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Home > Kino > Film-Archiv > Drama > 25 Stunden > Userkritiken
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1 - 10 von 12 Treffern
Mitglied seit 1.090 Tagen | 335 Userkritiken
Kritik: Montgomery Brogan wurde erwischt. 7 Jahre Gefängnis sind die Quittung für sein Drogendealen. Und nur noch 25 Stunden bis zum Haftantritt. Gerade noch genug Zeit, um von Freunden und Familie abschied zu nehmen und um ein paar Dinge klar zu stellen. Jetzt muss Montgomery überlegen, was ihm wirklich wichtig ist. So trifft er sich nachts mit seinen beiden Freunden, dem Börsenmarkler Frank und dem Lehrer Jacob, abends in einer Bar, erfährt, dass nicht seine Freundin Naturelle, sondern Kostja, ein dümmlich-schleimiger Fettsack, ihn an die Polizei verraten hat. Am nächsten Morgen lässt er sich dann Frank zusammenschlagen, auch wenn sich dieser dagegen sträubt, schaut kurz noch bei seiner Freundin vorbei und begibt sich schließlich auf die Fahrt ins Gefängnis) oder wohin auch immer...) 25 Stunden ist ein starker Film um Kriminalität, Verrat, Reue, Treue und insbesondere Freundschaft. Grandios seziert der Film die Charaktere und deren Verhältnisse, Spannungen und Absichten, die aufgrund der Extremsituation hervortreten. So bereut Montgomery seine endlose Gier nach erhöhter finanzieller Sicherheit, trauert um seine falschen Entscheidungen und fühlt sich vollkommen hilflos, auch wenn er ebenso wie sein Freund Frank um seine Schuld weiß, der gar Montys Freundin Naturelle verdächtigt, Monty nur ausgenutzt zu haben, um an dessen Geld zu kommen. Die Charaktere, vom Drehbuch sehr interessant angelegt, erhalten durch das hervorragende Spiel der Protagonisten noch mehr Tiefe. Edward Norton, dessen ruhigen, unaufdringlichen, zurückhaltenden Stil ich sehr mag, vollbringt das Kunststück, seinem Charakter ohne viel Gestik viel Authentizität zu verleihen. Achtet man genau auf die Nuancen seiner Mimik, lässt sich recht viel aus seiner Darstellung lesen. Nicht ganz so facettenreich, aber dennoch durchaus interessant spielt Barry Pepper als hektischer Börsenmarkler, der sich genau wie Montys Vater (stark: Brian Cox) selbst Vorwürfe macht, Monty nicht aus dem Drogensumpf befreit zu haben. Wiedereinmal recht gut als Nebendarsteller, aber für die Handlung leider recht belanglos, ist auch Philip Seymour Hoffman, der seinen Trottelcharakter mit dessen Unsicherheiten authentisch macht. Recht interessant waren die Dialoge, da sie qualitativ mal eher schlecht waren und zum anderen Zeitpunkt wiederum unglaublich gut, glaubwuerdig und intensiv wirkten, wie zum Beispiel in der Szene zwischen Frank und Naturelle in der Bar oder zwischen Monty und Frank im Park. Solche Szenen, von Rodriego Prieto dynamisch gefilmt, sind schlicht großartig und unglaublich intensiv, wobei sie wie auch die abschließende philosophisch-angehauchte Sequenz, in der ein Leben auf der Flucht skizziert wird, vom hervorragenden Score von Terence Blanchard unterstützt werden. FAZIT: 25 Stunden ist ein intensiver, optisch mitreißender Film zum Thema Freundschaft und Freiheit, der in keine moralischen Kategorisierungen verfällt, sondern hingegen facettenreiche und vor allen Dingen authentische Charaktere entwirft und den Umgang mit dem Drogendealer Monty Brogan beschreibt. Dabei profitiert der Film extrem von seinem hervorragenden Cast, wobei insbesondere Edward Norton großartig spielt. Da schmälern die ein oder zwei belanglosen Szenen im Mittelteil das Bild zwar ein wenig, doch Spike Lees Gesamtwerk ist wahrhaft großartig. Unbedingt ansehen.
