Königreich der Himmel
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    13 User-Kritiken

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    tobe78
    tobe78

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      3.5 - Gut

    Königreich der Himmel Directors Cut Nach dem Regisseur Ridley Scott mit “Gladiator” das Genre des Historienfilms auf eine neue Ebene hievte, nahm er sich im Jahre 2004 einer dem Zeitgeist entsprechenden Thematik an, dem heute noch schwelenden Glaubenskonflikt zwischen Christen und Muslimen. Das alles wurde wieder in ein entsprechendes metaphorisch politisches, optisch sehr ansprechendes historisches Gewand gepackt. Die Frage, die sich jeder gestellt hatte war: würde Scott es mit “Kingdom of heaven” schaffen, in die Fußstapfen von Gladiator zu treten, da ja wieder einmal eine Geschichte mit vorhandenem Potential mit ausufernden Schlachten, laufenden Intrigen und Heroen die als Identifikationsfläche taugen, erzählt wird. Im Nachhinein erweist sich Königreich der Himmel in seiner Thematik aber doch mehr der politischen Ebene verhaftet, allerdings ohne eine klare Tendenz zu einer politischen Seite erkennen zu lassen. “Jeder ist seines eigenen Schicksals Schmied, es liegt an jedem selber, was er aus allem macht, ob er sich dem Frieden oder dem Gegenteil verschreibt..” Die Botschaft, das der Glaubenskonflikt wahrscheinlich niemals ein Ende finden wird, kommt zwar an, aber das tiefere Verständnis dieser Thematik konnte wegen verschiedener Versäumnisse nicht näher gebracht werden. Und das hat folgende Gründe: Durch seine Intention, politisch überaus ambitioniert zu sein, geht dem Film im Laufe der Zeit viel an Fahrt verloren, er wirkt krampfhaft bemüht, neben der optischen historischen Genauigkeit den Zeitgeist der Kreuzzüge dem Zuschauer verständlich zu machen. Das das nicht zur Gänze funktioniert, liegt zum einen daran, das a) der Film in vielen Passagen trotz der vorliegenden Directors Cut Fassung immer noch zu lang wirkt, trotz eines jetzt runderen Anfangs; das das verwendete Script von William Monaghan das eine oder andere Logikloch immer noch offenbart; und die politische Botschaft, die man nahe bringen möchte, nur an der Oberfläche angekratzt wird, und zwar durch Dialoge, die zwar einen zeitgenössischen Charakter offenbaren, aber in ihrer Weisheit jeglichen Tiefgang vermeiden. Und zum anderen das b) Orlando Bloom in seiner Rolle wenig als Identifikationsfläche taugt, er spielt zu eindimensional, zu hölzern, er kann in seiner Rolle niemals die eigene Stärke und die visionären Gedanken vermitteln, zu der ein Russel Crowe in der Lage war. Auch Eva Green ist mehr zur Staffage und Stichwortgeberin degradiert, als es Connie Nielsen in Gladiator war. Und zu guter letzt wirkt c) der eingesetzte Score in “Kingdom of Heaven” als Opener zwar herausragend, aber im nachhinein phasenweise zu schräg und zu deplatziert wie schon in Black Hawk Down. Alle diese Dinge tragen auch mit dazu bei, das “Kingdom of heaven” sich nicht zu einem rundem ganzem zusammenfügt und sich nicht dadurch die Magie entwickelt, die in der Lage ist den Betrachter in das Geschehen auf die Leinwand mit einzubeziehen und gleich mitzureißen. “Kingdom of heaven” wirkt insgesamt zu kopflastig. Es werden auch Aussagen getätigt im Laufe der Handlung, die wie eine Interpretation von Gladiator wirken. Ein Beispiel gefällig: Was für ein Mann ist ein Mann, der die Welt nicht verbessert. Soweit so gut, das kommt einem doch bekannt vor, oder? Nur: muss man das noch planlos ausformulieren bzw. als Metapher aus buchstabieren, anstatt sich lieber auf die Handlung zu konzentrieren und den Protagonisten einfach sein Werk tun zu lassen, wie es schon einmal der Fall gewesen ist? Also dem Zuschauer das zu geben was er möchte, keine Langeweile, sondern wieder sinnvolles, Action orientiertes Entertainment, welches als schmackhafter Zwischengang serviert wird, aber nicht zu träge wirkt, wie manche Aufnahmen es mit Pferden und Reitern letztendlich doch offenbaren. Man möchte Entertainment welches wieder das Adrenalin beim Betrachter schürt. Wo findet man die Auflehnung gegen das Kriegs Schüren der Tempelritter, wo steckt der so sehnsüchtig herbeigesehnte, psychologisch fundierte Kriegsschauplatz zwischen einem Balian und einem Guy de Lusignan, der mal wieder nicht wieder in einem platten Dialog endet? Böse Zungen behaupten sogar, das Königreich der Himmel heute immer noch als Abklatsch von Gladiator gesehen werden kann. Als Abklatsch würde ich den Directors Cut nicht bezeichnen, da phasenweise auch das Können von Ridley Scott emporsticht und man sich einen gewissen Respekt ihm gegenüber vorbehalten sollte; aber der Directors Cut enthält immer noch viele Elemente die schon in Gladiator vor kamen und ein paar Szenen an Einstellungen, die dem großen Bruder verdächtig entliehen zu seinen scheinen. Dadurch verliert Kingdom of Heaven sein Alleinstellungsmerkmal und muss sich dann den Vorwurf und die Frage gefallen lassen, warum man die Erwartungen nicht zu 100% erfüllen konnte. “Kingdom of heaven” wirkt wie der leicht schief gelaufene Versuch, nochmals einen Gladiator zu erzählen, welcher ein Happy End offenbart. mehr unter http://blockbusterandmore.blog.de

