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3.5 - Gut
...sind diese Dame und die Herren schon, die sich hier zusammengefunden haben. Da reichts vom Abenteurer Quatermain, über Dr. Jeckyll und Mr. Hyde über Mrs. Harker zu Dorian Grey bis zu dem Unsichtbaren. Der beste Pulp also.....
....den Alan Moore für seine Graphic Novel zusammen sammelte. Und dort geht`s echt zur Sache Schätzchen: besonders wenn Mr. Hyde mit Begeisterung den Hunderten an Gegnern Arme und Beine im Schnelldurchgang abpflückt oder der opiumsüchtige Quatermain anfangs erstmal entgiftet werden muß, bevor er fit ist, den Job zu übernehmen. Und über allem eine düstere und böse Atmosphäre. Herrlich. Und dann.....
....kam Hollywood. Das Konzept an sich versprach einiges - doch spätestens mit der Besetzung Connerys als Quatermain und der Ankündigung einer Jugendfreigabe, wurde die Erwartungshaltung meinerseits stetig nach unten gefahren. Das Ende vom Lied...
....ich hatte echt Spaß! Als jugend- und weitgehend glattgebügelt sinnfreie Adaption der Vorlage, verhalf mir das Werk durchaus zu einigem Spaß - und bessser als die "Quatermain"-Filme der Achziger ist das Werk allemal. Nur Mr. Moore rotierte - ich kanns irgendwo tatsächlich versehen, denn der aufgepfropfte "Tom Sawyer"-Charakter - für die Ami-Quote (der Rest sind ja alles europäische Pulp-Charaktere) - ist schon schwerlich zu ertragen.
Allerdings konnte ich mich dann doch über solche Kleinigkeiten wundern, wenn sich zum Bleistift über das Wechseln der Größe des U-Boots "Nautilus" - fällt ganz besonders im Canale Grande in Venedig und auf offener See auf - krakelender Weise seitens des Publikums Luft gemacht wurde. Das sind genau dieselben Schlaumeier, die sich nach "Pirates of the Caribbean 3" lauthals darüber mokierten, wie Frau Knightley nach nur einmal Sex direkt schwanger werden konnte - wäre ja "voll realistisch"! Genau - in solchen Filmen anschließend allen ernstes über Realismus zu quatschen.... da schüttelt`s einen! Natürlich ist Hollywood eher dummbräsig, das weiß man inzwischen. Den Beweis tritt hier vor allem der Hyde-Charakter an, der steroidgeschwellt dem im gleichen Jahr (2003) herumhüppenden "Hulk" als möglicher Schwippschwager echt verdächtig ähnlich sah. (Von der Irrsinnsidee der deutschen Synchro den Kapitän Nemo-Charakter mit der Bruce Willis-Synchronstimme von Manfred Lehmann parlieren zu lassen wollen wir mal ganz schnell abkommen.... Schlimm!). Also, Blödsinn....
....allerorten. Aber kurzweilig ist das ganze Geschehen, einen leichten Hauch Wehmut des sterbenden Empires durchzieht den Film und findet seinen Höhepunkt bei dem Begräbnis einer Hauptfigur in Afrika (das hat dann was von wegen Hemmingway). Als jugendfreies halbirres Adventure macht er echt Spaß - nur Connery sollte sich allen ernstes überlegen, ob er nicht doch noch einmal vor die Kamera tritt. Als Abschlußvorstellung einer 50jährigen Karriere ist das hier dann unterm Strich eine Spur zu billig - You deserve better.
Hinzugefügt am 20.05.2008 um 17:56 Uhr
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