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Home > Kino > Film-Archiv > Drama > Die fetten Jahre sind vorbei > Userkritiken
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1 - 10 von 20 Treffern
Mitglied seit 1.090 Tagen | 335 Userkritiken
Kritik: Der Film schildert in spannenden Szenen das Denken dreier linker Jugendliche, die sich nach einem schief gegangenen Einbruch dazu hinreißen lassen, den zurückgekehrten Mann des Hauses zu kidnappen. Dabei lässt er sich ausreichend Zeit, um den Facetten der Charaktere gerecht zu werden. Der Film kann anregen zu Diskussionen über die Bedeutung kleinbürgerlicher Lebensweise, die auf materiellen Reichtum orientiert ist. Zwar werden auch in ''Die fetten Jahre sind vorbei'' verkürzte Denkweisen dargelegt. Aber der Film soll ja auch ein Lehrbuch für Kapitalismuskritik sein, sondern die auf Konsum und Egoismus ausgerichtete Gesellschaft reflektieren. Und schließlich begeistert der Film auch mit einer starken, durchdachten Schlusspointe und hervorragenden Darstellern. Insbesondere Daniel Brühl findet sich dermaßen gut in seinen Charakter hinein...wow. Aber auch die anderen beiden spielen ihre Figuren richtig, richtig gut. Von daher... ein absoluter Pflichttermin.
Mitglied seit 1.827 Tagen | 207 Userkritiken
Kritik: Am Anfang wirklich interessanter Film über junge Menschen, die mit dem System nicht zufrieden sind und aktiv etwas ändern wollen. Ab der Mitte des Films, als sie in den Bergen sind und das Augenmerk auf die Beziehung der 3 gelegt wurde und der Finanzhai auch nicht mehr so schlimm ist, er sogar einen Joint mit raucht und erzählt, das er früher doch genau so drauf war wie sie, ist mir der Film etwas zu sehr gefühlduselig geworden. Aber wegen der wirklich guten ersten Hälfte 8/10.
Kritik: Daniel Brühl at his worst. Vor allem nach "Inglorious Basterds", in dem er alle Erwartungen übertrifft, klatscht mir das fehlende Feingefühl des Regisseurs hart ins Gesicht. Julia Jentsch? Unsympathisch und in ihren Handlungen unnachvollziehbar. Die gute Idee wurde auf ein langatmiges Leihendrama aufgeblasen, die einen nicht kalt lässt sondern noch schlimmer wütend macht. Schade darum. Was bleibt ist ein geiles Filmzitat: "Freie Liebe, da muss ich euch nichts erzählen!"
Kritik: Grüße. Mit großem Entsetzen muss ich hier die polemischen Formulierungen und Aussagen einiger "Schlecht-Menschen" lesen. Der Film bemüht sich die Gedankenwelt der Protagonisten, einer früheren Kultur und Denkweise, einzufangen und schafft dies sehr gut. Bei Betrachtung der Gesellschaft wie sie ist und wie sie sein könnte entscheiden sich die Charaktere, mehr unfreiwillig, den Weg der Mehrheit zu verlassen. Die Dreiecks-Geschichte ist dabei nur ein Aufhänger und metaphorisch zu betrachten; die früheren linken Bewegungen haben sich selbst zerfleischt. Einige "Gastkritiken" hier könnten tatsächlich von Stammtisch-Bildzeitungslesern stammen, die sich von der nicht-konformen Botschaft unserer doch weit ins gefühlte "Rechts" verschobenen Gemeinschaft angegriffen fühlen, weil sie merken: ich müsste dann einiges an geistiger Bequemlichkeit aufgeben. Wie auch immer, in großem Entsetzen über unsere angepasste Generation empfehle ich jedem diesen Film, auch wenn er zweifelsohne ebenfalls kritisch zu betrachten ist (eher ein weiteres Plus).