    Hinzugefügt am 21.03.2011 um 11:16 Uhr
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    Ehemaliger User
    Ehemaliger User

      3 - Nicht schlecht

    Wie bereits erwartet hat mich der Film nicht vom Hocker gehauen. Er ist okay und bietet hier und da wirklich nette Szenen. Die Besetzung war klasse. Allerdings hat mich der Film auch sehr gelanweilt und ich würde ihn nicht unbedingt noch mal anschauen. Im großen und ganzen aber ganz okay... 6/10

    Hinzugefügt am 09.10.2010 um 15:15 Uhr
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    spikey
    spikey

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      4.5 - Großartig

    9 Punkte für den Director's Cut

    Hinzugefügt am 19.03.2010 um 16:29 Uhr
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    Kintaro13
    Kintaro13

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      4.5 - Großartig

    Nur der Director's Cut !!!

    Hinzugefügt am 10.03.2010 um 11:36 Uhr
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      5 - Spitzenklasse

    Viel tiefer will ich mich hierzu gar nicht äussern. Ich habe vor ein paar Jahren die normale Kinoversion gesehen. Diese gefiel mir recht gut, aber blieb (bis auf den wohl würdevollsten Antagonisten der Filmgeschichte, Saladin) wenig im Gedächtnis. Der Director´s Cut jedoch ist meiner Meinung nach locker auf einem Level mit Filmen wie der Herr der Ringe Trilogie, Braveheart oder Gladiator. Deswegen bitte ich die Filmstarts Redaktion eine überarbeitete Review für den Director´s Cut zu veröffentlichen, da diese es verdient hat gesehn zu werden. Ich bin mir fast sicher, dass, ähnlich wie bei Blade Runner, der Film im Nachhinein noch Kultstatus erlangt.

    Hinzugefügt am 26.01.2010 um 15:27 Uhr
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    Michi2904
    Michi2904

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      5 - Spitzenklasse

    obiges Zitat von König Balduin aus dem Film beschreibt meiner Meinung nach die Thematik des Film am zutreffendsten. Es geht um die moralische Entscheidungsfreiheit eines Jeden, mit der wir uns permanent in unserem Leben auseinandersetzen. Balian von Ibelins Figur zeigt, dass sich der Weg zum Glauben und zur moralischen Unabhängigkeit keineswegs widersprechen müssen, sondern Hand in Hand zu einer enormen Kraft im Leben antreiben können. Den Gegepool dazu stellen die Charaktere von Guido von Lusignan und Rainald von Chatillon dar, die den potenziellen Wahnsinn einer religösen Hörigkeit, die zu Intoleranz, Volksverhetzung und Superioritätsdenken verleiten kann, aufzeigen. Dass Orlando Blooms in so mancher Jornalie und allgemein in den Medien wegen seiner "kalten" Darstellung des Charakters Balian kritisiert wurde kann ich nich nachvollziehen, denn es ist die einzige Möglichkeit den Überhelden Balian menschlich wirken zu lassen. Der Film hat mich nicht nur wegen der mitreißenden und philosphischen Thematik gefesselt, sondern auch der Unterhaltungswert ist wirklich hoch. Denn neben der atmospärischen Höhepunkten (z.B. Aufmarsch der Armeen) ist auch die Filmmusik und die schauspielerische Darstellung sehr ansprechend. Wer neben der großen Geschichte noch mehr über die einzelnen Personen und deren Handlungshintergrund erfahren möchte, dem kann ich den "Director`s Cut" wärmstens ans Herz legen. Zusammenfassend lässt sich sagen: ein wirklich tiefgehendes und bombastisches Filmerlebnis!

