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Seitensprünge in New York
Kritik der FILMSTARTS-Redaktion
3,0
solide
Seitensprünge in New York
Von Stephan Flory
Sechs New Yorker, deren Schicksale auf seltsame Weise miteinander verknüpft sind, analysieren ihr Liebesleben und ihre Sexualität. Dabei finden die einen den Partner für einen Neuanfang und andere enden doch wieder einsam.

Regisseur und Hauptdarsteller Edward Burns ist so eine Art Multitalent. "Sidewalks of New York" ist sein mittlerweile vierter Film, und wieder einmal dreht sich alles um die Liebe. Tatsächlich setzt sich der Film überhaupt nur mit diesem einen Thema auseinander, das Ganze vor der Kulisse eines sommerlichen New Yorks.

Der Film beginnt mit fingierten Interviews mit den Protagonisten, die von ihren ersten sexuellen Erfahrungen und ihrem aktuellen Liebesleben berichten. Dann folgt die Kamera ihnen auf im halbdokumentarischen Stil ein Stück weit durch ihr Leben. Dabei wird aber nicht der übliche DV-Look bemüht, sondern durchaus auf "echtem" Film gedreht, dafür wird umso mehr gewackelt und kurze Schnitte eingefügt, die die Bewegungen der Personen hin und wieder raffen. Wirkt dies zu Beginn noch alles ein wenig befremdlich, fällt es einem nach einer kurzen Eingewöhnungsphase kaum noch auf und man kann voll und ganz am Schicksal der Charaktere teilnehmen.

Was sich bis hierhin doch recht trocken anhört, ist stellenweise eine ziemlich vergnügliche Sache. Ohne jemals den Rahmen des Realistischen zu verlassen, holt Regisseur Burns aus jeder Szene ein Maximum an Witz und Skurrilität heraus. In dieser Funktion glänzt auch die ohnehin ansehnliche Besetzung. Heather Graham, Stanley Tucci, und Brittany Murphy gehören zum Ensemble, doch die größten Lacher hat Dennis Farina in einer Nebenrolle als gealterter Playboy auf seiner Seite. Die Dialoge wirken improvisiert, was es leider der Synchronisation unmöglich macht, eine adäquate deutsche Übersetzung zu produzieren. Diese sollte man sich nach Möglichkeit wirklich nicht antun. "Sidewalks of New York" erzeugt zwar anfangs einige Skepsis beim Zuschauer, kann aber mit seinen skurrilen und doch so erfrischend realistischen Situationen wieder punkten.

[www.moovienet.de]
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