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Lady Bird
Durchschnitts-Wertung
3,8
62 Wertungen - 6 Kritiken
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Deine Meinung zu Lady Bird ?

6 User-Kritiken

Donnovan
Donnovan

User folgen 1 Follower Lies die 8 Kritiken

1,5enttäuschend
Veröffentlicht am 19.05.18

Sehr seicht und äußerst anstrengend. Dem Film fehlt das Besondere in Form von interessanten Charakteren. Man merkt halt leider das der Film von vorn bis hinten darauf ausgerichtet ist Kritiken zu gefallen, dass spürt man weil die Charaktere äußerst realistisch gehalten wurden. Das ist dann leider auch der Grund warum der Film weder unterhält noch sonst eine Emotion auslöst, es sind die typischen Phasen eines durchschnittlichen Teenie Mädchens (Sie selbst hält sich für etwas Besonderes, irrt sich da aber gewaltig)ohne nennenswerten Höhepunkte. Da haben es viele Filme zuvor deutlich besser gemacht, als Beispiel fällt mir spontan "Vielleicht lieber morgen" und "the spectacular now" ein.

amlug
amlug

User folgen 35 Follower Lies die 279 Kritiken

4,0stark
Veröffentlicht am 30.04.18

Seit einiger Zeit ist das Coming-Of-Age-Genre wieder der ganz große Renner in der Filmwelt und wir bekommen die Filme (und Serien) über das Erwachsenwerden in allen möglichen Sub-Genres präsentiert. Lady Bird ist allerdings ein Film ohne jegliches Sub-Genre und beschäftigt sich fast schon im klassischem Stile mit dem Erwachsenwerden. Das Regie-Debüt von Greta Gerwig ist dabei bei Kritikern, sowie dem Publikum ein Riesenhit und räumte sämtliche Preise sowie auch einige Oscar-Nominierungen ab und gerade weil der Film dadurch im Voraus solch haushohe Wellen schlug, mag man dann vielleicht doch enttäuscht sein, dass Lady Bird einfach nur ein sehr guter Film ist und das Genre nicht komplett auf den Kopf stellt. Aber wie gesagt, Lady Bird ist trotzdem ein toller Film und beeindruckt auch, ohne das Genre groß aus den Angeln zu heben. Dieser Film ist fein beobachtet, gut studiert und extrem authentisch umgesetzt. Die Situationen und Charaktere sind glaubwürdig aber zugleich auch schräg und sympathisch. Allen voran natürlich unsere exzentrische Hauptfigur, Christine „Lady Bird“ McPherson (Saoirse Ronan) ist ein wunderbarer Charakter, der den Film vollkommen alleine trägt und der mir schnell ans Herz wuchs. Saoirse Ronan spielt unsere Titelfigur aber auch absolut wunderbar und erzeugt vor allem mit ihrer Filmmutter Laurie Metcalf eine absolut herrliche Chemie. Die tiefsinnige Beziehung zwischen Mutter und Tochter ist nämlich das zweite große Thema in Lady Bird und diese gefiel mir fast besser, als der Coming-Of-Age-Part, obwohl natürlich beides in gewisser Weise zusammenhängt. Es ist zum Einen natürlich äußerst amüsant für die Zuschauer, wenn sich Mutter und Tochter ständig lautstark zanken und ein Streit, wie beispielsweise gleich zu Beginn im Auto aus dem Nichts komplett eskaliert aber zugleich schwimmt auch eine interessante Melancholie und eine ganz besondere Beziehung der Beiden zueinander mit. Dabei wird der Film auch wirklich sehr tiefsinnig und wirkt unglaublich realistisch und nah am echten Leben. Interessant fand ich dabei vor allem den Punkt, in dem aufkommt, inwiefern Aufmerksamkeit auch eine Form der Liebe ist. Diese Mutter-Tochter-Beziehung war absolut großartig und für mich einfach das Highlight des Films, auch weil, wie gesagt, die Chemie zwischen Ronan und Metcalf einfach stimmt. Aber, was Lady Bird wirklich noch einmal richtig gut macht, ist die Tatsache, dass auch die Nebenfiguren einfach nur wunderbar geschrieben wurden und von ihren Darstellern großartig verkörpert wurden. Sei es der erste Freund Danny (Lucas Hedges), die beste Freundin Julie (Beanie Feldstein), Vater Larry (Tracy Letts) oder Priester Leviatch (Stephen Henderson). Gerwig schreibt jede Figur in ihrem Film mit sehr viel Liebe und Herz und das bringt sie auch perfekt auf die Leinwand. Es ist ein Film zum gernhaben. Neben dem typischen Coming-Of-Age-Thema, in dem mal wieder die vielen Tiefpunkte des Erwachsenwerdens aufgeführt werden und der wirklich starken Mutter-Tochter-Beziehung spricht Lady Bird aber auch einmal wieder die soziale Ungleichheit in Amerika an. Das fragliche Schulsystem, sowie die schwierige Arbeitslage. Greta Gerwig schaut einmal mehr vom glamourösen Traumland Amerika weg und widmet sich dem einfachen, fast schon armen Teil der Gesellschaft. Dabei bleibt der Film jedoch gänzlich unaufgeregt, dezent und einfach ehrlich und das ist auch gut so. Somit ist Lady Bird ein wunderbarer, cleverer Film mit viel Hirn und Herz, womit er sich auch schnell in der Herzen der Zuschauer spielt. Schön. Fazit: Eine starke Mutter-Tochter-Beziehung, sowie herrlich geschriebene Charaktere und eine intelligente Story machen Lady Bird zu einem sehr sehens- und liebenswerten Film!