    Hinzugefügt am 06.10.2009 um 18:40 Uhr
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    inoshishi
    inoshishi

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      4.5 - Großartig

    Es ist wahnsinn wie sich diese Version in Sachen Tiefgang und Charakterentwicklung unterscheiden. Der Film wirkt endlich wie aus einem Guss und ist meiner Meinung nach ein Meisterwerk im Directors Cut. Müsste ich eine Bewertung abgeben so würde die Kinoversion 5 und der Directors Cut 9 Punkte erhalten. Jeder der die Chance hat sollte dem Film noch einmal die Möglichkeit geben den schlechten Eindruck aus dem Kino zu neutralisieren.

    Hinzugefügt am 22.09.2009 um 09:35 Uhr
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      3 - Nicht schlecht

    Unschwer zu erkennen, das der Meister der Bilder, Ridley Scott, bei diesem Ritterepos am Werke war. Schön anzusehen ist Königreich der Himmel allemal. Nur irgendwie war ich nach dem ersten Mal gucken dieses Films etwas enttäuscht, ohne selbst erklären zu können, was es war. Sei es, dass Orlando Bloom seiner Hauptfigur nicht genug Tiefgang verleihen kann, oder dass sich besonders die zweite Hälfte extrem in die Länge zieht, Tatsache ist, dass der ganz große Wurf, wie 5 Jahre zuvor bei Gladiator, Ridley Scott bei diesem Film nicht gelungen ist. Auch den Anschluss zu Petersens Troja kann er nicht halten. Positives gibt es aberdurchaus auch zu berichten. Das seien neben den wunderschönen Kulissen vor allem die ausgezeichneten Nebendarsteller, die die Mängel der Hauptdarsteller Orlando Bloom und Eva Green locker wieder wettmachen. Die Kämpfe können sich durchaus auch sehen lassen. Entschuldigend zu meiner etwas zwiegespaltenen Kritik muss ich aber auch einräumen, dass ich den Directors Cut bisher noch nicht gesehen habe, ich bin daher also durchaus noch offen, um damit meinen Eindruck dieses Films zu verbessern. Lange Rede, kurzer Sinn: Kingdom of Heaven ist ein sauberes Stück Historienfilm, und mindestens einmal sollte man ihn schon gesehen haben!

    Hinzugefügt am 18.07.2009 um 21:51 Uhr
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      4.5 - Großartig

    Nachdem ich mir die Kinofassung angesehen hatte, dachte ich nur bei mir "Oh Mann was für ein schlechter Film!" Nachdem ich dann bei einem Freund die Gelegenheit hatte den Directors Cut zu sehen muss ich sagen, dass dieser Film eigentlich ein Meisterwerk geworden wäre. Endlich hatte die Story tiefgang und ergab Sinn!

    Hinzugefügt am 01.07.2009 um 19:38 Uhr
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      2 - Nicht gut

