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5 - Spitzenklasse
Ich zitiere dreist aus "A Beautiful Mind":
"Stellen sie sich vor, sie würden plötzlich erfahren, dass die Menschen und die Orte und die Momente, die ihnen am wichtigsten sind, nicht nur weg, nicht tot wären, sondern noch viel schlimmer: nie existiert hätten.
Was für eine Hölle wäre das?"
Genau dieses Gefühl muss Telly durchleben, nur dass sie sich nicht so einfach damit abfindet, sondern unerbittlich gegen das Vergessen ankämpft. Die verzweifelte Mutter gewinnt auf der Suche nach ihrem Sohn immer mehr Sympathie und auch der Alkoholiker Ash steht ihr in Nichts nach.
Die Kinoeinladung mit freier Filmwahl sagte mir sehr zu, da „Die Vergessenen“ gerade zu dieser Zeit in den dt. Kinos startete. Die Idee faszinierte mich einfach von Anfang an, da ich mir ebenfalls nichts Schlimmeres vorstellen kann, als das Verlieren von Erinnerungen und/oder Personen. Im Kino erfreute mich dann schließlich ein brilliant undurchschaubarer Gary Sinise und meine Lieblingssynchronstimme (für den zweiten Hauptprotagonisten).
Während des Filmes schreckte der relativ rar gefüllte Saal insgesamt dreimal zusammen und auch auf dem düsteren Heimweg konnte ich immer noch meinen eigenen schnellen Atem hören.
Danach hing das Filmplakat fast zwei Jahre an meiner Zimmerwand und dennoch ertappte ich mich bei Dvd-Vorführungen für meine Freunde dabei, dass ich sie mehrmals zum Schweigen ermahnte. Dieser Film ist nun mal nicht für einen fröhlichen Abend und eine breite Masse gedacht. Genauso ertappte ich mich beim ersten Gucken dabei, nach etwa der Hälfte der Zeit den Kinobesuch zu bereuen - Grund: Meine Entscheidung machte ich vom Ende abhängig und da ich absolut nichts davon hielt, diese gute Story mit einer Alieninvasion zu verderben, hoffte ich die ganze Zeit über inständig, dass mir grüne Männchen erspart blieben. Stattdessen begegnete mir meine Phobie gegen verzerrte Menschengesichter (durch den Xfiles-Vorspann) und ich war begeistert. Nochmal geschickt die Kurve gekriegt!
Fans des SciFi-Genres empfehle ich diesen Thriller nicht, aber wer die Manipulation menschlicher Verhaltensmuster interessant findet - dem sei hiermit ein Leckerbissen serviert!
Hinzugefügt am 04.01.2007 um 22:02 Uhr
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