Bolanov
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3 - Nicht schlecht
"The Black Dahlia" ist ein solider Noir-Thriller, von dem man sich aber etwas mehr erhoffen durfte. Die Story selbst wirkt sehr interessant und vielschichtig, konnte aber vom Produzenten nicht tiefgründig genug umgesetzt werden. So ist der eigentliche und wesentliche Plot nur einer von vielen. Wenn man nicht genau weiß, was der eigentliche Handlungsstrang ist, wird man ihn nur schwer erahnen können, zu viele verschiedene Handlungsstränge laufen hier parallel, ohne dass einer davon in den Mittelpunkt gerückt wird. Die Geschichte plätschert einfach nur so vor sich hin ohne mehr als nur eine gewisse Grundspannung aufbauen zu können. So funktioniert auch die Auflösung am Ende nicht wirklich, da man oft nicht genau weiß, wie er (Josh Hartnett) nun auf alles gekommen ist und wie er das alles herausgefunden hat. Man muss es leider oft nur vermuten. Des Weiteren wirken einige Dialoge recht aufgesetzt und können deshalb nicht die Tiefgründigkeit und Emotionen auf die Leinwand bringen, wie sie es eigentlich sollten. Atmosphärisch ist "The Black Dahlia" dagegen auf sehr hohem Niveau, die 40er-Jahre wurden einfach fabelhaft eingefangen. So können besonders die Kostüme und das Equipment gefallen und verleihen dem Film ein besonderes Flair. Schauspielerisch ist der Film insgesamt auf solidem Level, alle Darsteller spielen recht zufrieden stellend. Jedoch kann keiner von ihnen sich besonders hervortun, dies gilt vor allem für die beiden Hauptdarsteller Josh Hartnett und Aaron Eckhardt, von denen man einfach mehr erwarten muss. Sie verkörpern ihre Rollen nicht tiefgründig und bewegend genug, um sie für den Zuschauer zur Identifikations- bzw. zur tragischen Figur werden zu lassen. Der Zuschauer bleibt bei dem Film einfach nur stiller Beobachter anstatt richtig in die Geschichte hineingezogen zu werden.
Alles in allem ist "The Black Dahlia" zwar ein durch und durch solider Thriller, der eine gute Story aufweisen kann, die aber einfach zu schwach inszeniert worden ist. De Palma schafft es nicht ganz, den vielen Handlungssträngen genug Aufmerksamkeit zu widmen. Man muss „The Black Dahlia“ nicht gesehen haben, aber trotz allem weiß er die 2 Stunden über zu unterhalten.
Hinzugefügt am 17.01.2008 um 15:01 Uhr
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