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The Rocky Horror Picture Show
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5 User-Kritiken

Hitmanski
Hitmanski

User folgen 0 Follower Lies die 9 Kritiken

5,0Meisterwerk
Veröffentlicht am 07.01.11

„It was a night out, they are going to remember for a very long time“ - Leicht fällt es nicht, eine Rezension zu einem Film zu verfassen, der das Herz des Zuschauers schon nach wenigen Sekunden mit kleinen Verweisen und großen Gesten im Intro-Song für sich zugewinnen vermag - und in der Tat, bereits die Ouvertüre offenbart einen kleinen Einblick in die Konzeption von Sharmans Adaption der ebenso provokanten wie originellen „Rocky Horror Picture Show“ von Richard O‘Brien, die er in den darauffolgenden 90 Minuten zelebriert. Wenn der Film nicht nur die beiden Protagonisten, sondern auch das Publikum auf seine Toure de force von der kleinbürgerlichen Verlobungszeremonie hin zu seinem bestrapsten Finale vor einem sich absorbierenden Schloss mitnimmt, dann bewegt sich Sharman nahe an den Essenzen von mehreren filmischen Genres: Zwar verschreibt sich die Inszenierung der „Rocky Horror Picture Show“ konsequent den exaltierten und eskapistischen Mechanismen des Musicals, macht sich bei ihrer narrativen Ausgestaltung und in der Figurenzeichnung allerdings auch die Wirkungsweise des klassischen Horrorfilms zu Eigen: Das Naive (göttlich, und im Kontext ihrer streng katholischen Erziehung auch sehr selbstreflektierend: Susan Sarandon) bricht beim Kontakt mit dem Mysteriösen mit den eigenen Konventionen und emanzipiert sich - was in anderen Filmen des Genres oftmals im Konter der Bedrohung gipfelt, ist hier der Weg in die sexuelle Selbstentfaltung. Obwohl sich "Rocky Horror" natürlich in seinen satirischen Ansätzen und seinen Überspitzungen gefällt, verfällt er doch nie in die Fehler, die anderen Werken immanent ist: Er zelebriert Travestie auf seine Art und Weise, aber hintergeht sie nicht mit Peinlichkeiten - er nimmt sie bei aller Extravaganz ernst. Noch mehr als die meisten Bühnenfassungen flirtet die filmische Version des Grusicals dabei offen mit seiner bunten und frivolen Visualisierung, lässt sich aber trotzdem zu keiner Zeit von eben jener ersticken, sondern integriert sie als futuristisch-erotische Fassade in sein Spiel aus Hommage und originärer Eigenständigkeit: Wenn der, als Mischung aus Gene Simmons und Freddie Mercury angelegte, Curry-Charakter Frank-N-Furter in frankenstein‘scher Manie und Negligé, eine, in einer regenbogenfarbenen Badewanne deponierten, Mumie zum Leben erwecken möchte, dann sollte man sich nicht davor scheuen, es als das zu bezeichnen, was es ist: Eine noch nie dagewesene Innovation; und eines der wenigen Produkte aus der - in Retrospektive oftmals verklärten - 70er-Ära, die den Stempel „Kult“ zurecht tragen. Darstellerisch zentriert sich das Geschehen nach anfänglichem Prolog auf Tim Curry, der nicht nur seine Szenen, sondern die gesamte Szenerie zu beherrschen vermag, und zeigt, dass er mehr kann, als es große Teile seines sonstigen Schaffenswerkes kundtun. Dank gutem Timing bekommt jedoch auch der übrige Cast, aus dem neben der oben bereits erwähnten Sarandon, vorallem Meat Loaf, Nell Campbell als bessere Variante von Bonham-Carter und nicht zuletzt Autor Richard O‘Brien als buckliger Kammerdiener hervorstechen, die ihnen zustehende Aufmerksamkeit. Dass sich die „Rocky Horror Picture Show“ auch nach über dreißig Jahren noch immer als einer der - wenn nicht sogar als einziger - wirklich provokanter Genrebeitrag verstehen darf, sagt viel über den visionären Charakter von O‘Briens Stück aus; vielleicht aber auch etwas über unsere Zeit - diese Frage muss jeder für sich selbst beantworten. Fest steht aber: Kaum ein Musical kann auf ähnlichen Widerhall in der Popkultur zurückblicken, und nennt mehr leichtfüssige, aber trotzdem bitterböse Songs sein Eigen, als Sharmans „Rocky Horror Picture Show“. In diesem Sinne: „Stay sane inside insanity“

Thomas Z.
Thomas Z.

