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Home > Kino > Film-Archiv > Sci-Fi > Gattaca > Userkritiken
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1 - 8 von 8 Treffern
Mitglied seit 390 Tagen | 167 Userkritiken
Kritik: fesselnde story,in dem sich ein mann nur einen traum erfüllen will.er will unbedingt ins weltall fliegen.doch dabei darf man keine behinderung haben,der mann aber hat einen herzfehler.ein film bei der sich die frage stellt schafft er es seinen traum zu verwirklichen oder nicht und vor allem wie will er es schaffen,den ganzen kontrollen zu entgehen....sehr spannend und empfelenswert.
Mitglied seit 1.140 Tagen | 38 Userkritiken
Kritik: Orwells 1984 machte den Anfang. Er erschuf damals die Vision eines perfiden Überwachungsstaates, in dem ein Leben mit vollkommener, freier Entfaltung nicht möglich ist. Dazu gesellt sich auch Kurt Wimmers "Equilibrium", der im Gegensatz zur Orwell in die Filmsparte eingeordnet werden kann. Hier wurden die Menschen durch das Injizieren von Substanzen dazu gezwungen, sich wie emotionslose Zombies zu verhalten, damit Konflikten vollkommens aus dem Weg gegangen wird. Viele Filme erschaffen eine düstere, beklemmende Zukunftsvision. Erschreckend ist an den meisten, dass man sich durchaus vorstellen kann, dass aus Fiktion schnell Realität werden könnte. Steven Spielbergs "A.I.", sowie "Minority Report" sind auch in diese Sparte einzuordnen. Andrew Niccol schlug somit auch diesen Weg ein. Doch in seiner Vision geht es weniger um einen strikten Überwachungsstaat, sondern eher um den gläsernen Menschen: Eine durchaus erschreckende Parallele zur heutigen Zeit, wenn man an das Internet denkt, sich vergegenwertigt, dass man alleine durch den Kauf mit einer Kreditkarte fast komplett durchanalysiert werden kann. Somit ist der Film zwar fiktiv, in seinem Grundstein dennoch erschreckend real. Er erschafft das Bild vom perfekten Menschen. In naher Zukunft wie schon in der Einleitung erwähnt wird, wird der Genpool des Neugeborenen nicht auf natürlichem Wege produziert, es wird auf künstlichem Wege nachgeholfen. So ist es primär den Reichen möglich, ihr Kind zum perfekten Menschen - und ganzen nach den eigenen Wünschen zu kreieren. Schon zur Geburt steht das Schicksal des Menschen fest: Wann er aller Voraussicht nach sterben wird, wie groß die Wahrscheinlichkeit eines Herzfehlers ist usw. . Alle anderen Kinder, die auf natürlichem Wege zur Welt kommen, sprich "Gotteskinder" werden aufgrund ihrer Benachteiligung "Invaliden" genannt. Vincent Freeman (Ethan Hawke) ist einer dieser Invaliden. Er wünscht sich schon seit seiner Kindheit nichts sehnlicheres, als in den Weltraum zu fliegen, wobei dies den "Wunderkindern" vorbehalten bleibt. Er versucht jedoch das System auszutricksen, in dem er sich mit dem perfektionierten, dennoch in einem Rollstuhl sitzenden Jerome (Jude Law)zusammentut und promt seine Identität annimmt, um seinem Traum ein Stückchen näher zu kommen. Dies birgt allerdings Risiken. Da bei jeder noch so kleinen Kontrolle seine wahre Identität ans Licht kommen kann, muss er sich perfide auf seine neue Situation vorbereiten: Er bekommt Urin- und Blutproben von Jerome, um den zahlreichen Kontrollmechanismen aus dem Weg zu gehen. Dies klappt anfangs auch alles perfekt bis er durch einen kleinen Fehler letztendlich in Mordverdacht gerät und seinen Traum wieder zu zerplatzen droht. Zu guter Letzt verliebt er sich noch in Irene (Uma Thurman), die seiner wahren Identität immer