Isabelle D.
Isabelle D.

User folgen 12 Follower Lies die 198 Kritiken

4,5hervorragend
Veröffentlicht am 27.04.18

"Lady Bird" von Greta Gerwig ist ein wunderbar tragikomischer Coming-of-Age-Film, der einem das Leben des ärmeren Teils der amerikanischen Bevölkerung vor Augen führt. Dabei rutscht er nie in Rührseligkeit ab - dafür sorgt der trockene, nüchterne Humor. Die Schauspieler füllen ihre Rollen voller Hingabe und Begeisterung mit Leben und harmonieren so schön im Ensemble miteinander, dass es ganz natürlich wirkt. Fazit: Ein toller Film, solte man nicht verpassen!

Kinobengel
Kinobengel

User folgen 16 Follower Lies die 363 Kritiken

4,0stark
Veröffentlicht am 22.04.18

Greta Gerwig hat für „Lady Bird“ Regie geführt und das Buch geschrieben. Die 17-jährige Christine (Saoirse Ronan) aus Sacramento nennt sich Lady Bird und möchte studieren, doch ihre Noten sind nicht die besten. Während Papa Larry (Tracy Letts) um seinen Job bangt, liegt sie mit ihrer Mutter Marion (Laurie Metcalf) im Dauerclinch und orientiert sich für das Leben. Das Fahrige an Greta Gerwigs Arbeit muss man mögen. Offensichtlich hat die versierte Schauspielerin bei den Dreharbeiten von „Frances Ha“ genau hingeschaut (zuvor eh mitgeschrieben) und später den Kameramann für „Lady Bird“ mitgenommen. Ihr Film ist wild geschnitten, so herrlich übersprudelnd wie die unberechenbare Jugend, die Christine verkörpert. Gerwig spielt gerne und leidenschaftlich mit diesem Element, das ist ihrem Coming-of-Age-Werk deutlich anzusehen. Christine sucht stets das Andere, mal mit oder ohne Freundin Julie (Beanie Feldstein) und zum Leidwesen ihrer Eltern. Dann ist es die derzeit viel gebuchte, überragende Saoirse Ronan, die ihrer Figur eine gehörige Portion Aggressivität und Fieber gibt. Für ältere Zuschauer ist es somit einfach, über das Verhalten von Christine den Kopf zu schütteln. Auch die meisten Jugendlichen lehnen sich nicht so weit aus dem Fenster wie die junge Kalifornierin. Greta Gerwig, selbst in Sacramento geboren, hat in einem Interview mit dem Münchner Merkur erläutert, dass sie in einem sehr ähnlichen Umfeld wie Christine ihre Erfahrungen gemacht habe, jedoch im Wesen genau das Gegenteil gewesen sei. Gewünscht habe sie sich das Selbstbewusstsein ihrer Hauptfigur. Also präsentiert „Lady Bird“ etwas Biografisches und Antibiografisches. Wie dem auch sei, Gerwig hat es bis nach oben geschafft, als Schauspielerin schon längst und nun als Regisseurin. Der in vielen Szenen verbaute, nie alberne Humor bestimmt den Film nicht. Er ist vielmehr mit Behutsamkeit eingesetzt und gibt der Unerfahrenheit von Christine eine gewisse Lockerheit auf dem Weg zum Publikum. Und irgendwann in dieser Darstellung von Lebensdurcheinander sind der Charakter der jungen Dame und ihre Verhältnisse so sehr schlüssig entblättert, dass eine wuchtige emotionale Tiefe entsteht, die den Gang zum Kino lohnenswert macht. Darüber hinaus liefert „Lady Bird“ einen belebenden Musik-Track, welcher noch mehr dazu verführt, Christine ewig zuschauen zu wollen. Wer die Anordnung von „Lady Bird“ annimmt und auch „Frances Ha“ mag, hat das ganze Kinovergnügen auf seiner Seite.

