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Home > Kino > Film-Archiv > Krimi > Leon - Der Profi
Kinostart:
16. Januar 1995
Film auf Blu-ray erhältlich seit: 21. April 2011
Regie: Luc Besson
Mit Jean Reno, Gary Oldman, Natalie Portman,
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Originaltitel: Léon
FSK ab 16 freigegeben
Produktionsland:
Frankreich
.
Genre:
Krimi
,
Drama
,
Thriller
,
Action
Laufzeit: 110 Minuten.
Produktionsjahr:
1994
Inhalt: Die 12-jährige Mathilda (Natalie Portman) wächst nicht gerade in den besten Verhältnissen auf: Ihre Mutter (Ellen Greene) arbeitet als Prostituierte, ihr Vater (Michael Badalucco) versteckt Drogen für den korrupten Polizisten Norman Stansfield (Gary Oldman). Als sich dieser eines Tages betrogen fühlt, richtet er kurzerhand die ganze Familie hin und nur Mathilda entgeht dem Massaker knapp. Verzweifelt bittet sie ihren wenig gesprächigen Nachbarn Léon um Hilfe, der sie nur widerwillig in die Wohnung lässt. Schon kurze Zeit später stellt sie fest, dass er sein Geld als Profikiller verdient. Sie beschließt ebenfalls Cleaner zu werden, um den Mord an ihrer Familie zu rächen...
FILMSTARTS.de
(5)
Pressespiegel
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User-Wertung(36663 Bewertungen)
(4,2)
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Gebrochene, gescheiterte, zerrissene Familien sind in allerlei Schattierungen, Formen und unterschiedlichen Geschichten Liebslingsthema vieler Filme. In From Dusk Till Dawn z.B. ließen Robert Rodriguez und Quentin Tarantino zwei verbrecherische Brüder, davon einer psychopathisch, und einen nach dem Tod seiner Frau enttäuschten Prediger mit seinen beiden Kindern aufeinander prallen. Übrig, das heißt am Leben, blieben die Tochter des Predigers und der andere Bruder. In „Taxi Driver“ zeigte Martin Scorsese einen völlig vereinsamten Mann, der seine innere Zerrissenheit und Einsamkeit in latenter Verzweiflung und Wut auf den „Schmutz“ der Großstadt projiziert und nur in einem quasi religiösen Reinigungsprozesse per Gewaltakt eine Chance sieht, sein Scheitern zu demonstrieren: ein gescheiterter Versuch der Herstellung von Zusammenhang (um nur zwei wenige Beispiele zu nennen). In dem 1994 gedrehten „Léon“ konfrontierte Luc Besson („Das fünfte Element“, 1997) einen Profikiller, der seit seinem 19. Lebensjahr, als er aus Italien in die Vereinigten Staaten eingewandert bzw. geflohen war, allein durch die Großstadt New York zieht – als „Cleaner“, der Konflikte im kriminellen Milieu durch perfekten und „sauberen“ Mord löst –, mit einem 12jährigen Mädchen, das durch einen psychopathischen Cop und sein Team ihre gesamte Familie verliert.
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Mitglied seit 758 Tagen | 208 Userkritiken
Kritik: Ein absolutes Meisterwerk. León der Profi würde ich jeden Menschen auf der Welt empfehlen. Egal was für Art für Filme er am liebsten schaut. Eine wunderbare Geschichte über einen Herzensguten Menschen, dem nichts beigebracht wurde als das Töten. Die Anfangsszene, als León aus dem Schatten hervor kommt und den Mann am Hals packt, ist einfach unbeschreiblich toll. Man könnte denken das man diese tolle Szene gar nicht überbieten kann aber dann folgt die One-Men-Show von Gary Oldman als er durch die Wohnung geht. Ja die Szene ist verdammt grausam und Gewaltverherlichend aber wie er alleine da durchgeht. Als hätte er das schon 100 mal gemacht. Er war sooo unglaublich Überzeugend dass sogar die Mutter (welche in der Wanne liegt) so Angst hatte, das die Szene mehrmals gedreht werden musste. Nun geht die Kettenreaktion von genialen Szenen immer weiter. Natalie Portman läuft die Etage mit einer Einkaufstasche und Tränen durch den Gang und läuft an ihre Wohnung vorbei, an der Wohnung wo ihre komplette Familie, einschließlich ihr jüngere Brüder tot liegen! Man fühlt sooo mit der kleinen. Ich persönlich hab bei der Szene mit geweint. Das sowas so ein kleines Mädchen spielen kann ist einfach unglaublich! Nun ja ich will ja nicht mehr von der tollen Geschichte verraten. An den Film ist nichts verkehrt. Jean Reno ist der geborene Killer und er spielt er eine Figur die zum Kult wird sowie Tony Montana und Co. Der Film wird von einer unglaublich schönen Musik geleitet. Was man sagen sollte ist, guckt euch auf jeden Fall die ungeschnittene Version an da die Szene in der beide von Tür zu gegen fehlt. Ich könnte nicht auf diese Tolle Stelle verzichten.