mehr auf die Schliche kommt... Obwohl sich die Storybeschreibung gewiss wie die eines Thrillers anhört, muss man sich bei "Gattaca" auf weitaus mehr gefasst machen. Niccol schuf eine derart detaillierte Zukunftsvision wie Spielberg in Minority Report (wobei Gattaca hinsichtlich des Tiefgangs hier meilenweit die Nase vorn hat). Die Dialoge, wie auch die zahlreichen Monologe regen sehr zum Nachdenken an und es ist bewundernswert mitanzusehen, wie ein einziger Mensch gegen ein perfide organisiertes System kämpft und seinem von diesem aufoktroyierten Schicksal trotzt. So ist er der Einzige im Film, der sich dafür einsetzt wieder frei zu sein. Und obwohl er dies mit illegalen Mittel zu bewerkstelligen versucht, werden diese vom Zuschauer als völlig legitim wahrgenommen. Der Anspruch des Filmes ist schlichtweg grandios. Ist der Film zu Ende, wirkt er gewiss noch nach und löst schonmal den einen oder anderen Gedanken hinsichtlich unserer Welt aus, wenn nicht sogar eine kontroverse Diskussion unter Freunden. Ethan Hawke spielt seine Rolle gut, jedoch nicht überragend. Gewünscht hätte man sich an manchen Stellen etwas mehr Ausdruck hinsichtlich seiner Mimik und Gestik. Man hat manchmal das GEfühl, als würde er seine Rolle nur "runterspielen". Diese Momente gehören glücklicherweise der Seltenheit an. Uma Thurman und Jude Law, der in diesem Film übrigens sein Filmdebut feierte, gelingt ebenfalls eine solide Leistung. In Bezug auf die Tiefgründigkeit, die die Story bietet, wäre bei allen eben erwähnten Schauspielern jedoch mehr drin gewesen. Während der Anspruch durchaus stimmt und dieser glücklicheriwese auch den Schwerpunkt von Niccols Werk ausmacht, schwächelt der Thrillerpart der Story leider etwas. Alan Arkin, der in dem Film die Ermittlungen leitet, spielt seine Rolle gewiss grandios. Doch die Tatsache, dass Vincent öfter im Film kurz davor steht, ertappt zu werden, während ein teils schon hanebüchener Zufall dies verhinder, raubt dem Film die Spannung. Da flieht Vincent mit seiner Geliebten vor der Polizei, da kommt ein Inspektor in das Haus von Jerome und Vincent und ist kurz davor alles aufzudecken. Trotzdem weiß man, dass im Endeffekt doch alles gut ausgehen wird. Fazit: "Gattaca" ist ein ansich erstklassiger Film mit viel Anspruch und guten Darstellen, die jedoch leider nicht zur Höchstform auflaufen. Die Schwächen im Krimipart des Filmes verhindern dann jedoch höhere Wertungen, die dem Film vom Grundstock her eigentlich zugestehen.
Kritik: Es gibt Filme, von denen läßt man sich einfach "berieseln" und hat sie wenig später zum großen Teil schon wieder vergessen. Und dann gibt es noch Filme wie Gattaca, die einen fesseln und die einem noch viele Tage oder Wochen später immer mal wieder in den Sinn kommen und über die man dann nachdenken muss. Für mich einer der besten Filme überhaupt.
Mitglied seit 1.459 Tagen | 4 Userkritiken
Kritik: Welt, die nur auf die genetische Disposition eines Menschen achtet und ihm dementsprechende Aufstiegs- oder Abstiegsmöglichkeiten bietet, funktioniert bei Gattaca vielleicht aufgrund der fehlenden Action-Szenen so gut. Und vielleicht ist er deshalb so eindringlich, weil einem so ein Szenario gar nicht so unwahrscheinlich erscheint. Möchte nicht jeder das Beste für sein Kind? Ihm den Start ins Leben mit ein bißchen Manipulationen der genetischen Basis erleichtern? Und da ist man schon gedanklich auf dem Weg, den der Film so erschreckend zeichnet und einem kaum mehr losläßt. Brave new world..
