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Sicher werden viel Michael Moore wegen seiner einseitigen und überzogenen Darstellung gesellschaftlicher Verhältnisse abtun als radikalen Spinner. Und tatsächlich lassen sich derartige Vorwürfe der ''selektiven Darstellung'' auch nicht komplett von der Hand weisen. Aber diese faktische Schwäche von Michael Moore, eben doch kein so neutraler Dokumentarfilmer zu sein, ist für mich im Endergebnis nicht nachteilig. Natürlich ist es vollkommen unnötig, falsche Fakten vorzubringen, wie ihm einige Kritiker vorwerfen. Aber davon abgesehen ist es doch eben grade jene zutiefst satirische und polemische Kritik an der (amerikansichen) Gesellschaft, die ihm seine Aufmerksamkeit eingebracht hat und damit eine entsprechende Wirkung in der Öffentlichkeit erzielen konnte. In Anbetracht dieser Tatsache möchte ich Moore ungeachtet dessen Ambivalenz nicht gleich verurteilen und empfehle ''Bowling for Columbine'' jedem. Es ist ein erschreckend amüsanter und gut hinterfragender Film, der nicht nur die Frage nach den Ursachen des ''Waffenfetischs'' der Amerikaner stellt, sondern darüberhinaus auch die Verhältnisse rund um die Amokläufer von Columbine auf eine bissige Art und Weise vor Augen führt.
Hinzugefügt am 12.05.2011 um 20:12 Uhr Verstoß melden
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