.
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