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Startup
Kritik der FILMSTARTS-Redaktion
3,5
gut
Startup
Von Carsten Baumgardt
Durchgehend spannend, wenn auch mit kleinen Schwächen ist der Verschwörungs-Thriller „Startup“, in der der Idealismus eines jungen Computergenies auf die Skrupellosigkeit eines Software-Moguls trifft.

Das Angebot klingt zu verlockend, um es nicht anzunehmen. Der Chef des Software-Giganten NURV persönlich, Gary Winston (Tim Robbins), bietet dem jungen Systemspezialisten Milo (Ryan Phillippe) einen Traumjob in seinem Konzern an. Der hochbegabte Harvard-Absolvent soll die entscheidenden Impulse bei der Verwirklichung des neuen, revolutionären Satellitenkommunikationssystems Synapse geben. Mit seinem besten Freund Teddy (Yee Jee Tso) hat er bereits an der Idee gearbeitet. Allerdings wollten die beiden das System kostenlos für alle frei zugänglich auf den Markt bringen. Kurz nachdem Milo seine Arbeit in der hippen Softwareschmiede angetreten hat, wird Teddy ermordet. Milo und Freundin Alice (Claire Forlani) finden heraus, dass Winstons Firma in den Mord verwickelt sein könnte. Mit Hilfe von Kollegin Lisa (Rachael Leigh Cook) will Milo hinter das Geheimnis kommen...

Regisseur Peter Howitt („Sie liebt ihn – Sie liebt ihn nicht“) gelang mit „Startup“ (ehemals „Conspiracy.com“, und „Highscore“) ein verzwickter, hochspannender Cyber-Thriller mit kleinen Mängeln, die aber nicht wirklich störend wirken. Beginnt der Film zunächst recht vorhersehbar, so nimmt die Geschichte von Autor Howard Franklin („Der Name der Rose“) mit zunehmendem Verlauf einige überraschende Wendungen. Ryan Phillippe („Eiskalte Engel“) macht als Pixelfreak zwischen allen Fronten eine solide Figur, muss aber zwangsläufig etwas hinter dem fabelhaften Tim Robbins als skrupellos-habgierige Bill-Gates-Kopie zurückstehen. Von den beiden weiblichen Hauptfiguren überzeugt Claire Forlani („Rendezvous mit Joe Black“) als Milos durchtriebene Freundin, während Rachael Leigh Cook („Eine wie keine“) als scheues Cyber-Reh eine eher blasse Vorstellung gibt. Auffällig an „Startup“ ist neben der optischen Eleganz (vor allem die digitalen, sich dem Blick des Betrachters anpassenden Gemälde fallen ins Auge) auch der gute Schnitt von Zach Staenberg („Matrix“, „Bound“). Ob die Geschichte um den idealistischen Einzelkämpfer, der ein ganzes Imperium aufs Kreuz legen will unbedingt realistisch ist, ist zweitrangig und tut dem Thrill keinen Abbruch.
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