Mitglied seit 1.295 Tagen | 2 Userkritiken
Kritik: Eine Gruppe von drei jungen Menschen, die die Welt verbessern wollen, aber einen unschuldigen Mann entführen um ihren eigenen Hintern zu retten? Was denn jetzt- Weltrettung oder Feigheit pur? Dann die ausgedehnten, langweilig geschwallten Dialoge über den naiven Idealismus der drei und die Entpuppung des entführten Mannes als Ex-Revolutionär?? Entweder passen die Handlungen in dem Film nicht zusammen oder aber sie sind klischeehaft und überzogen, sodass ich mir hin und wieder für blöd verkauft vorkam. "Meine Freundin und mein bester Freund" *gäääähn*- auch schon 2004 ein totgesehenes Thema.
Kritik: Der Film ist an und für sich schön gemacht, auch die Kameraführung passt gut, so fühlt man sich als ein Teil des Films (zum Beispiel die Szenen in dem Transporter). Was mir jedoch übel aufstößt ist, dass ein (meiner Meinung nach) falsches Getrechtigkeitsempfinden aufgezeigt wird. Man sollte froh sein, dass es solche Menschen wie den Manager gibt, die in Deutschland ihre Steuern zahlen und so ein Leben wie es die anderen Hauptdarsteller führen überhaupt erst ermöglicht! Und nebenbei, wer seine Haftpflicht nicht zahlt und dann noch ohne TÜV Auto fährt, gehört auch bestraft. Grüße
Kritik: Mir hat der Film extrem gut gefallen, da er in KEINER Weise die leicht naiven Gerechtigkeitsambitionen der drei Protagonisten positiv hervorhebt. Er stellt unentschlossene Sozialrevolutionäre, die gute und moralisch wertvolle Ansätze haben, an den durch ihre ideologische Sichtweise selbst auferlegten Regeln (Gerechtigkeit,...) aber immer wieder verzweifeln, gegen den erfolgreichen Kapitalisten, der sich urplötzlich mit seiner eigenen Jugend konfrontiert sieht und seine Lebensweise zwangsläufig überdenken muss, gegenüber. Dabei wirkt der Verlauf und das Ende keinesfalls wertend. Es wirkt eher tragisch und zeigt auf gefühlvolle Weise auf, wie hoffnungslos die Aussichten heutzutage sind auf eine friedliche Revolution oder "Weltverbesserung", wie sie die Protagonisten anstreben. Jeder junge Erwachsene hat das Bedürftnis, gegen die bestehenden Verhältnisse zu rebellieren. Aber was in den 70ern zumindest noch mittelfristig funktionierte und die Welt zumindest theoretisch auf die finale Stufe der Aufklärung hievte (Emanzipation, sexuelle Revolution, Friedensbewegungen), ist heute kaum mehr möglich. Wo gibt es heute noch große Studentenproteste, wo geht die Abgrenzung zur älteren Generation über den anderen Musikgeschmack hinaus? Wie (pseudo)revolutionär ist es überhaupt noch, einen Che Guevara-Kopf auf dem T-Shirt zu haben? Zählt am Ende das Ideal, oder doch eher das Geld, was man braucht, um nicht Hartz4-Empfänger zu werden? Der Film präsentiert Klischees, aber indem er sie gegeneinander ausspielt, macht er deutlich, wie hoffnungslos es ist, im 21. Jahrhundert von einer gerechten Welt zu träumen. Dass man es wie die drei Freunde dennoch macht, macht sie allerdings sehr sympathisch. Und so müssen sie auch erkennen, dass ihr eigentlicher Klassenfeind in Wirklichkeit lediglich die Hoffnung in seine alten Ideale verloren hat...auf der Suche nach Sicherheit und Erfolg nach seinen "wilden Jahren". "Die fetten Jahre sind vorbei" ist ein Appell zur Kommunikation und Verständigung zwischen den Generationen. Wer auch äußerlich so unterschiedlich erscheint, tickt in Wirklichkeit vielleicht genau gleich. Und vielleicht lässt sich so ja doch etwas erreichen...wenn Jung und Alt sich an einen Tisch setzen.
