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The Dead Don't Die
Durchschnitts-Wertung
3,0
19 Wertungen - 4 Kritiken
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4 User-Kritiken

BrodiesFilmkritiken
BrodiesFilmkritiken

User folgen 25 Follower Lies die 4 094 Kritiken

4,0
Veröffentlicht am 04.06.19
Hier macht es überhaupt keinen Sinn irgendwie inhaltliche Daten aufzuzählen oder sonstwie zu versuchen eine Empfehlung abzugeben. Der reine Plot ist ganz einfach; es wird eine Kleinstadt von Zombies angegriffen. Es geht nicht darum die hundertste Variante einer Zombie Attacke darzustellen oder Figuren zu präsentieren, die heldenhaft um ihr Überleben kämpfen. Dieser Film macht etwas ganz anderes: im Grunde ist es so als habe jemand das Skript für einen Zombiefilm genommen und alle Punkte die typische dramaturgische Wendungen enthalten einfach aus dem Fenster geworfen. Es geht um Figuren die nicht so handeln wie es Menschen in der Realität oder einer filmischen Wirklichkeit tun, es wird hier und da mal die vierte Wand durchbrochen, es tauchen Figuren auf und sterben ohne für die Story irgendeinen Beitrag geleistet zu haben .. ebenso gibt es reihenweise Szenen die eigentlich völlig ohne Belang sind. Warum also lohnt es sich dem Film eine Chance zu geben? Das kann man im Grunde nicht beantworten da die Antwort restlos individuell ist. Der Film funktioniert nicht als typischer Horrorfilm sondern als Kunst Film und ich kann jeden verstehen der in der gebremsten Langsamkeit pure Langeweile und Nervtöterei sieht, ebenso kann es aber sein dass man in diesem entschleunigten Mikrokosmos irgendwie einen Sinn für den kauzigen Humor hat und deswegen sehr vieles sehr lustig findet. Das kann man versuchen aber nicht garantieren, wobei es ein gutes Indiz ist ob man schon mit früheren Jim Jarmusch Werken Probleme hatte oder nicht. Fazit: Mag den Plot eines Zombie Films haben ist aber ein eigensinniger Kunst Film dessen Humor sich nicht jedem erschließen dürfte! Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=RqyQHpE8eJ4
Cursha
Cursha

User folgen 22 Follower Lies die 927 Kritiken

4,0
Veröffentlicht am 16.06.19
Jim Jarmuch hat schon einen eigenen Stil und auch eine sehr eigene Art Filme zu erzählen und wenn Tilda Swinton mit einem Samuraischwert, aus einem Smart mit offenem Verdeck heraus Zombies tötet, die wie Schulmädchen gekleidet sind, dann läuft etwas offensichtlich aus dem Ruder. Jarmuch hat für seinen neusten Film wieder einmal eine ganze Reihe von erstklassigen Schauspielern versammelt wie Bill Murray, Adam Driver, Tilda Swinton oder Steve Buscemi. Die Zombiekomödie "The Dead Don´t Die" zusammenzufassen ist schwierig, denn obwohl der Film auf der ersten Blick wie eine klassische Splatterkomödie aussieht ist er doch ganz anders. Anders erzählt, anders Strukturiert. Der Film handelt davon, dass die Erde aus ihrer Rotation kommt, was eine Verschiebung der Zeit zur Folge hat und Nachts sich die Toten erheben um über die Lebenden herzufallen. Dieser Film kratzt so viele Themen an, ohne sie vollkommen auszuführen. Zunächst nimmt sich der Film Zeit um seine Figuren zu präsentieren. Doch außer Murray, Driver und Swinton, sind alle anderen schlicht Randfiguren. Da gibt es noch den offen rassistisch Vorgestellten Farmer, gespielt von Buscemi, der von Grund auf als Arsch präsentiert wird und dessen erstes Gespräch in einem Diner stattfindet, wo er sich ausgerechnet mit Donald Glover unterhält, der farbig ist. Dieser nimmt das aber mit einer solchen Gelassenheit mit und Verständnis, dass es schon befremdlich ist. Da gibt es einen Tankstellenbetreiber und gleichzeitig auch Comicladenbesitzer, gespielt von Caleb Landry Jones, der alle Klischees erfüllt und der eines Tages, das genaue Gegenteil eines Klischees bei sich zu Besuch hat. Die Teenies aus der Großstadt, die sich genau so sympathisch und clever verhalten, wie man es eben nicht von Teenies in Horrorfilmen gewohnt ist. Da ist eine Gruppe von Kindern, die in irgendeinem Heim sind und.... Und ja ? Was tun sie dort eigentlich ? Ebenso wie dieser Handlungsstrang ins Leere führt und eigentlich nichts zur Handlung beiträgt verhält es sich auch mit den anderen Figuren. Ihre Handlungen bleiben Schleierhaft, ihr Sinn schleierhaft. So schnell wie sie auftauchen, verschwinden sie auch wieder. Nichts ergibt einen wahrhaften Sinn, was Jarmuch gleich zu Beginn des Filmes auch festigt, indem er die vierte Wand durchbricht. Murray möchte Wissen woher er den Song kennt, der gerade im Radio läuft. Worauf Driver hinweist, dass dies der Song aus dem Vorspann ist. Diese Metaebene kommt in dem Film immer wieder vor. Wenn Swinton einen Witz über Star Wars macht, genau in Interaktion mit Kylo Ren Darsteller Adam Driver, oder gar am Ende wo sich Murray und Driver über ihre Beziehung zum Regisseur unterhalten und über das Drehbuch. Nichts ergibt einen wirklichen Sinn, der Film hat so viele Ebenen zum Interpretieren und so viele interessante Handlungsansätze, dass der Film im Anschluss sogar noch mehr begeistert und fasziniert wie im Kino selbst. Der Film hat seine eigene besondere Komik und ja am Ende kann man tatsächlich sagen, der Film versteht als Kritik an unserer Konsumkranken Gesellschaft, die nach immer mehr verlangt und ohne Konsum nicht mehr kann. Doch wäre das nur die Spitze des Eisberges. In diesem Film stechen noch so viel mehr Ansätze über die man streiten und diskutieren kann.Dieser Film ist auf alle Fälle eine Empfehlung und eine Sichtung wert.
beco
beco