Jason Bourne
Jason Bourne

User folgen 19 Follower Lies die 874 Kritiken

2,0lau
Veröffentlicht am 21.04.18

Unausgewogenes Drama, welches pulsierend und jugendlich sein will, aber stattdessen anstrengend aufgeregt darherkommt. Zwanghaft klappert der Film eine Comedy-Drama-Konvention nach dem anderen ab und will dann auch noch mit spitzfindigen DIalogen amüsieren. Bei aller Dramatik wirkt der Film dann schließlich auch völlig belanglos, die tragischen Punkte erscheinen wie nur der Unterhaltung wegen eingeschoben.

Cursha
Cursha

User folgen 18 Follower Lies die 758 Kritiken

4,0stark
Veröffentlicht am 21.04.18

"Lady Bird" gehört mit zu den bestbewertesten Filmen auf der Seite "Rotten Tomatoes" und bildet das Regiedebüt von Greta Gerwig, die im Frühjahr insgesamt fünf Oscarnominierungen einbringen konnte. Tatsächlich ist "Lady Bird" auch am Ende ein sehr erwärmende und clevere und erfrischende Coming Of Age Geschichte. Die Geschichte dreht sich um Christine, die sich selbst Lady Bird nennt und sich mit den Probleme des Erwachsenwerdens auseinandersetzt. Ob die erste Liebe, den Übergang in das College oder familiäre Probleme, Lady Bird muss sich mit all dem auseinander setzen. Der Film lebt in erster Linie von genau zwei Dingen, diese sind zum Einen das hervorragende Drehbuch. Greta Gerwig, die auch dieses verfasst ha, hat ein so tolles Gespür für clevere Dialoge. Sie schafft einen wundervollen Spagat zwischen hervorragenden und cleverem Witz, kann aber ebenso die großen Gefühle inszenieren. Auf der anderen Seite lebt der Film von den hervorragenden Performances von Saoirse Ronan und Laurie MatCalf, die das Mutter-Tochter Gespann spielen. Ronan hatte sich über die Jahre bereits immer wieder als hervorragende Darstellerin bewiesen, ob in Dramen wie "Brooklyn" oder "Abbitte", in Komödien wie "Grand Budapest Hotel" oder in Aktionfilmen wie "Wer ist Hanna ?". Immer wieder kann man nur staunen über sie und auch hier legt sie eine weitere tolle Performance hin. Gleiches gilt für Laurie Matcalf, die als Lady Birds Mutter ein absolutes Highlight ist. Die anderen Schauspieler sorgen für eine Vielzahl von verschieden Charakteren im Film, bleiben aber leider etwas hinter den beiden Hauptfiguren zurück. Gerade Lucas Hedges, der in Filmen wie "Manchester By The Sea" oder "Three Billbords Outside Ebbing, Missouri" zeigen konnte was in ihm steckt, bleibt hier eher blass. Gleiches gilt für Timothée Chalamet, der mit "Call Me By Your Name", in diesem Jahr selbst im Oscarrennen war und eine der besten Performances überhaupt abgeliefert hat, bleibt auch hier eher hinter den Erwartungen zurück. Darüber hinaus spielt der Film mit vielen Themen, die sich in unserer Gesellschaft ausbreiten. Ob Homosexualität, Depression, schulischer Druck, religiöse Erziehung usw. Viele Themen werden in dem Film angerissen, die später Grund zum Diskutieren liefern. Handwerklich gibt es wenig zu meckern. Der Film hat eine schöne Ausstattung, eine solide Kameraarbeit und gut eingesetzt, nicht aufdringliche Musik. Fazit: "Lady Bird" ist eine schöne Geschichte ums Erwachsenwerden, die kleinere schwächen aufweist, aber durch das großartige Drehbuch und die beiden exzellenten Hauptdarsteller viel an stärke gewinnt. Eine schöne kleine Filmperle.

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