0 follower |
Seine 1 Kritik ansehen
|
0.5 - Null
Vorweg diese Kritik trieft nur so vor Sarkasmus.
Fast 2 Stunden habe ich diesem Film "Im Fadenkreuz" geopfert, und letzten Endes bis auf wirklich fast schon faschistische Tendenzen, ist nichts über geblieben.
Da ist der gelangweilte Owen Wilson, welcher wie ein Trottel über Stock und Stein durch Serbien rennt, dabei seine beste „Bravo Girl Photo Story-Fratze“ auflegt, um ihn herum natürlich die aus US Sicht strohdummen und minderbemittelten Serben und dazu die Coca Cola Trinkenden Rebellen welche auch zum Stamm der Hinterwäldler gehören. Kräftig wird immer wieder in die Luft geschossen, diese bösen Steinzeit Serben müssen sich laut behaupten, und aus Sicht des „Regisseurs“ ist das natürlich die (im Lehrbuch stehend!) beste Methode den Zuschauern zu suggerieren, das es Amerika, wie immer ist doch klar, mit Höhlenmenschen zu tun hat.
Es ist in Wirklichkeit nicht so!
Wenn man hier jetzt mal den Spaß beiseite nimmt und den brisanten Storykern betrachtet der nicht im Geringsten der Wahrheit entspricht, wird einem ganz schlecht. Klar Unterhaltungskino, aber zu welchem Preis? Das schockierende Ereignisse welche die Stationierung der NATO 1995 erforderten, letzten Endes verherrlicht werden und in guter alten Top Gun Manier die Amerikanische Zuschauer die Kino - Absolution bekommen? Das Publikum fühlt sich gut, das Militär feiert seine Helden, USA lebe hoch! (Hierzu sollte man die immer wiederkehrende Front Kamera Perspektive beachten, typisch ist die Zeitlupe, im Hintergrund das Flugzeug und der Pilot der langsam dahin stolziert. GÄHHHHN! und Vorsicht! nicht auf dem Patriotenschleim ausrutschen!)
Die Verbündeten NATO Deppen, müssen sich natürlich ganz klar von der Amerikanischen Helden Attitüde absetzten und die Spielverderber darstellen.
Meiner Meinung nach sollte man grundsätzlich eines beachten, bei Planung eines Anti-Krieg Films, nämlich das man eine Geschichte erzählt und sie objektiv schildert, so kann man als Regisseur eine wunderbare Sache abliefern, dazu siehe auch Full Metall Jacket, Platoon oder Apocalypse Now, hier jedoch wurde der allzeit beliebte Weg gewählt, welcher sich ganz klar blind zu einer Seite bekennt, so ein Bekenntnis schadet einem Film wie diesen ungemein. Machwerke wie Black Hawk Down, Pearl Harbor, Wir waren Helden usw. sind auch an dieser Heldenverehrung erkrankt und könnten doch so viel besser sein, schade.
Abgesehen von dem nationalistischen Propaganda-Aspekt, den ich leider erläutern musste, gab es da noch ein Paar Dinge die sogar ganz nett waren, der Serbische Überläufer welcher mit seinem Scharfschützengewehr versucht den Bravo Wilson zur strecke zu bringen, hätte einen passablen Bösewicht abgegeben, leider gibt ihm das Drehbuch welches aus einer US Militär Propaganda Broschüre zu stammen scheint, nicht den Hauch einer Chance. Erwähnenswert ist auch der Schneidestil, welcher dann aber nach inflationärer Verwendung auch an Unterhaltungswert verliert, Stilmittel sollte man eben bewusst einsetzten Musikalisch darf man hier gar nicht erst anfangen, das was zu hören war, ist es aus meiner Sicht nicht mal Wert als Krach bezeichnet zu werden.
Unterm Strich gehört dieser Streifen zum gehorsamen Südstaaten Patrioten Equipment, neben die Tom Clancy Romane und der Lynyrd Skynyrd Best of CD, aber mal ehrlich, ganz bestimmt nicht in die Hall of Fame der Besten Kriegsfilme bzw. Antikriegsfilme.
Mein Urteil:
1 von 5 Punkten, Semper fidelis!
Hinzugefügt am 21.01.2007 um 11:46 Uhr
Verstoß melden