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    Die Klavierspielerin
    Durchschnitts-Wertung
    3,4
    16 Wertungen - 2 Kritiken
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    2 User-Kritiken

    BrodiesFilmkritiken
    BrodiesFilmkritiken

    User folgen 31 Follower Lies die 4 099 Kritiken

    3,5
    Veröffentlicht am 7. September 2017
    Tja, wonach die Filme aussehen und was sie im Keim sind passt manchmal hinten und vorne nicht überein – wobei das ja nicht heißt dass es dann ein schwacher Film ist. Nur eben nicht das was man vielleicht erwartet. Und bei diesem Film siehts im ersten Moment wie ein feingeistiges intellektuelles Drama aus. Auch der Ansatz einer Frau die selbst mit 40 noch von ihrer Mutter dominiert wird wie ein kleines Kind und der permanente Einsatz der Pianomusik lassen diesen Schluß zu, dass man es her mit einem sanften Mutter-Tochter Drama zu tun bekommt. Aber die Nummer mausert sich: es kippt und wird nicht zu der Lovestory die man erahnen könnte, sondern zu einem handfesten Psycho-Thriller. Je mehr die Hauptfigur von sich preisgibt und die geschundene, aber definitiv gestörte Person in ihrem Inneren nach außen lässt, desto mehr schockt es auch den Zuschauer (wobei die Szene relativ am Anfang als sie in einem Pornokino ein benutztes Taschentuch abschnüffelt schon sehr zum kotzen anregt). Wer hofft bei dem Clinch der sexuellen Art einen Hoch zu kriegen sollte aber auch nicht allzu viel erwarten: dies ist nicht sinnliche Erotik, dies ist die grausame, abartige und oftmals kranhafte Seite des Triebes. Mir erschließt sich die Nummer zwar nicht in ganzer Form, wohl aber im mich mit unwohlem Gefühl am Kopf zu kratzen. Vor allem wegen der bitteren Endszene. Fazit: Selten gab die Leinwand eine solch seelisch zernarbte Figur her wie hier!
    Kino:
    Anonymer User
    2,0
    Veröffentlicht am 3. Februar 2015
    Die Klavierspielerin konzentriert sich ganz auf die verdrängte Sexualität seiner Protagonistin. Wie für Haneke üblich im gesicherten bis gehobenen Milieu angesiedelt und mit Fokus auf dem Kontrast zwischen den geistig-künstlerischen Fertigkeiten und der Unfähigkeit zum Ausdruck grundlegender Bedürfnisse und zur Befreiung aus häuslicher Hierarchie. Dabei gibt sich der Film mit langen, in kalten Farben gehaltenen Einstellungen betont analytisch. Letzlich bezieht der Film seinen Reiz aber vor allem daraus, dass die Verdrängung des Bedürfnisses nach Erotik, Sex und Nähe (an sich ein millionenfach thematisiertes Motiv) an einer betont verkopften Person durchexerziert wird, der man ihre psychologischen Komplexe im Gesicht ablesen kann. Somit wirkt der Beruf der Klavierspielerin reichlich unwichtig für die Handlung. (Inwiefern der Film seiner literarischen Vorlage Tribut zu zollen versicht, weiß ich nicht, ist aber für den Film als eigenständiges Kunstwerk nicht von Belang.) Abermals mystifiziert Haneke an der Oberfläche liegende Probleme, um den Szenen tieferliegendere Bedeutungsebenen und Konfliktpotenzial zuzusprechen. Dabei müsste die Protagonistin einfach von ihrer Mutter weg, öfter unter Leute und zum Psychologen. Hanekes Versuch einer stilistischen Zurückhaltung endet somit in beständiger Suggestion von Tiefe, die die Szenen nicht zu bieten vermögen, und wirkt schließlich einfach nur noch schwülstig.
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