Mitglied seit 632 Tagen | 43 Userkritiken
Kritik: Stansfield: “I like these calm little moments before the storm. It reminds me of Beethoven. Can you hear it? It's like when you put your head to the grass and you can hear the growin' and you can hear the insects. Do you like Beethoven?” Malky: “I couldn't really say.” Gesellschaften am Rande des Wahnsinns, das ewige gegen und miteinander, das Skizzieren des kriminellen Milleus, was ist uns in den letzten 20-30 Jahren nicht schon alles vorgesetzt worden, insbesondere von Martin Scorcese mit seinen zentralen Werken “Good Fellas” und “Casino”. In Form von Luc Bessons “Léon - der Profi” gesellte sich anno 1995 ein weiteres Highlight zum Genre hinzu, eine hinreißende Ballade vom Leben und Sterben in New York, nein nicht L.A ;-), eine ausgefeilte psychologische Studie über verschiedene, einsame Individuen, die ein Teil der Gesellschaft sind, deren Lebenswege sich kreuzen, aber aus verschiedenen Seiten der Gesellschaft stammen, (erstaunlicherweise sogar lange Zeit zusammen existieren können) und drohen auf Grund des geprägten Sündenpfuhls von Mord, Korruption und Gewalt am Ende unterzugehen. Dazu gesellt sich auch noch der viel zitierte “Coming of Age” Prozess als psychologischer Unterbau bzw. zur Stärkung der Dramaturgie. Und am Ende bleibt die Erkenntnis, das beide Seiten der Gesellschaft ihre Daseinsberechtigung haben, am Ende aber nur eine Seite auf Dauer weiterexistieren kann und darf, auch wenn man versucht dem Milieu wieder zu entfliehen. “Heat” läßt grüßen... Es entsteht unter Berücksichtigung all dieser Aspekte ein wahrhaft emotionaler, mitreißender Film. Darüber hinaus ist Léon - der Profi ein stilitistisch herausragender Action-Thriller, mit einzigartigen Bildern und teils ungewöhnlichen Schnitten bzw. Kamerawinkeln, welcher sich heute bei vielen Rezipienten großer Beliebheit erfreut, und das vollkommen zurecht. Léon - der Profi ist und bleibt ein absoluter Kultfilm. Die Handlung ist nur allzubekannt: Mit „Léon“ stellt uns Luc Besson einen mit allen Wassern gewaschenen Profikiller vor, der seit einem tragischem Ereignis in seiner Heimatstadt, mit 19 Jahren aus dieser geflohen ist. Seitdem zog er einsam daher, ohne Perspektive vom Leben, versuchte mit seinem inneren Konflikt und den Gefühlen abzuschließen. Seit einer gewissen Zeit verdingt er sich als „Cleaner“, er kümmert sich als Profikiller um die “kriminellen” Individuen in New York, die hin und wieder "aus der Reihe tanzen". Eines Tages steht die kleine Mathilda vor seiner Tür, ein kleines 12jähriges Mädchen, das durch den Psycho-Cop Stansfield und dessen Anhängerschaft und auf Grund der Drogengeschäfte, die ihr Vater tätigt hat bzw. in welche Stansfield verwickelt war, ihre gesamte Familie verliert. In ihrer Verzweiflung wendet sich Mathilda an Léon, dieser nimmt diese bei sich auf, der Rest ist Geschichte... Schon zu Beginn führt uns Luc Besson mit geschärftem Blick eine in sich zerrissene Gesellschaft vor, die mit Ängsten, Sorgen und Nöten zu kämpfen hat, die ihr innerstes selbst verloren zu haben scheint, sich in Automatismen (dem eigenen programmierten Tagesablauf) und in einer Scheinwelt zu verlieren droht, welche den Menschen Konsumterror und Schnellebigkeit vorexerziert. Das tragische was sich dann hinzugesellt, ist, das die Menschen trotzdem eine Existenzberechtigung haben. Mathildas Vater (Michael Badalucco) ist schmierig, schmuddelig, verkommen, der personifizierte “kleine” Judas also , welcher wie oben angesprochen mit Drogen handelt und versucht die Familie unter allen Umständen durchzubringen. Liebe ist für ihn gegenüber seiner Tochter scheinbar vollkommen fremd.. Die eigene Stiefmutter (Ellen Greene) verhält sich Mathilda gegenüber auch nicht besser, genauer gesagt abweisend, lebt in ihrer eigenen kleinen Traumwelt, in der Mode und äußere Werte das wichtigste zu seien scheinen. Die Stiefschwester (Elizabeth Regen) verliert sich ebenso in diesen Gefilden. Einzig und allein Mathildas kleiner Bruder (Carl J. Matusovich) ist so etwas wie ein Bezugspunkt für sie. Mathilda lebt in einem wahrem “Sumpf”, welcher kaum eine Perspektive für sie bietet. Von Mathilda unbemerkt bezieht Léon (Jean Reno), neben der Familie eine Wohnung, trägt immer seine obligatorische 3/4 Capri Hose und dazu einen langen Mantel, unter dem er seine Waffen für seine Aufträge versteckt. Léon geht stets cool, bedacht, scheinbar ohne Nerven und ohne den geringsten Fehler zu machen gegen die Ziele der Gesellschaft vor, die er ausknipsen soll. Nebenbei ist er passionierter Milchtrinker. Jean Renos an den Tag gelegte Coolness in einfache Worte zu fassen, ist wirklich verdammt schwierig, er verzieht keine Miene bzw. spielt derart cool, das er gleich von Beginn an sich die Sympathien des Rezipienten sichern kann. Léon ist scheinbar ein intelligenzmäßig zurückgebildeter Kerl, dessen bekanntermaßen einziger wichtiger Bezugspunkt eine Topfpflanze ist, welche er hegt und pflegt. Mehr unter http://blockbusterandmore.blog.de
Rolle: Leon
Rolle: Stansfield
Rolle: Mathilda
Rolle: Tony
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