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    Der Boden unter den Füßen
    Durchschnitts-Wertung
    2,8
    6 Wertungen - 3 Kritiken
    Verteilung von 3 Kritiken per note
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    3 User-Kritiken

    beco
    beco

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    4,0
    Veröffentlicht am 4. Juni 2019
    Eine beklemmende Schilderung der Beziehung zweier Schwestern und deren verbundene Lebenswege. Das Unklare, die Andeutungen, das Rätselhafte, machen den Film zu einer sehr sehenswerten Studie dieser Figuren. Überragende Valerie Pachner als karrierebessessene Unternehmensberaterin, die sich im Gestrüpp der Beziehungen verfängt.
    Filmdoktor
    Filmdoktor

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    3,5
    Veröffentlicht am 8. November 2020
    Verunsicherung, Leistung, Beziehungen und Erfolg - Wer Erfolg haben will, muss 150% Einsatz zeigen. Wer Erfolg haben will, darf sich nicht von Gefühlen leiten lassen. Beziehungen leben davon, dass sich Menschen füreinander öffnen und aufeinander einlassen können. Beziehungen brauchen Zeit, Geduld und gegenseitiges Verständnis. Wer diese Aussagen so hintereinander wahrnimmt, wird recht schnell erkennen, dass bei Beachtung aller Aussagen sich Widersprüche und Konflikte ergeben. Lola versucht alle Aussagen in ihrem Leben zu vereinen und zerbricht daran nahezu: Als erfolgreiche Unternehmensberaterin baut sie zielstrebig an ihrer Karriere und hat so gut wie kein Privatleben mehr, denn auch in der Liebesbeziehung (oder ist es nur eine sexuelle Affäre?) mit ihrer direkten Vorgesetzten Elise verlässt sie nicht die Welt der Hotels, Geschäftsessen und Termine. Aber es gibt da auch noch die psychisch kranke ältere Schwester Conny. Der Film setzt ein, als Conny in einem Depressionsschub einen erneuten Suizidversuch unternommen hat und Lola am Flughafen auf dem Weg zu ihrer Arbeit darüber vom Krankenhaus informiert wird. Vor ihren Arbeitskolleginnen und -kollegen schützt sie Flugverspätungen und berufliche Termine vor, um ihre Schwester geheim zu halten. Diese fordert aber recht drastisch Lolas Zuwendung und Aufmerksamkeit. Nach dem Tod der Eltern blieben die Schwestern allein zurück, durch die Erkrankung der älteren Conny wird die jüngere Lola zur Sorgeberechtigten und Sorgeverpflichteten. Das Hin- und Hergerissensein zwischen Erfolgsdruck im Job und Verantwortung für die Schwester wird durch mysteriöse Anrufe von Conny gesteigert. Aber sind die Anrufe, die Lola an fast jedem Ort und zu jeder Zeit erreichen, wirklich real oder nur Teil von Lolas Einbildung? Im Krankenhaus besteht man darauf, dass Conny keinen Zugang zu Telefonen habe. Als Lola schließlich Elise die Existenz und Erkrankung der Schwester gestehen muss, eskaliert die Situation auch beruflich. Die Regisseurin Marie Kreutzer bleibt ihren Themen treu: Beziehungsgeflechte und Familienhintergründe, Selbstfindungsgeschichten der Generation 30+ und die Verunsicherung der Wahrnehmung von Wirklichkeit. Bereits in ihrem Debüt "Die Vaterlosen" kamen diese Themen zur Sprache und wurden in unterschiedlichen Konstellationen in "Was hat uns bloß so ruiniert" (Paarbeziehungen und Selbstfindung) und "Die Notlüge" (Familiengeschichten) weiter ausdifferenziert. In "Der Boden unter den Füßen" kommt als weitere zentrale Dimension die Verunsicherung dessen, was Wirklichkeit ist und sein soll, hinzu. Dabei spielen nicht nur die mysteriösen Anrufe eine Rolle, sondern ein Großteil des Films spielt an Nicht-Orten bzw. an Durchgangsstationen: Hotelzimmer und -flure, Büroräume und Besprechungszimmer, Kliniken, Flughäfen und in Parks. Die Wohnung von Lola liegt zwar mitten in Wien ist aber ähnlich unpersönlich gestaltet wie ein Hotelzimmer. Es ist kein Ort zum Bleiben, so wie Lola sich scheinbar auch lieber woanders aufhält als zuhause. Zwar werden bei der Darstellung der Unternehmensberatung nicht immer Klischees vermieden (ehrgeizig sexistische Kollegen und Kunden, Ökonomie-Sprech und Welt des Geldes), aber vor allem die drei weiblichen Hauptfiguren (Lola, Conny und Elise) machen durch ihr intensives Spiel den Film sehenswert. Die Mischung aus Familiendrama, Ökonomiekritik und psychologischem Thriller machen den Film immer wieder spannend, lassen ihn aber auch sehr uneinheitlich wirken. Insgesamt nimmt das Konzept aber den Betrachter gefangen und fasziniert auch gerade durch die eingestreuten Verunsicherungen. "Der Boden unter den Füßen" ist ein Drama, welches durch die Themen beruflicher Erfolgsdruck und Kapitalismus, psychische Erkrankung und Familiengeflecht, sowie Selbstfindung als 30+ für sich einnimmt und auch gestalterisch überzeugt. Die manchmal sprachlich schwer verständlichen Darsteller und ein an der Grenze der Überfrachtung stehendes Drehbuch mindern den positiven Gesamteindruck ein wenig. Es bleibt ein sehenswertes Drama für geduldige, an eindringlichen Charakter- und Wirklichkeitsstudien interessierte Zuschauer.
    Playge U
    Playge U

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    0,5
    Veröffentlicht am 1. September 2019
    Der war richtig langweilig. Man hat kein plan was genau passiert und dann wenn man denkt es wird spanend, hört der Film auf. Einfach so ohne Grund. Der Abspann war sogar Scheise.
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