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Ali
Kritik der FILMSTARTS-Redaktion
3,5
gut
Ali
Von Carsten Baumgardt
Das Vorhaben war ehrenwert und durchaus erfolgversprechend. Mit einem feudalen Budget ausgestattet machte sich Meisterregisseur Michael Mann ("Heat", „The Insider") an die Verfilmung der Lebensgeschichte von Box-Legende Muhammad Ali. Am Ergebnis, das jetzt das Licht der Leinwand erblickt, scheiden sich die Geister. In der internationalen Kritik umstritten, schwanken die Aussagen zwischen „verschenkt“ und „grandios“. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen. „Ali“ ist mit Sicherheit kein schlechter Film, im Gegenteil, sogar einer guter, der trotzdem Schwächen offenbart, die aber durch die unbestreitbare optische Brillanz und starke Schauspiel-Leistungen wieder ins Lot gebracht werden.

Zehn Jahre im Leben des besten Boxers aller Zeiten - viele halten Muhammad Ali sogar für den größten, wenn auch exzentrischsten Sportler des 20. Jahrhunderts. „Ali“ konzentriert sich auf den interessantesten und ereignisreichsten Teil seiner Karriere - beginnend 1964 mit den Vorbereitungen zu seinem ersten Titelkampf gegen Sonny Liston (Michael Bentt) als 22-Jähriger. Nach seinem krassen Außenseitersieg setzt der Höhenflug des wortgewandten, großmäuligen Supertalents ein. Wenig später konvertiert Cassius Clay („Das ist ein Sklavenname“), so sein Geburtsname, zum Islam und nennt sich in Muhammad Ali um. Er schließt sich der berüchtigten Nation-Of-Islam-Bewegung an und gerät mehr und mehr ins Blickfeld von CIA und FBI. Im Umfeld seines später ermordeten Freundes Malcolm X (Mario Van Peebles) kämpft er für die unterdrückten Rechte der Schwarzen in Amerika. Nach seiner Weigerung, für die USA in den Krieg gegen Vietnam zu ziehen, droht Ärger. Er mutiert zum Staatsfeind. Dem eigenwilligen, streitbaren Ali wird die Boxlizenz entzogen, zudem soll er wegen Kriegsdienstverweigerung für fünf Jahre ins Gefängnis.

Das gesamte, auf 105 Millionen Dollar ausufernde Projekt stand lange Zeit auf sehr dünnem Eis. Will Smith, den Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Michael Mann für die Hauptrolle im Visier hatte, wollte die Herausforderung nicht annehmen, weil er keine Perspektive sah, Ali glaubhaft auf die Leinwand zu bringen. Doch Mann überzeugte den Comedy-Mimen und verschaffte Smith immerhin eine höchst verdiente Oscarnominierung. Bereits ein Jahr vor Drehbeginn musste sich Smith in Form bringen und rund 15 Kilo Muskelmasse aufbauen, um dem echten Ali ähnlich zu sehen. Der Aufwand hat sich gelohnt, die Verwandlung ist perfekt. Der „Men in Black“-Star eignete sich auch den Sprechrhythmus und die Bewegungen Alis an, sodass die Transformation bereits nach wenigen Minuten akzeptiert wird und niemand mehr in diesem ambitionierten Biopic den Kasper Will Smith sieht.