Mitglied seit 1.827 Tagen | 207 Userkritiken
Kritik: Die letzten 24h eines Drogendealers in der Freiheit bevor er ins Gefängnis muss............das er sein Leben nicht gerade sinnvoll verbracht hat weiß er selber nun will er aber doch noch wissen wer ihn verraten hat...........am Abend trifft er sich noch mit 2 alten Freunden die vielleicht seinen einzigen Freunde überhaupt waren............besonders beeindruckt hat mich da die Performance von Barry Pepper (der Scharfschütze aus â Der Soldat James Ryanâœ), da er sehr differenziert vom Wall Street Brooker zum einzig waren Freund von Edward Norton wird.................und über Edward Norton braucht man nicht sehr viel sagen..............obwohl kaum Gefühlsausbrüche mimt er seine Figur sehr glaubhaft
Mitglied seit 1.228 Tagen | 171 Userkritiken
Kritik: Der Titel bezieht sich auf die Zeit zwischen der Verurteilung und dem Antritt der Haftstrafe. Ein wie immer überzeugend souveräner Edward Norton (Monty) verabschiedet sich von seinem bisherigen Leben und bringt noch einiges zuvor in Ordnung. Typisch für Spike Lee sind die präzise gezeichneten Charaktere, wie der Kommissar - hier mal einer mit Ironie - oder Montys irischer Kumpel, der sich Vorwürfe macht, seiner Freundesrolle nicht gerecht geworden zu sein. Er hätte das Abgleiten in den kriminellen Sumpf eigentlich verhindern müssen. Beides und das eigenwillige Ende machen den Unterschied zum Mainstream aus: Lee spielt mit dem Gedanken, ob man sich nicht der Haftstrafe durch Flucht entziehen sollte. Eine Idee, die gar nicht mal so abwegig wäre. Das bietet beim Abspann Gelegenheit zur Diskussion, nachdem man sich zuvor aber darüber verständigt hat, ob Monty nun hat oder nicht… P.S. Das Original heißt 'die 25. Stunde'. Das wäre dann wohl die letzte bevor man in den Knast einfährt oder eine zusätzliche nach einem Tag, in der man sich verdrückt.
Kritik: Es ist nicht lebenslänglich, sondern 7 Jahre, die Mont im Gefängnis verbringen wird. Und doch weiss er: Nach 7 Jahren wird nichts mehr so sein, wie es war. Oberflächlich betrachtet herrscht im gesamten Film eine beherrschte, kühle, ja fast unterkühlte Atmosphäre. Erst am Schluss als der Abschied naht bröckelt die Fassade allmählich, und auf dem Weg ins Ende, merkt Mont schliesslich, wie schön das Leben doch eigentlich ist. Obwohl formal und stilistisch perfekt, handelt dieser Film eigentlich nur von der Angst, dass die Dinge, die einem etwas bedeuten, die Zeit nicht überdauern werden, und dem Vertrauen, dass sie es doch tun.
Kritik: Einer der langweiligsten Filme die ich je gesehen habe, die ganze Zeit wartet man darauf, dass etwas passiert. Aber es passiert NIX, NIX und nochmals NIX. Auch die Story ist langweilig, keine Spannung, keine Handlung...Und dann dauert dieser Film auch noch über 2 Stunden. Die Dialoge sind auch viel zu lang und viel zu sinnlos. Absolut langweilig, kann ich niemandem empfehlen.
