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Es kommt einfach zu selten vor das man einen Film sieht bei dem die hohen Erwartungen auch erfüllt oder gar übertroffen werden, doch in Garden State war das endlich wieder der Fall. Zach Braff, den ich schon für seine sehr lustige Rolle als Chirurg in der Serie Scrubs gut finde, schafft mit seinem Regiedebüt ein Meisterwerk der besonderen Art. Anfang hätte ich ihm das nie zu getraut, doch hier wurde bewiesen das die etwas unterschätzten Personen ihres Fachs, die erstaunlichsten Dinge schaffen können. Er hat seine Chance als Regisseur vollkommen genutzt und aus seinem Traum Wirklichkeit werden lassen. Der Film reißt einen auf eine hoch emotionale und keinesfalls kitschige art mit. Dabei bleibt der Film aber auch ernst und bildet aus einer zunächst einfachen Story großes Schauspielkino. Zach Braff ist nicht nur der Regisseur und Drehbuchautor, sondern auch der Hauptdarsteller. Er gehört zu den ganz großen Schauspielern, was man in Garden State schon bei der Eröffnungsszene bemerkt. Die Story einer bedrückten Person ohne Lebensfreude, die ständig Medikamente einwürft, aber nach und nach wieder Lebensfreude verspürt als sie eine Frau kennen lernt hört sich zunächst einfach an, lässt aber viel Raum für gute Ideen. Der weibliche Part wird hier von der äußerst sympatischen Natalie Portman gespielt, die eine fabelhafte Chemie zu Zach Braff hat. Sie gehört auch schon zu den bedeutsamsten Schauspielern ihrer Zeit. Die Dialoge zwischen Zach Braff und seinen Beziehungspersonen sind schlau und einfallsreich und halten den Film auch auf seiner Höhe. Garden State braucht aber nicht viele Worte um eine Situation zu verdeutlichen. Peter Sarsgaard, der die Rolle von Zach Braffs alten Freund spielt gibt eine starke Leistung ab, kommt aber nicht an Braff und Portman ran. Eine weitere wichtige Nebenrolle ist Zach's Vater der von Ian Holm hervorragend verkörpert wird. Er ist nur in wenigen Szenen zu sehen, aber in diesen schöpft er auch sein volles Potential aus. Obwohl es sein erster und bislang einziger Film ist, hat er schon seinen persönlichen Style bei der Atmosphäre gebildet. Eine freundliche aber zugleich trübende Atmosphäre ist auch ein plus in Garden State. Es ist ganz klar ein Drama mit dem man es in Garden State zu tun hat, aber er beinhaltet auch eine gute Portion von skurillem Humor. Wenn man darauf eingehen kann, bietet er auch große Lacher (meist sogar schwarzen Humor). Fazit: Hollywood kann sich glücklich schätzen Menschen wie Zach Braff zu haben, die mit ihrem ersten Regiedebüt mehr schaffen als Regisseure in ihrer gesamten Karrierelaufbahn. Ein Einfall ist besser als der andere die mit zwei perfekt besetzten Hauptrollen zünden können. Dazu hat der Film einen Soundtrack der einem einfach nicht aus dem Kopf geht. Manche würden das Ende sicher als Kitschig bezeichnen, doch das ist es nicht. Der Film fasziniert einen bis zum Schluss, auch wenn ich ihn nicht zu 100 Prozent für perfekt halte. Es ist einer der besten seines Genres den man nicht verpassen sollte.
Hinzugefügt am 25.05.2012 um 14:32 Uhr Verstoß melden
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