Das restliche Ensemble steht allein von der Präsenz her zwar deutlich im Schatten von Smith/Ali, doch vor allem der kaum wiederzuerkennende Jon Voight ("Heat", "Lara Croft: Tomb Raider"), der als Sportreporter Howard Cosell eine besondere Verbindung zu dem Box-Champ aufbaut, glänzt mit einer feinen Leistung, die zu Recht mit einer Oscarnominierung honoriert wurde. Jamie Foxx („An jedem verdammten Sonntag“) als Alis drogensüchtiger bester Freund und Motivator, Jon Silver („Time Cop“) als langjähriger Trainer und Mario Van Peebles als Malcolm X müssen etwas zurückstehen, bekommen nicht den Raum, den sie verdient hätten. Regisseur Mann konzentriert seinen Film ganz auf die Person Ali und zeichnet seinen Lebensweg relativ gradlinig nach - bis hin zu seinem Comeback beim legendärsten Kampf der Boxgeschichte: dem „Rumble in the Jungle“ 1974 in Zaire gegen den als unschlagbar geltenden George Foreman (Charles Shufford). Durch diese Fixierung ergeben sich zwei Probleme, die „Ali“ zu schaffen machen. Zum einen muss der Zuschauer, um dem Film folgen zu können, ein solides Grundwissen über die Person Muhammad Ali besitzen, sonst rauschen die Details einfach unverarbeitet vorbei. Ehefrauen und Geliebte kommen und gehen, Martin Luther King (LeVar Burton) wird nebenbei ermordet, ohne einen Kontext zu erstellen und während der folgenden Rassenunruhen sieht Ali aus dem Fenster und schweigt. Obwohl er sicher etwas zu sagen hatte. Der zweite Schwachpunkt ist die Tatsache, dass der Zuschauer zwar allerhand über Ali erfährt, darunter ist aber wenig neues. Was diesen Besessenen wirklich antreibt, bleibt nur zu erahnen und zwischen den Zeilen herauszulesen.

Einem weniger versierten Regisseur wäre der Film nun vollends entglitten, aber Mann, der mit "Heat" (1995) und „The Insider" (2000) zwei der besten Filme der vergangenen zehn Jahre hinlegte, rettet „Ali“ durch seine Fertigkeit, visuelle und akustische Brillanz auf die Leinwand zu transportieren. Bereits die grandiose, den Zuschauer mit Fakten bombardierende Eingangssequenz zeigt, wo es langgeht. Bilder von einem am Punching Ball trainierenden Ali werden gegen Kindheitserinnerungen, Aufnahmen seines Clans, seines ersten Gegners Sonny Liston und einen ekstatisch singenden Sam Cooke (ein Medley aus seinen Songs „Twisting The Night Away“, „Don’t Fight It - Feel It“, „Somebody Have Mercy“, „It’s All Right“, „You Send Me“ und „Bring It On Home To Me“) geschnitten. Erst nach zehn Minuten endet diese Sequenz direkt mit Alis erstem Titelkampf. Und schon sind die Grundwerte, die Ali ausmachen, abgesteckt. In den 80er Jahren verpasste Mann dem TV mit „Miami Vice“ eine neue Ästhetik und wie auch bei seinen Werken zuvor bleibt er seinem Prinzip, einen Großteil des Films mit einem Blaufilter zu überziehen, treu und vor allem unverwechselbar. Ebenso Mann-typisch ist der Score von Lisa Gerrard und Pieter Bourke, die „Ali“ wie eine akustische Variante von „The Insider" wirken lassen.

Die Boxszenen sind hautnah für den Zuschauer spürbar, die Kamera von Emmanuel Lubezki ist immer direkt am Geschehen, man hört förmlich das Adrenalin in den Körpern der Kämpfer pumpen. Die Zuschauermasse tritt in den Hintergrund, das Stöhnen und Keuchen der Protagonisten übertönt das Gröhlen der Massen. Und die Massen wollen Ali. In Afrika wird seine Ankunft mit der eines Messias gleichgesetzt. Ali ist der Held der Bevölkerung, was sie ihn auf Schritt und Tritt spüren lassen. „Ali, bomaye - Ali, töte ihn”, tönt es überall auf den Straßen und später im Stadion von Kinshasa. Foreman hat sich in Afrika nie wohlgefühlt und machte sich auch nicht gerade beliebt, als er mit einem deutschen Schäferhund an der Leine aus dem Flugzeug stieg und sich in der Folgezeit abschottete. Dem Schwarzenrechter Ali galten alle Sympatien und alle Hoffnungen eines ganzen Kontinents.

Dass der Film nur einen Zeitraum von zehn Jahren schildert, ist legitim. So erhält Muhammad Ali, dem die Umsetzung übrigens sehr gefallen hat, sein verdientes Denkmal. Sein späterer Kampf gegen die Parkinson’sche Krankheit, die ihn noch heute schwer zeichnet, hätte die Dimensionen des zweieinhalbstündigen Werks gesprengt. Der Stoff ist eher einen eigenen Film wert. Wer mehr über den „Rumble in the Jungle“ und Ali erfahren will, dem sei Leon Gasts oscar-prämierte Dokumentation „When We Were Kings“ empfohlen. Der Film zeichnet die Geschichte des legendären Kampfes und die Begleitumstände nach.