Mitglied seit 1.773 Tagen | 403 Userkritiken
Kritik: Mit "25 Stunden" hat Regisseur Spike Lee ein wirklich großartiges und atemberaubendes Großstadt-Drama geschaffen. Die Story selbst ist dabei äußerst dramatisch ohne jedoch abgedroschen oder realitätsfern zu wirken. Lee erzählt die Geschichte ohne großes Tempo, dafür aber mit einer selten zuvor dar gewesenen Intensität. Dadurch schafft er es, den Zuschauer in den Bann der Geschichte zu ziehen. Eine weitere große Stärke des Films ist seine hervorragende Atmosphäre. Diese ist recht düster und fast schon erschreckend authentisch ausgefallen, was die Intensität noch zusätzlich verstärkt und das Ganze in ein stimmiges Gewand hüllt. Herausragend sind aber auch die wirklich erstklassigen Schauspieler: so liefert vor allem Edward Norton als Hauptfigur Monty Brogan eine faszinierende Vorstellung ab und beweist, das er zu den Besten seines Fachs gehört. Er schafft es problemlos seiner Rolle die nötige Tiefe und Glaubwürdigkeit zu verleihen, einfach großartig! Aber auch die anderen Darsteller wie Brogans beste Freunde Philip Seymour Hoffman als schüchterner Lehrer Jacob und Berry Pepper als arroganter Broker Frank wissen zu beeindrucken und zu gefallen. Einzig das Ende mag für manche vielleicht etwas zu inkonsequent wirken, ist aber dennoch gut gelungen. Alles in allem ist "25 Stunden" ein brillanter Film geworden, der die Messlatte für das Genre wieder ein Stück noch oben hebt. Eine tolle Story, sensationelle Schauspieler und eine klasse Atmosphäre lassen den Film zu einem echten Highlight werden. Wer sich also einen etwas vom Mainstream angelegten, anspruchsvollen Film anschauen möchte, dem sein „25 Stunden“ nur wärmstens ans Herz gelegt! Einfach großartig!! 9.5 Punkte
Kritik: Ist Monty am Schluss abgehauen oder nicht ? Ich meine man sieht, wie er sein Leben lebt mit Familie, Kinder und allem Zipp und Zapp. Und ganz am Schluss sieht man doch nur, wie er mit zerschlagener Fresse bei seinem Vater im Auto sitzt.
Mitglied seit 1.500 Tagen | 9 Userkritiken
Kritik: 24 Stunden noch, dann endet für Monty Brogan das Leben in Freiheit. Dann nämlich muß der ehemalige Drogendealer eine siebenjährige Haftstrafe antreten. 24 Stunden, in denen Monty Zeit bleibt, mit sich, seiner Freundin Naturelle, seinem Vater und seinen beiden besten Freunden, dem Wall-Street-Broker Slaughtery und dem Highschool-Lehrer Jacob, ins Reine zu kommen. Und er will die Zeit nutzen herauszufinden, wer es war, der ihn bei der Polizei angeschwärzt hat. Monty hat einen fürchterlichen Verdacht, doch die Uhr läuft! Ich kann gar nicht verstehen, dass vielen dieser Film nicht gefällt. Mir fällt bei diesem Film nichts ein, was man ändern sollte, dieser Film ist einfach perfekt und jeder der Schauspieler trägt seinen Teil dazu bei. Besonders Edward Norton ("Fight Club", "American History X") macht seine Sache super, nicht nur, dass er seine Rolle perfekt spielt, ER selbst hätte Monty Brogan sein können, so gut passt er in diese Rolle. Zugegeben, ich bin ein großer Fan Edward Nortons, aber nicht nur dessen Fans sollten bei diesem Film zugreifen. Bei diesem Film kommt wirklich jeder auf seine Kosten, sogar Rosario Dawson ("Sin City", "Clerks 2") ist mit von der Partie und überzeugt als Frau von Monty Brogan. Der Film spricht einige Gesellschaftskritische Themen an und ist sehr emotional, man wird auch nach dem Schauen noch das ein oder andere mal über diesen Film nachdenken. Der klassische Soundtrack spiegelt auf wunderbare Weise den Gemütszustand von Monty wieder: Ground Zero - Enttäuschung, Unverständnis und Trauer spiegelt. Die Story, und ich nenne dies nicht als Kritikpunkt, ist teilweise zutiefst demprimierend. In diesem genialen Streifen von Spike Lee ("Malcolm X", "Inside Man") fällt wirklich alles positiv auf, nicht nur die Dialoge (von denen dieser Film lebt), sondern sogar die Kameraführung ist perfekt und fällt positiv auf. Auch das Ende ist wunderbar, unvorhergesehen und unkoventionell, was einen im Endeffekt wieder auf die Tragik des Films aufmerksam macht. Man wird (völlig unbewusst) in die klischeelosen Charaktere eingeführt vor allem sein näherer Bekanntenkreis wie seiner Frau und seinen beiden besten Freunde. Dieser Film tut eindeutig gut daran, dass er sich nicht dem Geschmack der Masse "unterordnet" und unkonventionell bleibt, mit ungewohnten Konzepten und "erfahrenen Künstlern".