User folgen 1 Follower Lies die 82 Kritiken

2,0
Veröffentlicht am 16.06.19
Eine ziemliche Enttäuschung, die Langsamkeit, die viele Filme von Jim Jarmusch auszeichnet, wird hier zum Problem. Die Dialoge wirken hölzern, der Witz bleibt ohne richtige Funken, der Film weiß nicht wohin …. „We are fucked up“ gilt leider auch für den Film. Keiner der Schauspieler kann hier glänzen, alle schleppen sich zombiemäßig durch das Drehbuch. Noch annehmbar, wegen einiger origineller Szenen.
komet
komet

User folgen 8 Follower Lies die 163 Kritiken

0,5
Veröffentlicht am 04.06.19
mit einer leicht freudigen erwartung, aber ohne allzuviel erwartungen habe ich den film gesehen. tja. am anfang und in der mitte gab es ein paar momente mit etwas, was man vielleicht als situationskomik bezeichnen kann. aber das war dann auch schon alles. die lethargie der cops im angesicht der katastrophe soll wohl den ganzen film über lustig sein. ist es aber nicht. es ist alles eher ziemlich langweilig. es gibt überhaupt keine story, situationskomik gibt es auch nicht und auch sonst keine lustigen momente. dieser film ist nicht nur durchweg langweilig, er bekommt von mir die schlechteste kritik, die es überhaupt gibt, nämlich: überflüssig. jede sendung-mit-der-maus ist unterhaltsamer. wer einen coolen zombie film sehen möchte sollte sich stattdessen viel lieber "scouts vs. zombies" besorgen. - - - - - - - - - - - p.s.: was in brodies filmkritik steht hätte ich besser vorher wissen sollen. kunst-projekt statt zombie-film trifft es ganz gut. ´kauziger humor´ trifft es auch ganz gut und ebenso die warnung, dass wohl nur wenige etwas damit anfangen können. der humor prasselt definitiv nicht (!!!) auf die zuschauer ein, er soll wohl ganz subtil und eher im hintergrund als situationskomik daherkommen. so war das wohl angedacht. jetzt braucht man nur noch ein paar kunst studenten, die zwischen den kunstvollen und schönen gemälden mal viel blutiges fleisch sehen wollen. dann könnte das konzept des films sogar klappen. man bekommt eine schaurige atmosphäre aber überhaupt keine story.
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