Biographie, Muhammad Ali
42 Jahre, nachdem er als Goldmedaillen-Gewinner während der Olympiade 1960 in Rom erstmals die Boxwelt begeisterte, ist Muhammad Ali immer noch eine Figur mit magischer Ausstrahlung, die auf der ganzen Welt bekannt ist und von Millionen von Menschen verehrt wird. Ali wurde als Cassius Marcellus Clay am 17. Januar 1942 in Louisville, Kentucky, geboren. Seine ersten Boxlektionen erteilte ihm der irisch-amerikanische Polizist Joe Morton, der dachte, er würde einem zwölfjährigen Jungen ganz einfach nur beibringen, wie er sein Fahrrad vor Rowdys in der Nachbarschaft verteidigen könnte. Doch schon vier Jahre später hatte der junge Mann bereits das Louisville-Golden-Gloves-Turnier gewonnen und war bis ins Viertelfinale der regionalen Meisterschaft in Chicago vorgedrungen. Nachdem er 1960 von der Central High School in Louisville abging, gewann er in Chicago das Tournament of Champions und den National-Golden-Gloves-Wettbewerb sowie den Titel der Amateur Athletic Union. Der Höhepunkt des Jahres war schließlich der Sieg bei den Olympischen Spielen in Rom. Nach seiner Rückkehr aus Italien wurde Clay, mit Goldmedaille um den Hals, der Service in einem Schnellimbiss in Louisville verweigert. Die Legende besagt, dass er auf diese Beleidigung reagierte, indem er seine Medaille in den Ohio River warf.

Von einem Konsortium weißer Geschäftsleute aus Louisville gesponsert, hatte Clay am 29. Oktober 1960 seinen ersten professionellen Kampf, den er nach sechs Runden nach Punkten für sich entschied. Clay nahm seine Laufbahn zu diesem frühen Zeitpunkt in die eigenen Hände und engagierte Angelo Dundee als seinen Trainer. Unter der Führung Dundees entwickelte er blitzschnell seinen unverkennbar eigenen Boxstil. Im November 1962 gewann Clay gegen den 49-jährigen Archie Moore und verdiente sich damit das Anrecht auf einen Titelkampf gegen den Schwergewichtschampion Sonny Liston.

Der junge Kämpfer engagierte sich damals auch in Sachen Eigenwerbung. Er nahm die Platte „I Am The Greatest“ auf und brüstete sich ohne Unterlass mit seinem Boxkönnen, seinem Aussehen und seinen poetischen Fähigkeiten. Am 26. Februar 1964, am Tag, nachdem er Sonny Liston den Titel der World Boxing Association abgenommen hatte, schockte Clay die Öffentlichkeit, die aufgrund seiner Prahlereien ohnehin bereits irritiert war, indem er das Gerücht bestätigte, er sei zum Islam übergetreten. Bald darauf gab ihm der Führer der Nation of Islam, Elijah Muhammad, den Namen Muhammad Ali – ein Name, der übersetzt „der Lobpreisung würdig“ bedeutet.

Alis Bekenntnis zu den Lehren Elijah Muhammads und seine daraus resultierende Distanzierung vom Schwarzenführer Malcolm X entfremdete viele seiner Fans, egal ob schwarz oder weiß. Aber Ali ließen die Reaktionen kalt - auch als die WBA, die ihre Missbilligung dadurch äußerte, dass sie einen erneuten Kampf zwischen Ali und Liston ablehnte und als Grund für die Entscheidung anführte, dass er unter einem anderen Namen kämpfen würde, als auf seiner Boxlizenz aufgeführt. Im Mai 1964 unternahm Ali seine erste Reise nach Afrika. Zwei Monate nach seiner Rückkehr lernte er Sonji Roi kennen und ehelichte sie kurz darauf. Nur ein knappes Jahr darauf ließen sie sich allerdings bereits wieder scheiden, weil Sonji sich weigerte, ihr Leben nach moslemischen Regeln auszurichten.