    Königreich der Himmel überzeugt durch seine handwerkliche Qualität, tolle Bilder und schöne Schlachten. Ansonsten ist der Film eine Enttäuschung. Der Plot langweilt durch fehlende Verzahnung und Ziellosigkeit. So steht politische Entwicklung um Jerusalem bis zum Ende des Films in keinem richtigen Zusammenhang zu dem Werdegang des Helden Balian. Dessen Aufstieg wird episodenhaft geschildert, die jeweiligen Gefahren und Herausforderungen denen er sich stellen muss, haben für den weiteren Verlauf keine besondere Bedeutung und könnten ohne weiteres ausgetauscht oder weggelassen werden. Zwar deutet der Film eine Konfrontation mit dem Scheinantagonisten Guy de Luisignan an, enttäuscht dann aber durch deren Ausbleiben. Diese Ziellosigkeit langweilt ungemein. Und der politische Konflikt um Jerusalem kann ebenso wenig überzeugen. Er leidet zum einem unter einem ständigen hin und her, das keine Spannung erzeugen kann, weil sein Ausgang bereits aus dem Geschichtsbuch bekannt ist. Noch negativer fällt die plumpe Schwarzweiß-Zeichnung der Charaktere auf. Gut und Böse, weiß und schwarz gegenüberzustellen, mag in fiktive Heldengeschichten überzeugen, wenn aber historische Tatsachen durch einen sich völlig ernst nehmenden Film dargestellt werden sollen, geht dabei jede Glaubwürdigkeit verloren. Das besondere an dem Film ist nun, dass er sich einem „schwierigen Thema“ annimmt, nämlich dem Konflikt zwischen Christen und Muslimen. Und das geschieht besonders schlecht. Das einzige, was in diesen Fragen ein Film hätte leisten können, ist die Probleme und Interessengegensätze darzustellen und sich gegenüber der Lösungsmöglichkeit bescheiden zu zeigen. Denn es gibt natürlich keine einfache Lösung. Ganz anders Königreich der Himmel: Dieser Film stellt seinen ganzen Inhalt in den Dienst einer überheblichen Besserwisser-Message. Und die ist so plump, abgedroschen und politisch korrekt, dass sie den intellektuellen Horizont des Zuschauers geradezu verspottet. Zunächst ist alles Schwarz-Weiß: Da sind auf der einen Seite die bösen religiösen Fundamentalisten (vor allem Guy de Luisignan und mit zwei Bischöfe alle in dem Film auftreten Vertreter der katholischen Kirche) und auf der anderen Seite die guten Ringparabler (vor allem Balian und Saladin). Die Fundamentalisten lassen in ihrer Boshaftigkeit selbst Imperator Palpatin verblassen, sie sind nicht nur irrational, sondern außerdem arrogant, sadistisch, feige, selbstsüchtig und mit ihrem Gedankengut der einzige Auslöser der Kreuzzüge und interreligiösen Konflikte. Dass die Kreuzzüge durch die katholische Kirche nicht in erster Linie durchgeführt wurden, um im Heiligen Land Erlösung zu finden oder Andersgläubige abzuschlachten, sondern vor allem, um den von den Muslimen bedrängten Ostchristen in einer offensiven Verteidigung zu Hilfe zu kommen – also aus einer rationalen machtpolitischen Kalkül heraus – wird durch den Film schlicht ausgeblendet. Er schafft sich seine eigene Geschichte, die Geschichte als Kampf zwischen Gut und Böse. Die Guten sind nun - wenig originell - der Auffassung, dass Religionen im Allgemeinen völlig austauschbar sein und Christen und Muslime eigentlich unbewusst genau dasselbe glauben. Das ist natürlich Unsinn, Christentum und Islam haben nun einmal Inhalte, auch wenn man sie ablehnen mag, und diese Inhalte sind nicht identisch. So zaubert sich der Film dann seine eigene Superreligion, mit der sich angeblich alle Konflikte lösen ließen. Warum diese Ringparabler dann trotzdem Krieg gegeneinander führen, kann der Film nicht sinnvoll erklären, sie tun es halt einfach. Den Gipfel der Anmaßung erreicht der Film mit seinem schließenden Hinweis, dass auch heute noch um Jerusalem kein Frieden herrsche (und in diese Richtung ist dann offenbar auch seine dumme Message gewandt). Na klar, ihr Israelis und Palästinenser, schaut euch einfach Königreich der Himmel an und schon wisst ihr, wie ihr den Nahost-Konflikt lösen könnt. Liebe Filmschaffende: Wenn man Menschen unterhalten möchte, dann dreht man einen Film. Wenn man Menschen von seiner Meinung überzeugen möchte, dann schreibt man einen Aufsatz. Wenn man den Film stattdessen in den Dienst politischer Botschaften stellt, geht das zulasten der Unterhaltung und dem Publikum auf die Nerven.

    Hinzugefügt am 21.03.2009 um 20:05 Uhr
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