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Steven Soderberghs starbesetztes Thriller-Drama ist ein sehr ambitioniertes Projekt und die Idee, das Thema "Drogen" aus allen möglichen Perspektiven zu beleuchten, ist wirklich gut. Auch beginnen die verschiedenen Handlungsstränge alle sehr interessant. Doch der Film scheitert leider an seinem eigenen Anspruch. Was die Handlungsstränge rund um einen Staatsanwalt, zwei verdeckte Ermittler, einen mexikanischen Polizisten und die Frau eines Drogenhändlers miteinander verbindet ist sehr früh erkennbar, allerdings bleibt diese Verbindung leider nur sehr lose. Die Hauptfiguren begegnen sich viel zu selten, um hier wirklich den Eindruck einer zusammenhängenden Geschichte zu erhalten. Außerdem wäre die Streichung von ein oder zwei Handlungssträngen durchaus gut gewesen, um den anderen mehr Raum zu geben. Es fällt schwer eine Verbindung zu den Figuren aufzubauen, wenn man sie immer nur für gefühlte 5 Minuten zu Gesicht bekommt. Außerdem geht durch diese schnellen Sprünge auch schnell die Übersicht flöten. Das Ganze läuft viel zu gehetzt ab. Dazu kommt dann noch, dass der Film optisch nicht wie aus einem Guss wirkt. Durch die vielen verschiedenen Farbfilter will das Gesehene einfach nicht zusammenpassen. Dass der Film trotzdem zu unterhalten weiß, liegt zum Großteil an den tollen Schauspielern. Auch wenn es keine Helden in dieser Geschichte gibt, sorgen Benicio Del Toro, Michael Douglas und Don Cheadle dafür, dass es zumindest Sympathieträger gibt, mit denen der Zuschauer mitfiebern kann. Catherine Zeta-Jones hingegen kann als verzweifelte Ehefrau eines Drogenhändlers brillieren, die aus der Not heraus zu fragwürdigen Mitteln greift. Ein wenig fehl am Platz wirkt hingegen Dennis Quaid. Sein Charakter hat nur sehr wenige Szenen und bleibt somit - trotz Quaids überzeugendem Schauspiel - sehr blass. Ein weiterer Pluspunkt des Films sind die viele gelungene Szenen, die trotz der lückenhaften Handlung überzeugen können, da sie sehr gut in Szene gesetzt wurden. „Aufgrund der schieren Masse an guten Ideen ist es Steven Soderbergh nicht gelungen, auch nur eine davon zu 100% umzusetzen. Es fehlt immer eine emotionale Bindung zum Geschehen und der Blick auf das „große Ganze“. Eine gezielte Straffung des Films hätte hier Abhilfe schaffen können und „Traffic“ zu mehr als nur einem ambitionierten Film werden lassen.
Hinzugefügt am 17.01.2010 um 21:03 Uhr Verstoß melden
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