AlexX2
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5 - Spitzenklasse
Im Jahre 1998 erscheint ein interessanter Independet-Film. Kostete schlappe 35.000 Dollar und machte ungewöhnlich viel Werbung. Das Ergebnis: über 130 Millionen Dollar Einkommen! So ist "Blair Witch Project" der effizienteste Film aller Zeiten in Sachen Umsatz. Der Psycho-Thriller ist allerdings nicht einfach bloß ein PR Gag, der einfach nur Glück hatte, nein er hat den Erfolg redlich verdient. "Blair Witch Project" ist bis heute ein grandioses Meisterwerk, eine Innovation der 90er, der Wegbegründer von ähnlichen Filmen wie Cloverfield oder Rec und zeigt wie so wenig doch so viel sein kann.
Zunächst ist der Filmstil, in erster Linie die Kameraführung sehr gewöhnungsbedürftig. So stößt der tolle Film bei vielen sofort auf Abneigung, da diese sich an der ständigen Wackelei und am so unprofessionell wirkenden Gesamteindruck stören. Recht verständlich, denn der komplette Film wird nicht wie üblich auktorial erzählt von einer äußeren Kamera, sondern stets aus einer Filmkamera der Protagonisten, die einen Dokumentarfilm drehen wollen. So sieht man sich im Prinzip ihr gefilmtes Material an. Die Folge ist: permanentes Gewackel, hastige Zooms und plötzliche Schnitte. Aber gerade das macht mit die Faszination aus, solange man es aushält. Man ist immer mit dabei, erlebt alles aus den Augen des Filmenden und so fühlt das Erlebte sich wahnsinnig echt an.
Die große Stärke des Films ist aber seine fast unerreichte Authezität. Teilweise stellt man sich wirklich die Frage, ob das nun real ist. Die Schauspieler, die eigentlich absolute No Names und gar keine wirklichen beruflichen Schauspieler sind, leisten eine so exzellente Arbeit, das man nie das Gefühl hat, das irgend etwas aufgesetzt wird. Wie mit der zeit das anfangs so optimistische Film Team immer mehr der puren Angst und letztendlich Panik verfällt, ist unglaublich mitreißend und gleichzeitig wahnsinnig spannend. Noch nie hatte man als Zuschauer so nah Angst verspürt. Dabei passiert nicht einmal irgend etwas Besonderes, das jemandem einen Schrecken einjagen würde. Meistens sieht man sogar gar Nichts, da der Grusel sich nachts abspielt. Der Horror spielt sich komplett im Kopf des Zuschauers ab: eine psychologische Meisterleistung.
Wer die Kameraführung akzeptiert und kein aufwendig produziertes Pop Corn Kino erwartet, bekommt hier ein Pracht Exemplar des Psycho Horrors zu sehen!
Hinzugefügt am 06.03.2010 um 20:44 Uhr
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