Im folgenden Jahr ließ eine Kontroverse über Alis Erst-Runden-K.o. beim Rematch gegen Liston Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Titels aufkommen. Liston schien von einem „Phantom-Punch“ niedergestreckt zu werden und der Schiedsrichter war so sehr damit beschäftigt, Ali aus dem Weg zu schieben, dass er das Anzählen vergaß. Ali verbrachte den Rest des Jahres mit Schaukämpfen, aber wehrte auch noch eine Herausforderung des ehemaligen Champions Floyd Patterson ab, den er in der zwölften Runde k.o. schlug.

1966 lief Alis Vertrag mit den Geschäftsleuten aus Louisville aus. Sein Ruf als Kämpfer konnte es bald mit seinem großen Maul aufnehmen und Ali wurde eine zunehmend bedeutsame Figur in der schwarzen Gemeinde. Zu dieser Zeit wurde Ali nachgemustert und erhielt die bestmögliche Bewertung (1-A). Auf seine Einberufung nach Vietnam reagierte Ali mit der längst legendären Antwort: „I ain’t got no quarrel with the Viet Cong.“ („Ich habe keinen Streit mit den Vietkong.“)

Aber auch mit seinen Fäusten machte Ali weiterhin Statements. 1966 verteidigte er seinen Titel fünfmal. Der letzte dieser Kämpfe wurde im Houston Astrodome gegen Cleveland Williams ausgetragen – ein Match, das nach Aussage von Howard Cosell „den großartigsten Ali, den es als Boxkämpfer jemals gab“ zeigte. Im Februar 1967 kehrte er nach Houston zurück, um seinen Titel gegen Ernie Terrell zu verteidigen. Terrells spöttische Bemerkungen, besonders sein Beharren, den Champ „Cassius Clay“ zu nennen, trieben Ali dazu, den Herausforderer im Ring zu „bestrafen“. Ali hatte angekündigt, dass er seinen vormaligen Sparringpartner besiegen würde, und nach 15 Runden war die Arbeit erledigt.

Am 28. April 1967 verweigerte Ali offiziell die Einberufung zur US Army und berief sich auf seinen Status „als Priester der islamischen Religion“. Zehn Tage später wurde er von einer Gerichtsjury in Houston als Kriegsdienstverweigerer angeklagt. Die weißen Geschworenen sprachen ihn schuldig und Richter Joe Ingaham verhängte die Höchststrafe: fünf Jahre Gefängnis und 10.000 Dollar Geldstrafe. Während er das Berufungsverfahren abwartete, durfte Ali das Land nicht verlassen. Sein Ausweis wurde eingezogen. Weil er als verurteilter Schwerverbrecher auch nicht in den USA kämpfen durfte, war seine Karriere als Boxer bis auf weiteres beendet – und das, obwohl sich Ali körperlich auf der Höhe seiner Leistungsfähigkeit befand.

Doch Alis Leben war noch längst nicht vorbei. Er studierte und las weiterhin die Worte von Elijah Muhammad. Und am 17. August 1967 heiratete er die 17-jährige Belinda Boyd, eine groß gewachsene, attraktive Frau und überzeugte Muslimin. Weil er den Lebensunterhalt nicht als Boxer bestreiten konnte, dozierte er in Colleges, um seine wachsende Familie ernähren zu können. Am 3. Februar 1970 zog sich Ali offiziell aus dem Boxzirkus zurück, während seine Berufung noch in der Schwebe hing. Erst am 28. Juni 1971 wurde seinem Einspruch einstimmig Recht gegeben.

Bereits im Herbst 1970 waren Kämpfe gegen Jerry Quarry und Oscar Bonavena arrangiert worden, die er durch K.o.s gewonnen hatte. Im März 1971 trat Ali dann gegen Joe Frazier an, um den WBA-Titel zurückzugewinnen, den man ihm weggenommen hatte. Ali verlor den brutalen 15-Runden-Kampf im Madison Square Garden. Danach mussten beide Boxer im Krankenhaus behandelt werden. Frazier trat zehn Monate lang nicht mehr im Ring an. Ali setzte fünf Drei-Runden-Schaukämpfe binnen zwei Tagen im Juni an. Dann schlug er im Juli Jimmy Ellis, um die Krone der North American Boxing Federation zu gewinnen.