User folgen 0 Follower Lies die 119 Kritiken

5,0Meisterwerk
Veröffentlicht am 19.05.17

"Don't get strung out by the way that I look, Don't judge a book by its cover I'm not much of a man by the light of day, But by night I'm one hell of a lover"..... wer bei diesem Text eine Gänsehaut bekommt, der war DABEI. Niemals zuvor und nie wieder danach wurde ein Kinobesuch zu einem derart skurrilen Happening. Eine wohl strukturierte Entgleisung bei der man getrost auf 3D verzichten konnte, um mit der Leinwand zu verschmelzen. Man hatte ja alles dabei. Erklärungsversuche sind hier überflüssig, sie würden ins Leere laufen. Bewerten kann ich diesen Rausch an Erinnerungen nur mit 5/5 Sternen.......Welcome my friends to the show that never ends: Science fiction double feature...... und erspart uns bitte ein Remake!!!

Cursha
Cursha

User folgen 18 Follower Lies die 677 Kritiken

4,5hervorragend
Veröffentlicht am 02.09.14

Schrill, bunt, laut ! So kann man die Rocky Horror Show beschreiben ! Eine wirklich sehr verrückte Story, tolle Musik und kranke Figuren machen Peter O´Brians Werk wirklich zu einem Klassiker !

crimson
crimson

User folgen 1 Follower Lies die 80 Kritiken

5,0Meisterwerk
Veröffentlicht am 22.09.10

Ich muss gestehen ich habe leider noch nie diesen Kult live miterlebt, nur gebannt auf DVD oder CD (Filmmusik). Trotzdem ist dieser Film/Musical unter den Top 10 meiner liebsten Zerstreuungsmittel. Erklären lässt sich DAS nicht. Man muss es sich angucken, es erleben, mitsingen...dann begreift man. Wer zum ersten Mal Tim Curry in Strapsen performen sieht wird wahrscheinlich erstmal die Augenbrauen hochziehen. Und dann teilen sich auch schon sofort zwei Gruppen ein. Die Jenigen die damit überhaupt nichts anfangen können. Und die Anderen die sich augenblicklich verlieben. Tim Curry ist ein Gott...eine unglaubliche Leistung. Der Rest fällt etwas ab, ist trotzdem noch sehr gut. Die Musik lässt einem nicht mehr los...ich kann seit Jahren die Texte auswendig. Weckt mich um 3 Uhr nachts...ich sing euch jedes beliebige Lied aus RHPS. ;) Angucken..Spaß haben oder fortlaufen.

Kino:
Anonymer User
4,5hervorragend
Veröffentlicht am 02.09.08

....be it! Und selten wurde ein Publikum so dermaßen eins mit einem Film wie hier. Und selten genug, daß ein Happening, wie es dieser Film über zwanzig Jahre lang mit jeder Mitternachtsvorstellung zelebrierte, wirklich eine Art von Lebensgefühl heraufbeschwor. Diese Art von Einigkeit, von Verschworenheit ist in den letzten 10 bis 15 Jahren weitestgehendst verschwunden. Ein "Herr der Ringe" oder "Star Wars" - Happening hier oder da kann das Gefühl, daß die Erstbesucher einer Vorstellung der "Rocky Horror Picture Show" erfahren haben, nicht wirklich wiederholen. DAS war wirklich eine eingeschworene Familie, die sich im Kino traf - am liebsten wöchentlich. Und in den letzten Jahren entschlummerte "Rocky Horror" denn auch mehr und mehr. Und die Tatsache, daß allen Ernstes ein REMAKE für die Leinwand geplant ist, sollte eigentlich die wahren Fans mit Grausen erfüllen.

Tim Curry mag ein eher brachialer Schauspieler sein (nicht gleich hauen - ich mag ihn wirklich) - doch ist er eher einer der Sorte, die mit manischem Augenrollen und theatralischen Gesten arbeitet. Beweise gefällig? Schaut Euch seine Arbeit in "Kevin allein in New York", "Congo","Shadow und der Fluch des Khan", "ES" und "Jagd auf ROTER OKTOBER" an und ihr werdet zu dem Schluss kommen, daß er ein geborener Schelm und Poser ist. Genau das brauchte es, um ihn in "Rocky Horror" als "Doktor" Frank`n Furter (was für ein herrlich bescheurter Name ;-)) zur Legende werden zu lassen. Und seine Mitstreiter - allen voran O`Brian als "Riff Raff" (dem genialen Autor dieses Ganzen). Ich frage ehrlich: WER will diesen beiden allein das Wasser reichen?

Ein einzig wilder Rocktrip durch das SF-Fantasy-Universum, mal ein wenig holperig in seiner Story (da scheint O`Brian eher Hauptaugenmerk auf die gelungenen Texte der Songs gehabt zu haben als auf eine dramaturgisch ausgefeilte Handlung, aber die wird irgendwann sowieso zur Nebensache). Dies hier ist wirklich Kult - und nicht das, was uns die Marketingmaschinerie so oft heutzutage andrehen will.

Welcome to the midnight doublefeature picture show.....

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