Kritik: Ich fande den Film ganz ok, ein Meisterwerk ist jedoch was anderes für mich. Was ist das besondere an diesem Film? Die Story ist simpel, die Dialoge belanglos und die Charaktere austauschbar. Der Film zeigt einfach 24 tragische Stunden, in denen Monty klar wird, dass er sein Leben verschwendet hat. Natürlich ist das traurig und nimmt einen auch etwas mit, aber wieso sollte man Mitleid mit einem Dealer haben (nur weil er einen Hund gerettet hat und nett aussieht)? Man hätte auch zwei Stunden einen Hund Filmen können, der vom Postboten getreten wird und sein Leben in Seitenstraßen verbringt, das ist auch tragisch... Leider wird dieses Drama dann auch noch sehr zäh vorgetragen und die filmtechnischen Spielereien wirken meistens deplatziert oder grundlos. Das Ende des Filmes entschädigt etwas für den Anfang des Filmes, deshalb 5/10
Mitglied seit 1.824 Tagen | 10 Userkritiken
Kritik: Der Titel verspricht eine stressige Story, doch das Gegenteil ist der Fall. Eine Story, wie ein Maßanzug für Edward Norton, aber wie ein Taucheranzug ohne Sauerstoffflasche für den vorerst geplanten Tobey Maguire. Den Umständen sei Dank kam alles anders, und die Hauptrolle fand ihren Meister! Edward Norton veredelt diese tiefgehende Geschichte zu einem filmischen Diamanten seltener Größe, und hinterlässt, nachdem er unablässig fesselte, und zum dahinsinnen verführte, eine leise bohrende, aber nicht beschwerende Stimmung und bleibende, beklemmende Eindrücke. Man wünschte sich, dort drin sein Kumpel hätte sein zu dürfen. Stille, zähe Tränen rinnen einem durch die Seele, in den letzten Filmminuten, in denen man zusammen mit Norton und seinem Vater im alten Gelände-Blazer sitzt und glaubt, dass es doch immer ein bisschen besser für diejenigen ausgehen solle, die unter den Schlechten immer auch ein wenig besser waren. Nur eines mag man einfach nicht glauben, einfach nicht wahr haben wollen: dass so ein feinseeliger Charakter und so ein charismatisches Lächeln aus ein und den selben Augen schauten, wenn Koks an Kinder verscherbelt wurde... Ein Bonbon ist die Kulisse einer entfernten riesigen Brücke, noch in den morgentlichen New Yorker Nebel des Tages mit der 25. Stunde gehüllt, und die drei Freunde gehen ein befestigtes Hochufer entlang, an unzähligen noch freien oder leeren Bänken entlang - man wünschte sich, ein Vierter in deren Bunde zu sein... Wenn man Edward Norton mag, findet man hier einen weiteren Grund dafür. Wenn man ihn bisher nicht mochte, könnte sich das hier gut ändern. Wenn man ihn bisher nicht kannte, wird man ihn wohl immer hieran messen. Diesen Film muss man gesehen haben, mit ausreichend Zeit und Ruhe und ohne Unterbrechungen.
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