Kritik: Im Vordergrund steht die mögliche Aussicht auf die Zukunft der Menschheit und den Platz derjenigen, die sich außerhalb dieser Gesellschaft bewegen müssen, weil sie aufgrund ihr vermeintlichen Genetischen Schwäche aussortiert werden. Vincent stellt genau so einen Menschen dar. Doch schafft er es, sein ihm aufgezwungenes Schicksal zu durchbrechen. Wie er es schafft, ist die eigentliche Botschaft des Films: unsere Unvollkommenheit macht uns erst zu dem was wir sind, Menschen. All jene Eigenschaften die Menschen zu übernatürlichen Leistungen vorantreiben, der Willen über sich hinaus zu wachsen, seine Grenzen zu Durchbrechen! Jene Eigenschaften die nicht durch Genetische Manipulation zu erzeugen sind, nur so scheint es den natürlich Geborenen vorenthalten sind, da sie die gegeben Grenzen und Limits nicht akzeptieren und den unbezwingbare Willen haben diese zu durchbrechen. Während ihre genetisch perfekten Mitstreiter sich in ein System einfügen, das klare Grenzen kennt, die logisch definiert werden. Beispielhaft dafür ist die Szene in der Vincent und sein Bruder um die Wette schwimmen, am Ende gewinnt Vincent, als ihn sein genetisch überlegener Bruder fragt wie er das schafft, antwortet dieser, dass er sich nie etwas für den Rückweg aufgehoben hat. Gattaca kann auch als eine Gesellschaftskritik interpretiert werden. Indem wir, auch heutzutage, Menschen aufgrund ihrer Andersartigkeit ausschließen, verwehren wir ihnen die Möglichkeit großes für unsere Gesellschaft zu Leisten. So z.B. Albert Einstein, der aufgrund seiner Religion nach Amerika fliehen musste. Für mich schon jetzt ein wahrer Klassiker, ein Film der zu nachdenken anregt und so vielschichtig ist wie man es schon lange nicht mehr gesehen hat. Pflicht, nicht nur für Genre-Fans
Kritik: Anzumerken ist hier noch das es sich bei Gattaca eben gerade nicht um einen Polizeistaat handelt, es gibt sogar ein Gesetz was die Diskrimminierung von Invaliden verbietet. Den Eltern der Zukunft wird auch nicht verboten auf natürliche Art Kinder zu bekommen, es ist nicht mal eine Frage des Geldes, aber die Mechanismen des Marktes lassen sowas im Prinzip gar nicht mehr zu. Wer sowas macht verbaut automatisch jede Perspektive seiner Kinder ihren Traum zu erfüllen. Menschen werden nicht als solche von den Unternehmen betrachtet, sondern als Investitionsmasse, wer eine gute Ausbildung haben will muss perfekt sein. Dabei ist es nicht entscheidend wie gut du bist sondern was deine Gene sagen. Jeder nimmt es so hin ohne darüber gross nachzudenken, dabei zeichnet der Fim eine Gesellschaft auf, der jede Art zu träumen abhanden gekommen ist, denn den Validen ergeht es kaum besser, sie sind mit dem besten vom besten ausgestattet und haben keine Ausrede fürs scheitern, das führt der Fim in solche extreme das sich Jerome umbringen wollte weil er bei den olypischen Spielen nur 2. geworden ist, es war nicht vorgesehen 2. zu werden, ein Scheitern wird nicht akzeptiert, vor allem nicht von ihm selbst. Die Story des Filmes ist einfach genial, er stellt Fragen, die uns heute schon bewegen. Si-Fi-Film kann man das eigentlich nicht nennen, denn denken wir nur an mongolide Kinder deren Mütter als Aussätzige hingestellt werden wenn sie sowas auf die Welt lassen, die Grenzen sind sehr schwammig. Dieser Film ist ein Appell ans Leben, seiner ganzen Vielfalt und daran nie deine Träume aufzugeben, denn das ist es was uns treibt. 9 Punkte, dem Film fehlt es leider ein bisschen an Emotion, das ist zwar gewollt, aber meiner Meinung nach etwas zu weit getrieben. Die absolut geniale Story haut das aber locker wieder raus.
Kritik: Ein genialer Film, von allem bissel dabei! Regt zum Nachdenken an! Absolut Sehenswert!
Kritik: Der Film zeigt eine erschreckende Zukunftswelt, die allerdings nicht unrealistisch wirkt, sowird z.B antstelle des Fingerabrucks eben gleich ein Tröpfchen Blut untersucht. Ein Identitätswechsel scheint in dieser überwachten Welt unmöglich. Doch das Unmögliche wird geschafft. Zum einen ist die GEschichte zwar einfach aber trotzdem gut, zum anderen ist die Umsetzung makellos. Die beiden HAuptfiguren sind sehr schön ausgemalt und spielen gut. In dem Film kommt bei einmaligem Sehen so gut wie keine Langeweile auf, ein zweites Mal dürfte schon weniger spannend sein, da auf Actioneinlagen völlig verzichtet wurde und wirklich der Inhalt in den Mittelpunkt gerückt wurde. Meiner Meinugn nach, tut es dem Film keinen Abbruch, dass er sich "zu sehr ins Kriminalistische" stürzt, grade der Teil ist spannend und man hofft und bangt stets mit den Protagonisten und fragt sich, wie sie wohl die nächste brenzlige Situation meistern. Lediglich das Ende ist vielleicht ein bisschen zu kitschig, aber auch später noch denkt man über den Film nach, und stellt fest, dass so eine Welt gar nicht so unwahrscheinlich ist. Der Film ist auch mehr Science als Fiction, das beweist schon der Titel "Gattaca", wo doch G,A,C und T die Kürzel für die Basen sind, die bestandteile der DNS sind und das Leben codieren. Auf alle Fälle ein sehenswerter Film, den man sich auf jeden Fall in Ruhe ansehen sollte.
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