Ali verteidigte den NABF-Titel vom November 1971 fünfmal, bis er am 31. März 1973 nach zwölf Runden nach Punkten gegen Ken Norton unterlag. Sechs Monate später holte er sich den Titel von Norton zurück, ebenfalls nach zwölf Runden. Im Januar 1974 schlug er Frazier, der bereits davor seinen WBA-Titel verloren hatte, in zwölf Runden und verteidigte seine NABF-Krone damit ein weiteres Mal. Die nächste Herausforderung war es, dem Furcht erregenden George Foreman den WBA-Titel abzujagen.

Der Kampf von Ali und Foreman in Zaire, der „Rumble in the Jungle“, wie er von Impresario Don King getauft wurde, gab Ali den Schwergewichtstitel, den er die nächsten vier Jahre insgesamt zehnmal verteidigte. Kurz nach dem Rumble heiratete der Champ seine dritte Frau, Veronica Porsche. Im Februar 1978 verlor Ali seine Krone an Leon Spinks. Bereits im folgenden September gewann er sie zurück.

1979 gab Ali erneut seinen Rücktritt bekannt. Aber im Alter von 39 Jahren zog es ihn dann noch einmal zurück in den Ring, wo er am 2. Oktober 1980 gegen Larry Holmes antrat. Der jüngere Boxer schlug Ali. Ali kämpfte noch ein letztes Mal, gegen Trevor Burbick, doch er verlor auch diesen Kampf, in dem es um keinen Titel ging, in zehn Runden. Danach hängte er die Handschuhe endgültig an den Nagel.

Erst nach seinem Rücktritt wurde bekannt, dass Muhammad Ali an der parkinsonschen Krankheit erkrankt war. Obwohl seine Bewegungsmotorik und vor allem seine Sprachfähigkeiten betroffen sind, konnten seine geistigen Fähigkeiten und seine Entschlossenheit nicht gebrochen werden.

Kurz vor Ausbruch des Golfkriegs besuchte Ali 1990 den Irak, um mit Saddam Hussein über die Freilassung von Geiseln zu verhandeln. 15 Geiseln wurden ihm anvertraut. Als Ali 1996 das olympische Feuer in Atlanta entzündete, ging dieser Augenblick als einer der denkwürdigsten Moment der Spiele in die Geschichte ein.

Sein legendärer Einsatz für philanthropische Zwecke führt er zumeist anonym durch. Im Lauf der Jahre unterstützte er Organisationen wie die National Parkinson Foundation, die Heilsarmee, die Special Olympics und die Cerebral Palsy Foundation. Er hilft sowohl Einzelpersonen wie auch Organisationen und macht dabei keinen Unterschied zwischen Religion oder Rasse: Er setzt sich für jüdische Altersheime, katholische Kirchen und zahlreiche Colleges ein. Sports Illustrated nannte ihn den „Athleten des Jahrhunderts“, BBC titulierte ihn als „Sportpersönlichkeit des Jahrhunderts“, in Kentucky wurde er zum „Kentuckian des Jahrhunderts“ ernannt. Zudem erhielt er den World Sports Award als „Weltsportler des Jahrhunderts“.

Am 14. September 1987 wurde Muhammad Ali in die Hall of Fame des Boxens aufgenommen. Für seine unermüdlichen karitativen Einsätze erhielt er zahllose Auszeichnungen. So wurde er mit dem Lifetime Achievement Award von Amnesty International geehrt und vom Generalsekretär der Vereinten Nationen zum Friedensbotschafter ernannt. Muhammad Ali war International Ambassador of Jubilee 2000, eine globale Organisation, die sich für den Erlass der Schulden der Dritten Welt einsetzt. Außerdem erhielt er den Excellence Award und den XNBA Human Spirit Award und wurde von der National Urban League, den 100 Black Men, der Givat Haviva, der Oleander Foundation, der National Conference of Christians and Jews, dem Time-Magazine und dem ehemaligen Präsidenten Jimmy Carter, der Muhammad als „Mr. International Friendship“ bezeichnete, geehrt.

Er ist der Vater von neun Kindern, er hat sechs Enkel und ist seit 15 Jahren mit Lonnie Ali verheiratet.


