Zur Kritik
- Home
- Kino
- TV
- DVD
- Stars
- Trailer
- Mobil
- Specials |
- Nachrichten |
- Community |
- Services

- Kinoprogramm
- Trailer & Clips
- Cast & Crew
- Kritiken
- FILMSTARTS-Kritik
- Pressespiegel
- User-Kritiken
- Bilder
- DVD
- Wissenswertes
Von Ulf Lepelmeier
Ron Burgundy (Will Ferrell) ist ein wahrer Macho und der Anchorman, der unantastbare Chefnachrichtensprecher bei einem kleinen privaten Fernsehsender in San Diego in den 70er Jahren. Die nur aus Männern bestehende, vierköpfige Nachrichtentruppe strotzt nur so vor Selbstsicherheit. Als die Frauenbewegung in Person der ehrgeizigen Journalistin Veronica Corningstone (Christina Applegate) ins Studio marschiert, ist Ron zunächst belustigt. Eine Frau als Kontrahentin um den Nachrichtensprechersessel ist für ihn schließlich fernab des Möglichen. Doch als Veronica nicht nur schön aussehen will und mit aller Kraft versucht, hinter den heiligen Teleprompter zu gelangen, versteht Ron keinen Spaß mehr. Der Kampf der zwei perfekt frisierten Ansager um den Nachrichtensprecherthron hat begonnen.
Das Ambiente der 70er ist gut gelungen und könnte der Ausgangspunkt für eine witzige Mediensatire sein, doch diese Basis weiß „Der Anchorman“ nicht zu nutzen. Das Drehbuch von Hauptdarsteller Will Ferrell (Old School, Die Hochzeits-Crasher, Verliebt in eine Hexe) gibt neben dem noch annehmbaren Grundgerüst um eine Frau, die versucht in die noch verbliebene Männerdomäne des Nachrichtenstudios einzudringen, nichts Vernünftiges mehr her, was den episodenhaft anmutenden Film über 90 Minuten noch interessant gestalten könnte. Zahlreiche Gags müssen innerhalb der Spielzeit mehrere Male vom Publikum ertragen werden. So ist das erste Zusammentreffen zweier verfeindeter Nachrichtenteams, die sich wie Jugendgangs benehmen, noch in Ordnung, wenn dies dann noch mal passieren muss und schließlich gar in einem Straßenkampf von sechs Nachrichtenteams mündet, ist das aber einfach lächerlich. Die einzelnen Personen im Nachrichtenteam sind natürlich die wandelnden Stereotypen und nur Ferrells, sich selbst auf den Leib geschriebene Figur des titelgebenden Anchorman darf hin und wieder aus dem festgeschnürten Korsett der Klischees ausbrechen. Mittelmäßige bis dümmliche Witzchen machen den vielleicht einmal als Mediensatire angedachten Film zu einem belanglosen, teils gar langweiligen Stück Kino. Wer eine bitterböse und nichtsdestotrotz spaßige Abrechnung mit der Regionalfernsehlandschaft sehen möchte, sollte lieber auf Gus Van Sants gelungene schwarze Kömodie „To Die For“ zurückgreifen.
Von Joss Whedon
Mit Robert Downey Jr., Chris Evans
Action
Von James Cameron
Mit Leonardo DiCaprio, Kate Winslet
Drama
Von Jon Hurwitz, Hayden Schlossberg
Mit Jason Biggs, Alyson Hannigan
Komödie
Sichert