Kritik: Der Film ist einfach nur schlecht. Sowohl Kameraführung, schauspielerische Leistung, Handlung und Logik sind einfach nur schlecht. Die Schauspieler bewegen sich etwa auf dem Niveau von Seifenopern-Darstellern und machen überhaupt gar keine Entwicklung durch. Das Ende vom Film ist einfach nur unlogisch, und nicht die von diesen Halbhirnen propagierten Manager sind die Verbrecher sondern diese Schmalbirnen, die in Häuser einbrechen, alles verwüsten und dabei völlig verpennen, den Opfern ihre Motive klarzumachen. Insgesamt ist dieser Film eine Art Trostpflaster für alle jungen Erwachsenen, die neidisch auf die sogenannten Manager heraufblicken und dabei völlig vergessen haben, dass diese ehrliche Arbeit geleistet haben und sich ihr Geld verdient haben. Aber irgendwie wird dieser Punkt völlig von unseren hochlobenden Kritikern übersehen. Und mehr Verständnis und Einfühlen krieg ich durch die schlechte Kameraführung auch nicht. Ich hatte zeitweilen versucht diesen Film als Politsatire zu interpretieren, was mir dann aber auch nicht gelungen ist, da das gewisse Etwas fehlte.
Kritik: Ich hatte über den Film nur begeisterte Kritiken gelesen und war dann doch überrascht und bald ziemlich genervt, als ich ihn mir bei Gegelegenheit angeschaut habe. Die weltverbesserischen Fragen, welche die Helden des Films da wälzen, habe ich mir so ähnlich auch mal gestellt - als ich 15 war. Nicht dass ich die dahinter stehende Grundhaltung grundsätzlich ablehnen würde, aber in dieser Form als neunmalkluges, naives Teenie-Revoluzzertum lässt es die Mitte-20-jährigen Darsteller nur unfreiwillig lächerlich erscheinen. Was in der Vorschau noch originell wirkte - beispielsweise die Möbelaktionen in den Häusern der Reichen - entpuppt sich dann im Film als plumpe, selbstgerechte Belehrung des Zuschauers. Reiche Snobs lassen die armen Mittelschicht-Studis wo es nur geht ihre Unterlegenheit spüren, und BVG-Kontrolleure misshandeln aus Langeweile hilflose Penner...jaja, die Welt ist schlecht. In dieser Machart geht der Film die ganze Zeit weiter. Wer erst durch solche Plattheiten angeregt wird, über den Zustand unserer Gesellschaft nachzudenken, tut mir leid. Interessant wurde es eigentlich nur im Zusammenhang mit der Geiselname, wo die stumpfe Gut/Böse-Rollenverteilung mal kurz etwas aufgeweicht wird und die Figuren ein klein wenig mehr Tiefe bekommen. Das wird am Ende dann aber wieder "geradegerückt". Wer noch seine Pubertät nachholen muss und überhaupt bisher völlig unreflektiert durchs Leben gegangen ist, kann mit dem Film vielleicht etwas anfangen, aber ansonsten ist er keine Empfehlung wert.
Kritik: Die Schauspielerische Leistung ist misserabel. Ich erinnere nur an die Szene, als Jan die Uhr findet, die Peter mitgehen hat lassen. Meint der Regisseur das ersnt? Der folgende Dialog hört sich abgelesen an wie beim Schultheater. Auch die Botschaft des Films ist dermaßen banal und lächerlich, dass es einem die Tränen in die Augen treibt: Klar, erster erläßt Hardenberg völlig ungefragt Jule 100.000 Schulden um sie dann bei der Polizei anzuschwärzen, weil er sich über Nacht wieder in das miese Kapitalistenmonster verwandelt hat. Bitte hört auf! Viel mehr als dieser Trashfilm regt mich allerdings die Haltung der Kritiker auf, welche sich natürlich in einem Anflug von Selbstbeweihräuscherung dazu genötigt sahen, diesem _deutschen_ Film sämtliche Lorbeeren in den Hinter zu schieben.
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