Kampfrekord von Muhammad Ali

Kämpfe: 61 / 56 gewonnen, 5 verloren, 37 K.O.s

Alle Kämpfe im Überblick

1960
Oct. 29 Tunney Hunsaker, Louisville G 6
Dec. 27 Herb Siler, Miami Beach KO 4

1961
Jan. 17 Anthony Sperti, Miami Beach KO 3
Feb. 7 Jim Robinson, Miami Beach KO 1
Feb. 21 Donnie Fleeman, Miami Beach KO 7
Apr. 19 Lamar Clark, Louisville KO 2
June 26 Duke Sabwedong, Las Vegas G 10
July 22 Alonzo Johnson, Louisville G 10
Oct. 7 Alex Miteff, Louisville KO 6
Nov. 29 Willi Besmanoff, Louisville KO 7

1962
Feb. 10 Sonny Banks, New York KO 4
Feb. 28 Jack Wagner, Miami Beach KO 4
Apr. 23 George Logan, Los Angeles KO 4
May 19 Billy Daniels, New York KO 7
July 20 Alejandro Lavorante, Los Angeles KO 5
Nov. 16 Archie Moore, Los Angeles KO 4

1963
Jan. 24 Charlie Powell, Pittsburgh KO 3
Mar. 13 Doug Jones, New York G 10
June 18 Henry Cooper, London KO 5

1964
Feb. 25 Sonny Liston, Miami Beach KO 7 WM

1965
May 25 Sonny Liston, Lewiston KO 1 WM
Nov. 22 Floyd Patterson, Las Vegas KO 12 WM

1966
Mar. 29 George Chuvalo, Toronto G 15 WM
May 21 Henry Cooper, London KO 6 WM
Aug. 6 Brian London, London KO 3 WM
Sept. 10 Karl Mildenberger, Frankfurt, Ger. KO 12 WM
Nov. 14 Cleveland Williams, Houston KO 3 WM

1967
Feb. 6 Ernie Terrell, Houston G 15 WM
Mar. 22 Zora Folley, New York KO 7 WM

- Exil -

1970
Oct. 26 Jerry Quarry, Atlanta KO 3
Dec. 7 Oscar Bonavena, New York KO 15

1971
Mar. 8 Joe Frazier, New York V 15 WM
July 26 Jimmy Ellis, Houston KO 12 NABF
Nov. 17 Buster Mathis, Houston G 12 NABF
Dec. 26 Jürgen Blin, Zürich KO 7

1972
April 1 Mac Foster, Tokio G 12
May 1 George Chuvalo, Vancouver, B.C. G 12 NABF
June 27 Jerry Quarry, Las Vegas KO 7 NABF
July 19 Alvin Lewis, Dublin KO 11
Sept. 20 Floyd Patterson, New York KO 7 NABF
Nov. 21 Bob Foster, Stateline KO 8 NABF

1973
Feb. 14 Joe Bugner, Las Vegas G 12
Mar. 31 Ken Norton, San Diego V 12 NABF
Sept. 10 Ken Norton, Los Angeles G 12 NABF
Oct. 21 Rudy Lubbers, Jakarta, Indonesien G 12

1974
Jan. 28 Joe Frazier, New York G 12 NABF
Oct. 30 George Foreman, Kinshasa, Zaire KO 8 WM

1975
Mar. 24 Chuck Wepner, Cleveland KO 15 WM
May 16 Ron Lyle, Las Vegas KO 11 WM
June 30 Joe Bugner, Malaysia G 15 WM
Sept. 30 Joe Frazier, Manila, Philippinen KO 14 WM

1976
Feb. 20 Jean-Pierre Coopman, San Juan, Puerto Rico KO 5 WM
April 30 Jimmy Young, Landover G 15 WM
May 25 Richard Dunn, München KO 5 WM
Sept. 28 Ken Norton, New York G 15 WM

1977
May 16 Alfredo Evangelista, Landover G 15 WM
Sept. 29 Earnie Shavers, New York G 15 WM

1978
Feb. 15 Leon Spinks, Las Vegas V 15 WM
Sept. 15 Leon Spinks, New Orleans G 15 WBA

1980
Oct. 2 Larry Holmes, Las Vegas V KO 11 WBC

1981
Dec. 11 Trevor Berbick, Nassau, Bahamas V 10
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