Die hilfreichsten KritikenNeueste KritikenUser mit den meisten KritikenUser mit den meisten Followern
Filtern nach:
Alle
horrispeemactitty
116 Follower
221 Kritiken
User folgen
3,5
Veröffentlicht am 27. Mai 2011
Eine recht solide Fortsetzung zu "Das Schweigen der LĂ€mmer". Julianne Moore ermittelt hier als FBI-Agentin den Fall von Hannibal Lecter. Im Mittelpunkt steht diesmal Hannibal,welcher sich zur Ruhe gesetzt hat,aber entdeckt wurde. Ein spannender Thriller der zum SchluĂ aber in leicht ekelhafte Szenen ausartet. Anthony Hopkins und Julianne Moore spielen ihre Rollen sehr authentisch.
"Hannibal" ist ein solider Psycho-Thriller und anstĂ€ndiger Nachfolger, der allerdings bei weitem nicht an seinen VorgĂ€nger "Das Schweigen der LĂ€mmer" herankommt. Die Story an sich fixiert sich diesmal hauptsĂ€chlich auf Hannibal selbst und der Auseinandersetzung zwischen ihm und seinem alten Patienten Mason Verger (gespielt von Gary Oldman), den er in der Vergangenheit verstĂŒmmelt und der als einziger von Hannibals Patienten ĂŒberlebt hatte. Meiner Meinung nach fixiert sich dabei allerdings alles zu sehr auf Hannibal und verliert deshalb den besondere Flair des psychopatischen und eingesperrten Geisteskranken und seiner grandiosen Dialoge mit Jodie Foster beim VorgĂ€nger. Die Geschichte ist insgesamt zwar recht ordentlich erzĂ€hlt und ist ganz unterhaltsam anzuschauen, es fehlt ihr aber an dem gewissen Etwas, das "Das Schweigen der LĂ€mmer" so besonders gemacht hatte. AtmosphĂ€risch kann der Film jedoch voll ĂŒberzeugen und besticht vor allem durch die detaillierten Umgebungen und tollen Ausstattungen der Szenen. Schauspielerisch befindet sich "Hannibal" auf gutem Niveau, wobei Julianne Moore ihre Aufgabe als Clarice Straling zwar gut meistert, aber lĂ€ngst nicht an die Klasse von Jodie Foster heranreichen kann. Auch Anthony Hopkins Auftreten reicht diesmal nicht an die IntensitĂ€t seiner Vorrolle heran, was aber weniger an seiner Leistung liegt (er hat es ja bereits bewiesen, wie gut er die Rolle spielen kann), sondern mehr an der etwas einfacheren Auslegung seiner Rolle. Ray Liotta bekommt hierbei eine recht kleine Rolle, die sicherlich nicht zu den Besten seiner Laufbahn zĂ€hlen dĂŒrfte. Das Ende ist dagegen nicht sonderlich gut ausgefallen, zu extrem und ĂŒbertrieben wirkt hierbei der Showdown. Anscheinend wollte Regisseur Ridley Scott dem Zuschauer noch einmal so richtig das Kannibalische vorsetzen, wobei diese HĂ€rte einfach zu ĂŒberzogen wirkt.
Alles in allem ist "Hannibal" aber ein insgesamt ordentlicher Film, der aber fĂŒr das Niveau und die Klasse seines VorgĂ€ngers im Ganzen doch ein wenig zu schwach ausgefallen ist. Aber fĂŒr Fans der Hannibal-Reihe ist der Film ohne weiteres zu empfehlen!!
Ich kann nicht beurteilen, ob sich Drehbuch und Regie annĂ€hernd an die Buchvorlage gehalten haben, jedoch bin ich der Meinung, dass sich "Das Schweigen der LĂ€mmer" nicht mit "Hanniball" vergleichen lĂ€sst, da dieser Möchtegernthriller mageres Hollywoodkino ohne jegliche AnsĂ€tze von Spannung ausstrahlt. Sicherlich sorgen die hĂŒbschen Bilder und Szenarien fĂŒr eine kleine Aufwertung des Films, das ist dann jedoch auch alles! Die Gewaltszenen sind abstoĂend und unnötig, vielleicht hĂ€tte hier ein wenig FingerspitzengefĂŒhl den Gesamteindruck verbessern können, denn dann wĂŒrde der Fokus meiner Kritik mehr auf der Handlung des Films liegen, die leider so banal und oberflĂ€chlich gehalten ist, dass sie mir fast schon in Vergessenheit geraten ist, da sie in keiner Sekunde Aufregung und Spannung hervorruft, viel eher Langeweile und Hoffnung auf ZĂ€sur, einen Augenblick des plötzlichen Showdowns, etwas Unerwartetes, welches Signum eines jeden guten Thrillers sein sollte.- hier nicht vorhanden, deswegen: "Lau"; 4/10
Und wieder ĂŒberzeugt Anthony Hopkins in seiner Rolle des Hannibal Lecter. Der Film ist sehr gut inszeniert worde. Die guten Kameraeindstellungen, die Detailgenauigkeit und die Schauspielerischen Leistungen machen diesen Film sehr sehenswert.
Soweit die positiven Punkte. Was mir nicht gefallen hat, sind mehrere Abweichungen vom Buch, vorallem der Tod Mason Vergers und der Schluss.
Gefehlt hat mir vor allem Margot Verger, die Tochter von Mason. Die Beziehung zwischen Margot und Mason und auch zu Barney. Es ist natĂŒrlich schwer eine Besetzung fĂŒr Margot zu finden, die dazu noch bereit ist sich nackt zu prĂ€sentieren (wenn die Sexsene aus dem Buch in den Film genommen wĂ€re).
Viele Dinge, die das Buch fĂŒr mich interessant gemacht haben sind leider nicht fĂŒr den Film umsĂ€tzbar gewesen wie z.B. der GedĂ€chtnispalast von Lecter in dem er durch seine Erinnerungen wandert oder die inneren Monologe der Figuren.
Die BrutalitĂ€t ist im Film teilweise schwĂ€cher als im Buch und somit (meiner Meinung nach) nicht ĂŒbertrieben.
Fazit: Ein gelungener Film, en man sich jederzeit ansehen kann, der jedoch nicht ganz an die Vorlage herankommt.